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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 15.02.2019

Rund um die Erziehung

Den meisten Eltern ist es ein Anliegen, ihr Kind zu einem selbstbewussten, fröhlichen und eigenverantwortlichen Menschen zu erziehen – es schlichtweg stark fürs Leben zu machen. Doch Erziehung ist nicht immer einfach: Sie erfordert ständigen Einsatz, konsequentes Verhalten und stellt täglich eine neue Herausforderung dar. Und immer wieder stehen Eltern vor Problemen bei der Erziehung ihrer Kinder oder sind einfach nur verunsichert, wenn es um eine konkrete Situation geht. Zum Glück gibt es heutzutage viele Ansprechpartner für Fragen rund um das Thema Kind und Familie. Auch wir im Landkreis haben einiges auf diesem Gebiet zu bieten. Auf dieser Seite finden Sie sicher das für Sie passende Angebot. Wenn nicht, kontaktieren Sie uns im Jugendamt persönlich. Und vergessen Sie nicht: Ihr täglicher Einsatz wird belohnt - mit schönen Erlebnissen, fröhlichen Gesichtern und vielen wundervollen Momenten.   

Spielsachen, Süßigkeiten, Comics oder Kinokarten: Kinder und Jugendliche haben viele Wünsche. Einige davon erfüllen können sie sich mit Taschengeld. Aber wie viel Geld sollten Eltern ihrem Nachwuchs geben und was sollte dieser aus dem eigenen Geldbeutel bezahlen müssen? Eltern können sich an einer Faustregel orientieren, die besagt, dass man pro Klassenstufe etwa einen Euro pro Woche geben sollte. Der Nachwuchs sollte selbst über das Geld entscheiden dürfen. Für notwendige Anschaffungen wie Schulsachen oder Bekleidung sollten die Eltern aufkommen.

Fragen und Antworten

Warum brauchen Kinder Taschengeld?

Kinder, die Taschengeld bekommen, lernen, wie man mit Geld umgeht und wie man sich dieses einteilt. Sie übernehmen Verantwortung und müssen unter Umständen auch die Konsequenzen für ihr Handeln tragen. Außerdem können sie sich mit dem Geld eigene Wünsche erfüllen oder anderen eine Freude machen.

Ab welchem Alter sollten Kinder Taschengeld erhalten?

Ideal ist es, das erste Taschengeld in der Vorschulzeit zu geben, also ab vier oder fünf Jahren.

Wie viel Taschengeld sollten Eltern geben?

Das hängt davon ab, wie alt das Kind ist. Eltern können sich an der Faustregel orientieren, der zufolge man je Klassenstufe etwa einen Euro pro Woche geben sollte. Geht ein Kind zum Beispiel in die dritte Klasse, sind es demnach drei Euro pro Woche. Natürlich muss bei der Höhe des Taschengelds aber auch die finanzielle Situation der Familie berücksichtigt werden.

Im Einzelnen können sich Eltern in etwa an diesen Werten orientieren:

  • Unter 6 Jahre: 50 Cent pro Woche
  • 6 bis 7 Jahre: 1,50 bis 2 Euro pro Woche
  • 8 bis 9 Jahre: 2 bis 3 Euro pro Woche
  • 10 bis 11 Jahre: 13 bis 16 Euro pro Monat
  • 12 bis 13 Jahre: 20 bis 22 Euro pro Monat
  • 14 bis 15 Jahre: 25 bis 30 Euro pro Monat
  • 16 bis 17 Jahre: 35 bis 45 Euro pro Monat
  • ab 18 Jahre: 70 Euro pro Monat
Wann sollte man das Geld auszahlen?

Bis zur vierten Klasse sollte man das Geld wöchentlich auszahlen, ab der fünften Klasse monatlich. Jüngere Kinder können nur schwer über einen ganzen Monat planen, ältere sollten auch eine längere Dauer finanziell überblicken können. Wichtig ist ein fester, regelmäßiger Termin. Das Geld sollte pünktlich und ohne Diskussionen in bar oder aufs Girokonto ausgezahlt werden.

Was sollten Kinder vom Taschengeld kaufen müssen?

Das Taschengeld sollte für individuelle und besondere Wünsche sowie für Freizeitaktivitäten verwendet werden. Zum Beispiel für CDs, Spielsachen, Kinokarten oder zusätzliche Süßigkeiten. Notwendige Anschaffungen wie Schulsachen oder Bekleidung sollten sich Kinder nicht vom Taschengeld kaufen müssen.

Wie viel Freiheit sollte man seinem Kind lassen?

Das Kind sollte eigenständig darüber entscheiden dürfen, wofür es sein Geld ausgibt. Eltern sollten keine Vorschriften machen und das Kind nicht kontrollieren. Selbst Fehlinvestitionen können sinnvoll sein – denn aus Irrtümern lernt man. Insbesondere bei kleineren Kindern empfiehlt es sich aber, Hilfestellung zu geben. Möchte sich ein Kind zum Beispiel ein Spiel kaufen, das drei Euro kostet – bei einem Euro Taschengeld pro Woche – kann man gemeinsam ausrechnen, wie lange das Kind für das Spiel sparen muss.

Was macht man, wenn das Taschengeld vor dem nächsten Auszahlungstermin verbraucht ist?

Man sollte nichts nachschießen. Das Kind lernt so, dass es Konsequenzen hat, wenn man sich sein Geld nicht einteilt.

Kann man das Taschengeld zur Strafe kürzen?

Man sollte das Taschengeld nicht als Erziehungsmittel einsetzen und  kürzen, wenn es Probleme gibt. Es ist wichtig, dass der Betrag konstant bleibt. Nur so kann das Kind mit dem Geld planen und lernen, damit zu wirtschaften. Andersherum sollte man das Kind auch nicht mit einer Erhöhung des Taschengelds belohnen. Gerade auch Mithilfe im Haushalt sollte selbstverständlich sein und nicht mit ein paar extra Münzen honoriert werden.

  • Weitere Informationen über die Höhe des Taschengelds sind auf den Internetseiten des Bundesfamilienministeriums zusammengestellt.

Seit vielen Jahren organisieren die katholische Jugendfürsorge, die Schwangerenberatungsstelle im Gesundheitsamt und das Kreisjugendamt gemeinsam im Frühjahr und im Herbst die Vortragsreihe „Rund um die Familie“. Die Themen reichen vom Gedächtnistraining über allgemeine Erziehungsfragen bis hin zu Gesundheitsthemen, die für die Familie wichtig sind.

Die Vorträge sind immer kostenlos. Eine Anmeldung ist jedoch erforderlich:

Telefon (08261) 995-0
Fax (08261) 995-333 oder
per E-Mail an empfang(at)lra.unterallgaeu.de

Viele Tipps und Informationen – nicht nur zur Erziehung – findet man auf den Internetseiten von „Eltern im Netz“ unter www.elternimnetz.de. „Eltern im Netz“ ist ein Projekt des bayerischen Landesjugendamtes in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt Unterallgäu. Auf den Internetseiten geht es neben Themen wie Schreibabys, Haustiere, Jugendschutz, Pubertät, Familienfinanzen (zum Beispiel Erziehungs-/Elterngeld) und das Laufen lernen auch um vermeintliche Kleinigkeiten wie zum Beispiel „Wie oft soll sich mein Kind die Zähne putzen?“ oder „Wie lernt mein Kind gute Manieren?“

Die Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) bietet sowohl in Mindelheim als auch in Memmingen Einzel- und Familienberatung an. Ansprechpartner ist die Stelle bei allen Fragen der Erziehung, bei Schwierigkeiten zwischen Eltern und Kind, Problemen in der Schule oder Entwicklungsschwierigkeiten wie zum Beispiel Pubertätskrisen.

Kontakt aufnehmen können Sie mit der

  • Beratungsstelle Memmingen unter Telefon (08331) 498950 und der
  • Beratungsstelle Mindelheim unter Telefon (08261) 3132.

Nähere Informationen finden Sie auch im Internetauftritt der Erziehungsberatungsstelle.

Mehr Informationen auf der Seite der Psychosozialen BeratungsstelleMehr Informationen auf der Seite der Psychosozialen BeratungsstelleMehr Informationen auf der Seite der Psychosozialen BeratungsstelleMehr Informationen auf der Seite der Psychosozialen BeratungsstelleIm Seminar „Hilfe, mein Kind pubertiert!“ erhalten Eltern von Teenagern Antworten auf ihre dringenden Fragen zur pubertären Entwicklung. Sie haben die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern auszutauschen.

Der Elternkurs findet je nach Nachfrage ein oder zwei Mal jährlich statt und wird von der Psychosozialen Beratungsstelle in Memmingen angeboten.

ELTERNTALK ist ein Angebot der Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V. und des Kreisjugendamtes Unterallgäu. ELTERNTALK steht für Fachgespräche von Eltern für Eltern, die von geschulten Moderatoren geleitet werden. Dabei treffen sich Eltern im privaten oder öffentlichen Rahmen (Kindergarten, Schule, etc.) zu einem Erfahrungsaustausch über Erziehungsfragen.

Angeboten werden folgende Themen: Fernsehen, Internet, Handy, Computer- und Konsolenspiele, Konsum, Suchtvorbeugung, „Wenn das Leben sich ändert…“ – Übergangssituationen im Leben eines Kindes begleiten, Grenzen setzen, Geschwisterstreit, Pubertät, ... .

Gastgeber sind Mütter, Väter oder Einrichtungen, die andere Eltern zu sich einladen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und Fragen zu diskutieren wie „Was kann ich tun, wenn mein Kind zu häufig und zu lange vor dem Fernseher sitzt?“, „Wie reagiere ich auf die Forderung des Kindes nach Mediennutzung und Konsum (Sammelkarten, Computerspiele, Süßigkeiten…)?“, „Ab welchem Alter braucht mein Kind ein Handy?", "Wie lernen Kinder den Umgang mit Geld?“, „Wie kann ich mein Kind vor Suchtverhalten schützen“, „Was muss mein Kind im Umgang mit Internet und Handy wissen?“.

Die Gespräche dauern etwa zwei Stunden. Ziel des ELTERNTALKs ist es, die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken. Zielgruppe sind Eltern von Kindern bis etwa 14 Jahren. ELTERNTALK wird in deutscher, türkischer und russischer Sprache angeboten. Das Angebot ist kostenlos.

Nähere Informationen erhalten Sie bei Stefanie Wagner, Regionalbeauftragte für ELTERNTALK Unterallgäu, Telefon 08245/209739, E-Mail: elterntalk-unterallgaeu(at)gmx.net oder unter www.elterntalk.net

Wir suchen laufend Mütter/Väter, sehr gerne auch mit türkischer oder russischer Muttersprache, die sich für die Tätigkeit als ModeratorIn ausbilden lassen möchten. Die Tätigkeit wird vergütet.

In den 1950er Jahren taten sich Ärzte, Erziehungsberater, Psychologen, Säuglingsschwestern und Sozialarbeiter im amerikanischen Bundesstaat Louisiana zusammen, um unter dem Namen „Peter Pelikan“ Erziehungsbriefe für Eltern zu schaffen. 1960 wurden die Briefe erstmals ins Deutsche übertragen. Inzwischen wurde aus den Briefen ein eigenes Heft, das sich mit dem Titel „Der gute Start“ an werdende und junge Eltern mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren richtet.

Das Heft „Der gute Start“ möchte Sie mit Informationen, Anregungen und praktischen Tipps durch diese spannende Zeit begleiten. Bindungsaufbau, Ernährung, Sprachentwicklung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und viele weitere Themen werden darin übersichtlich dargestellt, ergänzt durch interessante Links im Internet und Hinweise auf Hilfsangebote.

Sollten Sie sich für das Heft interessieren, dann wenden Sie sich an das Kreisjugendamt. Sie erhalten das Heft dann kostenlos zugesandt. Sie können es auch online bestellen, allerdings sollten Sie in diesem Fall nicht vergessen, Ihre Adresse anzugeben. Schreiben Sie hierfür einfach eine E-Mail an jugendamt(at)lra.unterallgaeu.de

Sie möchten wissen, wer Ihr persönlicher Ansprechpartner im Kreisjugendamt ist? Wir haben eine Übersicht für Sie zusammengestellt, in der Sie Ihre Anlaufstelle nach Gemeinden sortiert finden - egal ob es um die Themen Unterhalt und Vaterschaft, den Allgemeinen Sozialdienst, Pflegekinder und Adoption oder die Koordinierende Kinderschutzstelle geht.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 15.02.2019