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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 05.02.2020

Leitlinien für die Klimaschutzarbeit

Wohin möchte der Landkreis Unterallgäu mit seiner Klimaschutzarbeit? In welchen Bereichen möchte er aktiv sein, welche Maßnahmen will er anstoßen? Antworten auf diese Fragen geben das Klimaschutzkonzept, die Beteiligung am European Energy Award sowie das allgäuweite Leitbild, an dessen Umsetzung der Landkreis mitwirkt.

Fragen und Antworten

Was ist Inhalt des Klimaschutzkonzepts?

2012 ließ der Landkreis ein Klimaschutzkonzept (Kurzfassung, Langfassung) erstellen. Dazu wurde zunächst ermittelt, wo der Landkreis beim Klimaschutz steht. Anschließend wurden Leitlinien und erste Maßnahmenvorschläge erarbeitet. Einige dieser Maßnahmen wurden bereits umgesetzt, manche sind noch geplant, andere Vorschläge sind mittlerweile überholt.

Übergeordnete Leitlinien aus dem Klimaschutzkonzept, an denen sich der Landkreis auch bei der Planung neuer Maßnahmen orientiert, sind

  • die Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz zu unterstützen,
  • die Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern,
  • eine klimafreundliche Mobilität zu unterstützen,
  • sich für nachhaltiges Siedlungs- und Flächenmanagement sowie energieeffizientes Bauen und Sanieren einzusetzen,
  • durch kontinuierliche Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit Kinder und Erwachsene, Unternehmen und Gemeinden zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zu motivieren
  • und selber mit gutem Beispiel voranzugehen.
Warum nimmt der Landkreis am European Energy Award teil?

Seit 2015 nimmt der Landkreis Unterallgäu am European Energy Award (eea) teil, um den Klimaschutz im Landkreis weiter voranzubringen. Der Landkreis wird dabei von einer eea-Beraterin begleitet.

Der European-Energy-Award ist ein Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren für kommunale Energieeffizienz und Klimaschutz. Bei einer jährlichen Ist-Analyse (internes Audit) werden umgesetzte Projekte und Maßnahmen erfasst. Zentrale Ergebnisse werden in einem Energie- und Klimaschutzbericht festgehalten. Insgesamt werden sechs Maßnahmenbereiche betrachtet.

Dies sind:

  • Entwicklungsplanung, Raumordnung
  • Kommunale Gebäude, Anlagen
  • Versorgung, Entsorgung
  • Mobilität
  • Interne Organisation
  • Kommunikation, Kooperation

Darüber hinaus werden in Zusammenarbeit zwischen der eea-Beraterin, dem Landkreis und seinem Energieteam Potentiale aufgedeckt und neue Projekte und Maßnahmen formuliert.

Alle vier Jahre findet ein sogenanntes externes Audit statt, bei dem der Landkreis von einem eea-Auditor bewertet wird. Der Landkreis Unterallgäu wurde 2017 erstmals bewertet und ist seither zertifizierte eea-Kommune. Die nächste Zertifizierung findet 2021 statt.

Insgesamt setzt sich der Landkreis zum Ziel, den Zielerreichungsgrad beim European Energy Award von 60 Prozent im Jahr 2017 kontinuierlich zu erhöhen, das heißt weiterhin beziehungsweise in den kommenden Jahren noch verstärkt Maßnahmen zum Klimaschutz in allen Verwaltungsbereichen umzusetzen. Aktuell (Bewertung bis Ende 2018) erreicht der Landkreis 65 Prozent. Mittelfristig strebt der Landkreis den European Energy Award in Gold an. Dafür muss der Landkreis im Audit mindestens 75 Prozent der möglichen eea-Punkte erhalten. Dieses Ziel soll möglichst bis zum externen Audit 2025, spätestens jedoch bis 2029 erreicht werden.

Welches Klimaschutzleitbild gilt fürs Allgäu?

Für das gesamte Allgäu wurde 2019 ein Leitbild verfasst, an dessen Umsetzung sich das Unterallgäu beteiligen möchte. Angestrebt wird, ausgehend von der CO2-Bilanz 2011 bis 2050 die CO2-Emissionen um 95 Prozent zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Nutzung erneuerbarer Energien ausgebaut und die Energieeffizienz gesteigert werden. Bis 2050 sollen allgäuweit 100 Prozent des Strombedarfs und 95 Prozent des Energiebedarfs für Wärme und Verkehr durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Dabei sollen die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit stets gewährleistet bleiben. Weitere Informationen zum allgäuweiten Leitbild finden Sie hier.

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