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Welche Hochbaumaßnahmen in diesem Jahr geplant sind

Welche Hochbaumaßnahmen in diesem Jahr geplant sind

Ein Neubau für die Staatliche Berufsschule Mindelheim, eine Dreifachturnhalle fürs Schulzentrum Bad Wörishofen und ein Bündelungsbau fürs Landratsamt: Thomas Burghard, Leiter der Hochbauabteilung am Landratsamt, informierte über drei große Projekte, als er in einer gemeinsamen Sitzung des Kreis- und Bauausschusses des Unterallgäuer Kreistags die in diesem Jahr geplanten Maßnahmen vorstellte. Womöglich wird eines der Vorhaben aber nicht realisiert werden können. Angesichts der aktuellen Finanzlage werde man beim Bündelungsbau vermutlich „schweren Herzens auf die Bremse treten müssen“, sagte Eder. Die Schulbauten seien wichtiger. Insgesamt sind heuer zwei Millionen Euro für Hochbaumaßnahmen vorgesehen. Die Ausschüsse stimmten den Plänen mehrheitlich zu. 

Der Teilneubau für den Bereich Fahrzeugtechnik der Staatlichen Berufsschule soll an der Luxenhoferstraße in Mindelheim entstehen. Als nächstes entscheide der Mindelheimer Stadtrat im Februar über den Vorentwurf der Bauleitplanung, erläuterte Burghard den aktuellen Stand. „Wir hoffen, dass dann Ende des Jahres Baurecht besteht.“ Für die Vorbereitung des Bauvorhabens sind in diesem Jahr 150.000 Euro vorgesehen. Gebaut werden könnte voraussichtlich ab 2028/2029. Darüber hinaus kommt die Berufsschule womöglich in den Genuss weiterer baulicher Verbesserungen, stellte Burghard in Aussicht. Denn über das sogenannte Startchancenförderprogramm des Freistaats stehe für die Schule über zehn Jahre ein Budget in Höhe von 830.000 Euro für die Schaffung einer zeitgemäßen Lernumgebung zur Verfügung. Das könnten Lernlabore oder auch Multifunktionsräume sein. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, werde noch erörtert, erläuterte der Leiter des Hochbauamts.  

Für den Bündelungsbau am Landratsamt soll im Juli ein erster Entwurf samt Kostenschätzung vorliegen. Ziel der Kreisverwaltung ist es, einen Teil der Außenstellen aufzulösen, diese an den Hauptsitz an die Bad Wörishofer Straße in Mindelheim zurückzuholen und damit bürgerfreundlicher und effizienter zu werden. Von der Sinnhaftigkeit dieses Vorhabens sei er nach wie vor überzeugt, betonte der Landrat. Allerdings glaube er nicht mehr daran, dass sich die Pläne aktuell auch finanzieren lassen, weshalb er in den Haushaltsberatungen vorschlagen will, die bauliche Umsetzung aus der Finanzplanung ab 2027 zu streichen. In diesem Jahr sind noch 600.000 Euro Planungskosten für den Bündelungsbau vorgesehen. Entscheiden sich die Kreistagsmitglieder gegen den Bau, fallen davon nur 100.000 Euro an. Dieser Betrag kommt von bisher nach den entsprechenden Beschlüssen bereits beauftragten Planungsleistungen, die bei einer möglicherweise späteren Weiterführung des Projekts wieder aufgegriffen werden könnten.

Weitere Projekte in diesem Jahr sind die Deckensanierung im Kolleggebäude in Mindelheim zur Verbesserung von Statik und Brandschutz (1,1 Millionen Euro), Brandschutzdecken im Haupttreppenhaus des Landratsamts (45.000 Euro) sowie der Neubau einer Dreifachturnhalle am Berufsschulzentrum Bad Wörishofen. Die neue Halle für rund 11,8 Millionen Euro wird zu 30 Prozent vom Kreis und zu 70 Prozent vom Zweckverband Berufliche Schulen finanziert. Das Hochbauamt am Landratsamt plant hierfür in diesem Jahr 40.000 Euro ein. 

Zusätzlich zu diesen eigenen Investitionsmaßnahmen betreut das Hochbauamt Bau- und Unterhaltsprojekte an den drei Kreis-Seniorenwohnheimen oder Projekte von Zweckverbänden wie den Bau von zwei Interimslassenzimmern an den Beruflichen Schulen Bad Wörishofen. Außerdem werde das Thema Nachhaltigkeit nach wie vor großgeschrieben und man forciere die Errichtung weiterer Photovoltaikanlagen, so Burghard. Im vergangenen Jahr bekam das neue Schülerwohnheim in Bad Wörishofen eine PV-Anlage, in den kommenden Jahren sollen zum Beispiel die neue Dreifachturnhalle in Bad Wörishofen oder auch die neue Berufsschule in Mindelheim mit solchen Anlagen ausgestattet werden. „Hier ist uns über die Jahre eine gute Entwicklung gelungen, denn in erster Linie gehören PV-Anlagen auf die Dächer“, freute sich Landrat Alex Eder. Rechne man die Leistung aller Anlagen zusammen, für die der Landkreis direkt zuständig oder an denen er über Zweckverbände beteiligt ist, sei mittlerweile fast ein Megawatt-Peak Nennleistung installiert. 

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 07.09.2026