Mittwoch, 28.09.16 |
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Fasching feiern - aber sicher!

Foto: Faschingsverein Engetried

Oft geht es schon im Herbst los, spätestens kurz nach Weihnachten wird in so manchem Schuppen oder in der einen oder anderen Garage fleißig gehämmert, gepinselt, gesägt und geschweißt: Die Unterallgäuer Faschingsfreunde bauen mit viel Kreativität und Liebe zum Detail ihre Faschingswagen, mit denen sie die Faschingsumzüge bereichern. Damit der Faschingsspaß nicht durch Unfälle getrübt wird, gibt es einige Dinge, die die Wagenbauer beachten sollten.

Aber nicht nur Wagenbauer sind im Fasching besonders gefordert, sondern auch die Veranstalter der Umzüge und Partys. Vor allem den Jugendschutz sollte man als Veranstalter nicht vergessen.

Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Informationen rund um Faschingswagen für Sie zusammengefasst. Sollten Sie noch Fragen haben, dann rufen Sie einfach an! Nähere Informationen zum Jugendschutz finden Sie auf dieser Seite.

Fragen und Antworten

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Welche grundlegenden Anforderungen müssen Fahrzeuge beziehungsweise Faschingswagen erfüllen?

  • Alle eingesetzten Fahrzeuge müssen verkehrs- und betriebssicher sein.
  • Fahrzeuge mit roten Kennzeichen und Kurzkennzeichen dürfen nicht am Umzug teilnehmen.
  • An den Faschingsumzügen dürfen nur Faschingswagen teilnehmen, die amtlich zugelassen sind oder über eine gültige Betriebserlaubnis verfügen.
  • Für jede eingesetzte Zugmaschine muss ein eigenes amtliches Kennzeichen zugeteilt sein. Bei zulassungsfreien Fahrzeugen (zum Beispiel landwirtschaftliche Anhänger bis 25 km/h, siehe §3 Abs 2 Fahrzeugzulassungsverordnung FZV) ist eine Betriebserlaubnis nach §4 Abs 1 FZV erforderlich.
  • Aufbauten, die die Sicht des Fahrers behindern oder die Lenkung beeinträchtigen, sind nicht zulässig.
  • Die Ladefläche muss eben, tritt- und rutschfest sein. Für jeden Sitz- und Stehplatz muss eine ausreichende Sicherung gegen Verletzungen und Herunterfallen bestehen. Die Aufbauten müssen sicher gestaltet und fest angebracht werden.
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Gibt es Höchstmaße für Faschingswagen?

Ja, die gibt es. Faschingswagen dürfen inklusive der Aufbauten

  • nicht breiter als 2,55 Meter,
  • nicht höher als 4,00 Meter und
  • nicht länger als 12,00 Meter (Einzelfahrzeug bzw. Anhänger) sein.

Darüber hinaus dürfen die Fahrzeugkombinationen bestimmte Gesamtlängen nicht überschreiten:

  • Sattelkraftfahrzeuge dürfen nicht länger als 15,50 Meter bzw. 16,50 Meter (Kurvenlaufverhalten eingehalten) sein.
  • Züge (also Lkw mit Anhänger oder Traktoren mit Anhänger) dürfen insgesamt nicht länger als 18 Meter sein.
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Wann ist ein Sachverständigengutachten für einen Faschingswagen erforderlich?

An einem Faschingsumzug dürfen folgende Faschingswagen und Fahrzeuge nur teilnehmen, wenn ein amtlich anerkannter Prüfer für Kraftfahrzeugverkehr ihre Verkehrssicherheit durch ein Sachverständigengutachten bestätigt hat:

  • Fahrzeuge, die über keine gültige Betriebserlaubnis verfügen,
  • Fahrzeuge, die verändert wurden (insbesondere durch An- oder Aufbauten), und
  • Fahrzeuge, die die oben genannten Höchstmaße überschreiten.

Dieses Gutachten muss für jedes betreffende Fahrzeug mitgeführt und auf Verlangen zuständigen Personen vorgezeigt werden.

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Gibt es neben den Höchstmaßen auch Gewichtsbeschränkungen?

Bei den eingesetzten Fahrzeugen darf das zulässige Gesamtgewicht nicht überschritten werden.

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Müssen Geschwindigkeitsbeschränkungen beachtet werden?

Die Fahrzeuge dürfen während der Umzüge nur mit Schrittgeschwindigkeit und bei An- und Abfahrt nicht schneller als 25 km/h fahren. Deshalb müssen sie mit einem Geschwindigkeitsschild 25 km/h (§58 StVZO) gekennzeichnet sein.

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Was muss man in Sachen Versicherungsschutz beachten?

Für alle an den Umzügen teilnehmenden Fahrzeuge muss ein ausreichender Versicherungsschutz bestehen. Dieser muss mindestens dem Pflichtversicherungsschutz entsprechen und die Haftung des Veranstalters gegenüber den beförderten Personen einschließen. Dieser Nachweis des Versicherers muss die Deckungszusage über den vorgesehenen Zweck (Personenbeförderung) enthalten.

Die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung muss die Haftung für Schäden abdecken, die auf den Einsatz der Fahrzeuge auf An- und Abfahrten sowie während der Veranstaltungen zurückzuführen sind. Die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung muss wegen der Risikoerhöhung verständigt werden.

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Viele Umzüge finden sonntags statt. Gilt das Sonntagsfahrverbot für Lkw-Gespanne trotzdem?

Das Sonntagsfahrverbot gilt für Lkw-Gespanne, auch wenn diese an Faschingsumzügen teilnehmen. Es ist aber möglich, eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen.

Wenden Sie sich hierfür bitte rechtzeitig, also am besten zwei Wochen im Voraus, an die Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt.

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Was müssen Fahrer, Aufsichts- und Begleitpersonen eines Faschingswagens beachten?

Folgende Dinge sollte man hier beachten:

  • Wichtig ist zunächst einmal, dass für jedes Fahrzeug neben dem Fahrer eine verantwortliche Aufsichtsperson bestimmt wird, die insbesondere auf die Lastverteilung während der (Kurven-) Fahrten achtet.
  • Die Umzugswagen dürfen nur von Personen gefahren werden, die eine gültige, dem jeweiligen Kraftfahrzeug entsprechende Fahrerlaubnis besitzen. Die Fahrer müssen darauf hingewiesen werden, dass sie besonders vorsichtig und rücksichtsvoll fahren müssen.
  • Um Unfälle zu vermeiden, sollen bei einer Fahrzeuglänge von vier Metern vier Begleitpersonen während des Umzugs neben den Faschingswagen laufen. Diese müssen nüchtern und eindeutig als Begleitperson erkennbar sein. Bei Fahrzeugen, die länger als vier Meter sind, sind pro weiteren angefangenen vier Metern zwei weitere Begleitpersonen notwendig. Diese haben die Aufgabe, die Zuschauer und Teilnehmer auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen.
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Ein Faschingsumzug lebt von Musik. Muss man hierzu etwas beachten?

Um auch Nicht-Faschingsbegeisterten entgegenzukommen, sollten einige Dinge beachtet werden:

  • Lautsprecher und Musikanlagen auf oder an Faschingswagen dürfen nur eine Stunde vor dem Umzug, während des Umzugs und längstens eine Stunde nach Umzugsende betrieben werden und dabei nicht lauter als maximal 95 Dezibel sein. Während der An- und Abfahrt zum und vom Umzug darf keine Musik laufen!
  • Vor, während und nach einem Umzug muss die Lautstärke in einem für Anwohner und Zuschauer erträglichen Maß gehalten werden. Fordern Umzugsleitung, Ordner oder Polizei dazu auf, die Lautstärke zu verringern, so muss dem nachgekommen werden.
  • Die Musikanlagen verschiedener Faschingswagen dürfen nicht zusammengeschlossen werden.
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Was sollte man darüber hinaus beachten?

  • Aus Sicherheitsgründen wird empfohlen, während des Umzugs keine Süßigkeiten, Blumen oder Konfetti zu werfen. Es ist verboten, von den Fahrzeugen herab Getränke jeglicher Art an Zuschauer und Teilnehmer zu verteilen.
  • Personen dürfen nur während des Umzugs, jedoch nicht während der An- und Abfahrten auf den Faschingswagen transportiert werden. Die Ladefläche muss eben, tritt- und rutschfest sein. Für jeden Sitz- und Stehplatz muss eine ausreichende Sicherung gegen Verletzungen und Herunterfallen bestehen. Die Aufbauten müssen sicher gestaltet und fest angebracht werden.
  • Das Abbrennen und Abfeuern von pyrotechnischen Gegenständen und ähnlichen Erzeugnissen sowie die Verwendung von Schallkanonen, Bällern und ähnlichen Einrichtungen sind verboten.
  • Bei den Faschingsumzügen müssen die Straßenverkehrsordnung und die Straßenverkehrs-Zulassungsordnung beachtet und der Jugendschutz gewährleistet werden.
  • Umzugsteilnehmer, die gegen gesetzliche Vorgaben oder die hier genannten Vorgaben verstoßen, können sowohl vom Veranstalter als auch von der Polizei von der Teilnahme an den Umzügen ausgeschlossen werden.

Informationen zum Download

 

Ansprechpartner

Umzüge und Veranstaltungen auf öffentlichen Straßen

Bettina Dreher
Telefon: (08261) 995-427

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