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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 15.02.2019

Das Klimaschutzkonzept des Landkreises Unterallgäu

Damit sich der Landkreis dem Klimaschutz zielgerichtet widmen kann, gibt es im Unterallgäu seit 2012 ein integriertes Klimaschutzkonzept.

Ziele sind unter anderem

  • die Energieeffizienz zu erhöhen,
  • verstärkt erneuerbare Energien zu nutzen,
  • Kommunen, Unternehmen und Bürger zu motivieren, den eigenen Energieverbrauch genau unter die Lupe zu nehmen und zu senken.
  • Langfristig soll der Wärmebedarf im Unterallgäu zur Hälfte durch erneuerbare Energien gedeckt werden.
  • Die Emissionen im Straßenverkehr sollen bis 2021 um bis zu 50 Prozent reduziert werden.  

Fragen und Antworten

Wer beteiligt sich am Klimaschutzkonzept des Landkreises?
  • Mit der Erstellung des Klimaschutzkonzepts hat der Umweltausschuss des Unterallgäuer Kreistags das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) in Kempten beauftragt.
  • Die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt koordiniert, motiviert und trägt dafür Sorge, dass der Landkreis vorbildhaft für Kommunen, Bürger und Unternehmen agiert.
  • Aktiv arbeitet an der Umsetzung des Klimaschutzkonzepts ein eigenes Energieteam mit. Das Energieteam trifft sich mehrmals jährlich zu einer Sitzung im Landratsamt. Zu den Aufgaben des Energieteams gehört einerseits beratend die Fachstelle für Klimaschutz bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes des Landkreises zu unterstützen, andererseits die aktive projektbezogene Mitarbeit bei der Durchführung einzelner Aktivitäten und Maßnahmen.
  • Außerdem gibt es eine Arbeitsgruppe „Klima“ im Landratsamt unter Leitung der Fachstelle für Klimaschutz. Mitglieder sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes, sowie Auszubildende. Die Hauptaufgabe des Teams ist es, hausinterne Projekte zum Thema Mitarbeitermotivation rund um Klimaschutz und Energie ins Leben zu rufen und durchzuführen.
In welche Arbeitskreise untergliedert sich das Energieteam?

Im Rahmen der Teilnahme am European Energy Awards hat sich das Energieteam in folgende Arbeitskreise strukturiert:

  • Entwicklungsplanung und Raumordnung
  • Kommunale Gebäude und Anlagen
  • Versorgung und Entsorgung
  • Mobilität
  • Interne Organisation
  • Kommunikation und Kooperation
Welche Handlungsfelder umfasst das Klimaschutzkonzept?

Kernstück des Klimaschutzkonzepts des Landkreises Unterallgäu ist der Maßnahmenkatalog, der sich in mehrere Handlungsfelder untergliedert:

  • Übergeordnete Aufgaben - Controlling: Das beste Klimaschutzkonzept mit zahlreichen Projektideen und genauen Bilanzen bringt wenig, wenn es nicht konsequent umgesetzt wird. Mit unseren Controlling- und Monitoring-Instrumenten finden wir heraus, ob unser Klimaschutzkonzept den gewünschten Erfolg erzielt. Wir erkennen auch, welchen Bereichen wir uns künftig verstärkt widmen müssen.
  • Energie effizient nutzen: Die günstigste Energie ist die, die nicht neu produziert werden muss. Wer Energie effizient nutzt, leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und spart Kosten. Als Landkreis möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen.
  • Aufklärung und Information: Der Schutz unserer Umwelt ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Der Erfolg wächst mit der Zahl der Unterstützer und Akteure. Wir wollen den Bürgern Klimaschutz leichter zugänglich machen und praxisorientiert vermitteln.
  • Mobilität: Laut Klimaschutzkonzept werden rund 26 Prozent der CO2-Emissionen im Landkreis im Sektor Verkehr verursacht. Deshalb müssen wir neben einer erfolgreichen Energiewende in den Bereichen Strom und Wärme auch Veränderungen im Bereich Verkehr anstreben. Elektrofahrzeuge sind eine immer wirtschaftlichere und eine umweltfreundliche Alternative zu den konventionellen Fahrzeugen. Auch im Unterallgäu steigen die Zahlen der zugelassenen Elektrofahrzeuge stetig.
  • Bildung: Geht es um Klimaschutz, spielt die junge Generation eine entscheidende Rolle. Schließlich muss sie sich künftig den Herausforderungen des Klimawandels stellen und sich an dessen Folgen anpassen. Einmal von dem Thema begeistert, werden Kinder und Jugendliche zu hervorragenden Botschaftern, die Informationen weiter in ihre Familien und in den Freundeskreis tragen.
  • Anpassung an den Klimawandel: Der Klimawandel ist bereits spürbar - höhere Temperaturen, milde Winter, Extremwetterereignisse,...  Das wirkt sich auf uns und unsere Umwelt aus, beispielsweise auf die Landwirtschaft, auf unsere Städte, auf den Tourismus und auf unsere Gesundheit. Wir und unsere Umwelt müssen uns langfristig an die Folgen des Klimawandels anpassen.

Das hat sich bisher getan ...

November 2017: Der Landkreis Unterallgäu wird mit dem European Energy Award ausgezeichnet

Marlene Preißinger, Stellvertreterin des Landrats, nimmt zusammen mit dem Energieteam des Landkreises Unterallgäu die Auszeichnung stellvertretend für alle Klimaschutzinitiativen im Landkreis im Künstlerhaus in München entgegen. Der European Energy Award (eea) ist ein Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren für kommunale Energieeffizienz und Klimaschutz.

August 2017: Solarkataster wird der Öffentlichkeit vorgestellt

Ist mein Dach für eine Photovoltaik-Anlage geeignet? Und wenn ja, mit welchen Erträgen kann ich rechnen? Antworten darauf, aber auch Auskünfte über Amortisationszeiten der Investition bekommen nun alle Hausbesitzer im Unterallgäu und in Memmingen per Mausklick. Das Solarkataster ist ein Projekt der Energiewende Unterallgäu Nordwest, wurde aber auf Memmingen und das gesamte Unterallgäu ausgeweitet. Es steht Privatleuten, Unternehmen und Kommunen unter www.energiewende-unterallgaeu.de kostenlos zur Verfügung.

Juni 2017: Allgäuer Mobilitätstage

Der Landkreis Unterallgäu, die Stadt Mindelheim sowie das Energie- und Umweltzentrum Allgäu präsentieren erstmals die Allgäuer Mobilitätstage. An einem Stand stellt die Fachstelle für Klimaschutz unter anderem die Elektrofahrzeuge des Landkreises vor.

Juni 2017: Ladesäule für E-Fahrzeuge wird in Betrieb genommen. Landkreis schafft zwei Elektroautos an

Der Landkreis Unterallgäu schafft zwei Elektroautos für seinen Fuhrpark an. Landrat Hans-Joachim Weirather nimmt eine Ladesäule vor dem Landratsamt in Betrieb. An zwei Ladepunkten können hier die Besucher des Landratsamts und der Kreiskliniken ihr E-Fahrzeug laden.

Oktober 2016: Start des Projekts "Energiekarawane"

Die Stadt Mindelheim und die Gemeinde Eppishausen nehmen die vom Landkreis geförderte Energieberatung in Anspruch. Die Idee der Energiekarawane: Energieberater kommen zu den Hausbesitzern. Mehr zu dem Projekt unter dem Reiter "Unterstützung der Gemeinden".

September 2016: Ehrenamtlicher Bildungsreferent unterstützt die Fachstelle für Klimaschutz

Rudolf Mendle aus Türkheim ist nun ehrenamtlicher Bildungsreferent im Klimaschutz. Er unterstützt die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt Unterallgäu.

Juni 2016: Das Projekt Modellregion Unterallgäu Nord-West startet

Wie kann die Energiewende gelingen? Das soll in den kommenden fünf Jahren im Unterallgäu demonstriert werden. Der Landkreis Unterallgäu, das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!), die Lechwerke AG (LEW) und weitere Partner wollen die Energiewende in der „Modellregion Unterallgäu Nordwest“ umsetzen. Bei der ersten Veranstaltung erhalten die Bürgermeister der teilnehmenden Gemeinden in den Verwaltungsgemeinschaften Babenhausen, Boos, Memmingerberg, Erkheim, Pfaffenhausen und Kirchheim erste Informationen.

Dezember 2015: Ergebnisse der Ist-Analyse im European Energy Award liegen vor

Die Ergebnisse der ersten Ist-Analyse im European Energy Award liegen vor. Das Energie-Team und die Fachstelle für Klimaschutz wissen jetzt, wo die Stärken und Schwächen des Landkreises liegen, und haben Ansatzpunkte für die weitere Arbeit. Mehr über die Teilnahme am European Energy Award erfahren Sie hier.

November und Dezember 2015: Das Landratsamt beteiligt sich am E-Mobilitätscoaching

Zusammen mit der Hochschule Kempten will die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt Unterallgäu herausfinden, ob und wie Elektrofahrzeuge in den Fuhrpark des Landratsamts integriert werden können. 50 Tage lang werden alle Dienstwagen des Landratsamts mit Datenloggern ausgestattet, die die Fahrdaten erfassen.

November 2015: Machbarkeitsstudie zur Effizienzsteigerung von Biogasanlagen

Das Ingenieurbüro Vitek Engineering erstellt in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanagement des Landratsamts Unterallgäu eine Potenzial- und Machbarkeitsstudie zur Effizienzsteigerung vorhandener Biogasanlagen im Landkreis Unterallgäu. Hier können Sie die Studie herunterladen.

März 2015: Landkreis nimmt am European Energy Award teil

Seit Frühjahr 2015 nimmt das Unterallgäu am European Energy Award teil. Das ist ein Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren für kommunale Energieeffizienz und Klimaschutz.

November 2014: Die Mitfahrzentrale geht online

Seit November 2014 gibt es im Unterallgäu eine Mitfahrzentrale. Hier können Pendler wahlweise Mitfahrer oder eine Mitfahrgelegenheit suchen. Hier leiten wir Sie zur Mitfahrzentrale weiter.

Januar 2014: Strom zu 100 Prozent aus Wasserkraft

Die Gebäude, die dem Landkreis Unterallgäu gehören, beziehen seit 1. Januar 2014 nur noch Strom aus erneuerbaren Energiequellen - und zwar zu 100 Prozent aus Wasserkraft.

September 2013: Landkreis stellt Klimaschutzmanagerin ein

Das Landratsamt Unterallgäu stellt eine Klimaschutzmanagerin ein. Sie koordiniert nun alle Projekte des Landkreises, informiert und ist Ansprechpartnerin in allen Belangen rund um den Klimaschutz.

Juli 2012: Energieteam übergibt fertiges Klimaschutzkonzept

Das Energieteam Unterallgäu übergibt im Rahmen einer Kreistagssitzung das fertige Klimaschutzkonzept an Landrat Hans-Joachim Weirather. Wie umfangreich und intensiv die Arbeiten daran in den vergangenen Monaten waren, davon können sich die Mitglieder der Kreisgremien in zwei Sitzungen überzeugen. Carmen Cremer (eza!) und Energieteam-Leiter Hermann Kerler präsentieren im Kreisausschuss sowie im Kreistag die wichtigsten Eckpunkte des Klimaschutzkonzepts, stellen die Energie- und CO2-Bilanz vor und geben einen Überblick über den erarbeiteten Maßnahmenkatalog mit insgesamt 59 Projekten.
Das fertige Klimaschutzkonzept des Landkreises können Sie hier abrufen - in voller Länge oder in einer Kurzversion.

November 2011: Bürgerforum bei Passivhaustagen

Im Mindelheimer Forum finden die 4. Allgäuer Passivhaustage statt - eingeläutet durch ein Bürgerforum, bei dem eza! den aktuellen Stand der Klimaschutzkonzepte des Landkreises Unterallgäu und der Stadt Mindelheim vorstellt. Alle Bürger können beim Bürgerforum mitdiskutieren. Die Ergebnisse werden auf Pinnwänden in der Ausstellung der Passivhaustage präsentiert.

Oktober 2011: Energieteam und Energiebeirat schließen sich zusammen

In einer gemeinsamen Arbeitssitzung erhalten Energieteam und Energiebeirat einen Überblick über den Ist-Zustand. Dabei werden auch mögliche Potenziale in den Bereichen Mobilität, nachhaltiges Bauen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien angesprochen. Die beiden Gremien beschließen, künftig immer gemeinsame Arbeitssitzungen abzuhalten.

Juli 2011: Energiewerkstatt im Landratsamt

Im Landratsamt treffen sich Vertreter der Kommunen, engagierte Bürger, Unternehmen und Verbände, sowie Vertreter von Tourismus, Energieversorgungsunternehmen und von Land- und Forstwirtschaft zu einer „Energiewerkstatt“. Die Ergebnisse der Energiewerkstatt sind hier dokumentiert.

Mai 2011: Energiebeirat wird gegründet

Neben dem Energieteam steht auch der Energiebeirat des Landkreises Unterallgäu fest. Darin vertreten sind Mitglieder aller Kreistagsfraktionen: Ludwig Haisch und Roswitha Siegert (beide CSU), Heinz Drexel (Freie Wähler), Anne Kraus (SPD), Beppo Haller (Grüne) und Ludwig Filser (ödp/FDP).

Mai 2011: Energieteam wird gegründet

Das Energieteam des Landkreises Unterallgäu konstituiert sich. Es wird in den kommenden Monaten in enger Zusammenarbeit mit dem Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) und einem Energiebeirat aus Mitgliedern des Kreistags ein Klimaschutzkonzept für den Landkreis erarbeiten. Im Energieteam vertreten sind Herrmann Kerler (Verein ProNah), Jürgen Franz (Amt für Landwirtschaft), Gottfried Voigt (Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim), Markus Anselment (IHK), Rainer Nützel (Forstamt Mindelheim), Christian Baumann, Frank Rattel, Erwin Marschall und Franz Huber (alle Landratsamt Unterallgäu), Karl Geller (Bund Naturschutz), Michael Stoiber (Unterallgäu Aktiv GmbH) und Helmut Mader (Bayerischer Bauernverband).

ab Frühjahr 2011: eza! erstellt Energie- und CO²-Bilanz

Das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) erstellt eine Energie- und CO₂-Bilanz für den Landkreis. Dafür wird der gesamte Energieverbrauch von Haushalten, Wirtschaft, Verkehr und öffentlichen Einrichtungen ebenso erfasst wie die Quellen der eingesetzten Energie, inklusive der erneuerbaren Energien im Landkreis. Zudem wird untersucht, wo Energie eingespart und wo erneuerbare Energien im Landkreis eingesetzt werden könnten. Unter die Lupe genommen werden dabei auch die bisherigen Aktivitäten des Landkreises.

Januar 2010: Auftrag für Klimaschutzkonzept vergeben

Der Umweltausschuss des Unterallgäuer Kreistags beauftragt das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) damit, ein Klimaschutzkonzept für den Landkreis Unterallgäu zu erstellen.

April 2008: Landkreis führt Energiemanagement für kreiseigene Liegenschaften ein

Der Landkreis Unterallgäu führt ein Energiemanagement für kreiseigene Liegenschaften ein. Betreut wird dieses Projekt vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!). Bei jährlichen Begehungen werden die Verbräuche erfasst und analysiert. Die Daten und Verbesserungsvorschläge zum Energiesparen und zur Reduzierung der CO2-Emissionen werden in einem jährlichen Energiebericht zusammengefasst. Mehr erfahren Sie unter dem Reiter "Klimaschutz in der Verwaltung".

Geht es um Klimaschutz, spielt die junge Generation eine entscheidende Rolle. Schließlich muss sie sich künftig den Herausforderungen des Klimawandels stellen und sich an dessen Folgen anpassen. Durch Wissensvermittlung haben wir heute schon die Chance, die Klimaschützer von morgen „auszubilden“. Einmal von dem Thema begeistert, werden Kinder und Jugendliche zu hervorragenden Botschaftern, die Informationen weiter in ihre Familien und in den Freundeskreis tragen. Deshalb ist Bildung ein Schwerpunkt im Klimaschutzkonzept.

Eine Auswahl der aktuellen Bildungsprojekte

Schulwettbewerb: "Bewegter Wandertag"

Der Schulwettbewerb „Bewegter Wandertag“ belohnt kreative Ideen für einen klimafreundlichen Wandertag mit regionalem Ziel. Ausgeschrieben haben ihn der Verein Pro Nah, die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt Unterallgäu und die Staatlichen Schulämter im Landkreis Unterallgäu und in der Stadt Memmingen mit Unterstützung der Lechwerke. Alle Schularten können Projekte einreichen.

Mehr erfahren Sie auf dieser Seite.

Klimaschule

Den Titel „Klimaschule“ verleiht das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung der Stadt Hamburg. In zertifizierten Schulen sollten Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften im Schulalltag selbstverständlich sein - über alle Bereiche und Klassenstufen hinweg. Langfristiges Ziel ist die CO2-Neutralität. Dazu erstellen Schüler und Lehrer einen CO2-Fussabdruck der Schule und erarbeiten einen Klimaschutzplan mit konkreten Maßnahmen. Bei diesem Bestreben unterstützt die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt die Schule finanziell und logistisch. Im Landkreis Unterallgäu strebt die Anton-Fugger-Realschule Babenhausen derzeit den Titel "Klimaschule" an.

Schulen, die ebenfalls Klimaschule werden wollen, können sich mit der Fachstelle für Klimaschutz in Verbindung setzen.

Prima-Klima-Kids Unterallgäu

Dieses mobile Umweltbildungsprogramm führt der Landkreis in Kooperation mit dem Bund Naturschutz, Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu, durch. Es richtet sich an Kinder im Vorschul- und Grundschulalter sowie Fünft- und Sechstklässler.

Die Kinder werden altersgerecht, mit viel Spiel und Spaß über einen handlungsorientierten pädagogischen Ansatz an die Themen "Energie", "nachhaltiger Umgang mit Energie und Ressourcen" und "Klimaschutz" herangeführt. Angeboten werden mehrere Module.

Auf der Seite des Bund Naturschutzes erfahren Sie mehr und können die Module buchen.
Hier können Sie einen Flyer herunterladen.

Die Abfallwirtschaftsberatung der Landkreises Unterallgäu bietet an Schulen Workshops zum Thema "Weg vom Müll" an - auch im Rahmen der "Prima Klima Kids". 

Energy-Kids: Ein Projekt für Kinderparlamente

Im Jahr 2017 beteiligten sich die Kinderparlamente aus Mindelheim, Kirchheim und Buxheim an der Aktion EnergyKids 2017.

Im Mittelpunkt der Aktionen der Kinderparlamente in Mindelheim und Kirchheim stand das Thema E-Mobilität. Zum Beispiel erforschten die Kinderparlamente E-Bikes und E-Autos. Sie bauten Solarautos, testeten diese und gestalten die Materialien für eine Ausstellung im Landratsamt Unterallgäu. Auch der Besuch der Mobilitätsmesse in Mindelheim stand auf dem Programm. Die Kinderparlamente präsentierten dann ihre Ergebnisse im Foyer des Landratsamts bei einer Ausstellung.

Das Kinderparlament in Buxheim hat ein Gemüsebeet im Garten des Jugendtreffs angelegt. Die Kinder befassten sich mit dem Thema Regionalität. Außerdem planten sie einen kleinen Ausflug mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Kinderparlament Buxheim beteiligte sich auch an der Aktion „Kindermeilen“.  Dabei legten Kinder im Aktionszeitraum Wege zu Fuß, auf Roller und Rad, mit Bahn oder Zug zurück. Diese wurden in Grüne Meilen umgewandelt und an die Teilnehmer der UN-Klimakonferenz überreicht. Auch das Kinderparlament Buxheim präsentierte seine Ergebnisse bei der Ausstellung im Foyer des  Landratsamts Unterallgäu.

Das Energiespardorf

Schüler der Berufsschule Mindelheim haben unter Anleitung des Bund Naturschutzes ein reales Modell eines Dorfes nachgebaut. In diesem Dorf können verschiedene Energieerzeugungsformen und Energieverbrauchssituationen simuliert werden. Es können Hausmodelle samt Ausstattung - zum Beispiel mit Kühlschrank, Computer, Beleuchtung, etc. - aufgebaut werden. Die Module können ausgetauscht und die Wirkung gemessen werden.

Die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt hat den Bau des Energiespardorfs unterstützt. Das Dorf dient nun dazu, komplexe Zusammenhänge anschaulich darzustellen. Es kann zum Beispiel in Bildungseinrichtungen und politischen Gremien in den Gemeinden des Landkreises eingesetzt werden.

Der Energieeffizienzkurs - Gewinner des Innovationspreis

Der Energieeffizienzkurs umfasst 40 Schulstunden (zwölf Abende á drei Stunden und eine vierstündige Exkursion). Zielgruppe sind Schüler ab der neunten Klasse aller Schularten. Der Kurs kann aber auch auf die Bedürfnisse von Unternehmen zugeschnitten werden.

Die  Teilnehmer  erhalten  eine  umfassende  Grundbildung  in Energieeffizienz. Das Ziel: Die Mitarbeiter für Energiethemen zu sensibilisieren. Unternehmen können so Energie und Kosten sparen.

Entwickelt und erprobt wurde der Energieeffizienzkurs an der Staatlichen Berufsschule Mindelheim.

Mehr dazu finden Sie auf der Internetseite der Berufsschule.

Mit dem Energieeffizienzkurs belegen der Landkreis Unterallgäu und die Berufsschule Mindelheim den ersten Platz beim LEW Innovationspreis intelligente Energie:

Video zum Energieeffizienzkurs

Fortbildungsmaßnahmen für Umweltbeauftragte an Schulen

Anlässlich verschiedener Bildungsprojekte führt die Fachstelle für Klimaschutz Informationsveranstaltungen für Lehrer durch, zum Beispiel zu den Projekten "Waldkiste", "Prima Klima Kids", "Ökologischer Fußabdruck, "Bewegter Wandertag", ...  

Weitere Informationen dazu gibt die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt Unterallgäu.

Zusammenarbeit mit Bildungscent e.V.: "Aktion Klima Mobil" und "Aktion Wald"

Der Verein Bildungscent e.V. bietet auch im Unterallgäu die Projekte „Aktion Klima Mobil“ und „Aktion Wald“ an.

Bei der „Aktion Klima Mobil“ handelt es sich um einen mobilen Werkzeugkasten mit verschiedenen Messgeräten und Instrumenten zum Aufdecken von Energielecks sowie zahlreichen Begleit- und Informationsmaterialien. Mehr erfahren Sie bei Bildungscent e.V.

Bei der „Aktion Wald“ können sich Schulen die „Waldkiste“ beim Schulmedienzentrum Memmingen-Mindelheim ausleihen und damit die Natur entdecken. Hier werden Sie zur Infoseite von Bildungscent e.V. weítergeleitet.

Vorträge über Elektromobilität

Die Interessengemeinschaft zur Förderung der E-Mobilität (IFEU) bietet Vorträge an Schulen über Elektromobilität an.

Die Mitglieder der IFEU wollen im Unterallgäu zum Ausbau und zur Förderung der E-Mobilität beitragen. Die Vereinigung ist unabhängig und die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.

Die Vorträge eignen sich für Grundschüler der Klassen drei und vier, und für die Klassen fünf bis acht.

Ein Vortrag umfasst 25 Minuten mit anschließender Fragerunde. Auf Wunsch wird auch ein Elektroauto präsentiert.

Ab der fünften Klasse setzen die Referenten auf Wunsch unterschiedliche Schwerpunkte: Physik (ab Beherrschung der Thematik Elektrizität), Chemie (ab Beherrschung der Thematik Stöchiometrie und organische Chemie), Erdkunde (Thema Ressourcen und Energiewirtschaft), Sozialkunde (Gesellschaftsstrukturen der westlichen Welt), Religion/Ethik (Verantwortung gegenüber Natur und nachfolgenden Generationen), Wirtschaft (Wirtschaftlichkeitsberechnung am Beispiel eines Kostenvergleichs E-Auto versus Benziner).

Sämtliche Vorträge sind kostenfrei. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Fachstelle für Klimaschutz, Telefon (0 82 61) 9 95 - 1 64 oder auf der Internetseite der IFEU.

Laut Klimaschutzkonzept werden rund 26 Prozent der CO2-Emissionen im Landkreis im Sektor Verkehr verursacht. Deshalb müssen wir neben einer erfolgreichen Energiewende in den Bereichen Strom und Wärme auch Veränderungen im Bereich Verkehr anstreben.

Elektrofahrzeuge sind eine immer wirtschaftlichere und eine umweltfreundliche Alternative zu den konventionellen Fahrzeugen. Auch im Unterallgäu steigen die Zahlen der zugelassenen Elektrofahrzeuge stetig. Nach Angaben der Zulassungsstelle am Landratsamt waren im Juni 2017 insgesamt 132 Fahrzeuge mit Elektroantrieb zugelassen, davon 94 rein elektrisch. Auch zum Fuhrpark des Landkreises gehören inzwischen zwei Elektroautos.

Maßnahmen und Projekte

Mitfahrzentrale (MiFaZ)

Im Unterallgäu fahren jeden Tag etwa 60.000 Menschen mit dem Auto im, aus oder in den Landkreis zur Arbeitsstelle und zurück – macht insgesamt rund 120.000 Autofahrten pro Tag. Damit Pendler nicht mehr allein im Auto sitzen, gibt es eine kostenlose Mitfahrzentrale. Im Juli 2017 waren bei der Mifaz Unterallgäu 35 Angebote und regelmäßige Fahrten sowie 27 Gesuche registriert.

Mit diesem Projekt nahm der Landkreis Unterallgäu auch am Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz“ des Deutschen Instituts für Urbanistik teil.

Übrigens: Die Mitfahrzentrale des Landkreises Unterallgäu ist auf der Internetseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als "Projekt des Monats März 2015" gekürt worden. Hier werden Sie zu dem Artikel weitergeleitet.

Interesse wecken an der E-Mobilität

Die Fachstelle für Klimaschutz informiert die Landkreis-Bürgern über die E-Mobilität. Der Landkreis Unterallgäu, die Stadt Mindelheim sowie das Energie- und Umweltzentrum Allgäu präsentierten im Juni 2017 erstmals die Allgäuer Mobilitätstage. An einem Stand stellte die Fachstelle für Klimaschutz unter anderem die Elektrofahrzeuge des Landkreises vor.

Zudem beteiligt sich der Landkreis an weitere öffentlichkeitswirksamen Aktionen, wie zum Beispiel an der E-Mobilitätstour 2017.

Beitrag zur Ladeinfrastrukutr

Vor dem Landratsamt hat der Landkreis eine öffentliche Ladesäule mit zwei Ladepunkten in Betrieb genommen und in der Tiefgarage gibt es zwei weitere Ladesäulen für die E-Fahrzeuge des Landkreises.

Ein Großteil des Energieverbrauchs entfällt im Unterallgäu auf die Wirtschaft. Hier fallen auch die meisten Emissionen an.

Die Landwirte hingegen haben sich im Unterallgäu zum Teil selbst als Energieproduzenten etabliert. Hier wiederum gilt es, die Effizienz zu steigern.

Fragen und Antworten

Machbarkeitsstudie zur Effizienzsteigerung von Biogasanlagen

Eine wichtige Säule der erneuerbaren Energien ist im Unterallgäu das Biogas. Deshalb hat der Landkreis beim Planungsbüro Vitek eine Studie in Auftrag gegeben, die untersucht, wie bestehende Biogasanlagen noch effizienter arbeiten können. Gefördert wurde die Studie durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie im Rahmen des Programms zur Förderung innovativer Energietechnologien und der Energieeffizienz. Abgewickelt wurde die Fördermaßnahme durch die "Bayern Innovativ GmbH, Innovations- und Technologiezentrum Bayern". Hier können Sie die Studie herunterladen.

Mehr Vielfalt in der Energielandschaft mit Durchwachsener Silphie

Die Energiegewinnung durch Biogas ist im Unterallgäu von großer Bedeutung. Die Energiepflanze „Durchwachsene Silphie“ ist eine Alternative zum Mais. Die Pflanze stammt aus Nordamerika, hat einen ähnlich hohen Biomasseertrag wie Mais, bietet aber Vorteile für die Umwelt.

Mit dem LEADER-Projekt „Mehr Vielfalt in der Energielandschaft mit Durchwachsener Silphie“ will der Verein „renergie Allgäu“ die Pflanze bei den Landwirten bekannter machen. Drei Jahre lang wird die Durchwachsene Silphie auf insgesamt 15 Hektar Ackerfläche in allen vier Allgäuer Landkreisen angebaut. Auch drei Unterallgäuer Landwirte, aus Frickenhausen, Hawangen und Pless, beteiligen sich. Im Unterallgäu begleitet die Unterallgäu Aktiv GmbH das Projekt.

Die Durchwachsene Silphie wird bis zu drei Meter hoch und trägt gelbe Blüten - eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Insekten. Durch ihre gute Verwurzelung im Boden beugt sie Erosionsschäden vor.

Die Durchwachsene Silphie ist sehr robust; Sie benötigt nur wenig Dünger und wenig Pflanzenschutzmittel, was dem Wasserschutz zugutekommt.  

Es dauert ein Jahr, bis sich der Korbblütler fest im Boden verwurzelt hat. Geerntet werden kann erst im zweiten Spätherbst, aber dann bis zu 15 Jahre lang ohne Nachsaat.

Um den Ertragsausfall im ersten Jahr zu reduzieren, starten die Landwirte mit einer Mischsaat aus Silphie und Mais.

Energiezukunft Unternehmen Allgäu

Die "Energiezukunft Unternehmen Allgäu" ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem sich die Allgäu GmbH, das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) und alle Landkreise und kreisfreien Städte im Allgäu beteiligen. Mit im Boot sind zudem die Handwerkskammer, die Industrie- und Handelskammer und Energieversorgungsunternehmen. Ziel ist es, größere Unternehmen im Allgäu in Energienetzwerken für die Möglichkeiten des Energiesparens und die Steigerung der Energieeffizienz zu sensibilisieren und sie zu Maßnahmen zu motivieren. Kleinere und mittlere Unternehmen sollen eine vor Ort Beratung erhalten.

Mit der Auftaktveranstaltung beim Allgäuer Festtag 2016 in Kempten startete das Projekt. Es besteht aus folgenden Bausteinen:

  1. Energie-Hotline Unternehmen: Das Energie- und Umweltzentrum Allgäu eza! ist Ansprechpartner und Anlaufstelle für Unternehmen bei Fachfragen zur Energieeffizienz, Energieberatung und Förderungen sowie zu Energienetzwerken. Die Nummer der Hotline: (08 31) 9 60 28 60. Das Angebot ist für Unterallgäuer Unternehmen kostenfrei.
  2. Energiezukunft Unternehmen vor Ort: Kostenfreie Initialberatungen für Unternehmen in ausgewählten Gewerbegebieten. Dieses Projekt wurde 2018 in der Pilotgemeinde Bad Grönenbach durchgeführt.
  3. Energieeffizienznetzwerke: Unternehmen sollen regionale und überregionale Netzwerke bilden, um sich auszutauschen und Synergien zu nutzen. Das Ziel: Gemeinschaftlich Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen und damit Energie und Kosten einzusparen und die CO2-Emissionen zu reduzieren. 


Mehr erfahren Sie auf den Seiten der Allgäu GmbH oder in diesem Flyer.

Die Fachstelle für Klimaschutz im Landratsamt Unterallgäu unterstützt die Unterallgäuer Gemeinden aktiv bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzkonzepte, bei eigenen Projekten und Veranstaltungen. Außerdem organisiert die Fachstelle Austauschtreffen für die Klimaschutz-Akteure aus den Gemeinden. So entsteht ein Netzwerk, um von den Erfahrungen der anderen zu profitieren.

Die Fachstelle gibt auch Informationen zu Förderprogrammen, Gesetzen und Projekten an die Gemeinden weiter, zum Beispiel zum Energiecoaching der Regierung von Schwaben - hier wurden 2013 drei, 2015 vier und 2016 ebenfalls vier Unterallgäuer Gemeinden aufgenommen.

Projekte für die Gemeinden

Die Energiekarawane - ein Kooperationsprojekt mit dem Landkreis Landsberg am Lech

Im Unterallgäu liegt großes Energie-Einsparpotenzial in der Sanierung bestehender Gebäude. Untersuchungen im Rahmen des Klimaschutzkonzepts besagen: Im Landkreis entfallen etwa 26 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs auf private Haushalte. Würden vorhandene Einsparpotenziale konsequent genutzt und würde der verbleibende Energiebedarf aus erneuerbaren Energien gedeckt, könnten die CO2-Emissionen der privaten Haushalte stark reduziert werden. Doch die Bürger machen nur noch selten von den Energieberatungen in den Rathäusern Gebrauch - obwohl Hauseigentümer dadurch bares Geld sparen könnten.

Im Landkreis Landsberg ist die Situation ähnlich. Deshalb haben sich die Klimaschutzmanagerinnen beider Landkreise entschlossen, ein gemeinsames Projekt zu starten - die Energiekarawane. Die Idee: Die Energieberater sollen zu den Bürgern kommen, insbesondere in Viertel mit besonders hohem Altbaubestand.

Das Projekt ist ein Service der Gemeinde für ihre Bürger. Für die Hauseigentümer ist die Beratung kostenfrei. Die Gemeinden suchen die passenden Quartiere aus und beauftragen die Energieberater. Der jeweilige Landkreis stellt den teilnehmenden Gemeinden das gesamte Projektmaterial kostenfrei zur Verfügung und unterstützt auch logistisch.

Zwei Unterallgäuer Gemeinden nahmen als Pilotgemeinden am Projekt teilnehmen, nämlich die Stadt Mindelheim und die Gemeinde Eppishausen. 

Gemeinden, die Interesse an dem Projekt haben, können sich bei der Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt Unterallgäu melden, unter Telefon (0 82 61) 99 51 64 oder klimaschutz(at)lra.unterallgaeu.de. Hier erhalten sie auch zusätzliche Informationen zum Projektablauf.

Mehr Bäume für den Klimaschutz

Das landkreisweite Projekt „Mehr Bäume für den Klimaschutz“ soll für mehr Bäume im Landkreis sorgen und auf die Bedeutung von Bäumen hinweisen. Gemeinden, die sich an dem Projekt beteiligen, bekommen vom Landkreis den ersten Baum bezahlt.

Die Auftaktveranstaltung zu der Aktion findet jedes Jahr im April, am internationalen Tag des Baumes, statt. Dazu pflanzen die Fachstellen Klimaschutz und Gartenkultur am Landratsamt zusammen mit einer Unterallgäuer Gemeinde den jeweiligen Baum des Jahres. Natürlich findet dazu eine feierliche Veranstaltung statt, an der sich zum Beispiel auch örtliche Schulen und Organisationen beteiligen.

  • Hier finden Sie weitere Informationen zur Pflanzaktion und Fotos der bisherigen Aktionen.

Einige Gemeinden im Unterallgäu haben ein eigenes Klimaschutzkonzept oder sind anderweitig im Klimaschutz aktiv.

Hier erfahren Sie mehr über den Klimaschutz in den Gemeinden!

Wer Energie effizient nutzt, leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und spart Kosten. Als Landkreis möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn wir Gebäude sanieren, neu bauen oder etwas beschaffen, haben wir stets den Klimaschutz im Hinterkopf.

Maßnahmen

Energieeffizienz in kreiseigenen Gebäuden verbessern

Das kommunale Energiemanagement wurde 2009 eingeführt und wird vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) betreut. So soll die Energieeffizienz der landkreiseigenen Liegenschaften im Bestand verbessert werden. Außerdem werden die Nutzer und Gebäudeverantwortlichen in energiesparendem Verhalten geschult.

Regelmäßig finden Begehungen mit eza! statt. In Energieberichten werden die Resultate festgehalten und Maßnahmen vorgeschlagen.

Zum Beispiel wurden im Landratsamt einstellbare Thermostatventile eingebaut und die Mitarbeiter über die optimale Nutzung sowie über richtiges Lüften und Heizen informiert.

Mehrere Kreisgebäude wurden bereits energetisch saniert, insbesondere alle weiterführenden Schulen im Landkreis. Die Erweiterungsbauten der Schulzentren in Ottobeuren und Babenhausen wurden im derzeit besten und energetisch modernsten Baustandard, dem Passivhausstandard, errichtet. Einige Kreisgebäude werden bereits CO?-neutral mit Hackschnitzelheizungen beheizt oder sind an das Fernwärmenetz Mindelheim angeschlossen.

In die kreiseigenen Seniorenwohnheime in Türkheim und Bad Wörishofen wurden Blockheizkraftwerke eingebaut. Sie produzieren Strom und mit der anfallenden Wärme werden die Häuser beheizt. 

In den kreiseigenen Liegenschaften werden nach und nach alte, stromfressende Heizkreispumpen durch elektrisch geregelte Pumpen ersetzt.

Zudem setzt der Landkreis bei der Beleuchtung von Räumen verstärkt auf LED-Technik.

Projekte der verwaltungsinternen Arbeitsgruppe "Klima"

Auch die Mitarbeiter des Landkreises werden in die Klimaschutzarbeit miteinbezogen. Dazu bildete sich eine amtsinterne Gruppe, die Klimaschutzprojekte in der Verwaltung organisiert, zum Beispiel

  • monatliche Klimaschutztipps auf der Intranetseite
  • 2015: Virtuelle Klimawochen in der Verwaltung
  • 2016: Filmvorführung "Power To Change"
  • 2016: „Die Öko-Bürotasse für die Mitarbeiter“ - ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Sachgebiet Abfallwirtschaft
Der Landkreis setzt auf E-Mobilität

Der Landkreis hat zwei Elektro-Fahrzeuge für seinen Fuhrpark angeschafft. Außerdem wurde vor dem Landratsamt eine öffentliche Ladesäule mit zwei Ladepunkten in Betrieb genommen und in der Tiefgarage gibt es zwei weitere Ladesäulen für die Fahrzeuge des Landkreises. Damit nimmt das Landratsamt Unterallgäu als öffentliche Einrichtung eine Vorbildfunktion ein.

Der Entscheidung, Elektroautos anzuschaffen, war ein E-Mobilitätscoaching vorangegangen: Die Hochschule Kempten hatte untersucht, ob und wie Elektrofahrzeuge in den Fuhrpark des Landratsamts integriert werden können.

Nachhaltige, klimarelevante Beschaffung

Im Landratsamt achten wir auf nachhaltige Beschaffung von Geräten wie Computer, Drucker und Toner. Unsere Mitarbeiter verwenden Umweltpapier, wir setzen auf Ökostrom und versenden unsere Post klimaneutral mit dem GoGreen Versand der Deutschen Post.

Von heute knapp 40 auf 60 Prozent soll der Anteil erneuerbarer Energie am Strom- und Wärmeverbrauch in fünf Jahren steigen – das ist das ambitionierte Ziel der Modellregion Unterallgäu Nordwest. Unter Koordination des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (eza!) wollen der Landkreis Unterallgäu und die Lechwerke AG (LEW) gemeinsam mit weiteren Partnern Projekte anstoßen, um Energie einzusparen, die Energieeffizienz zu erhöhen und erneuerbare Energien auszubauen.

Dafür erhalten die Projektpartner eine Förderung von knapp 870.000 Euro aus dem Energie- und Klimafonds der Bundesregierung über das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und dessen Projektträger, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe. Als Modellregion wurde der nordwestliche Landkreis ausgewählt mit den Verwaltungsgemeinschaften Babenhausen, Boos, Memmingerberg, Erkheim, Pfaffenhausen und Kirchheim. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Karte.

Der Landkreis Unterallgäu unterstützt das Projekt und weitet Maßnahmen auf die Unterallgäuer Gemeinden außerhalb der Modellregion aus.

Die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis Unterallgäu wurde vom 1. Januar 2010 bis 31. Juli 2012 mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative unter dem Förderkennzeichen 03KS1307 gefördert. Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme war der Projektträger Jülich (PTJ) beauftragt.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 15.02.2019