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Für Trinkwasserschutz und Verkehrssicherheit


Im Vorbeifahren sieht man an der Autobahn-Anschlussstelle bei Woringen derzeit noch ein großes, braunes Becken. Erst bei näherem Hinsehen wird klar, dass sich mehr dahinter verbergen muss. Wie viel mehr, das erläuterten Landrat Hans-Joachim Weirather und Dr. Olaf Weller von der Autobahndirektion in Kempten jetzt bei der offiziellen Verkehrsfreigabe: An der Anschlussstelle ist in den vergangenen Monaten eine so genannte Niederschlags-Versickerungsanlage entstanden. Diese verbessere den Trinkwasserschutz ebenso wie die Verkehrssicherheit in diesem Bereich, so Weirather.

Zum Hintergrund: Die Autobahn A7 und die an dieser Stelle durch eine Unterführung verlaufende Kreisstraße MN 22 liegen beide in den Wasserschutzgebieten Memmingen und Woringen - und Straßen in Wasserschutzgebieten müssen zum Schutz des Trinkwassers entsprechend besonderer Richtlinien, den so genannten „RiStWag“, ausgebaut werden. Im Bereich der Anschlussstelle und in der Kreisstraße wurden deshalb Rohre verlegt, über die das auf den Straßen anfallende Regenwasser in ein „Einlaufbauwerk“ geleitet wird. Darin können sich Schmutz und Feinsediment absetzen. Das Regenwasser wird im Anschluss breitflächig versickert. Das neue Bauwerk soll zum Beispiel auch verhindern, dass Öl nach einem Unfall ins Erdreich und damit ins Grundwasser gelangt. Es kann darin künftig problemlos abgesaugt werden.

Gleichzeitig soll die neue Versickerung dazu beitragen, dass die Unterführung künftig bei Starkregen nicht mehr gesperrt werden muss, wie dies immer wieder der Fall war. „Das alles gehört jetzt der Vergangenheit an“, freute sich Weirather. „Das Ergebnis der Arbeiten kann sich wirklich sehen lassen“, meinte auch Weller und bedankte sich für die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten. Gleichzeitig kündigte der Dienststellenleiter der Autobahndirektion an, dass voraussichtlich ab 2020 entlang der A7 in diesem Bereich 2,5 Kilometer in Richtung Norden und 1,5 Kilometer in Richtung Süden noch weitere bautechnische Maßnahmen entsprechend der RiStWag-Kriterien durchgeführt werden.

Im Zuge der jetzt abgeschlossenen Arbeiten wurden an der A7-Anschlussstellenrampe laut Weller auch mehrere hundert Meter Schutzplanken erneuert. Die Kreisstraße bekam neben der verbesserten Entwässerung auch einen neuen Fahrbahnbelag. Hierfür wendete der Landkreis rund 30.000 Euro auf, die Verbesserung der Straßenentwässerung schlug mit insgesamt rund 870.000 Euro zu Buche. Davon entfallen rund 400.000 Euro auf den Landkreis, den anderen Teil trägt die Autobahndirektion. Die Regierung von Schwaben hat für den Landkreisanteil einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent in Form einer Festbetragsförderung zugesagt.


 

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