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Vorbereitet sein: Wie Ihr Zuhause für Naturkatastrophen gewappnet ist

Vorbereitet sein: Wie Ihr Zuhause für Naturkatastrophen gewappnet ist

Im Bild zu sehen: Ein nasser Boden, den jemand wischt.

Sturm, Starkregen, Hagel - Unwetter können heftige Schäden an und im eigenen Zuhause hinterlassen. „Mit fortschreitendem Klimawandel müssen wir häufiger mit Extremwetterlagen rechnen“, sagt Sandra ten Bulte, Klimaschutzmanagerin am Landratsamt Unterallgäu. „Wer schon bei der Gestaltung von Haus und Garten an solche Ereignisse denkt, kann möglicherweise Schlimmeres verhindern.“ Der „Tag des Katastrophenschutzes“ im Unterallgäu am 3. Oktober ist Anlass für das Landratsamt Unterallgäu, in einer Serie über wichtige Sicherheitsthemen zu informieren. Diesmal geht es darum, Gebäude und Grundstück so zu gestalten, dass ein Unwetter nicht allzu große Spuren hinterlässt. 

„Das A und O ist eine Rückstausicherung“, sagt ten Bulte: „So ist das Gebäude auch bei starkem Regen gegen den Rückfluss von Abwasser aus dem Kanalsystem geschützt.“ Generell müsse man sich bewusst machen: Schäden durch Wasser entstehen nicht nur im Bereich von Bächen und Flüssen, die über die Ufer treten. Auch Starkregen, der nicht schnell genug versickern kann, und ein steigender Grundwasserpegel können zur Gefahr werden. Daher sollte man unabhängig vom Wohnort die Haustechnik und elektrische Geräte im Keller möglichst erhöht anbringen oder ins Erdgeschoss verlagern. Zudem lohne es sich, beim Hausbau und bei Sanierungsmaßnahmen auf wasserunempfindliche, widerstandsfähige Materialien zu setzen, den Keller wasserdicht zu bauen und wasserdichte Kellerfenster einzusetzen. „Bereits bestehende Heizungsanlagen und Öltanks im Keller sollten Sie gegen Auftrieb und Wasserdruck sichern“, ergänzt Alexander Möbus, Kreisbrandrat des Landkreises Unterallgäu. 

Auch für die Grundstücksgestaltung hat Klimaschutzmanagerin ten Bulte Tipps: „Versiegeln Sie möglichst wenig Fläche und nutzen Sie durchlässige Bodenbeläge, wie Rasenfugenpflaster oder Schotterrasen, damit Wasser versickert. So entlasten Sie die Kanalisation.“ Dazu trage auch das Sammeln von Regenwasser in Tonnen oder Zisternen bei. Auch ein bepflanzter Garten könne Wasser zurückhalten: „Dabei am besten auf windfestes Gehölz setzen, um Sturmschäden zu vermeiden“, rät ten Bulte. 

Kreisbrandrat Möbus fügt hinzu: Wichtig sei, sich genau zu informieren, bei welchen Schäden durch Naturereignisse die Wohngebäude- und die Hausratsversicherung greifen. Für Überschwemmungen müsse man in der Regel jeweils eine Elementarschadenversicherung als Zusatzbaustein abschließen. Selbst hier blieben manche Schadensfälle ausgeklammert. Eine ergänzende bauliche Vorsorge sei also dringend anzuraten.

Weiterführende Informationen findet man unter www.unterallgaeu.de/hochwasser und unter www.unterallgaeu.de/klimagerechtbauen

Tag des Katastrophen- und Zivilschutzes: 

Übrigens: Am Samstag, 3. Oktober, ist Tag des Katastrophen- und Zivilschutzes, auf dem Gelände der Feuerwehr Babenhausen, Bahnhofstraße 6. Von 10 bis 17 Uhr bieten hier Blaulichtorganisationen aus dem Unterallgäu Vorführungen, Workshops und Aktionen für Kinder und Erwachsene an - vom Wunden schminken mit Mini-Erste-Hilfe-Kurs über einen Notfallrucksack-Pack-Wettbewerb bis zu Feuerwehr-Vorführungen und einer umfangreichen Ausstellung der Fahrzeuge und Technik der Blaulichtorganisationen. 

 

 

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 26.08.2026