Dienstag, 20.11.18 |
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Ausschuss vergibt heuer Fördergelder von über 280.000 Euro


Zuschüsse von über 280.000 Euro für das laufende Jahr hat der Schul-, Kultur- und Sportausschuss des Unterallgäuer Kreistags verteilt, für die Jugendarbeit der Vereine, die Erwachsenenbildung und die Denkmalpflege. Außerdem planten die Kreisräte bereits Fördergelder für die kommenden Jahre für verschiedene Projekte ein, etwa für die Umgestaltung des Klostermuseums Ottobeuren und für das Allgäuer Literaturfestival. Alle Beschlüsse fielen einstimmig. Kreiskämmerer Sebastian Seefried stellte die Zahlen vor. Stellvertretender Landrat Dr. Stephan Winter leitete die Sitzung.

  • Jugendarbeit: Mit knapp 80.000 Euro bezuschusst der Landkreis heuer die Jugendarbeit in Unterallgäuer Verbänden. Gefördert werden laut Seefried die jeweiligen Dachorganisationen, die wiederum die Vereine vor Ort unterstützen. Ausschlaggebend für den Förderbetrag ist die Anzahl der Mitglieder unter 21 Jahre. Der Kreisverband des Bayerischen Landessportverbandes erhält 35.000 Euro und die hiesigen Bezirke im Allgäu-Schwäbischen Musikbund insgesamt 26.000 Euro. Der Landkreis fördert zudem die Jugendarbeit der Schützengaue Babenhausen (2120 Euro), Memmingen (1980 Euro), Mindelheim (2160 Euro), Ottobeuren (1370 Euro) und Türkheim (1680 Euro) sowie die Jugendarbeit der Feuerwehren (2330 Euro), den Förderverein des Jugendhauses Waldmühle (2850 Euro) und die Regionalstelle für kirchliche Jugendarbeit (2100 Euro).
  • Erwachsenenbildung: Des Weiteren stimmte der Ausschuss dafür, die Volkshochschulen (VHS) im Landkreis Unterallgäu mit 85.000 Euro zu bezuschussen. Zusätzliche Zuschüsse gibt es für die VHS-Bildungsberatung (3600 Euro) und die VHS-Integrationskurse (11.000 Euro). Die Katholische Erwachsenenbildung Unterallgäu, die Katholische Landvolkbewegung im Landkreis Unterallgäu und das Evangelische Bildungswerk Memmingen erhalten jeweils 7000 Euro.
  • Denkmalpflege: Mit insgesamt 82.500 Euro fördert der Kreis heuer verschiedene Projekte der Denkmalpflege, beispielsweise die Sanierung des Dominikanerinnenklosters in Bad Wörishofen und die Sanierung der Reichsbrücke in Oberkammlach. Insgesamt werden zwölf Bauvorhaben von Kirchenstiftungen, sieben von Kommunen, vier von Privatpersonen sowie der Arbeitskreis Archäologie bezuschusst.

Größere Förderbeträge in den kommenden Jahren

  • Drei große denkmalschutzrelevante Sanierungsprojekte behandelte der Ausschuss gesondert: den Zehentstadel Engishausen, das Schloss Babenhausen und den Zehentstadel im Schloss Babenhausen. Bereits vergangenes Jahr hatte der Ausschuss beschlossen, insgesamt 360.000 Euro auf die nächsten Jahre verteilt für diese Projekte bereitzustellen. Nun stimmten die Kreisräte zu, für diese drei Projekte im Jahr 2019 eine Rate von 80.000 Euro und im Jahr 2020 eine Rate von 100.000 Euro in den Haushalt einzuplanen.
  • Mit 180.000 Euro über die nächsten drei Jahre soll die Umgestaltung des Klostermuseums in Ottobeuren unterstützt werden. Das Museum soll neu konzipiert und barrierefrei gestaltet werden. Die Summe soll bei den Haushaltsberatungen berücksichtigt werden, beschloss der Ausschuss.
  • Das Allgäuer Literaturfestival soll neben einer jährlichen Förderung von 1500 Euro im Jahr 2019 zusätzliche 1500 Euro vom Landkreis Unterallgäu erhalten. Auf diesen Kompromiss einigten sich die Ausschussmitglieder. Von insgesamt 21 Veranstaltungen und sechs Schullesungen fanden heuer sieben Veranstaltungen im Unterallgäu statt. Das Festival wird vom Zweckverband Schwabenakademie Irsee veranstaltet und finanziert sich laut Kreiskämmerer Seefried größtenteils aus Fördergeldern der Allgäuer Landkreise und kreisfreien Städte, der Veranstaltergemeinden und des Kultusministeriums. In den Jahren 2016 bis 2018 steuerte der Landkreis Unterallgäu eine Anschubfinanzierung bei - im ersten Jahr von 1000 Euro, in den darauffolgenden Jahren von 1500 Euro. Nun hatte der Zweckverband einen deutlich höheren Zuschuss erbeten. Stellvertretender Landrat Dr. Winter betonte: „Ich habe bislang noch kein solches Festival erlebt, dass nach der Anschubfinanzierung zum Selbstläufer wurde. Trotzdem muss der Veranstalter die Kosten im Auge behalten.“

 

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