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Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Unterallgäu

Foto: Stefanie Dodel/Landratsamt Unterallgäu

Sie haben keinen Führerschein? Sie können oder wollen sich kein Auto leisten? Oder Sie sind einfach nur umweltfreundlich und wollen etwas für den Klimaschutz tun? Dann nutzen Sie einfach das Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs! Mit 52 Buslinien kann sich das Netz im Landkreis Unterallgäu durchaus sehen lassen. Ergänzend dazu bieten wir auch einen Rufbus an, der Sie vor allem an den Wochenenden oder den Abendstunden ans gewünschte Ziel bringt.             

Innerhalb des ÖPNV nimmt die Schülerbeförderung einen sehr breiten Stellenwert ein. Wenn Sie Fragen hierzu haben, können Sie sich auf unserer Seite „Rund um den Schulweg“ informieren.

Drittes „Standbein“ des ÖPNV ist der Schienenpersonennahverkehr (SPNV), also die Beförderung in Zügen der Eisenbahn.

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den ÖPNV haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengestellt. 

Fragen und Antworten

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Wer ist eigentlich für den Öffentlichen Personennahverkehr zuständig?

Nach dem Gesetz über den Öffentlichen Personennahverkehr in Bayern vom 1. Januar 1994 sind die Landkreise und kreisfreien Städte für die Planung, Organisation und Durchführung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zuständig.

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Und wie regelt der Landkreis Unterallgäu den ÖPNV im Kreisgebiet?

Um optimale Verbindungen für die Fahrgäste zu schaffen, hat der Landkreis Unterallgäu im Jahr 1996 zusammen mit dem Landkreis Günzburg, dem Verband mittelschwäbischer Kraftfahrzeuglinien und 13 Busunternehmen den Verkehrsverbund Mittelschwaben GmbH (VVM) gegründet. Seitdem fahren die Busse im VVM-Gebiet – das die Landkreise Unterallgäu und Günzburg umfasst - unter einer „Flagge“.

Konkret bedeutet das, dass die Busfahrpläne vom Allgäuer Tor im Süden bis zur Donau im Norden und von Babenhausen im Westen bis zur Landkreisgrenze Augsburg im Osten aufeinander abgestimmt sind. Dazu gehören ein einheitliches elektronisches Fahrscheinsystem und ein einheitlicher Tarif.

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Wer hilft mir weiter, wenn ich mit dem Bus fahren will und konkrete Fragen, zum Beispiel zu Abfahrtszeiten, habe?

Informationen rund um den ÖPNV erhalten Sie genau von diesem Verkehrsverbund Mittelschwaben GmbH (VVM) mit Sitz in Krumbach.

Das Angebot des VVM finden Sie auf einer eigenen Internetseite. Dort erhalten Sie genaue Informationen zum Liniennetz, den Fahrzeiten und den Fahrpreisen. Neben einer elektronischen Fahrplanauskunft können Sie sich auch einen persönlichen Fahrplan erstellen lassen und den Rufbus bestellen. Darüber hinaus bietet der VVM auf seiner Seite weitere tolle Angebote. So können Sie sich zum Beispiel berechnen lassen, ob das Auto oder der Bus für Sie persönlich die günstigere Alternative auf dem Weg zur Arbeit darstellt.

Zu finden ist der Internetauftritt des VVM unter www.vvm-online.de.

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Ich kann oder will mich nicht über das Internet informieren und habe auch keinen Fahrplan zur Hand. Wer hilft mir dann weiter?

Keine Sorge – auch dann bleiben Sie nicht auf der Strecke! Das Team der Mobilitätszentrale des Verkehrsverbundes Mittelschwaben (VVM) beantwortet Ihnen Ihre Fragen gerne persönlich. Zu erreichen ist sie unter Telefon (0 18 02) 90 80 70 oder unter (0  82 82) 8 18 30 (pro Anruf aus dem Festnetz für 6 Cent - egal wie lange das Gespräch dauert).

Auskunft gibt die Mobilitätszentrale montags bis freitags von 7 Uhr bis 19 Uhr, samstags sowie sonn- und feiertags von 8 bis 16 Uhr.

Auch wenn Sie einen persönlichen Fahrplan benötigen, sind Sie bei der Mobilitätszentrale richtig!

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Gibt es den Fahr- beziehungsweise Tarifplan auch in Papierform und wo erhalte ich ihn?

Ja, natürlich bietet der VVM auch schriftliche Fahrpläne an. Diese liegen unter anderem in den Rathäusern aller Städte, Märkte und Gemeinden des Landkreises Unterallgäu aus. Darüber hinaus gibt es die Fahrpläne zum Beispiel auch bei der Kurverwaltung Bad Wörishofen, am Allgäu Airport in Memmingerberg, im Landratsamt in Mindelheim oder am Memminger Bahnhof. 

Sie erhalten die Pläne aber auch bei den jeweiligen Busunternehmern oder in jedem VVM-Bus beziehungsweise bei der VVM-Geschäftsstelle in Krumbach. Dort können Sie die Pläne auch telefonisch bestellen unter Telefon (0 18 02) 90 80 70 oder (0  82 82) 8 18 30.

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Ist die Zahl der Sitz- und Stehplätze in Bussen eigentlich festgelegt?

Ja, in der Zulassungsbescheinigung jedes Busses ist die maximale Zahl der Sitz- und Stehplätze genau vorgeschrieben. Die Busunternehmen sind verpflichtet, diese Zahlen im jeweiligen Bus gut sichtbar kenntlich zu machen.

Wenn diese Vorgaben eingehalten werden, kann nichts unternommen werden – auch wenn Sie den persönlichen Eindruck haben, der Bus sei zu voll.

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An wen kann ich mich bei Problemen wenden?

Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an den Verkehrsverbund Mittelschwaben (VVM) unter Telefon (0 18 02) 90 80 70 beziehungsweise (0  82 82) 8 18 30 oder Sie nutzen die VVM-Homepage unter www.vvm-online.de und beschreiben Ihr Anliegen unter der Rubrik Kontakt, "Hier red i". 

Sie können aber auch direkt das betroffene Busunternehmen kontaktieren. Welche Unternehmer mit dem VVM zusammenarbeiten, erfahren Sie unmittelbar hier.

Einen Ansprechpartner im Landratsamt erreichen Sie unter Telefon (0 82 61) 9 95 - 3 46.

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Und wer ist für den Schienenpersonennahverkehr zuständig?

Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist der Freistaat Bayern. Planerische und organisatorische Vorgaben sowie die Finanzierung des SPNV werden dabei in einem Schienennahverkehrsplan festgelegt.

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Welche Schienenstrecken gibt es im Kreisgebiet und welche Bahnhöfe werden dabei angefahren?

Vier verschiedene Strecken durchqueren den Landkreis Unterallgäu, mit Anschlussmöglichkeiten zum Fernverkehr:

  • Die Strecke Augsburg/München - Buchloe - Mindelheim - Memmingen - Lindau mit den Bahnhöfen Türkheim, Rammingen, Mindelheim, Stetten und Sontheim,
  • die Strecke Buchloe - Türkheim - Bad Wörishofen mit den Bahnhöfen Türkheim und Bad Wörishofen,
  • die Strecke Ulm - Memmingen - Kempten mit den Bahnhöfen Memmingen und Bad Grönenbach, sowie
  • die Strecke Mindelheim - Krumbach - Günzburg mit den Bahnhöfen Loppenhausen, Breitenbrunn, Weilbach, Pfaffenhausen, Hausen, Nassenbeuren und Mindelheim.
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Wo erfahre ich die Abfahrts- und Ankunftszeiten der Züge?

Über die An- und Abfahrtszeiten der Züge können Sie sich im Internet unter www.bahn.de oder unmittelbar an den Bahnhöfen informieren.

Aber auch die Mitarbeiter der Mobilitätszentrale beim Verkehrsverbund Mittelschwaben geben Ihnen gerne Auskunft für die Fahrzeiten von Zügen. Sie sind unter (0 18 02) 90 80 70 oder (0  82 82) 8 18 30 erreichbar (montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr, samstags sowie an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 16 Uhr, für sechs Cent pro Anruf aus dem Festnetz).

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Wie sieht es mit der Beförderung von Menschen mit Behinderungen aus?

In den Omnibussen im Gebiet des Verkehrsverbundes Mittelschwaben (VVM) werden Schwerbehinderte kostenlos befördert. Sie müssen dazu ihren Schwerbehindertenausweis mit einer gültigen Wertmarke vorlegen. Auch die Begleitpersonen eines Schwerbehinderten dürfen fahren, ohne zu bezahlen. Voraussetzung dafür ist, dass die ständige Begleitung des Schwerbehinderten notwendig und dies im Ausweis eingetragen ist.

In den Zügen ist ebenfalls eine kostenlose Beförderung behinderter Menschen möglich.

Für Menschen mit Behinderung haben wir auf diesen Seiten weitere Informationen zusammengestellt.

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Der Rufbus – was ist das und wie funktioniert er?

Sie rufen – der Bus kommt? Ja, so ähnlich geht’s! Der Rufbus ist eine Ergänzung zu den bestehenden Buslinien. Mit 451 Rufbustouren auf den verschiedensten ÖPNV-Linien werden 170 Haltestellen angefahren und 110 Gemeinden beziehungsweise Ortsteile im Landkreis Unterallgäu bedient. Vor allem dann, wenn sich der Einsatz eines Standard-Linienbusses wirtschaftlich nicht lohnt (wie zum Beispiel in den Abendstunden, an den Wochenenden, in den Schulferien oder an Sonn- und Feiertagen) kommt der Rufbus zum Einsatz. Positiver Nebeneffekt: Die Umwelt wird geschont! Der Rufbus fährt dabei schon nach einem festen Fahrplan, bedient die Haltestellen jedoch nur bei Bedarf. Sie müssen sich also anmelden – sonst findet die entsprechende Fahrt nicht statt.

Die Rufbuslinien und Rufbusfahrpläne finden Sie ebenfalls auf den Internetseiten des VVM.

Sie können den Rufbus über die Mobilitätszentrale telefonisch unter (0 18 02) 90 80 70 beziehungsweise (0  82 82) 8 18 30 oder auch online auf der Seite des VVM anfordern. Wie dies genau funktioniert, haben wir für Sie in einem Merkblatt zum Herunterladen zusammengestellt.

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Der Flexibus - was ist das und wie funktioniert er?

Der Flexibus ist ein zusätzliches modernes Personentransportkonzept im Öffentlichen Nahverkehr und ergänzt das bestehende Angebot an Bus- und Zugverbindungen.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Auf Wunsch holt Sie der Flexibus an einer nahe gelegenen, in der Regel höchstens 150 Meter entfernten Flexibus-Haltestelle ab, bringt Sie in die Nähe Ihres gewünschten Fahrtziels - und wenn Sie möchten auch wieder zurück.

Fahrtwünsche können täglich zwischen 7:00 und 18:00 Uhr in der Flexibus-Zentrale telefonisch aufgegeben werden (Reservierungszeit). Je früher Sie reservieren, umso besser kann Ihr Fahrtwunsch berücksichtigt werden. Im Landkreis Unterallgäu gibt es verschiedene Flexibus-Gebiete, auch Flexibus-Knoten genannt. Ihre Fahrtwünsche können Sie jeweils innerhalb dieses Gebietes aufgeben.

Erreichbar ist die Flexibus-Zentrale unter Telefon (08282) 9902-100 oder (08261) 9096490.

Teilen Sie der Zentrale mit, wann und wo Sie abgeholt werden möchten, ebenso Ihre Zieladresse und die gewünschte Ankunftszeit. Viele Geschäfte, Ärzte und öffentliche Einrichtungen reservieren für Sie den Flexibus und rufen gerne für Sie an.

Der Flexibus verspricht Mobilität nach Ihren Wünschen. An 365 Tagen im Jahr befördert er Fahrgäste ohne einen festen Fahrplan, ohne feste Linien aber mit festgelegten Haltestellen zu den festgelegten Betriebszeiten.

Der Flexibus kostet etwas mehr als der reguläre Linienbus. Der Preis richtet sich danach, wie viele so genannte Waben befahren werden. Kinder und Senioren können bereits ab 1,70 Euro den Flexibus nutzen. Wenn Sie eine 6-Fahrten-Karte kaufen, wird es günstiger. Menschen mit Schwerbehindertenausweis und gültiger Wertmarke fahren auch mit dem Flexibus kostenfrei.

Ziel ist es, den Flexibus bis Ende 2019 auf das ganze Landkreisgebiet auszuweiten. Ob Ihr Wohnort bereits bedient wird, können Sie der Flexibus-Homepage unter www.flexibus.net entnehmen. Ferner liegen bei den Städten, Märkten und Gemeinden und natürlich auch im Landratsamt Informationsmaterialien zu den eingerichteten Flexibus-Gebieten aus.

Externe Links

 

Ansprechpartner

Oeffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Helmut Höld
Telefon: (08261) 995-648

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