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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 26.05.2020

Coronavirus (Covid-19)

Im Unterallgäu wurden seit Mitte März insgesamt 271 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 14 von ihnen sind leider verstorben, 255 gelten inzwischen als wieder genesen. Stand: 26. Mai.

Das Gesundheitsamt am Landratsamt rät beim Umgang mit dem Thema zu Besonnenheit, appelliert aber auch an das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen. In erster Linie müssen Risikogruppen vor einer Ansteckung geschützt werden, also beispielsweise Menschen mit Vorerkrankungen, mit geschwächtem Immunsystem und Senioren.

Unser Unterallgäuer Bürgertelefon erreichen Sie unter (08261) 995-406. Es ist werktags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr besetzt. Am Wochenende und an Feiertagen können Sie sich zwischen 12 und 14 Uhr direkt an das Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu wenden unter (08261) 995-678.

Zudem gibt es eine „Corona-Hotline“ der Staatsregierung. Sie ist täglich von 8 bis 18 Uhr unter (089) 122 220 erreichbar. Die Hotline dient als einheitliche Anlaufstelle für alle Fragen zum Corona-Geschehen: Sowohl Fragen zu gesundheitlichen Themen, den Ausgangsbeschränkungen sowie Kinderbetreuung und Schule als auch zu Soforthilfen und anderer Unterstützung für Kleinunternehmen und Freiberufler können täglich, auch an den Feiertagen, beantwortet werden.

Informieren Sie sich vor einem Anruf bitte zunächst auf dieser Seite und über die angegebenen Links!

Fragen und Antworten

Wie kann man sich und seine Mitmenschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen?
  • Halten Sie Abstand (mindestens 1,5 Meter)!
  • Verwenden Sie einen Mund-Nasen-Schutz!
  • Achten Sie grundsätzlich immer auf die richtige „Hustenetikette“: Halten Sie beim Husten und Niesen Abstand, drehen Sie sich weg und halten Sie sich die Armbeuge oder ein Taschentuch vor Mund und Nase. Entsorgen Sie Taschentücher anschließend sofort.
  • Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife! 
  • Achten Sie auch darauf, sich mit den Händen nicht ins Gesicht zu fassen.
  • Reduzieren Sie Ihre Kontakte auf das absolut Nötigste.
Wie entwickelt sich die Zahl der bestätigten Fälle im Unterallgäu? Wie viele Menschen sind wieder genesen?
DatumBestätigte FälleZunahme zum VortagTodesfälleZahl der Genesenen 
11. März33- 
12. März41- 
13. März106- 
14. März155- 
15. März172- 
16. März181- 
17. März191- 
18. März234- 
19. März318- 
20. März376- 
21. März425- 
22. März486- 
23. März568- 
24. März5931 
25. März69102 
26. März87182 
27. März99122 
28. März113142 
29. März123102 
30. März13072 
31. März13772 
1. April13923 
2. April154153 
3. April174203 
4. April18063 
5. April18444 
6. April19394 
7. April210174 
8. April220104 
9. April22335 
10. April22965 
11. April23235 
12. April23536 
13. April23617 
14. April24047 
15. April24557 
16. April25057125
17. April25448125
18. April25518125
19. April25729130
20. April26259130
21. April262010160
22. April266411160
23. April269312170
24. April269012175
25. April269012180
26. April269012180
27. April269013180
28. April269013206
29. April269013206
30. April269013206
1. Mai269013216
2. Mai269013216
3. Mai269013216
4. Mai269013225
5. Mai269013238
6. Mai269013246
7. Mai269013247
8. Mai270113247
9. Mai270013247
10. Mai270013247
11. Mai270013248
12. Mai270013254
13. Mai270013254
14. Mai270014254
15. Mai270014254
16. Mai270014254
17. Mai270014254
18. Mai270014254
19. Mai270014254
20. Mai270014254
21. Mai270014255
22. Mai270014255
23. Mai270014255
24. Mai271114255
25. Mai271014255
26. Mai271014255

Hinweis:  Todesfälle werden am Todestag nachgetragen.

Wann sollte ich zum Arzt gehen? An wen soll ich mich wenden? Hausarzt, ärztlicher Bereitschaftsdienst oder Gesundheitsamt?

Patienten mit unklaren Symptomen wenden sich beim Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion zunächst an ihren Hausarzt beziehungsweise am Wochenende an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Telefon 116117. Ihr Hausarzt beziehungsweise der Bereitschaftsarzt entscheidet dann über das weitere Vorgehen und kann für Sie einen Termin in der neuen Unterallgäuer Infektpraxis vereinbaren. Diese befindet sich im ehemaligen Gebäude der Firma Riebel in der Reinpoldstraße in Mindelheim und ist zentrale Anlaufstelle für alle Unterallgäuer mit unklaren Symptomen.

Insbesondere in folgenden Fällen wenden Sie sich bitte an das Gesundheitsamt unter Telefon (08261) 995-406:

  • Sie hatten innerhalb der letzten 14 Tage direkten Kontakt zu einem COVID-19-Erkrankten und weisen nun selbst Symptome auf.
  • Sie hatten im Rahmen von medizinischen oder pflegerischen Tätigkeiten direkten Kontakt zu einem Erkrankten (mindestens 15 Minuten „Face to face“-Kontakt).

Beim Gesundheitsamt erhalten Sie alle Informationen zum weiteren Vorgehen sowie gegebenenfalls ein Ticket für den Corona-Drive-In in der Landsberger Straße in Mindelheim.

 

Sind Tests auf freiwilliger Basis möglich? Wie teuer sind diese?

Freiwillige Tests sind beim Haus- oder Betriebsarzt grundsätzlich möglich. Die Prüfung der Indikation und letztendliche Entscheidung liegt beim behandelnden Arzt. Ein Test kostet circa 150 Euro.

Bitte bedenken Sie: Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (diese kann bis zu 14 Tage dauern), sagt ein negativer Test auf Covid-19 nichts darüber aus, ob man doch noch erkrankt. Zudem werden die Laborkapazitäten dadurch unnötig belastet.

Wer wird am Drive-In-Schalter getestet?

Zum Drive-In-Schalter darf nur fahren, wer zuvor eine Nummer vom Gesundheitsamt erhalten hat!!

Wer getestet wird, entscheidet das Gesundheitsamt anhand der Kritierien des Robert Koch Instituts (siehe Frage "Wann sollte ich mich an einen Arzt wenden?"). Diese Personen bekommen vom Gesundheitsamt eine Nummer, mit der sie zum Schalter fahren und sich testen lassen können. Wenden Sie sich hierfür an das Bürgertelefon unter (08261) 995-406.

Eine Anleitung für den Rachenabstrich finden Sie hier.

Wer wird in der Infektpraxis behandelt?

Die Infektpraxis soll die niedergelassenen Ärzte entlasten. Sie ist zentrale Anlaufstelle für alle Unterallgäuer, die vermuten, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Ziel ist zu verhindern, dass Infizierte in die Praxen kommen, das Personal anstecken und die Praxen dadurch vorübergehend schließen müssen. Die Infektpraxis ist im ehemaligen Gebäude der Firma Riebel in der Reinpoldstraße in Mindelheim untergebracht.

Einen Termin in der neuen Schwerpunktpraxis können Sie nicht selbst vereinbaren. Wenden Sie sich bitte immer zunächst telefonisch an Ihren Hausarzt oder am Wochenende an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Telefon 116117. Ihr Arzt wird dann - falls er dies für angezeigt hält - einen Termin in der Infektpraxis für Sie vereinbaren.

Während die Infektpraxis vor allem für Patienten mit unklaren Symptomen bei Verdacht auf eine Coronainfektion gedacht ist, lässt das Gesundheitsamt am Corona-Drive-In in der Landsberger Straße in Mindelheim alle so genannten begründeten Verdachtsfälle testen - also unter Umständen auch Kontaktpersonen von Infizierten ohne Krankheitssymptome. Um doppelte Corona-Tests zu vermeiden, sind die beiden Anlaufstellen gut verzahnt.

 

Wie erfahre ich mein Testergebnis?

Sie können die Testergebnisse über einen QR-Code mit dem Handy abrufen. Den persönlichen QR-Code erhält man beim Test.  

Das bedeutet eine grüne Anzeige: Ihr Test erbrachte keinen Nachweis von Covid-19. Dies bildet jedoch nur den Moment des Tests ab. Sollte eine Quarantäne angeordnet worden sein, müssen Sie sich trotzdem daran halten, da die Krankheit innerhalb der Inkubationszeit noch ausbrechen könnte. Sollten Sie Symptome bekommen, wenden Sie sich an das Gesundheitsamt, um gegebenenfalls nochmal getestet zu werden. Wurden Sie wegen Krankheitssymptomen durch den Hausarzt an das Gesundheitsamt übersandt, lassen Sie sich bitte eine Krankschreibung durch den Hausarzt geben. Schützen Sie Ihre Familie und Freunde, indem Sie sich an die Anordnungen des Gesundheitsamts halten und vermeiden Sie bis zum Ende der Quarantäne/Abklingen der Symptome jeden direkten Kontakt und bleiben Sie daheim.

Das bedeutet eine rote Anzeige: Ihr Test erbrachte den Nachweis von Covid-19. Das Gesundheitsamt wird schnellstmöglich Kontakt mit Ihnen aufnehmen, um Ihnen die weiteren Schritte zu erläutern, sobald das Ergebnis beim Gesundheitsamt vorliegt. Soweit Sie nicht am gleichen Tag einen Anruf erhalten sollten, melden Sie sich bitte nochmals selbstständig beim Gesundheitsamt. Zum Schutz Ihrer Familie und Freunde müssen Sie sich unbedingt in häusliche Isolierung begeben; verlassen Sie nicht mehr das Haus. Das Gesundheitsamt wird Sie nach Ihren Kontaktpersonen fragen, die sich möglicherweise angesteckt haben könnten. Es wird unbedingt eine möglichst vollständige Liste und die Erreichbarkeiten der Personen benötigt, damit diese untersucht und gegebenenfalls ärztlich versorgt werden können.

Welche Folgen hat ein positives Testergebnis?
  • Sobald ein positives Ergebnis vorliegt, nimmt das Gesundheitsamt Kontakt zum Betroffenen auf. 
  • Der Infizierte wird für mindestens 14 Tage unter häusliche Quarantäne gestellt und bei Bedarf selbstverständlich medizinisch betreut.
  • Um die Verbreitung des Coronavirus bestmöglich einzudämmen, müssen auch alle Kontaktpersonen lückenlos identifiziert werden. Aus diesem Grund erhält jeder Corona-Infizierte vom Gesundheitsamt eine Liste, über die alle engen Kontaktpersonen und deren Erreichbarkeit zurückgemeldet werden müssen.
  • Das Gesundheitsamt nimmt anhand dieser Liste Kontakt zu den gemeldeten Personen auf - die Kontaktpersonen müssen sich nicht selbst melden!
  • Auch die Kontaktpersonen müssen für 14 Tage (die maximale Dauer der Inkubationszeit), gerechnet ab dem letzten Kontakt zum Infizierten, in häusliche Quarantäne. Sobald Symptome auftreten, muss sich die Kontaktperson umgehend beim Gesundheitsamt melden.
  • Wer zwei Wochen nach dem ersten Auftreten von Krankheitsanzeichen seit mindestens 48 Stunden symptomfrei ist, gilt als nicht mehr ansteckend.

Grundsätzliche Informationen über die häusliche Quarantäne erhalten Sie hier:

Das Gesundheitsamt hat mir Quarantäne angeordnet. Wo bekomme ich eine Bestätigung für meinen Arbeitgeber? Wo kann ich eine Verdienstausfall-Entschädigung beantragen?

Wenn das Gesundheitsamt eine Quarantäne angeordnet hat, können Sie Folgendes in die Wege leiten:

  • Bestätigung für den Arbeitgeber: Senden Sie dazu eine E-Mail an gesundheitsverwaltung(at)lra.unterallgaeu.de mit Name, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift, Beginn und gegebenenfalls Abschluss der Quarantäne. Wir schicken Ihnen die Bestätigung dann direkt zu.
  • Antrag auf Verdienstausfall-Entschädigung: Einen Antrag auf Verdienstausfallentschädigung können Sie hier auf der Internetseite der Regierung von Schwaben herunterladen. Als Unterallgäuer Bürger senden Sie diesen Antrag vollständig ausgefüllt an „Landratsamt Unterallgäu, Sachgebiet 41, Bad Wörishofer Straße 33, 87719 Mindelheim“.

Grundsätzliche Informationen über die häusliche Quarantäne erhalten Sie hier:

Was gilt für Kontaktpersonen eines bestätigten Falls? Wann werden diese getestet?

Auch für Kontaktpersonen gilt: Sie stehen für 14 Tage unter häuslicher Quarantäne. Bitte halten auch Sie sich zwingend daran! Melden Sie sich umgehend beim Gesundheitsamt, sobald Symptome bei Ihnen auftreten.
Auf eine Ansteckung mit dem Corona-Virus getestet werden vorrangig die Kontaktpersonen, bei denen Symptome auftreten oder die einer Risikogruppe angehören oder die im medizinischen Bereich tätig sind.

Grundsätzliche Informationen über die häusliche Quarantäne erhalten Sie hier:

Wie werden Abfälle entsorgt, die mit dem Corona-Virus behaftet sind oder sein können?
  • Eventuell belastete Abfälle aus Privathaushalten müssen in verschlossene Müllsäcke verpackt und in der Restmülltonne entsorgt werden. Das gilt für alle Abfälle, die mit Sekreten oder Exkreten behaftet sein können, also zum Beispiel für Joghurtbecher, Taschentücher und Hygieneartikel. Gelbe Tonne und Altpapiertonne sollten in diesem Fall sicherheitshalber nicht benutzt werden.
  • Für Abfälle aus Arztpraxen, die nur in Einzelfällen Corona-Patienten behandeln, gilt dieselbe Regelung wie für Privathaushalte.
  • Bei Einrichtungen des Gesundheitsdienstes gilt: Alle Abfälle, die mit dem Corona-Virus behaftet sind/sein können, müssen als infektiöse Abfälle behandelt werden. Sie müssen in speziellen Behältern gesammelt und bei der Abfallverwertung Augsburg GmbH (AVA) oder der Sonderabfall-Entsorgung Bayern GmbH (GSB) entsorgt werden.

Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf den Seiten des Landesamts für Umwelt. Einen Flyer über die Entsorgung medizinischer Abfälle finden Sie hier.

In Bayern gilt eine "Maskenpflicht". Was sollte man dazu wissen?

Seit 27. April gilt in Bayern eine "Maskenpflicht" - Mund und Nase müssen also mit einer Alltagsmaske oder einem Schal bedeckt werden. Dies soll dazu beitragen, Mitmenschen vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen. Trotz Gesichtsmaske sollte man unbedingt darauf achten, möglichst einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Außerdem bleibt es bei den üblichen Hygiene-Regeln.

Plexiglasvisiere sind laut Gesundheitsministerium kein Ersatz für eine Mund-Nasen-Bedeckung. Sie sind nicht gleichwertig zu sehen, da der Fremdschutz hier nicht vollständig gewährt wird. Bei Plexiglasvisieren können sich Tröpfchen aus der Atemluft vor allem durch die großzügige Öffnung nach unten und oben leicht verteilen und insbesondere Personen mit kleiner Körpergröße oder Risikogruppen gefährden.

Die "Maskenpflicht" gilt

  • für Personen ab dem siebten Lebensjahr (also ab dem sechsten Geburtstag),
  • beim Einkaufen,
  • in Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs, in allen Zügen (auch im Fernverkehr), im Flugverkehr und in den hierzu gehörenden Einrichtungen,
  • bei der Nutzung der Schülerbeförderung im freigestellten Schülerverkehr,
  • für Personal, Kunden und ihre Begleitpersonen in Ladengeschäften, Einkaufszentren und Kaufhäusern des Einzelhandels,
  • für Personal, Kunden und ihre Begleitperson bei Dienstleistungen des Friseurhandwerks, der Fußpflege und der Physiotherapie,
  • in Dienstleistungsbetrieben mit Kundenverkehr für Personal, Kunden und ihre Begleitperson (Maskenpflicht entfällt, soweit die Art der Dienstleistung sie nicht zulässt),
  • für Personal, Kunden und deren Begleitperson an Verkaufsstellen auf Märkten,
  • für Personal, Patientinnen und Patienten und ihre Begleitperson in Arzt- und Zahnarztpraxen und in allen sonstigen Praxen, in denen medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen erbracht werden (Maskenpflicht entfällt, soweit die Art der Leistung sie nicht zulässt) ,
  • für Personal, Kunden und deren Begleitpersonen in Betrieben des Groß- und Einzelhandels mit Kundenverkehr (ab 11. Mai),
  • für Teilnehmer_innen von Gottesdiensten und Zusammenkünften anderer Glaubensgemeinschaften,
  • während des praktischen Fahrschulunterrichts und praktischen Fahrschulprüfungen sowie
  • beispielsweise auch im Landratsamt Unterallgäu.

Ausnahmen für die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung gelten für

  • Kinder bis zum sechsten Geburtstag
  • Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist.

Das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung ist zudem erlaubt, solange es zu Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung erforderlich ist.

 

Interessante Links:

Die Ausgangsbeschränkung in Bayern ist aufgehoben. Es gilt seit 6. Mai eine Kontaktbeschränkung. Was genau heißt das?

Die Ausgangsbeschränkungen sind aufgehoben. Für das Verlassen der eigenen Wohnung ist also kein triftiger Grund mehr erforderlich.

Stattdessen gelten aber weiterhin eine Kontaktbeschränkung und das Distanzgebot. Das heißt, dass jeder die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Haushalts auf das nötigste Minimum reduzieren sollte. Der Mindestabstand von 1,50 Metern muss eingehalten werden! Ansammlungen im öffentlichen Raum bleiben verboten. Es gilt der Grundsatz: Soviel Freiheit wie möglich, soviel Sicherheit wie nötig.

Es ist nun erlaubt

  • die engere Familie, also auch Großeltern, Eltern, Kinder und Geschwister
  • und die Angehörigen eines weiteren Hausstands zu treffen oder zu besuchen.

Aber auch dabei sollte man unbedingt die geltenden Abstands- und Hygieneregeln einhalten und an eine Mund-Nasen-Bedeckung denken!

Weitere Informationen zu diesem Thema findet man auf der Seite des bayerischen Innenministeriums.

Welche Geschäfte und Firmen dürfen öffnen?

Seit 11. Mai ist laut bayerischer Staatsregierung die Öffnung aller Handels- und Dienstleistungsbetriebe (Groß- und Einzelhandel mit Kundenverkehr) unter Auflagen erlaubt. Die Beschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wurde aufgehoben. Der Betreiber muss sicherstellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden eingehalten werden kann und die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kunden nicht höher ist als ein Kunde je 20 Quadratmeter Verkaufsfläche. Der Betreiber muss ein Schutz,- Hygiene und Parkplatzkonzept ausarbeiten. Auch Einkaufszentren können unter Beachtung besonderer Auflagen wieder öffnen.

Im so genannten "Bayernplan Corona-Krise und Wirtschaft" (früher: "Positivliste") des bayerischen Gesundheitsministeriums findet man Informationen über notwendige Schutz- und Hygienekonzepte sowie Parkplatzkonzepte und Details zu Wochenmärkten und Mischbetrieben.

Rechtliche Grundlagen:

Wie sieht es für Gastronomie, Hotellerie und Tourismus aus? Welche Hygienekonzepte müssen eingehalten werden?

Der Freistaat Bayern strebt eine schrittweise Öffnung von Gastronomie, Hotellerie und Tourismus an. Dafür gelten laut Staatsregierung strenge Auflagen - insbesondere geht es dabei um eingeschränkte Öffnungszeiten, Hygiene-Konzepte, begrenzte Gästezahlen und Abstandsregelungen.

  • Die Gastronomie darf schrittweise wieder öffnen - nach dem Außenbereich mit Biergärten seit 25. Mai auch im Innenbereich.
  • Eine Öffnung von Hotels, Ferienwohnungen und Campinganlagen sowie weiterer Angebote im Tourismus (wie Schlösser, Seenschifffahrt und Freizeitparks) ist unter Auflagen für das Pfingstwochenende (30. Mai) geplant. 

Das Wirtschaftsministerium hat gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium Hygienekonzepte für Gastronomie und Beherbergungsbetriebe erarbeitet, die Sie hier auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums herunterladen können.

Muss ich dem Landratsamt ein eigenes Hygienekonzept vor Wiedereröffnung meines Betriebs vorlegen?

Nein, die aktuelle Verordnung besagt lediglich, dass ein eigenes Hygienekonzept vorliegen muss. Eine Prüfung oder Abnahme dieses Konzepts ist leider nicht möglich. 

Jeder Betrieb ist für die Erstellung des Konzeptes selbst verantwortlich. Erst auf Verlangen des Landratsamtes muss dieses vorgelegt werden. Das Erstellen des Konzepts unterliegt komplett dem Betreiber. Als Orientierung können beispielsweise Empfehlungen von RKI und/oder LGL dienen.

Wo erhalten Unternehmen Hilfe? Wo findet man Informationen zum Thema Kurzarbeit?

Wo Unternehmen Hilfe erhalten, erfahren diese in unserem Wirtschaftsportal oder beim bayerischen Wirtschaftsministerium.

Informationen über finanzielle Unterstützungsleistungen hat das bayerische Sozialministerium auf dieser Seite zusammengestellt.

Wo bekommt man Informationen rund um finanzielle Hilfen (Grundsicherung, Kurzarbeitergeld, Entschädigungszahlung wegen Verdienstausfall durch Kinderbetreuung, etc.)?
  • Viele Informationen rund um finanzielle Unterstützungsleistungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus findet man auf den Seiten des bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales. Dort geht es um die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld ebenso wie um Entschädigungszahlungen wegen eines Verdienstausfalls durch die Kinderbetreuung oder den Kinderzuschlag.
  • Grundsicherung kann jede hilfebedürftige Person beantragen, die zu wenige oder keine Mittel hat, um den Lebensunterhalt für sich (und die eigene Familie) sicherzustellen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Person arbeitslos ist oder einer Beschäftigung nachgeht. Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Grundsicherung findet man auf den Seiten der Agentur für Arbeit.
Wo finden Landwirte weitere Informationen? Was gilt für Waldbesitzer, Angler und Pferdehalter?

Das bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten beantwortet auf dieser Seite Fragen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Land- und Forstwirtschaft sowie zu Pensionspferdehaltung und Pferdezucht, Jagd, Angeln, Teichwirtschaft und Imkerei, aber auch zu Hilfen und Unterstützung für betroffene Unternehmen.

Weitere Informationen für Fischer und Angler stellt beispielsweise der Landesfischereiverband auf seiner Seite zur Verfügung.

Bitte beachten Sie: Um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren zu gewährleisten, sollte auf Mottfeuer im Wald aktuell so weit wie möglich verzichtet werden. Stattdessen sollten die Gemeinden einen zentralen Platz festlegen, an dem Waldbesitzer Forstabfälle verbrennen können. Wird im Frühjahr Schadholz in den Wäldern verbrannt, sorgt der aufsteigende Rauch häufig für Verunsicherung. Das führt immer wieder dazu, dass die Feuerwehr alarmiert wird, um nach dem Rechten zu sehen. 

Wo erhalten Kulturschaffende weitere Informationen?

Kulturschaffende erhalten beim bayerischen Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft weitere Informationen.

Was gilt für Spielplätze, Museen und andere Einrichtungen?
  • Seit 6. Mai sind Spielplätze unter freiem Himmel wieder geöffnet. Kinder dürfen sich dort aufhalten, sofern sie von Erwachsenen begleitet werden. Diese sollen jede Ansammlung vermeiden und wo immer möglich auf einen ausreichenden Abstand der Kinder achten. 
  • Seit 11. Mai können auch folgende Einrichtungen und Betriebe wieder geöffnet werden:
    • Tierparks und botanische Gärten mit Auflagen 
    • Bibliotheken, Museen, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten mit Auflagen 
    • Fahrschulen mit Auflagen 
    • Musikschulen mit Auflagen

Bitte beachten Sie: Die Abstands- und Hygieneregeln und die Kontaktbeschränkungen gelten nach wie vor!

Nähere Informationen finden Sie auf der Seite des bayerischen Innenministeriums.

Wie sieht es in Sachen Sport aus? Kann auch ein Fußballclub wieder trainieren?

"Kontaktfreier Individualsport mit Abstand" ist seit 11. Mai wieder zugelassen - also zum Beispiel Tennis, Leichtathletik, Golf, Segeln, Reiten (auch in der Halle) oder Flugsport. Der Sport darf nur allein oder  in Kleingruppen von bis zu fünf Personen ausgeübt werden. Zuschauer sind nicht zugelassen.

Bei Mannschaftssportarten wie Fußball, Volleyball oder Basketball ist ein Training nur sehr eingeschränkt und nur im Freien möglich: Auf einem Spielfeld darf nur eine Gruppe von maximal fünf Personen aktiv sein. Der Abstand muss mindestens 1,50 Meter betragen. Es sind nur Übungsformen ohne Gegenspieler zulässig. Für den Amateurfußball gelten im Übrigen die Hinweise des Bayerischen Fußballverbands (BFV) zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs, die hier abgerufen werden können.

Nähere Informationen finden Sie auf der Seite des bayerischen Innenministeriums.

Dürfen Kneippanlagen wieder öffnen?

Kneippanlagen dürfen seit 11. Mai wieder öffnen, sofern sich diese im öffentlichen Raum befinden. Es gelten jedoch die allgemeinen Kontaktbeschränkungen. Nicht erlaubt sind weiterhin Kneippanlagen in Wellnesszentren oder Thermen. 

Unter welchen Voraussetzungen sind seit 4. Mai wieder Gottesdienste in Bayern möglich?

Seit 4. Mai sind wieder öffentlich zugängliche Gottesdienste sowie Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften möglich - allerdings unter bestimmten Voraussetzungen. Dazu gehören eine maximale Teilnehmerzahl ebenso wie die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (gilt nicht für das liturgische Sprechen und Predigen) und eine Höchstdauer von 60 Minuten. Außerdem muss ein Infektionsschutzkonzept vorliegen, das die je nach Glaubensgemeinschaft und Ritus möglichen Infektionsgefahren minimiert.

Nähere Informationen finden Sie hier:

Sind Vereinsversammlungen und Vorstands- oder Elternbeiratssitzungen wieder möglich?

Nein. Anfang Mai wurde zwar das Versammlungsrecht wieder leicht gelockert. Darunter fallen laut bayerischem Innenministerium jedoch ausdrücklich keine Vereinsversammlungen wie Jahreshauptversammlungen, Vorstandssitzungen oder musikalische „Versammlungen“ unter freiem Himmel. Auch Elternabende und ähnliches sind nicht erlaubt.

Kommt die Müllabfuhr? Sind die Wertstoffhöfe geöffnet?

Die Mülltonnen werden regulär geleert. Die Wertstoffhöfe und Kompostierungsanlagen im Unterallgäu sind alle geöffnet - teilweise gelten Einschränkungen. Außerdem muss dort eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Alles rund um die Wertstoffhöfe und Kompostierungsanlagen erfahren Sie tagesaktuell in der Karte auf dieser Seite

Dürfen Vereine wieder Altpapier sammeln?

Derzeit sind wieder Altpapiersammlungen der Vereine im Holsystem möglich - allerdings nur, wenn die geltenden Regelungen eingehalten werden. Das heißt, dass nur Personen gemeinsam sammeln dürfen, die zusammen in einem Haushalt leben, sowie Ehegatten, Lebenspartner, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie die Angehörigen eines weiteren Haushalts.

Es dürfen jedoch nach wie vor keine Altpapier-Container für einen begrenzten Zeitraum aufgestellt werden.

Zugelassen sind lediglich Sammlungen, die - wie bei der Altglaserfassung - über bereits bestehende, ganzjährig fest aufgestellte und frei zugängliche Altpapier-Sammelcontainer erfolgen, wenn diese von einem beauftragten Entsorgungsunternehmen regelmäßig geleert werden.

Wo finden Senioren, Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige nähere Informationen?

Die Corona-Pandemie stellt Senioren und Pflegebedürftige sowie Menschen mit Behinderung und deren Angehörige vor ganz besondere Herausforderungen. Ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen müssen besonders vor einer Ansteckung geschützt werden. Dies führt zu vielen Fragen, aber auch zu vielen Unsicherheiten und Ängsten.

Wir haben eine eigene Seite für Sie zusammengestellt, um möglichst viele Fragen zu beantworten. Diese finden Sie hier.

Wie können Pflegekräfte den bayerischen "Corona-Bonus" beantragen?

Den bayerischen "Corona-Bonus" in Form einer einmaligen finanziellen Zuwendung erhalten insbesondere Pflegekräfte in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen und ambulanten Pflegediensten sowie nichtärztliches Rettungsdienstpersonal. Wer regelmäßig mehr als 25 Stunden pro Woche arbeitet, erhält 500 Euro. Berechtigte, die regelmäßig 25 Stunden pro Woche oder weniger arbeiten, erhalten 300 Euro. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie.

Wer Anspruch auf die Prämie hat, kann den Antrag hier online stellen. Nähere Informationen findet man auf den Seiten des Landesamts für Pflege.

Was gilt für den Besuch von Kindertagesstätten und Schulen?

Die Betretungsverbote für Kindertageseinrichtungen und Schulen in Bayern wurden bis einschließlich 14. Juni grundsätzlich verlängert. Die Einrichtungen werden jedoch schrittweise wieder geöffnet.

Vom Betretungsverbot ausgenommen sind so genannte nicht gebäudebezogene Kindertageseinrichtungen - gemeint sind Waldkindergärten. Waldkindergärten können ab 25. Mai wieder von allen Kindern besucht werden, die keine Krankheitssymptome aufweisen, nicht in Kontakt zu einer infizierten Person stehen (oder wenn seit dem letzten Kontakt mit einer infizierten Person 14 Tage vergangen sind und sie keine Krankheitssymptome aufweisen) und die keiner sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegen. Sollte witterungsbedingt ein längerer Aufenthalt im Freien nicht möglich sein, so sollte ein Aufenthalt in den üblicherweise genutzten beengten Bauwagen oder Schutzhütten vermieden werden. Stattdessen sollten sich die Waldkindergärten an ihre jeweiligen Kommunen wenden, um vor Ort entsprechende größere und geeignete Räumlichkeiten für diesen Zweck zu finden.

Die Notbetreuung in den übrigen Kindertageseinrichtungen wird auf folgende Gruppen ausgeweitet:

  • Vorschulkinder: Vorschulkinder dürfen ihre Kita wieder besuchen. Berechtigt sind die Kinder, die zum Schuljahr 2020/21 zur Einschulung an einer Grund- oder Förderschule tatsächlich angemeldet sind - also Vorschulkinder die zum September 2020 tatsächlich eingeschult werden (z. B. vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder sind nicht umfasst).
  • Geschwisterkinder: Kinder, die mit einem Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben und das betreut werden darf, weil es ein Vorschulkind ist, oder eine Behinderung hat oder von wesentlicher Behinderung bedroht ist und die dieselbe Kindertageseinrichtung besuchen wie dieses Kind, dürfen ebenfalls wieder die Kita besuchen. Auf ein Verwandtschaftsverhältnis kommt es ausdrücklich nicht an. Entscheidend ist, dass die Kinder in einem gemeinsamen Haushalt leben. Es sollte darauf geachtet werden, dass Geschwisterkinder in der gleichen Gruppe betreut werden, um keine zusätzlichen möglichen Infektionsketten zu eröffnen. Dieselbe Kindertageseinrichtung liegt dann vor, wenn es sich räumlich um eine einheitliche bzw. verbundene Einrichtung handelt. Ob verschiedene Betriebserlaubnisse vorliegen, ist dabei nicht relevant.
  • Schulkinder in den Pfingstferien: Die Schulkinder, die bis zum Beginn der Pfingstferien den Unterricht vor Ort in der Schule und an diesen Tagen den Hort/Schulkindgruppe wieder besuchen dürfen, dürfen auch in den Pfingstferien die regulären Kindertageseinrichtungen besuchen.

Seit 27. April dürfen Kinder in die Notbetreuung aufgenommen werden, wenn

  • ein Erziehungsberechtigter in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig ist und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung des Kindes gehindert ist oder
  • eine Alleinerziehende beziehungsweise ein Alleinerziehender erwerbstätig ist und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung des Kindes gehindert ist oder
  • ein Erziehungsberechtigter als Abschlussschülerin oder -schüler an bestimmten schulischen Veranstaltungen teilnimmt und aus diesem Grund an der Betreuung des Kindes gehindert ist

und das Kind

  • nicht durch eine andere im gemeinsamen Haushalt lebende volljährige Person betreut werden kann,
  • keine Krankheitssymptome aufweist,
  • nicht in Kontakt zu einer infizierten Person steht oder seit dem Kontakt mit einer infizierten Person 14 Tage vergangen sind und es keine Krankheitssymptome aufweist und
  • keiner sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegt.

Die Betreuung aller oben genannten Kinder erfolgt ab 25. Mai grundsätzlich in den regulären, jeweiligen Buchungszeiten, wenn nicht im Einvernehmen mit den Eltern eine andere Regelung getroffen wird.

 

Weiterführende Informationen:

  • Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zur Wiederaufnahme des Unterrichts finden Sie hier.
  • Informationen des bayerischen Sozialministeriums zur Kindertagesbetreuung sind hier eingestellt.

 

Eltern, die einen Verdienstausfall erlitten haben, weil sie ihre Kinder wegen der Schließungen von Kindertageseinrichtungen und Schulen persönlich betreuen müssen, können Entschädigungszahlungen ("Elternhilfe") beantragen. Die Anträge können nun digital gestellt werden. Nähere Informationen zum Antrag und zu den Fördervoraussetzungen findet man hier.

Wie ist die Kinderbetreuung im Rahmen der Nachbarschaftshilfe geregelt?

Kinder von bis zu drei Familien können seit 6. Mai im Sinne der Nachbarschaftshilfe gemeinsam in einem Haushalt betreut werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich drei ganze Familien treffen dürfen! 

Das Gesundheitsministerium appelliert an die Eigenverantwortung der Eltern:

  • Es ist oberstes Gebot, dass nur gesunde Kinder zusammenkommen. Kinder mit Krankheitssymptomen gehören weder in Kita und Schule, noch zu einer anderen Familie.
  • Die Zusammensetzung der Gruppe soll konstant bleiben, nur feste Gruppen sind zulässig. Das heißt: Es dürfen sich nicht am einen Tag die Kinder der einen Familien miteinander treffen und am nächsten Tag die Kinder von anderen Familien. Auf diese Weise sollen Infektionsketten genauer und leichter nachverfolgt werden können.

Das Familienministerium hat einige wichtige Punkte, die man beachten sollte, in einem Merkblatt zusammengestellt. Dieses finden Sie hier.

Wo finden Schwangere nähere Informationen?

Informationen zum Mutterschutz in Zusammenhang mit Corona finden Sie auf den Seiten des bayerischen Familienministeriums.

Übrigens: Die Schwangerenberatungsstelle am Landratsamt Unterallgäu ist selbstverständlich auch jetzt für Sie da - selbst wenn kein persönliches Treffen möglich ist. Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns am besten eine E-Mail an schwangerenberatung@lra.unterallgaeu.de mit Ihrem Namen und Ihrer Telefonnummer, dann kontaktieren die Kolleginnen Sie schnellstmöglich! 

Was müssen Auslands-Heimkehrer und Einreisende beachten?

Seit 15. Mai ist die Einreise-Quarantäneverordnung gelockert. Neu ist im Kern Folgendes: Wer aus dem Ausland nach Bayern zurückkehrt oder einreist, muss sich nicht mehr generell und unabhängig von einem konkreten Corona-Verdacht für 14 Tage in Quarantäne begeben. Die 14-tägige Quarantäne entfällt aber nur, wenn die Pandemiesituation in dem EU- oder Schengen-Staat, aus dem die Einreise erfolgte, hinreichend gut ist. Auch für Einreisen aus Großbritannien kann sie entfallen.

Die Quarantänepflicht gilt auch weiterhin

  • für Einreisen aus Drittstaaten, etwa den USA, aus Brasilien oder China, sofern das RKI nicht ausdrücklich festgestellt hat, dass die Quarantäne entfallen kann;
  • für Personen, die nicht unmittelbar aus einem Drittstaat nach Bayern einreisen, sondern nach einem mindestens 72-stündigen Aufenthalt in einem Drittstaat zunächst in einem anderen EU-Staat oder einem anderen (Bundes-) Land ankommen, um dann in einem zweiten Schritt nach Bayern weiterzureisen. Rein praktisch gesehen wäre dies etwa dann der Fall, wenn die Person aus dem Oman kommend zunächst über Frankfurt (anderes Bundesland) oder Wien (anderer EU-Staat) in den nunmehr von der Quarantänepflicht grundsätzlich freigestellten Raum einreist, ehe sie nach Bayern weiterreist.

Diese Quarantäne wird nicht extra vom Gesundheitsamt angeordnet! Das Landratsamt kann deshalb auch keine Quarantänebescheinigung ausstellen.

Einreisende Personen aus Drittstaaten sind verpflichtet, sich unmittelbar nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich dort – gerechnet ab der Einreise – 14 Tage in Selbst-Quarantäne aufzuhalten. In dieser Zeit dürfen keine Besucher empfangen werden, die nicht dem eigenen Hausstand der eingereisten Person angehören. Der Betroffene ist verpflichtet, sich unverzüglich an die für seinen Wohnort zuständige Behörde zu wenden und diese über den Sachverhalt zu informieren. Im Unterallgäu senden Sie bitte eine E-Mail an ausland(at)lra.unterallgaeu.de mit dem Betreff "Corona-Rückkehrer-Ausland".

Bei Saison-Arbeitern muss der Arbeitgeber die Meldung an das Ausländeramt übernehmen. Im Zeitraum der Quarantäne dürfen die Arbeiter ihre Unterkunft lediglich zum Ausüben ihrer Tätigkeit verlassen. 

Gibt es im Unterallgäu Lieferdienste von Ehrenamtlichen und Händlern sowie Nachbarschaftshilfen?

In den vergangenen Wochen sind im Unterallgäu verschiedene Initiativen entstanden, an die sich jeder wenden kann, der Hilfe bei Besorgungen benötigt. Darüber hinaus bieten mittlerweile verschiedene Restaurants und Geschäfte einen Lieferservice an.

  • Der Arbeitskreis "Mobilität, Nahversorgung und Infrastruktur" im "Netzwerk Altenhilfe und seelische Gesundheit“ hat eine Liste mit Lieferdiensten erstellt. Diese können Sie hier im Bereich "Download" abrufen. Die Liste wird derzeit aktualisiert. Wer seinen Lieferdienst melden möchte kann dies tun per E-Mail an wolfgang.wohlleb(at)gmx.de oder per Fax an (08335) 908233.
  • Die Nachbarschaftshilfen im Unterallgäu übernehmen auch gerne Lebensmitteleinkäufe. Die Ansprechpartner findet man hier.
  • Die Mindelheimer Zeitung hat die Facebook-Gruppe "Das Unterallgäu hilft sich" ins Leben gerufen. Dort wird verschiedenste Hilfen angeboten.

Nahversorgungsangebote in den Gemeinden (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!):

Gibt es Sonderregelungen für Busse im Unterallgäu? Fährt der Flexibus?

Der ÖPNV im Unterallgäu verkehrt nach dem Regelfahrplan. Auch der Flexibus fährt ohne Einschränkungen. Fahrtbuchungen sind unter (08282) 9902100 täglich von 7 bis 18 Uhr möglich.

Wie überall in Bayern muss in den Bussen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Was gilt für Ausländer, die zu Besuch in Deutschland sind und aufgrund der derzeitigen Corona-Krise nicht ausreisen können?
  • Ihr Aufenthalt in Deutschland ist derzeit legal, sofern eine Rückreise in Ihr Heimatland nachweislich derzeit unmöglich ist.
  • Bitte melden Sie sich zunächst bei dem für Sie zuständigen Einwohnermeldeamt an.
  • Sofern Sie im Besitz eines Touristenvisums sind: Bitte  beantragen Sie bei der Ausländerbehörde Unterallgäu unter Angabe Ihrer Personalien per E-Mail an ausland(at)lra.unterallgaeu.de die Verlängerung Ihrer Ausreisefrist. Sobald eine Ausreise wieder möglich ist, stellt Ihnen die Ausländerbehörde Unterallgäu eine so genannte Grenzübertrittsbescheinigung aus, damit Sie bei der Grenz- bzw. Flughafenpolizei ein gültiges Dokument vorzeigen können. 
  • Sofern Sie visumsfrei nach Deutschland eingereist sind: Bitte stellen Sie per E-Mail an ausland(at)lra.unterallgaeu.de unter Angabe Ihrer Personalien einen formlosen Antrag auf Verlängerung Ihres Aufenthalts. Damit tritt die Fiktionswirkung nach § 81 AufenthG in Kraft. Sie erhalten von der Ausländerbehörde Unterallgäu dann eine gesonderte Aufenthaltserlaubnis für Ihren vorübergehenden Aufenthalt.

Mehrsprachige Informationen finden Sie hier.

Dürfen Sitzungen kommunaler Gremien stattfinden?

Das bayerische Innenministerium beantwortet diese Frage mit „Ja“. Zum Schutz vor dem Virus gelten allerdings Auflagen.

Grundsätzlich sind Veranstaltungen und Versammlungen derzeit verboten. Gemeinderats- oder Kreistagssitzungen fallen laut Innenministerium jedoch nicht unter dieses Verbot. Die Entscheidungsfähigkeit der Kommunen müsse aufrechterhalten werden, damit diese handlungsfähig bleiben. Allerdings sollten Sitzungen bis auf Weiteres auf ein Mindestmaß beschränkt werden.

Abgehalten werden dürfen nur Sitzungen, die sich nicht verschieben lassen, weil wichtige Entscheidung getroffen werden müssen. Wenn möglich, sollen verkleinerte Gremien tagen. Um den Mindestabstand von 1,5 Meter zwischen den Teilnehmern einhalten zu können, empfiehlt das Innenministerium, unter Umständen auf größere Räume wie Sporthallen auszuweichen.

Thema medizinische Schutzausrüstung. Wie ist die Lage im Unterallgäu?

Das Landratsamt hat Mund-Nase-Masken, FFP2-Masken sowie Schutzanzüge, Handschuhe und Pflegekittel an die beiden Kliniken in Mindelheim und Ottobeuren sowie die Unterallgäuer Hausärzte und an Fachärzte der Grundversorgung verteilt. Außerdem erhielten Senioren- und Pflegeheime sowie ambulante Pflegedienste Lieferungen. Diese Einrichtungen können ihren Bedarf weiterhin per Mail an psa-bedarf-corona(at)lra.unterallgaeu.de melden. Außerdem erhielten die Glaubensgemeinschaften einmalig Desinfektionsmittel für die Wiederaufnahme von Messen. Zur Schulöffnung wurde an Lehrer und Schüler der betroffenen Klassen Gesichtsmasken verteilt.

Bitte beachten Sie: Laut bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) dürfen selbst genähte Masken nicht vom Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen verwendet werden!

Hilfreiche Links:

Auch im Unterallgäu gilt der Katastrophenfall. Was bedeutet das?

Im Landratsamt laufen die Fäden zur Bewältigung der Corona-Krise im Unterallgäu zusammen: Wenn ein Katastrophenfall ausgerufen wird, so hat dies zur Folge, dass die so genannte "Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK)" weitreichende Entscheidungskompetenzen erhält, um Einsatzkräfte und Hilfen besser koordinieren zu können.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz wird vom Landrat geleitet. Zudem sind darin Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen des Landratsamts vertreten: Zudem sind darin Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen des Landratsamts vertreten: aus dem Gesundheitsamt und der Gesundheitsverwaltung (zuständig für den rechtlichen Vollzug in diesem Bereich), aus den Bereichen „Sicherheit und Ordnung“, „Personalmanagement“, „Organisation und IT-Management“ sowie aus der Pressestelle. Hinzukommen Vertreter der Kliniken, des Rettungsdienstes oder der Polizei. Die Führungsgruppe kommt regelmäßig zusammen, vor allem um organisatorische Fragen und Themen wie die Einrichtung des Drive-In-Schalters, Kapazitäten der Kliniken oder die Organisation des Bürgertelefons zu klären. Zudem standen beispielsweise der schnelle Aufbau einer Infektpraxis und die Verteilung von Schutzausrüstung an Krankenhäuser, stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen, Altenheime und ambulant tätige Ärzte besonders im Fokus.

Mit diesen Aufgaben betraut wurde Dr. Max Kaplan. Er wurde zum so genannten "Versorgungsarzt" für das Unterallgäu ernannt und soll in dieser Funktion dazu beitragen, dass die ambulante ärztliche Versorgung im Landkreis auch in der aktuellen Situation sichergestellt ist. Er wird organisatorisch von mehreren Sachgebieten des Landratsamts unterstützt.

Zudem gibt es seit 1. April einen Ärztlichen Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz: Dr. Marc-Michael Ventzke. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Patientenströme und die Belegung der Krankenhauskapazitäten im Bereich des Rettungszweckverbands (ZRF) Donau-Iller (also in den Landkreisen Günzburg, Neu-Ulm und Unterallgäu sowie der Stadt Memmingen) zu steuern. Er kümmert sich auch federführend um den Ausbau der bestehenden Klinik-Kapazitäten.

Im Landratsamt arbeiteten in den vergangenen Wochen viele Mitarbeiter nicht in ihren eigentlichen Sachgebieten, sondern übernahmen andere Aufgaben zur Bewältigung der Corona-Krise. 

 

Wie bleibt die Feuerwehr einsatzfähig?

Um eine Ansteckung mit dem Coronvirus zu verhindern, haben auch die Unterallgäuer Feuerwehren ihre Tätigkeit - zum Beispiel Übungen - weitestgehend heruntergefahren. Die Einsatzbereitschaft ist jedoch gesichert.

Um dies auch weiterhin zu gewährleisten, sollte auf Mottfeuer im Wald aktuell so weit wie möglich verzichtet werden. Stattdessen sollten die Gemeinden einen zentralen Platz festlegen, an dem Waldbesitzer Forstabfälle verbrennen können. Damit können zusätzliche Einsätze der Feuerwehr vermieden werden. Wird im Frühjahr Schadholz in den Wäldern verbrannt, sorgt der aufsteigende Rauch häufig für Verunsicherung. Das führt immer wieder dazu, dass die Feuerwehr alarmiert wird, um nach dem Rechten zu sehen. 

  • Laufend aktualisiert werden die Informationen auf der Seite des Robert-Koch-Instituts.
  • Das LGL informiert über Coronaviren auf dieser Seite und beantwortet ebenfalls häufige Fragen.
  • Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert mehrsprachig auf dieser Seite
  • Informationen des bayerischen Gesundheitsministeriums finden Sie hier.
  • Informationen des bayerischen Innenministeriums zu den geltenden Regelungen finden Sie hier.
  • Informationen des bayerischen Kultusministeriums zur Wiederaufnahme des Unterrichts finden Sie hier.
  • Informationen des bayerischen Sozialministeriums zu finanziellen Unterstützungsleistungen und zur Kindertagesbetreuung finden Sie hier.
  • Informationen des bayerischen Wirtschaftsministeriums für Unternehmen finden Sie hier.
  • Informationen des bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten finden Sie hier.
  • Informationen des bayerischen Zentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft erhalten Sie hier.
  • Informationen des bayerischen Familienministeriums zum Mutterschutz finden Sie hier.
  • Informationen des Landesamts für Umwelt zur Entsorgung von belasteten Abfällen finden Sie hier.
  • Informationen zur "Elternhilfe" finden Sie hier.
  • Eine Übersicht über Lieferdienste im Unterallgäu finden Sie beim Netzwerk Altenhilfe.
  • Informationen rund um die Grundsicherung findet man hier.
  • Informationen zu Schutzmasken finden Sie hier.

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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 26.05.2020