Dienstag, 19.06.18 |
Sie sind hier: Bürgerservice » Natur und Umwelt » Naturschutz » Pflanzen- und Pilzberatung

Pflanzen- und Pilzberatung

Wer Pilze sammeln möchte, sollte sich ganz genau auskennen, welche Arten ungiftig sind. Foto: Stefanie Dodel

Vor allem im Herbst ist es für viele Menschen ein beliebter Zeitvertreib, im Wald nach Pilzen zu suchen. Wenn man sich aber nicht hundertprozentig sicher ist, dass das, was im Pilzkorb landet, auch wirklich essbar ist, sollte man die Finger vom Pilze sammeln lassen oder sich bei einem Experten erkundigen.       

Auch im Unterallgäu gibt es hierfür extra eine Pilzberatungsstelle:

  • Dr. Manfred Fischer in der Mindeltal Apotheke in Dirlewang, Mindelheimer Str. 12. Bitte melden Sie sich vorher telefonisch an unter (0 82 67) 3 69.

Einige grundlegende Informationen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Fragen und Antworten

alle anzeigen / alle verbergen

Antwort auf/zuklappen

Ich würde gerne Pilze sammeln. Wo kann ich lernen, welche Pilze genießbar sind?

Zur genauen Pilzbestimmung gibt es einige unterschiedliche Charakteristika. Diese sind ausführlich in Pilzbestimmungsbüchern aufgeführt. Hier sind meist die typischen Merkmale des einzelnen Pilzes und auch die Verwechslungsmöglichkeiten mit sehr ähnlichen oder verwechselbaren Giftpilzen mit den wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen aufgelistet. Jedoch kann nur ein qualifizierter Pilzberater einen nicht bekannten Pilz mit so hoher Sicherheit identifizieren, dass dieser Pilz dann gegebenenfalls als Speisepilz verwendet werden kann.

Bei den Giftnotrufzentralen (Giftnotruf München, Telefon 089-19240) kann man die Adresse und Telefonnummer eines in der Nähe wohnenden Pilzexperten erfragen.

Antwort auf/zuklappen

Was sollte man beim Sammeln grundsätzlich beachten?

Beim Sammeln von Pilzen sollte man zunächst beachten, ob es sich um Röhrenpilze (schwammartige Hutunterseite), um Lamellenpilze (blattartige Hutunterseite) oder um Nichtblätterpilze (zum Beispiel Boviste, Morcheln, Korallen-Pilze) handelt. Tödlich giftige Pilze finden sich nur unter den Lamellenpilzen, ausgenommen die tödlich giftigen Morcheln.

ALLGEMEIN GILT: Essen Sie nur sicher bekannte Pilze! Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der Pilz essbar oder ungenießbar ist, verzichten Sie lieber auf eine Pilzmahlzeit oder suchen Sie unsere Pilzberatungsstelle auf. 

Antwort auf/zuklappen

Wann ist Pilzsaison?

Die Pilzsaison beginnt etwa Ende Juli und endet Mitte Oktober mit dem ersten Bodenfrost. Dennoch kommt es auch immer auf die jeweilige Witterung an.

Antwort auf/zuklappen

Was sollte man tun, wenn man befürchtet, einen giftigen Pilz gegessen zu haben? Welche Symptome treten auf? Gibt es einen bestimmten Notruf?

Pilzvergiftungen sind generell durch zwei auftretende Beschwerden zu unterscheiden: Früh auftretende Beschwerden (30 Minuten bis vier, höchstens sechs Stunden nach Pilzgenuss) und Beschwerden, welche sechs bis 20 Stunden und bis zu zehn Tage nach der Pilzmahlzeit auftreten. Die spät auftretenden Vergiftungsbeschwerden sind meist lebensbedrohlich.

Symptome können in beiden Fällen Magen-Darm-Störungen, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche und Speichelfluss sein. Es können auch Pilzallergien auftreten, welche sich zusätzlich durch Hautquaddeln, asthmatische Atembeschwerden und sogar Blutdruckabfall auszeichnen.

Bei möglichen Vergiftungen sollte immer der Rat der Giftnotrufzentrale eingeholt werden. Erreichbar ist der Giftnotruf München unter Telefon (089) 19240.

Giftnotruf

Bei möglichen Vergiftungen sollte immer der Rat der Giftnotrufzentrale eingeholt werden. Erreichbar ist der Giftnotruf München unter Telefon (089) 19240.

 

Ansprechpartner

Giftige Pilze

Sylvia Maron
Telefon: (08261) 995-259

Aktuelles

Pressemitteilungen abonnieren

BayernTour Natur: Viele Veranstaltungen im Juli

Auf die heimische Natur mit ihren Tieren und Pflanzen aufmerksam machen, das will die Untere...

Klimawandel: Landkreise studieren die Zukunft

Müssen wir uns in Zukunft auf extreme Wetterereignisse vorbereiten? Reicht unser Trinkwasser trotz...

Erneuerbare Energie: Auf der Suche nach Potenzialen

Von knapp 40 auf 60 Prozent erneuerbare Energien bei Strom- und Wärmeverbrauch in nur fünf Jahren -...

Landkreis initiiert keine zusätzliche Beratung für Betreiber von Wasserkraftanlagen

Der Landkreis Unterallgäu finanziert kein zusätzliches Beratungsangebot für Betreiber von...

Bedenkenlos Baden

Wenn es heiß ist, suchen viele Menschen Abkühlung in einem See. Damit die Erfrischung ohne...

Der „Pflanzendoktor“ kommt in den Kreislehrgarten

„Pflanzendoktor“ Thomas Schuster. Foto: Markus Orf/Landratsamt Unterallgäu

„Pflanzendoktor“ Thomas Schuster kommt am Donnerstag, 21. Juni, in den Kreislehrgarten in Bad...

Rekord-Jahr in Sachen Schwarzwild-Abschuss

Ein Rekord-Jahr in Sachen Wildschweinabschuss liegt hinter dem Landkreis Unterallgäu: 1314 Tiere...