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Das Unterallgäu voran bringen - auf verschiedenen Wegen


Um die Allgäu GmbH und das Existenzgründerzentrum ging es in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus des Unterallgäuer Kreistages. Außerdem erhielten die Kreisräte einen Überblick über die Tätigkeiten der Unterallgäu Aktiv GmbH und erfuhren, wie sich der Landkreis bei Messen präsentiert.

„Wo Allgäu draufsteht, ist auch Allgäu drin.“ So umschreibt Landrat Hans-Joachim Weirather die Marke „Allgäu“. Klaus Fischer, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, stellte die Arbeit der Gesellschaft für Standort und Tourismus dem Ausschuss vor.  Die Allgäu GmbH widmet sich den Bereichen Tourismus, Marke und Standort und will das Allgäu im Wettbewerb der Regionen noch stärker positionieren. Bereits realisiert hat die Allgäu GmbH zum Beispiel die Projekte „Radrunde Allgäu“ und die „Wandertrilogie Allgäu“. Fischer berichtete von weiteren Tätigkeitsfeldern, etwa der Initiative für eine starke Pflege im Allgäu. Die Allgäu GmbH tritt auch als Träger von landkreisübergreifenden Leader-Projekten auf.

Die Basisfinanzierung der Gesellschaft, die zuletzt 1,4 Millionen Euro betrug, tragen die vier Allgäuer Landkreise und die drei kreisfreien Städte. Aufgrund steigender Kosten, insbesondere im Personalbereich, solle im Zeitraum 2019 bis 2020 die Grundfinanzierung in zwei Schritten um  je 100.000 Euro pro Jahr erhöht werden. Der Anteil des Landkreises Unterallgäu, der 2018 bei 208.774 Euro lag, steigt damit im Jahr 2019 auf 225.713 Euro und im darauffolgenden Jahr auf 240.760 Euro. 

Landrat Weirather betonte: „Wir profitieren von der Marke Allgäu. Sie ist bekannt und wird positiv wahrgenommen.“ Das sahen offenbar auch die anderen Ausschussmitglieder so. Sie empfahlen dem Kreistag, die entsprechenden Mittel im Haushalt bereitzustellen.

Gleich bleiben soll die finanzielle Beteiligung des Landkreises am Existenzgründerzentrum Memmingen und Unterallgäu (egz). Der Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus empfahl dem Kreistag, erneut maximal 25.200 Euro pro Jahr einzuplanen. Zuvor hatte Geschäftsführer Michael Birk vorgestellt, wie das egz Existenzgründer unterstützt. Unternehmensgründer können hier für einen begrenzten Zeitraum günstige Räume anmieten. Laut Birk haben seit 1998 46 von 75 Betrieben das egz erfolgreich verlassen. Er nannte mehrere Beispiele, etwa die Sonatech GmbH, eine Spezialfirma für Raumakustik, die ihren Firmensitz inzwischen in Ungerhausen hat. Gesellschafter des egz sind neben dem Landkreis Unterallgäu und der Stadt Memmingen die Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim und die VR-Bank Memmingen.

Einen Überblick über die Tätigkeiten der Unterallgäu Aktiv GmbH gab Geschäftsführer Michael Stoiber. Aufgabenfelder sind das Regionalmanagement, Wirtschaftsförderung und Tourismus. Zum Beispiel unterstützt die Unterallgäu Aktiv GmbH bei der Beantragung und Abwicklung von Förderprojekten. Stoiber berichtete etwa vom Projekt „Dorfkerne_Dorfränder“. Dieser Leitfaden für eine qualitätsvolle Innenentwicklung von Orten soll nun durch eine Wanderausstellung bayernweit bekannt gemacht werden. Am 13. November wird die Ausstellung am Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in München eröffnet.

Weitere Aufgaben der Unterallgäu Aktiv GmbH sind die Pflege des Freizeit- und Tourismusportals, die Konzeption von touristischem Informationsmaterial, verschiedene Veranstaltungen wie die Gesundheitswoche und der Wanderherbst. Größtes Projekt sind derzeit die Glückswege: Rad- und Wanderwege, die Besonderheiten wie Erlebnis-stationen und Rastplätzen aufweisen, werden als Glückswege ausgewiesen und vermarktet.

Stoiber informierte auch nochmals darüber, dass die Aufgaben der Unterallgäu Aktiv GmbH künftig am Landratsamt angesiedelt werden. Die GmbH-Mitarbeiter werden Landkreis-Personal und die GmbH wird laut Stoiber aufgelöst.

Danach stellte Erwin Marschall, Referent für Tourismus und Wirtschaft, das Messekonzept des Landkreises vor. Das Unterallgäu präsentierte sich heuer unter dem Dach der Marke „Allgäu“ gemeinsam mit den Kurorten Bad Grönenbach und Ottobeuren und den Städten Memmingen und Mindelheim bei der Messe für Caravaning, Motor und Touristik (CMT) in Stuttgart und bei der Reise- und Freizeitmesse F.re.e in München.  

Für die Messeauftritte im nächsten Jahr sollen in den Haushalt 15.000 Euro eingeplant werden. Das empfahl der Ausschuss einstimmig dem Kreistag. Davon werden rund 5.900 Euro refinanziert durch die Gemeinden und Städte, die sich an den Messeauftritten beteiligen.

Schließlich stellt Kreiskämmerer Sebastian Seefried erste Haushaltszahlen für 2019 vor.


 

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