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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 24.10.2019

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Unterallgäu

Sie haben keinen Führerschein? Sie können oder wollen sich kein Auto leisten? Oder Sie sind einfach nur umweltfreundlich und wollen etwas für den Klimaschutz tun? Dann nutzen Sie einfach das Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs! Mit 52 Buslinien kann sich das Netz im Landkreis Unterallgäu durchaus sehen lassen. Ergänzend dazu fahren bei uns Ruf- und Flexibusse, die das Angebot gerade in unseren ländlichen Regionen deutlich aufwerten. Darüber hinaus haben wir eine Mitfahrzentrale ins Leben gerufen. Nutzen Sie die vielfältigen Angebote! 

Wer ist eigentlich für den Öffentlichen Personennahverkehr zuständig?

Nach dem Gesetz über den Öffentlichen Personennahverkehr in Bayern vom 1. Januar 1994 sind die Landkreise und kreisfreien Städte für die Planung, Organisation und Durchführung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zuständig.

Und wie regelt der Landkreis Unterallgäu den ÖPNV im Kreisgebiet?

Um optimale Verbindungen für die Fahrgäste zu schaffen, hat der Landkreis Unterallgäu im Jahr 1996 zusammen mit dem Landkreis Günzburg, dem Verband mittelschwäbischer Kraftfahrzeuglinien und 13 Busunternehmen den Verkehrsverbund Mittelschwaben GmbH (VVM) gegründet. Seitdem fahren die Busse im VVM-Gebiet – das die Landkreise Unterallgäu und Günzburg umfasst - unter einer „Flagge“.

Konkret bedeutet das, dass die Busfahrpläne vom Allgäuer Tor im Süden bis zur Donau im Norden und von Babenhausen im Westen bis zur Landkreisgrenze Augsburg im Osten aufeinander abgestimmt sind. Dazu gehören ein einheitliches elektronisches Fahrscheinsystem und ein einheitlicher Tarif.

Wie sieht es mit der Beförderung von Menschen mit Behinderungen aus?

In den Omnibussen im Gebiet des Verkehrsverbundes Mittelschwaben (VVM) werden Schwerbehinderte kostenlos befördert. Sie müssen dazu ihren Schwerbehindertenausweis mit einer gültigen Wertmarke vorlegen. Auch die Begleitpersonen eines Schwerbehinderten dürfen fahren, ohne zu bezahlen. Voraussetzung dafür ist, dass die ständige Begleitung des Schwerbehinderten notwendig und dies im Ausweis eingetragen ist.

In den Zügen ist ebenfalls eine kostenlose Beförderung behinderter Menschen möglich.

Für Menschen mit Behinderung haben wir auf diesen Seiten weitere Informationen zusammengestellt.

Wer ist für den Schienenpersonennahverkehr im Unterallgäu zuständig?

Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist der Freistaat Bayern. Planerische und organisatorische Vorgaben sowie die Finanzierung des SPNV werden dabei in einem Schienennahverkehrsplan festgelegt.

Welche Schienenstrecken gibt es im Kreisgebiet und welche Bahnhöfe werden dabei angefahren?

Vier verschiedene Strecken durchqueren den Landkreis Unterallgäu, mit Anschlussmöglichkeiten zum Fernverkehr:

  • Die Strecke Augsburg/München - Buchloe - Mindelheim - Memmingen - Lindau mit den Bahnhöfen Türkheim, Rammingen, Mindelheim, Stetten und Sontheim,
  • die Strecke Buchloe - Türkheim - Bad Wörishofen mit den Bahnhöfen Türkheim und Bad Wörishofen,
  • die Strecke Ulm - Memmingen - Kempten mit den Bahnhöfen Memmingen und Bad Grönenbach, sowie
  • die Strecke Mindelheim - Krumbach - Günzburg mit den Bahnhöfen Loppenhausen, Breitenbrunn, Weilbach, Pfaffenhausen, Hausen, Nassenbeuren und Mindelheim.
Wo erfahre ich die Abfahrts- und Ankunftszeiten der Züge?

Über die An- und Abfahrtszeiten der Züge können Sie sich im Internet unter www.bahn.de oder unmittelbar an den Bahnhöfen informieren.

Aber auch die Mitarbeiter der Mobilitätszentrale beim Verkehrsverbund Mittelschwaben geben Ihnen gerne Auskunft für die Fahrzeiten von Zügen. Sie sind unter (0  82 82) 82 87 00 erreichbar (montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr, samstags sowie an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 16 Uhr).

Der Flexibus ist die flexible Ergänzung zum Linienverkehr im Landkreis Unterallgäu. Das Prinzip ist denkbar einfach: Auf Wunsch holt der Flexibus Sie an einer nahe gelegenen Haltestelle ab und bringt Sie an die von Ihnen gewünschte Haltestelle - und wenn Sie möchten, auch wieder zurück.

Fragen und Antworten

Wie funktioniert der Flexibus?

Der Flexibus ist ein zusätzliches modernes Personentransportkonzept im Öffentlichen Nahverkehr und ergänzt das bestehende Angebot an Bus- und Zugverbindungen.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Auf Wunsch holt Sie der Flexibus an einer nahe gelegenen, in der Regel höchstens 150 Meter entfernten Flexibus-Haltestelle ab, bringt Sie in die Nähe Ihres gewünschten Fahrtziels - und wenn Sie möchten auch wieder zurück.

Fahrtwünsche können täglich zwischen 7 und 18 Uhr in der Flexibus-Zentrale telefonisch oder per App aufgegeben werden (Reservierungszeit). Je früher Sie reservieren, umso besser kann Ihr Fahrtwunsch berücksichtigt werden. Im Landkreis Unterallgäu gibt es verschiedene Flexibus-Gebiete, auch Flexibus-Knoten genannt. Ihre Fahrtwünsche können Sie jeweils innerhalb dieses Gebietes aufgeben.

Wann und wo fährt der Flexibus im Unterallgäu?

Derzeit gibt es im Unterallgäu zwei so genannte "Flexibus-Knoten": Den Knoten Mindelheim mit den Gemeinden Apfeltrach, Dilewang, Kammlach, Stetten und Unteregg und den Knoten Kirchheim-Pfaffenhausen mit den Gemeinden Breitenbrunn, Eppishausen, Kirchheim, Oberrieden, Pfaffenhausen und Salgen. Dort - und ganz wichtig: natürlich auch in allen zugehörigen Ortsteilen und Weilern - kann der Flexibus angefordert werden.

Er fährt montags bis freitags von 6 bis 19 Uhr und an den Wochenenden und Feiertagen zwischen 7 und 18 Uhr - aber nicht nach einem vorgegebenen Fahrplan und auch nicht auf einer festgelegten Route, sondern im jeweiligen „Knoten“ flexibel an sieben Tagen in der Woche - er muss eben nur rechtzeitig telefonisch oder per App bestellt werden.

Wie kann ich den Flexibus anfordern?

Rufen Sie möglichst frühzeitig die Zentrale an. Dort werden die Fahrtwünsche aufgenommen und umgehend passend zugeordnet. Besetzt ist die Zentrale montags bis sonntags von 7 bis 18 Uhr. Innerhalb dieser Zeit können Fahrten reserviert werden. Außerdem kann der Flexibus per App bestellt werden.

  • Telefon (08261) 9096490 für den Knoten Mindelheim (mit Apfeltrach, Dirlewang, Kammlach, Stetten und Unteregg)
  • Telefon (08282) 9902100 für den Knoten Kirchheim/Pfaffenhausen (mit den Gemeinden Breitenbrunn, Eppishausen, Kirchheim, Oberrieden, Pfaffenhausen und Salgen)

Je früher Sie reservieren, umso besser kann Ihr Fahrtwunsch berücksichtigt werden!

Teilen Sie der Zentrale mit, wann und wo Sie abgeholt werden möchten, ebenso Ihre Zieladresse und die gewünschte Ankunftszeit. Viele Geschäfte, Ärzte und öffentliche Einrichtungen reservieren für Sie den Flexibus und rufen gerne für Sie an.

Wie viel kostet der Flexibus?

Der Flexibus kostet etwas mehr als der reguläre Linienbus. Der Preis richtet sich danach, wie viele so genannte Waben befahren werden. Kinder und Senioren können bereits ab 1,70 Euro den Flexibus nutzen. Wenn Sie eine 6-Fahrten-Karte kaufen, wird es günstiger. Menschen mit Schwerbehindertenausweis und gültiger Wertmarke fahren auch mit dem Flexibus kostenfrei.

Kann man den Flexibus auch mit Gehhilfe, Rollstuhl oder Kinderwagen nutzen?

Selbstverständlich ist die Mitnahme von Kinderwagen, Gehhilfen oder Rollstühlen möglich! Bitte geben Sie dies bei der Reservierung einfach an.

Fragen und Antworten

Wer hilft mir weiter, wenn ich mit dem Bus fahren will und konkrete Fragen, zum Beispiel zu Abfahrtszeiten, habe?

Informationen rund um den ÖPNV erhalten Sie genau von diesem Verkehrsverbund Mittelschwaben GmbH (VVM) mit Sitz in Krumbach.

Das Angebot des VVM finden Sie auf einer eigenen Internetseite. Dort erhalten Sie genaue Informationen zum Liniennetz, den Fahrzeiten und den Fahrpreisen. Neben einer elektronischen Fahrplanauskunft können Sie sich auch einen persönlichen Fahrplan erstellen lassen und den Rufbus bestellen. Darüber hinaus bietet der VVM auf seiner Seite weitere tolle Angebote. So können Sie sich zum Beispiel berechnen lassen, ob das Auto oder der Bus für Sie persönlich die günstigere Alternative auf dem Weg zur Arbeit darstellt.

Zu finden ist der Internetauftritt des VVM unter www.vvm-online.de.

Ich kann oder will mich nicht über das Internet informieren und habe auch keinen Fahrplan zur Hand. Wer hilft mir dann weiter?

Keine Sorge – auch dann bleiben Sie nicht auf der Strecke! Das Team der Mobilitätszentrale des Verkehrsverbundes Mittelschwaben (VVM) beantwortet Ihnen Ihre Fragen gerne persönlich. Zu erreichen ist sie unter Telefon (0  82 82) 82 87 00.

Auskunft gibt die Mobilitätszentrale montags bis freitags von 7 Uhr bis 19 Uhr, samstags sowie sonn- und feiertags von 8 bis 16 Uhr.

Auch wenn Sie einen persönlichen Fahrplan benötigen, sind Sie bei der Mobilitätszentrale richtig!

Gibt es den Fahr- beziehungsweise Tarifplan auch in Papierform und wo erhalte ich ihn?

Ja, natürlich bietet der VVM auch schriftliche Fahrpläne an. Diese liegen unter anderem in den Rathäusern aller Städte, Märkte und Gemeinden des Landkreises Unterallgäu aus. Darüber hinaus gibt es die Fahrpläne zum Beispiel auch bei der Kurverwaltung Bad Wörishofen, am Allgäu Airport in Memmingerberg, im Landratsamt in Mindelheim oder am Memminger Bahnhof. 

Sie erhalten die Pläne aber auch bei den jeweiligen Busunternehmern oder in jedem VVM-Bus beziehungsweise bei der VVM-Geschäftsstelle in Krumbach. Dort können Sie die Pläne auch telefonisch bestellen unter Telefon (0  82 82) 82 87 00.

Ist die Zahl der Sitz- und Stehplätze in Bussen eigentlich festgelegt?

Ja, in der Zulassungsbescheinigung jedes Busses ist die maximale Zahl der Sitz- und Stehplätze genau vorgeschrieben. Die Busunternehmen sind verpflichtet, diese Zahlen im jeweiligen Bus gut sichtbar kenntlich zu machen.

Wenn diese Vorgaben eingehalten werden, kann nichts unternommen werden – auch wenn Sie den persönlichen Eindruck haben, der Bus sei zu voll.

An wen kann ich mich bei Problemen wenden?

Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an den Verkehrsverbund Mittelschwaben (VVM) unter Telefon (0  82 82) 82 87 00 oder Sie nutzen die VVM-Homepage unter www.vvm-online.de und beschreiben Ihr Anliegen unter der Rubrik Kontakt, "Hier red i". 

Sie können aber auch direkt das betroffene Busunternehmen kontaktieren. Welche Unternehmer mit dem VVM zusammenarbeiten, erfahren Sie unmittelbar hier.

Einen Ansprechpartner im Landratsamt erreichen Sie unter Telefon (0 82 61) 9 95 - 6 48.

Fast 60.000 Menschen fahren täglich zur Arbeit im, aus oder in den Landkreis Unterallgäu und zurück. Das sind insgesamt fast 120.000 Autofahrten - pro Tag. Bislang sitzen viele Pendler allein in ihrem Auto. Das soll sich mit der Unterallgäuer Mitfahrzentrale ändern.

Mit einem Klick leiten wir Sie direkt zur Mitfahrzentrale weiter.

Fragen und Antworten

An wen richtet sich die Unterallgäuer Mitfahrzentrale?

An jeden, der auf der Suche nach einer Möglichkeit ist, günstig von A nach B zu kommen und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will. Über die Mitfahrzentrale kann man zum einen Fahrtangebote veröffentlichen und nach Mitfahrern suchen und zum anderen eine Mitfahrgelegenheit suchen.

Kostet es etwas, wenn ich ein Inserat online stellen möchte?

Nein, das Angebot ist für den Nutzer völlig kostenlos - sowohl für die diejenigen, die Mitfahrangebote einstellen als auch für diejenigen, die nach einer Mitfahrgelegenheit suchen. Es fallen keinerlei versteckte Kosten an.

Die Kosten für die Internetplattform trägt der Landkreis Unterallgäu.

Wie viel kostet eine Fahrt als „Mitfahrer“?

Wie hoch der Kostenanteil für jeden Mitfahrer ist, muss zwischen den Partnern selbst verhandelt werden. Das Programm macht jedoch einen Vorschlag. Dieser errechnet sich aus der Fahrtstrecke, der Anzahl der Mitfahrer und den Benzinkosten. Außerdem wird ein Zuschuss zu den Betriebskosten in Höhe von 10 Prozent kalkuliert.

Welche Vorteile hat die Unterallgäuer Mitfahrzentrale im Vergleich zu anderen Anbietern?

Abgesehen davon, dass sie für alle Nutzer absolut kostenlos ist, ist der entscheidende Vorteil, dass hier die Angebote aus dem Unterallgäu gebündelt werden. So sind zum einen als Start- und Zielorte nicht nur größere Städte möglich, sondern selbst jeder kleine Weiler im Landkreis. Zum anderen werden auch kürzere Strecken angeboten. 

Warum wurde die Mitfahrzentrale eingerichtet?

Mit der Mitfahrzentrale will der Landkreis einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Durch die Bildung von Fahrgemeinschaften sind weniger Fahrzeuge auf der Straße. So wird der Schadstoffausstoß verringert. Darüber hinaus soll die Mitfahrzentrale das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs (kurz ÖPNV) ergänzen. Sie wurde auf einen Vorschlag des Unterallgäuer ÖPNV-Beirats eingerichtet. 

Wo finde ich die Unterallgäuer Mitfahrzentrale?

Ganz einfach: Entweder auf der Seite www.mifaz.de/unterallgaeu oder in der Unterallgäu-App. Diese ist kostenlos für alle Smartphones erhältlich.

Sie rufen, der Bus kommt? Fast... Das Rufbus-System ist denkbar einfach, äußerst ökonomisch und umweltfreundlich, denn der Rufbus fährt nur, wenn er tatsächlich gebraucht wird. Hier erfahren Sie mehr darüber!

Fragen und Antworten

Wann und wo fährt der Rufbus?

Der Rufbus ist eine Ergänzung zu den bestehenden Buslinien. Mit 451 Rufbustouren auf den verschiedensten ÖPNV-Linien werden 170 Haltestellen angefahren und 110 Gemeinden beziehungsweise Ortsteile im Landkreis Unterallgäu bedient. Vor allem dann, wenn sich der Einsatz eines Standard-Linienbusses wirtschaftlich nicht lohnt (wie zum Beispiel in den Abendstunden, an den Wochenenden, in den Schulferien oder an Sonn- und Feiertagen) kommt der Rufbus zum Einsatz. Positiver Nebeneffekt: Die Umwelt wird geschont!

Der Rufbus fährt dabei schon nach einem festen Fahrplan, bedient die Haltestellen jedoch nur bei Bedarf. Sie müssen sich also anmelden – sonst findet die entsprechende Fahrt nicht statt.

Die Rufbuslinien und Rufbusfahrpläne finden Sie auf den Internetseiten des VVM.

Wie kann ich den Rufbus anfordern?

Sie können den Rufbus über die Mobilitätszentrale telefonisch unter (0  82 82) 82 87 00 oder auch online auf der Seite des VVM anfordern.

Bitte beachten Sie dabei:

  • Bestellen Sie den Rufbus bitte unbedingt mindestens 60 Minuten vor der Abfahrt bei der VVM-Mobilitätszentrale. Die Anmeldungen werden während der Öffnungszeiten entgegen genommen, also montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr, samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 16 Uhr.
  • Geben Sie dabei folgende Daten an:
    • den gewünschten Reisetag mit Abfahrtszeit,
    • die Anzahl der mitfahrenden Personen,
    • die gewünschte Starthaltestelle und
    • das gewünschte Reiseziel.
  • Zum bestätigten Termin schickt die Mobilitätszentrale ein Taxi oder einen Bus zu der vereinbarten ÖPNV-Haltestelle.
  • Seien Sie bitte pünktlich zur vereinbarten Abfahrtszeit an dieser Haltestelle.

In einem Infoblatt haben wir alles noch einmal für Sie zusammengestellt.

Wie viel kostet der Rufbus?

Zum normalen Fahrpreis, der auch sonst auf der benutzten Linie anfallen würde, kommt ein „Komfortzuschlag“ von 2 Euro hinzu. Zeitfahrausweise, wie Monats- oder Wochenkarten, 6-Fahrten-Karten oder Schülerkarten werden anerkannt.

Vor allem Schüler sind es, die auf einen gut funktionierenden Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angewiesen sind. Dabei geht es darum, die verschiedensten Interessen - der Schüler und ihrer Eltern, der Schulen, der Kommunen und der Verkehrsunternehmen - aufeinander abzustimmen. All diese „unter einen Hut zu bringen“, ist nicht immer ganz einfach. Dennoch bemühen sich die Verantwortlichen, ein noch „schülerfreundlicheres“ und effizienteres Angebot zu unterbreiten.       

Fragen und Antworten

Für die Beförderung welcher Schüler ist der Landkreis überhaupt zuständig?

Der Landkreis und damit das Landratsamt Unterallgäu ist zuständig für die Beförderung von Schülern der folgenden öffentlichen oder staatlich anerkannten Schulen:

  • Realschulen
  • Gymnasien
  • Berufsschulen
  • Berufsfachschulen (nur bei Vollzeitunterricht)
  • Wirtschaftsschulen
  • Fachoberschulen
  • Berufsoberschulen
  • Förderschulen (nur öffentliche)

Die Beförderung von Grund- und Mittelschülern fällt in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinden oder Schulverbände.

Wie erfolgt die Beförderung dieser Schüler und wo gibt es Informationen zu den Abfahrtszeiten von Bus und Bahn?

Die Schüler werden grundsätzlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus/Bahn) zur Schule und wieder zurück gebracht. Die Abfahrtszeiten der Busse beziehungsweise der Züge sind an jeder Haltestelle ausgehängt. Die genauen Fahrpläne für Busse können Sie auch beim Verkehrsverbund Mittelschwaben (VVM) unter Telefon (08282) 828700 oder unter www.vvm-online.de erfahren. Auskünfte zu Abfahrts- und Ankunftszeiten der Züge erhalten Sie unter www.reiseauskunft.bahn.de.

Informieren Sie sich doch auch auf unseren Seiten zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Ist die Zahl der Sitz- und Stehplätze in Bussen festgelegt?

Ja, in der Zulassungsbescheinigung jedes Busses ist die maximale Zahl der Sitz- und Stehplätze genau vorgeschrieben. Die Busunternehmen sind verpflichtet, diese Zahlen im jeweiligen Bus gut sichtbar kenntlich zu machen. Wenn vom Unternehmer die Vorgaben eingehalten werden, kann nichts unternommen werden – auch wenn Sie den persönlichen Eindruck haben, der Bus sei zu voll.

An wen kann ich mich bei Problemen bezüglich der Fahrt zur Schule wenden?

Bei Beschwerden in Sachen Schülerbeförderung sollten sich die Eltern möglichst umgehend an den Verkehrsverbund Mittelschwaben (VVM) wenden (unter Telefon 08282/828700 oder unter www.vvm-online.de unter der Rubrik Kontakt, "Hier red i"). Sie können aber auch das betroffene Busunternehmen direkt kontaktieren. Ansprechpartner im Landratsamt erreichen Sie unter Telefon 08261/995-648.

Wie kommen die Schüler an ihre Fahrkarte?

Die Fahrkarte zur kostenlosen Schülerbeförderung muss schriftlich beantragt werden. Dazu füllt man einen so genannten „Erfassungsbogen“ aus. Im Normalfall erfolgt dies bereits bei der Schulanmeldung durch die Schule. Der Erfassungsbogen ist aber auch während des Schuljahres im Sekretariat der Schule oder im Landratsamt, Zi.Nr. 333, erhältlich. Sie können diesen Antrag auch gleich online ausfüllen. Klicken Sie dazu hier. Da derzeit noch keine digitale Unterschrift möglich ist, ist es leider notwendig, dass Sie Ihren Erfassungsbogen und den Anmeldebogen für die Schule ausdrucken und unterschrieben bei der Schule vorlegen. Die Schule überprüft dann die Vollständigkeit Ihrer Angaben, behält den Anmeldebogen bei sich und leitet den Erfassungsbogen an das Landratsamt weiter.

Sie erhalten dann eine Jahreskarte (Bahn) oder Monatskarten für das gesamte Schuljahr (Bus) vom jeweiligen Verkehrsunternehmen beziehungsweise dem Landratsamt in der Regel vor Schuljahresbeginn direkt nach Hause geschickt.

Bitte beachten Sie: Wenn Änderungen Ihrer persönlichen Situation, zum Beispiel durch einen Umzug, eintreten, müssen Sie dies unverzüglich mitteilen. Lesen Sie hierzu die Antwort auf die nächste Frage.

Muss die Fahrkarte jährlich neu beantragt werden?

Nein, dies ist nicht notwendig. Mit dem Erfassungsbogen werden die Fahrkarten für das kommende und die weiteren Schuljahre beantragt. Er muss nur einmalig beim Eintritt in die Schule ausgefüllt und mit der Bestätigung der Schule beim Landratsamt Unterallgäu eingereicht werden. Wenn Ihr Kind also zum Beispiel ins Gymnasium kommt, reicht es aus, diesen Erfassungsbogen einmal auszufüllen - die kostenlose Beförderung zur Schule gilt dann bis einschließlich der 10. Klasse.

Bitte beachten Sie: Mit der Unterschrift auf dem Erfassungsbogen verpflichten Sie sich, jede Änderung Ihrer angegebenen Verhältnisse dem Landratsamt und dem Sekretariat der Schule unverzüglich schriftlich mitzuteilen und bei Wegfall der Beförderungsvoraussetzungen die ausgestellten noch gültigen Fahrkarten sofort zurückzugeben. Wenn zum Beispiel ein Schüler, der in Memmingen die Schule besucht, von Boos nach Benningen umzieht, benötigt er eine Fahrkarte von einem anderen Unternehmer. Die „alte“ Fahrkarte für die Strecke Boos-Memmingen muss unbedingt an das Landratsamt zurückgegeben werden, da diese Karte von uns solange bezahlt werden muss, bis sie vom Landratsamt storniert und an den Unternehmer zurückgegeben wurde. Auch wenn die Wiederholung einer Klasse ansteht, müssen wir informiert werden. Wir empfehlen Ihnen, eine Kopie Ihres Erfassungsbogens und jeder Änderungsmitteilung bei Ihren Unterlagen aufzubewahren.

Kann die Fahrkarte auch für Fahrten außerhalb der Schulweglinie genutzt werden?

Nein, dies ist leider nicht möglich. Der Verkehrsverbund-Mittelschwaben (VVM) bietet allerdings eine so genannte Schüler-Zusatzkarte an. Sie kostet 8 Euro pro Monat und gilt in Verbindung mit der Schülermonatskarte auf sämtlichen Strecken im VVM-Verbundgebiet ab 13 Uhr. Mit dieser Zusatzkarte können die Schüler also auch Busse außerhalb ihrer üblichen Schulweglinie in der Freizeit nutzen. Dies gilt übrigens auch an Wochenenden und in Ferienzeiten. Im August können Schüler mit der Zusatzkarte zusammen mit der Juli-Fahrkarte sogar an allen Tagen auf allen Linien im gesamten Verbundgebiet zeitlich unbegrenzt fahren.

Näheres zur Schüler-Zusatzkarte und Informationen über das Liniennetz, das mit dieser Karte genutzt werden kann, finden Sie unter www.vvm-online.de. Sie können sich aber auch einfach beim VVM unter Telefon (08282) 828700 informieren.

Für welche Schüler ist der Schulweg zur „nächstgelegenen Schule“ kostenfrei und was versteht man unter der „nächstgelegenen Schule“?

Für Schüler bis einschließlich 10. Klasse und Schüler, die wegen einer dauernden Behinderung auf eine Beförderung angewiesen sind, ist der Schulweg unter bestimmten Voraussetzungen kostenfrei. Diese Voraussetzungen sind:

  • Es muss sich um die Pflichtschule (Sprengelschule), die dem Schüler zugewiesene Schule oder um diejenige Schule der gewählten Schulart, Ausbildungs- und Fachrichtung handeln, die mit dem geringsten Beförderungsaufwand erreichbar ist. Man spricht dann von der „nächstgelegenen Schule“. Wird aus pädagogischen oder weltanschaulichen Gründen eine andere Schule (zum Beispiel: Tagesheimschule, nicht-koedukative Schule, Bekenntnisschule oder Schule mit gebundenem/offenen Ganztagsangebot) gewählt, dann übernimmt der Landkreis auch die Beförderungskosten zu dieser weiter entfernten Schule. Kontaktieren Sie uns in solchen Fällen bitte persönlich.
    Wir wollen die Frage nach der „nächstgelegenen Schule“ anhand eines Beispiels darstellen: Ein Schüler, der in Dirlewang wohnt und das Gymnasium besuchen will, müsste als nächstgelegenes Gymnasium das Maristenkolleg Mindelheim (= Bekenntnisschule) besuchen. Wenn der Schüler beziehungsweise seine Eltern jedoch keine christliche Erziehung wünschen, wie sie am Maristenkolleg Mindelheim aber angeboten wird, ist dies ein Grund, dass der Schüler am nächsten staatlichen Gymnasium zur Schule gehen darf - sofern dieses mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. In unserem Beispielfall wäre das das Joseph-Bernhart-Gymnasium Türkheim. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Wenn ein Schüler beziehungsweise Schülereltern aus Türkheim die christliche Erziehung an einem Gymnasium wünschen, ist für diesen Schüler die nächstgelegene Schule das Maristenkolleg in Mindelheim - da es in Türkheim nur ein Staatliches Gymnasium gibt.
  • Der einfach zurückzulegende Schulweg muss länger als drei Kilometer sein. Sollte der Schulweg besonders beschwerlich oder gefährlich sein, kann der Landkreis jedoch auch bei einer Entfernung unter drei Kilometern die Notwendigkeit der Beförderung anerkennen. Dies kann auf der Rückseite des Erfassungsbogens beantragt werden. Wir überprüfen diese Angaben und benachrichtigen Sie schriftlich. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen unmittelbar an unsere Mitarbeiter.
Grundsätzlich kostenfrei ist der Schulweg für Schüler bis einschließlich 10. Klasse. Was aber ist mit Schülern ab der 11. Klasse und Berufsschülern?

Die Schulwegkosten zunächst selbst bezahlen müssen:

  • Gymnasiasten, Wirtschaftsschüler, Berufsfachschüler (ohne Berufsfachschule in Teilzeitform) ab der 11. Klasse
  • Schüler an Fachoberschulen und Berufsoberschulen
  • Schüler an Berufsschulen, die in Teilzeit unterrichtet werden

Aber:

  • Liegen die Fahrtkosten pro Familie und Schuljahr über der so genannten Familienbelastungsgrenze, erstattet der Landkreis die Kosten der notwendigen Beförderung zur "nächstgelegenen Schule" nach dem jeweiligen Schuljahr teilweise (Kostenerstattungsanspruch). Hierfür muss ein Erstattungsantrag gestellt werden, der in der Schule oder bei uns im Landratsamt erhältlich ist. Sie können ihn auch telefonisch unter Telefon (08261) 995-349 anfordern.
  • Bezieht eine Familie eine der folgenden Leistungen, so erstattet der Landkreis die Schulwegkosten auf jeden Fall ganz oder bestellt auf Antrag bereits zu Schuljahresbeginn Fahrkarten:
    • Kindergeld für drei oder mehr Kinder
    • Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII)
    • Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II)
    • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylblG).
Wie beantragt man die Fahrtkostenerstattung, wenn die Familienbelastungsgrenze von 440 Euro überschritten wird?

Liegen die Fahrtkosten pro Familie und Schuljahr über der so genannten Familienbelastungsgrenze, erstattet der Landkreis die Kosten der notwendigen Beförderung zur "nächstgelegenen Schule" nach dem jeweiligen Schuljahr teilweise (Kostenerstattungsanspruch), auch wenn keine Leistungen wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II bezogen werden. Erstattet wird dann der Differenzbetrag zur Familienbelastungsgrenze. Belaufen sich die Fahrtkosten für ein Schuljahr zum Beispiel auf insgesamt 500 Euro, so werden Ihnen 60 Euro erstattet.

Folgendes sollten Sie in diesem Fall tun:

  • Sammeln Sie während des Schuljahres alle Original-Fahrkarten!
  • Stellen Sie einen Erstattungsantrag. Dieser ist in der Schule oder bei uns im Landratsamt erhältlich. Sie können ihn auch telefonisch unter Telefon (08261) 995-349 anfordern.
  • Lassen Sie sich den Erstattungsantrag von der Schule bestätigen.
  • Fügen Sie alle Fahrkarten im Original beziehungsweise den Nachweis über ein Jahres-Abonnement bei. Grundsätzlich werden nur nachgewiesene Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel (Bahn: 2. Klasse) für die verkehrsüblich kürzeste Strecke anerkannt. Dabei müssen die nach den jeweiligen Tarifsystemen im Einzelfall möglichen und zweckmäßigen Ermäßigungen genutzt werden (zum Beispiel: Ausbildungstarife, Schüler-Wochen- und -Monatskarten gegebenenfalls im Abonnement, Mehr-Fahrten-Karten, Bayern-Ticket, Regio-Ticket-Bayern, Bahn-Card 25 oder 50).
  • Reichen Sie den Erstattungsantrag bis spätestens 31. Oktober für das vorangegangene Schuljahr beim Landratsamt Unterallgäu ein. Da es sich um eine so genannte Ausschlussfrist handelt, können wir verspätet eingehende Anträge leider nicht mehr berücksichtigen.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie Kindergeld für drei oder mehr Kinder, Hilfe zum Lebensunterhalt (nach SGB XII), Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld (nach SGB II) beziehen, werden Ihnen die Fahrtkosten in jedem Fall erstattet, auch wenn Sie unter 440 Euro liegen. Lesen Sie hierzu die Antwort auf die nächste Frage!

Wie beantrage ich die Fahrtkostenerstattung, wenn ich Kindergeld für drei oder mehr Kinder, Hilfe zum Lebensunterhalt, Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld beziehe?

Wenn Sie Kindergeld für drei oder mehr Kinder, Hilfe zum Lebensunterhalt (nach SGB XII), Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld (nach SGB II) beziehen, werden Ihnen die Fahrtkosten in jedem Fall erstattet, auch wenn Sie unter 440 Euro liegen. Sie können sich die Fahrtkosten in diesem Fall entweder am Ende des Schuljahres erstatten lassen oder beantragen, dass kostenlose Fahrkarten bereits vor Schuljahresbeginn ausgestellt werden. Dieser besondere Service hat für Sie den Vorteil, dass Sie die Fahrtkosten nicht vorstrecken beziehungsweise nicht bis Schuljahresende auf die Erstattung warten müssen.

So beantragen Sie als Bezieher von Kindergeld für drei oder mehr Kinder, Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt (nach SGB XII), Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld (nach SGB II) die Ausstellung der Fahrkarten vor Schuljahresbeginn auch für Schüler ab der 11. Klasse:

  • Füllen Sie einen Erfassungsbogen aus. Dieser Erfassungsbogen ist in der Schule oder bei uns im Landratsamt erhältlich. Sie können ihn auch telefonisch unter Telefon (08261) 995-349 anfordern.
  • Lassen Sie sich den Erfassungsbogen von der Schule bestätigen.
  • Fügen Sie dem Erfassungsbogen die Nachweise über den Bezug von Kindergeld für mindestens drei Kinder, Hilfe zum Lebensunterhalt, Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld vom August vor Schuljahresbeginn hinzu (Bescheide und Kontoauszüge).
  • Reichen Sie den vollständig ausgefüllten Erfassungsbogen mit den erforderlichen Unterlagen bis spätestens Anfang September vor Schuljahresbeginn beim Landratsamt ein. Nur so können die Fahrkarten zum Schulbeginn zur Verfügung stehen.
  • Bitte beachten Sie: Die Ausstellung der Fahrkarten vor Schuljahresbeginn ist nicht möglich bei Schülern, die während des Schuljahres Praktika außerhalb des Schulortes leisten müssen oder beim Besuch von Abschlussklassen, wenn nach den Prüfungen kein regelmäßiger Pflichtunterricht mehr stattfindet.


So beantragen Sie als Bezieher von Kindergeld für drei oder mehr Kinder, Empfänger von Hilfen zum Lebensunterhalt (nach SGB XII), Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld (nach SGB II) die komplette Fahrtkostenerstattung nach Ende des Schuljahres:

  • Sammeln Sie während des Schuljahres alle Original-Fahrkarten!
  • Stellen Sie einen Erstattungsantrag. Dieser ist in der Schule oder bei uns im Landratsamt erhältlich. Sie können ihn auch telefonisch unter Telefon (08261) 995-349 anfordern.
  • Lassen Sie sich den Erfassungsbogen von der Schule bestätigen.
  • Fügen Sie alle Fahrkarten im Original beziehungsweise den Nachweis über ein Jahres-Abonnement bei. Grundsätzlich werden nur nachgewiesene Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel (Bahn: 2. Klasse) für die verkehrsüblich kürzeste Strecke anerkannt. Dabei müssen die nach den jeweiligen Tarifsystemen im Einzelfall möglichen und zweckmäßigen Ermäßigungen genutzt werden (zum Beispiel: Ausbildungstarife, Schüler-Wochen- und -Monatskarten gegebenenfalls im Abonnement, Mehr-Fahrten-Karten, Bayern-Ticket, Regio-Ticket-Bayern, Bahn-Card 25 oder 50).
  • Reichen Sie den Erstattungsantrag bis spätestens 31. Oktober für das vorangegangene Schuljahr beim Landratsamt Unterallgäu ein. Da es sich um eine so genannte Ausschlussfrist handelt, können wir verspätet eingehende Anträge leider nicht mehr berücksichtigen.
Wann muss der Antrag auf Erstattung der Schulwegkosten spätestens eingereicht werden?

Reichen Sie den Erstattungsantrag bis spätestens 31. Oktober für das vorangegangene Schuljahr beim Landratsamt Unterallgäu ein. Da es sich um eine so genannte Ausschlussfrist handelt, können wir verspätet eingehende Anträge leider nicht mehr berücksichtigen.

Werden auch bei der Benutzung des eigenen Autos Kosten erstattet?

Ja, in besonderen Fällen können auch Kosten erstattet werden, wenn für die Fahrt zur Schule oder zur nächstgelegenen Haltestelle für Bahn und Bus und zurück das eigene Auto benutzt wird. Voraussetzung dafür ist, dass der einfach zurückzulegende Schulweg oder die Restwegstrecke zwischen Wohnung und nächstgelegener Haltestelle mehr als drei Kilometer beträgt. Außerdem muss einer der folgenden Punkte zutreffen:

  1. Es darf kein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung stehen.
  2. Die Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels ist nicht zumutbar. Sprich: Die Zeitersparnis beträgt an mindestens drei Tagen pro Woche bei der Fahrt mit dem Auto jeweils mehr als zwei Stunden; Fahrtantritt ist vor 5.30 Uhr; Rückkehr ist erst nach 23.00 Uhr. Um die Zeitersparnis zu ermitteln, finden Sie hier eine Rechenvorlage.
  3. Der Einsatz des privaten Kraftfahrzeugs ist insgesamt wirtschaftlicher.
  4. Eine dauernde Behinderung lässt die Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels nicht zu.
Wie gehe ich vor, wenn die Voraussetzungen für die Nutzung eines Autos erfüllt sind?

Sie sollten am Anfang des Schuljahres - sobald der Stundenplan genau feststeht - einen Antrag auf Pkw-Genehmigung stellen. Sie finden den Antrag hier.

Wenn Sie den „Pkw-Antrag“ ausgefüllt haben, müssen Sie diesen und den von Ihrer Schule bestätigten Stundenplan schnellstmöglich beim Landratsamt einreichen. Sie werden dann von uns darüber informiert, ob Ihnen die Kosten für die Benutzung Ihres eigenen Autos erstattet werden oder nicht.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 24.10.2019