Damit das 332 Kilometer umfassende Unterallgäuer Kreisstraßennetz in Schuss bleibt, muss es kontinuierlich gepflegt werden. Welche Maßnahmen das Tiefbauamt am Landratsamt in diesem und in den kommenden Jahren plant, stellte Sachgebietsleiter Walter Pleiner nun in einer gemeinsamen Sitzung des Kreisausschusses und des Bauausschusses vor. In der Regel werden die Straßenbauprojekte über mehrere Jahre finanziert. In diesem Jahr sieht das Investitionsprogramm des Tiefbauamts 3,99 Millionen Euro vor. 1,42 Millionen Euro davon sollen aus eigenen Mitteln kommen. Der Rest wird über Fördergelder bestritten oder von den Gemeinden bezahlt.
- Der Ausbau der Kreisstraße MN 2 zwischen Rammingen und Türkheim wurde im vergangenen Jahr weitgehend abgeschlossen und die Straße ist derzeit befahrbar. Im Frühjahr finden aber noch Restarbeiten statt. Die Kosten für das Projekt betragen insgesamt 1,99 Millionen Euro.
- Die Kreisstraße MN 32 wird in diesem Jahr zwischen Günz und dem Kreisverkehr (Kreuzung MN 32/MN 13) auf einer Länge von einem Kilometer ausgebaut. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,25 Millionen Euro.
- Auf der Kreisstraße MN 16 wird heuer zwischen Hawangen und Ungerhausen der Oberbau verstärkt. Für den 3,2 Kilometer langen Streckenabschnitt fallen insgesamt Kosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro an.
- Die Kreisstraße MN 4 wird zwischen Dirlewang und Altensteig auf einer Länge von 1,3 Kilometern ausgebaut. Im Rahmen des Projekts wird auch die Brücke über den Hungerbach neugebaut. Die Gesamtkosten hierfür betragen voraussichtlich 1,6 Millionen Euro.
- Geld eingeplant ist im Investitionsprogramm darüber hinaus für die Beseitigung der Bahnübergänge westlich von Wolfertschwenden (MN 22/MN 35) und in Bad Grönenbach-Thal (MN 19). Hier sind Planungskosten in Höhe von 110.000 Euro beziehungsweise 80.000 Euro vorgesehen. Beide Bahnübergänge sollen in den kommenden Jahren durch Unterführungen mit Rad- und Gehwegen ersetzt werden, da die Illertalbahn zwischen Kempten und Ulm ertüchtigt und elektrifiziert werden soll.
- Zudem beteiligt sich der Landkreis in diesem Jahr an weiteren Kosten für Untersuchungen zur möglichen Änderung der Autobahnanschlussstelle Memmingen-Ost. Untersucht wird, ob eine zusätzliche Anschlussstelle zwischen Memmingen und Holzgünz erforderlich ist oder ein Umbau der bestehenden Anschlussstelle Sinn macht. Hierfür plant der Landkreis aufgrund seiner kreuzungsrechtlichen Beteiligung 40.000 Euro ein.
- Geplant wird in diesem Jahr außerdem der Ausbau der Ortsdurchfahrt von Wolfertschwenden (Kreisstraße MN 18). Nach dem nördlichen Abschnitt soll nun der südliche Teil (400 Meter) folgen. Vorgesehen ist, dass die Gemeinde im Zuge des Projekts auch Kanäle und Leitungen erneuert. Die Gesamtkosten liegen bei rund 900.000 Euro. Heuer fallen für das Projekt Planungskosten in Höhe von 50.000 Euro an. Realisiert werden soll dieses dann 2027.
- 2027 sieht das Investitionsprogramm zudem den Ausbau der Kreisstraße MN 32 zwischen Inneberg und Frickenhausen und der Kreisstraße MN 19 in Bad Grönenbach vor. Außerdem ist geplant, dass der Oberbau der MN 21 zwischen Legau und der Abzweigung nach Au verstärkt wird.
Sowohl der Kreisausschuss als auch der Bauausschuss begrüßten das Investitionsprogramm und stimmten den Plänen der Kreisverwaltung einstimmig zu.
