Aktionen und Angebote der Abfallwirtschaft
Abfälle trennen will gelernt sein. Die Abfallwirtschaftsberatung des Landkreises Unterallgäu will die Motivation dafür schon bei Kindern und Jugendlichen wecken. Denn wer die richtige Mülltrennung in jungen Jahren lernt, wird auch später darauf achten, seinen Abfall ordentlich zu sortieren.
Deshalb bietet die Abfallwirtschaftsberatung kostenlos Führungen und Vorträge rund um das Thema Abfallentsorgung für Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen an. Diese finden entweder in der Schule, im Kindergarten oder am Wertstoffhof statt.
Melden Sie sich einfach bei uns und wir vereinbaren gerne Themen, Ort und Zeit individuell.
Willkommen bei unserer Sammlung von Flyern und Plakaten zur Abfalltrennung und -entsorgung. Darin finden Sie anschaulich erklärt, was in welche Tonne gehört, was auf dem Wertstoffhof entsorgt werden muss oder was man über „besondere“ Abfälle, wie zum Beispiel Asbest, Bauschutt oder Elektro-Altgeräte, wissen muss. Sie dürfen die Plakate und Flyer auch gerne nutzen, um andere zu informieren - sei es für Aushänge in Mehrfamilienhäusern oder zur Weitergabe an Nachbarinnen und Nachbarn.
Plakate zur Abfalltrennung
Flyer zur Abfallentsorgung
- Altholz
- Asbest
- Baustellenabfälle
- Bauschutt-Abgabe am Wertstoffhof
- Biomüll
- Brandabfälle
- Elektro-Altgeräte
- Gelbe Tonne
- Medizinische Abfälle
- Restmüll
- Schadstoffe
- Sperrmüll/Weißmöbel
- Suche-Biete-Börse an den Wertstoffhöfen
- Verpackungen: Informationen für Betriebe
- Wertstoffhof: Wertstoffe richtig entsorgen
Gebühren und Sonstiges

Durch eine Änderung des Verpackungsgesetzes sind Gastronomiebetriebe seit 1. Januar 2023 dazu verpflichtet, Essen und Getränke zum Mitnehmen auch in Mehrwegverpackungen anzubieten. Wer Mehrwegbehälter verwendet, verringert Emissionen, schont Ressourcen und reduziert die Umweltverschmutzung.
Fragen und Antworten
Die neue Mehrwegpflicht gilt für alle Gastronomiebetriebe, die Verpackungen an den Endverbraucher abgeben. Dies sind hauptsächlich Gastronomie-Unternehmen, die Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten, also zum Bespiel Restaurants, Bistros, Kantinen, Imbisse, Cafés oder auch heiße Theken und Salat-Bars beispielsweise in Supermärkten. Auch für Lieferdienste greift die Pflicht.
Kleinere Betriebe mit einer Verkaufsfläche von bis zu 80 Quadratmetern und bis zu maximal fünf Beschäftigten sind von der Mehrwegpflicht ausgenommen. Wer unter die Ausnahmeregelung fällt, muss den Kunden allerdings anbieten, mitgebrachte Behälter zu befüllen. Natürlich kann man aber auch freiwillig Mehrwegalternativen anbieten.
Die Unternehmen müssen durch deutlich sichtbare Informationstafeln oder Schilder im Restaurant oder Laden auf das Mehrwegangebot hinweisen. Bei einem Liefer-Service muss dieser Hinweis zum Beispiel auf dem Flyer aufgedruckt sein. Im besten Fall selbst aktiv nachfragen und die Abfüllung in Mehrwegbehälter verlangen.
Es gibt verschiedene Behälter für Essen und Getränke. Die Betriebe können entweder ein eigenes Mehrwegsystem einführen, sich einem bestehenden Mehrweg-Poolsystem anschließen oder mit benachbarten Gastronomiebetrieben ein Mehrweg-Verbundsystem aufbauen. Die Rückgabe des Mehrweggeschirrs kann über ein Pfandsystem organisiert werden. In diesem Fall erhält man die Behälter für Essen und Getränke gegen ein Pfand. Bei der Rückgabe des Geschirrs bekommt der Nutzer das Geld erstattet. Handelt es sich um ein Pfandsystem mit mehreren Betrieben, können die Mehrwegprodukte bei allen teilnehmenden Anbietern zurückgegeben werden.
Das Mehrweggeschirr wird nach dem Spülen wiederverwendet. Das schon die Umwelt. Darüber hinaus sind die Produkte der führenden Anbieter lebensmittelecht, geschmacksneutral, hitzebeständig, robust und stapelbar. Außerdem können die Mehrwegbehälter attraktiv für Pendler sein, da sie teilweise deutschlandweit zurückgegeben werden können. Ob Essen und Getränke in Mehrwegverpackungen oder in Einwegprodukten mitgenommen werden, macht preislich keinen Unterschied: Die Mehrwegalternative darf nicht teurer sein als die Einwegvariante.
Für die Kontrolle und den Vollzug sind die Kreisveraltungsbehörden zuständig. Wer sich nicht an die Mehrwegpflicht hält, kann mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro bestraft werden.
Im Landkreis Unterallgäu werden etwa 500 Einwegbecher pro Stunde verbraucht. Das bedeutet pro Jahr einen Verbrauch von rund fünf Tonnen Rohöl, 2,5 Millionen Liter Wasser und 73 Bäumen. Die gebrauchten Becher verursachen jährlich rund 60 Tonnen Abfall.
Das deutschlandweit größte Mehrwegsystem für Getränke und Essen zum Mitnehmen hat inzwischen über 19.600 Aus- und Rückgabestellen.
Schon bei einer zehnmaligen Wiederverwendung der Mehrwegbehälter haben sich diese gelohnt.
Zusätzliche Informationen für Bürgerinnen und Bürger sowie Gastronomiebetriebe sind auch unter www.abfallratgeber.bayern.de, dem Ratgeber des Bayerisches Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz zu finden.
Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht. Mit den folgenden Tipps können Sie Müll vermeiden und die Umwelt schonen. Sie sind mit wenig Aufwand und kostenlos umzusetzen und für den Alltag praktikabel.
Tipps für den Alltag
- Nutzen Sie einen Korb oder eine Tasche.
- Kaufen Sie Ware frisch und möglichst unverpackt ein.
- Verwenden Sie Obst- und Gemüsenetze und keine Plastiktüten.
- Nehmen Sie zum Metzger eine Dose mit.
- Nehmen Sie zum Bäcker eine Stofftasche oder einen Korb mit.
- Kaufen Sie regionale Produkte und vermeiden Sie häufige Versandbestellungen.
- Greifen Sie zu Getränken und Lebensmitteln in Mehrwegflaschen und -gläsern, zum Beispiel bei Milch, Saft oder Joghurt.
- Kaufen Sie Groß- anstatt Kleinpackungen, zum Beispiel von Kaffeesahne.
- Greifen Sie auf Filterkaffee, Kaffeepads oder Kaffeevollautomaten zurück und nutzen Sie keine Kaffeekapseln.
- Nutzen Sie zur Herstellung von Mineralwasser Kohlensäure-Sprudler.
- Nutzen Sie Nachfüllpackungen für Wasch- und Körperpflegemittel.
- Verwenden Sie feste Seifen, Shampoos oder Zahnpflegemittel.
- Verwenden Sie Pflegemittel ohne Mikroplastik.
- Greifen Sie auf feste oder pulverförmige Reinigungs- oder Waschmittel zurück, da diese oft ergiebiger sind als flüssige.
- Nutzen Sie umweltfreundliche Reinigungs- und Waschmittel mit dem EU-Ecolabel oder dem Blauen Engel.
- Bewahren Sie Brotzeit in Brotzeitdosen oder Bienenwachstüchern auf und nicht in Alufolie oder Plastiktüten.
- Nutzen Sie das Angebot von Mehrweg-Pfandbehältern, sei es beim Kaffee „to go“ oder auch wenn Sie sich etwas zum Essen holen.
- Nutzen Sie Papiertüten vom Bäcker noch für die Biotonne.
- Stellen Sie Marmelade oder Joghurt zuhause selbst her. Verwenden Sie dafür leere Konservengläser.
- Betreiben Sie Vorratshaltung und lagern Sie Obst und Gemüse ein.
- Nutzen Sie Vorratsdosen oder Bienenwachstücher zur Aufbewahrung.
- Greifen Sie auf langlebige, reparaturfreundliche Geräte zurück.
- Nutzen Sie keine Einwegartikel wie Pappteller und -becher, Einwegbesteck, Pappstrohhalme, Einwegfeuerzeuge oder Einwegrasierer.
- Kaufen Sie wiederaufladbare Akkus anstatt Einwegbatterien.
- Verwenden Sie Recyclingprodukte, z. B. Recyclingpapier, -toilettenpapier oder -taschentücher.
- Nutzen Sie wiederbefüllbare Druckerpatronen.
- Benutzen Sie waschbare Putz- und Spültücher und verzichten Sie auf Einmaltücher oder Küchenkrepp.
- Sie misten aus? Inserieren Sie gut erhaltene Möbel oder andere Einrichtungsgegenstände kostenlos in der Zeitung, im Internet oder in Tauschbörsen.
- Besuchen Sie Repair-Cafés zum Reparieren defekter Gegenstände in geselliger Runde. Mehr dazu finden Sie zum Beispiel auf der Internetseite des Mindeltaler Tauschrings.
- Verschenken Sie gut erhaltene Gegenstände beim Schenktag des Mindeltaler Tauschrings.
- Geben Sie gut erhaltene Bücher, Geschirr oder Spielzeug bei den Tauschbörsen an den Unterallgäuer Wertstoffhöfen ab.
- Geben Sie gut erhaltene Kleidung und Schuhe an karitative Einrichtungen ab.
In vielen Unterallgäuer Gemeinden ist der „Frühjahrsputz" gang und gäbe. Jedes Jahr im Frühjahr (2026 war dies vom 20. März bis 7. April der Fall) heißt es daher bei uns “Pack mer's - Sauberes Unterallgäu”. Mitmachen an dieser landkreisweiten Müllsammelaktion können Vereine, Schulklassen, Kindergartengruppen und sonstige Zusammenschlüsse aus dem Unterallgäu. Die bisherigen Ergebnisse können sich sehen lassen und die "Fundstücke" reichen von Gummistiefeln, Auto- und Traktorreifen, verfaultem Holz bis zu Plastik und Spielzeugteilen.
Um teilnehmen zu können, muss man sich online anmelden. Das Anmeldeformular finden Sie rechtzeitig vor der nächsten Aktion an dieser Stelle. Bei Fragen steht Ihnen unser Team gerne unter (08261) 995-8090 zur Verfügung.
Angemeldete Gruppen können die gesammelten Abfälle dann im Aktionszeitraum kostenlos an der Umladestation Breitenbrunn oder an den Wertstoffhöfen in Bad Wörishofen, Babenhausen, Markt Wald, Mindelheim, Ottobeuren, Türkheim oder Wolfertschwenden abgeben. Am Ende werden unter allen Teilnehmern fünf Mal je 100 Euro verlost.
Die Müllsammelaktionen waren in den vergangenen Jahren laut Abfallwirtschaft ein voller Erfolg: Es beteiligten sich rund 50 Gruppen und Vereine an der Sammelaktion und es wurden rund fünf Tonnen Müll gesammelt. Dabei kam neben dem wichtigen Beitrag zum Umweltschutz auch der Spaß in der Gemeinschaft nicht zu kurz.
In unserer Bildergalerie finden Sie Eindrücke aus der Aktion im Jahr 2026.
Die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt Unterallgäu und der BUND Naturschutz bieten zusammen das Bildungsprogramm „Prima Klima Kids“ an, das sich an Kinder von der Vorschule bis zur 6. Klasse richtet. Mit Spiel und Spaß werden die Kinder an die Themen nachhaltige Ernährung, ökologischer Fußabdruck und Müllvermeidung herangeführt. Weitere Informationen finden Sie hier.
Das „Prima Klima Kids“-Modul zur Müllvermeidung lässt sich gut ergänzen durch einen Termin zum Thema Mülltrennung und -verwertung mit einem Mitarbeitenden der Abfallwirtschaft des Landkreises Unterallgäu. Der Termin kann in der Kindertagesstätte, in der Schule oder am Wertstoffhof stattfinden, dauert rund eine Stunde und ist kostenfrei. Weitere Informationen bekommen Sie direkt bei der Abfallwirtschaft des Landkreises. Dort können Sie auch einen Termin vereinbaren.
Die aktuelle Ausgabe können Sie hier herunterladen. Oder Sie blättern sie gleich auf dieser Seite durch. Bei Bedarf schicken wir sie Ihnen auch per Post zu - rufen Sie uns an!
Jedes Jahr stellen wir für Sie eine Umweltzeitung zusammen. Darin finden Sie unter anderem
- die Abfuhrtermine für Papiertonne, Gelbe Tonne und Schadstoffe
- Informationen, was in welche Mülltonne gehört
- Informationen zur Abfallentsorgung im Landkreis Unterallgäu.

