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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 15.02.2019

Das Unterallgäu in Uganda

Gemeinsam ist es einfacher, eine breite Masse auf ein Anliegen aufmerksam zu machen. Gemeinsam lässt sich so manches bürokratische Hindernis leichter überwinden. In einem Netzwerk vereinfacht sich der Austausch über laufende Projekte, neue Ideen können einfacher entwickelt und umgesetzt werden. So ist auf Initiative von Landrat Hans-Joachim Weirather im Unterallgäu ein Uganda-Netzwerk entstanden. Dieses soll die Hilfe für Kinder und Jugendliche in Uganda vereinfachen.          

Derzeit sind es insgesamt rund 2100 Kinder in Uganda, denen dank des Engagements aus dem Unterallgäu eine Ausbildung ermöglicht wird - von der Grundschule über die weiterführende Schule bis hin zu Berufsausbildung und Studium. Viele von ihnen sind Waisen oder Halbwaisen, für die ohne die Unterstützung aus Deutschland der Schulbesuch nicht oder nur sehr schwierig möglich wäre. Die Hilfe aus dem Unterallgäu reicht dabei von Patenschaften für Schüler aller Altersklassen bis hin zum Bau und dem laufenden Betrieb mehrerer Schulen (siehe Übersicht).

Ziel des Unterallgäuer Uganda-Netzwerks ist es nun, die unterschiedlichen Aktivitäten im Unterallgäu und in Uganda zu vernetzen und dadurch voneinander zu profitieren. Gleichzeitig möchten die Aktiven das Thema Afrika noch stärker als bisher ins Bewusstsein der Unterallgäuer Bevölkerung rücken. So sollen beispielsweise gemeinsame Aktionen für hiesige Schulen und Kindergärten organisiert werden. Bei regelmäßigen Treffen wollen sich die Unterallgäuer Uganda-Gruppen künftig über Themen wie etwa Fördermöglichkeiten oder die Qualifizierung von Schüler-Patenschaften austauschen.

Bei aller Zusammenarbeit sollen gleichzeitig alle Initiativen ihre Eigenständigkeit bewahren. „Die Hilfe für jedes einzelne Kind ist wertvoll“, so Landrat Weirather. Er selbst hatte sich im April 2011 und im März 2015 vor Ort ein Bild vom Einsatz des Vereins „Hilfe für Kinder in Uganda“ aus Babenhausen gemacht. Diese Reisen nach Uganda haben ihn tief bewegt und geradezu überwältigt, so der Landrat. Gleiches erzählten die Anwesenden von ihren zahlreichen Besuchen und Hilfseinsätzen in Afrika.

Die Unterallgäuer Uganda-Initiativen im Überblick

  1. Der Verein „Hilfe für Kinder in Uganda“ um Reinhold Reinöhl aus Babenhausen stemmt mit dem Bau einer Schule und Patenschaften für 1000 Kinder das größte Projekt. Nähere Informationen finden Sie unter www.ugandahilfe.de
     
  2. Die "Uganda-Freunde“ unterstützen folgende Projekte in der Diözese Kiyinda/Mityana: „Home Sharing Family (HOSFA)“, eine Sozialeinrichtung für kranke und notleidende Menschen, die Cosna-Grundschule (Primary-School) mit mehr als 700 Schülern und - das neuste Projekt - die Uganda-Märtyrer School in Kyankwanzi; Hier entsteht eine Grundschule mit Internat, die bis zu 160 Kindern die Schulbildung ermöglichen soll. Mehr unter www.uganda-freunde.de
     
  3. Der „Freundeskreis Kacuro“ um Angelika Gahm, baut und betreibt eine weiterführende Schule für rund 350 Kinder in Kacuro. Nähere Informationen unter www.kacuro-hilfe.de
     
  4. Der Verein „Du und Ich - Miteinander für Uganda“ um Monika Mayer aus Zell unterstützt insgesamt 84 Kinder durch Schulpatenschaften. Nähere Informationen findet man hier oder unter Telefon (08334) 1589.
     

Weitere Informationen zu den vier Uganda-Vereinen finden Sie in dieser Übersicht.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 15.02.2019