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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 15.02.2019

Alles rund um die Jagd im Unterallgäu

Die Untere Jagdbehörde des Landkreises Unterallgäu ist grundsätzlich für alle jagdlichen Angelegenheiten im Kreisgebiet zuständig, außer für die Jägerprüfung. Für diese ist das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Landshut der richtige Ansprechpartner.

Bei grundsätzlichen Angelegenheiten steht der Unteren Jagdbehörde der Jagdbeirat zur Seite. Der Jagdbeirat ist ein Gremium aus fünf sachkundigen, ehrenamtlich tätigen Personen aus den Bereichen Jagd, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Jagdgenossenschaften und Naturschutz. Vorsitzender ist Landrat Hans-Joachim Weirather. Dieses Gremium kommt zusammen, um die Abschusszahlen zu planen und wenn es aus aktuellem Anlass nötig ist.

Bei laufenden Angelegenheiten wird die Untere Jagdbehörde von zwei Jagdberatern unterstützt. Sie sind ebenfalls ehrenamtlich tätig. Es ist jeweils ein Jagdberater für den östlichen und den westlichen Landkreis bestellt. Jagdberater für den östlichen Landkreis ist Georg Böck, für den westlichen Landkreis ist Karl-Heinz Epple zuständig.

Der Landkreis Unterallgäu ist in elf Hegegemeinschaften eingeteilt. Eine Hegegemeinschaft besteht aus zusammenhängenden Jagdrevieren, die einen bestimmten Lebensraum für das Wild umfassen und eine ausgewogene Hege der vorkommenden Wildarten und eine einheitliche, großräumige Abschussregelung ermöglichen sollen. Die Hegegemeinschaft wird von einem (von den Revierinhabern gewählten) Hegegemeinschaftsleiter vertreten.        

Zum Landkreis Unterallgäu gehören folgende Hegegemeinschaften:

  • Otterwald
  • Illertal
  • Östliche Günz
  • Westliche Günz
  • Babenhausen
  • Hesselwang
  • Obere Eggen
  • Salzstraße
  • Wertachtal-Nord
  • Fuchsberg und
  • Kammeltal

Diese elf Hegegemeinschaften umfassen 248 Reviere, die sich in 174 Gemeinschaftsjagdreviere, 44 Eigenjagdreviere und 30 Staatsjagdreviere aufteilen. Es handelt sich dabei ausschließlich um Niederwild-Reviere.  Rotwild (gehört zur Familie der Hirsche) und sonstiges Hochwild kommen im Landkreis Unterallgäu nicht vor. Es gibt lediglich ein kleines Muffelwild-Vorkommen, das sich momentan im Bereich des Kohlberges aufhält. Bei Muffelwild handelt es sich um das Wildschaf, das ursprünglichaus dem Mittelmeerraum (Korsika und Sardinien) stammt.

Die Mindestgröße eines Gemeinschaftsjagdreviers beträgt in Bayern 250 Hektar, die des Eigenjagdreviers 81,755 Hektar. Staatsjagdreviere sind die Eigenjagdreviere des Freistaates Bayern.  

 

 

Ein Jäger sorgt sich verantwortungsvoll und nachhaltig um Wild und Natur. Die Jägerschaft wird über das Jagdrecht dazu verpflichtet, einen artenreichen und gesunden Wildbestand zu erhalten, in dem die Lebensgrundlagen des Wildes erhalten und verbessert werden und das Wild gehegt wird. Wer die Jagd ausüben will, benötigt hierfür einen gültigen Jagdschein. Dies gilt auch für Ausländer.         

Ein Jagdschein berechtigt dazu, im gesamten Bundesgebiet zu jagen und Jagdwaffen zu kaufen (eine Ausnahme ist der Tagesjagdschein, mit diesem dürfen Sie keine Jagdwaffen erwerben).  

Welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, wenn Sie einen Jagdschein erhalten und die Jägerprüfung ablegen möchten, erfahren Sie hier.

Fragen und Antworten

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, damit ein Jagdschein ausgestellt werden kann?

Die Untere Jagdbehörde stellt Jagdscheine nur dann aus, wenn der Antragsteller folgende Bedingungen erfüllt: Er muss zuverlässig sein und darf grundsätzlich nicht vorbestraft sein, er hat die deutsche Jägerprüfung erfolgreich absolviert und kann nachweisen, dass er eine Jagd-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat. Außerdem muss er auch gesundheitlich in der Lage sein, die Jagd ordnungsgemäß auszuüben.

Jugendliche ab 16 Jahre können nach bestandener Jägerprüfung einen Jugendjagdschein lösen.

Ausländer können einen Tagesjagdschein erhalten, wenn sie einen gültigen Ausländerjagdschein sowie ebenfalls eine gültige Jagdhaftpflichtversicherung vorlegen. Diese muss auch in Deutschland gelten. Ob Ausländer auch einen Jahresjagdschein erhalten können, hängt davon ab, ob die Jägerprüfung ihres Landes in Deutschland anerkannt wird. Fragen Sie uns, wir informieren Sie gerne. 

Wo kann man die bayerische Jägerprüfung machen?

Für die Jägerprüfung ist das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Landshut der richtige Ansprechpartner. 

Man muss nachweisen, dass man an einem anerkannten Lehrgang teilgenommen hat. Das Mindestalter für die Teilnahme an der Jägerprüfung liegt bei 15 Jahren. Wer noch nicht volljährig ist, benötigt das Einverständnis der Eltern bzw. des gesetzlichen Vertreters.

Nähere Informationen zur Jägerprüfung finden Sie hier.

Wie und wo kann man einen Jagdschein beantragen?

Die Untere Jagdbehörde am Landratsamt ist für Sie der richtige Ansprechpartner, wenn Sie im Landkreis Unterallgäu wohnen. Das Antragsformular können Sie hier herunterladen. Kommen Sie dann mit dem ausgefüllten Antrag und den weiteren erforderlichen Unterlagen bei uns vorbei.

Welche Unterlagen braucht man, wenn man den Jagdschein beantragen möchte?

Neben diesem Antrag müssen Sie Ihren Jagdschein, den Versicherungsnachweis und - sofern Sie zum ersten Mal einen Jagdschein beantragen - auch Ihr Prüfungszeugnis bzw. als Ausländer Ihren ausländischen Jagdschein, ein Passfoto und Ihren Personalausweis bzw. Reisepass mitbringen. Ausländer ohne Wohnsitz im Unterallgäu benötigen eine Jagdmöglichkeit im Unterallgäu. Diese müssen sie bei der Antragstellung nachweisen können.

Für welchen Zeitraum gilt der Jagdschein?

Es gibt Einjahresjagdscheine, Dreijahres- und Tagesjagdscheine sowie den Jugendjagdschein. Dieser gilt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.

Der Tagesjagdschein gilt für 14 aufeinander folgende Tage. Sie können ihn mehrmals im Jahr beantragen. Er berechtigt aber nicht zum Waffenerwerb.

Daneben können Falkner nach bestandener Falknerprüfung auch einen Falknerjagdschein zur Beizjagd beantragen.

Mit welchen Kosten muss man rechnen, wenn man einen Jagdschein beantragt?

Der Einjahresjagdschein kostet 60 Euro, der Dreijahresjagdschein 150 Euro und für den Tagesjagdschein muss man 15 Euro bezahlen.

Für den Jugendjagdschein (bis 18. Lebensjahr) sind 37,50 Euro zu entrichten.

Der Falkner muss für den Falknerjagdschein für drei Jahre 25 Euro, für ein Jahr 10 Euro und für den Tagesjagdschein 5 Euro bezahlten.

Die Jagdabgabe ist in diesen Preisen bereits enthalten.

Bestimmte Personenkreise, zum Beispiel Forststudenten und hauptberuflich tätige Jäger, erhalten eine Ermäßigung. Sie zahlen nur zehn Prozent der Jagdscheingebühr und -abgabe.

Was brauche ich neben dem Jagdschein noch, wenn ich in einem Revier alleine jagen möchte?

Wenn Sie weder Revierpächter noch Eigenjagdbesitzer sind, brauchen Sie die Erlaubnis des Jagdausübungsberechtigen, um in einem Revier ohne Begleitung zu jagen. Bei dieser Jagderlaubnis handelt es sich um einen so genannten Begehungsschein oder Jagderlaubnisschein.

Dieser kann entweder unentgeltlich, entgeltlich, bis zu einem Jahr oder auch länger erteilt werden. Es kann festgelegt werden, welche Wildarten und in welcher Stückzahl diese erlegt werden dürfen. Erhält ein Jäger eine entgeltliche Jagderlaubnis, die länger als ein Jahr gilt, dann muss er die Jagdfläche vom Landratsamt in seinen Jagdschein eintragen lassen.

Ein Muster für einen Begehungsschein finden Sie hier.

Wer braucht keinen Jagderlaubnisschein?

Revierinhaber können den Jagdschutz in ihrem Revier durch einen bestätigten Jagdaufseher ausüben lassen. Dieser benötigt dann keinen Begehungsschein mehr. Der Jagdaufseher wird auf formlosen Antrag des Revierinhabers vom Landratsamt bestätigt.

Benötigt werden ein Foto sowie eine Bestätigung, dass der Jäger an einem Jagdaufseherlehrgang teilgenommen hat. Der bestätigte Jagdaufseher erhält dann einen Dienstausweis und ein Abzeichen.

Kann der Jagdschein auch wieder entzogen werden?

Der Jagdschein muss entzogen werden, wenn der Inhaber des Jagdscheins unzuverlässig wird oder körperlich nicht mehr geeignet ist, aber auch, wenn er keine ausreichende Jagdhaftverpflichtung mehr nachweisen kann.

Die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen unter anderem Personen nicht, die wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer Geldstrafe von mindestens 60 Tagessätzen verurteilt wurden. Weiterhin ist unzuverlässig, wer alkoholabhängig oder rauschmittelsüchtig ist.

Das Jagdrecht steht bei einem Gemeinschaftsjagdrevier der Jagdgenossenschaft zu, bei einer Eigenjagd dem Eigenjagdbesitzer. Die Jagdgenossenschaft verpachtet das Jagdrecht in der Regel. Alternativ kann sie auch die Eigenbewirtschaftung mit einem angestellten Jäger wählen. Ein Eigenjagdrevier wird seltener verpachtet. Dies hängt auch davon ab, ob der Eigenjagdbesitzer selbst einen Jagdschein hat.   

Fragen und Antworten

Wer kann sich als Jagdpächter bewerben?

Als Jagdpächter kann sich bewerben, wer den Jagdschein seit mindestens 36 Monaten gelöst hat und die Pachthöchstfläche auch mit dem neuen Revier noch nicht überschreitet. Die Pachthöchstfläche liegt bei 1000 Hektar, im Hochgebirge bei 2000 Hektar. 

Was muss man beim Abschluss von Jagdpachtverträgen beachten?

Folgende Dinge muss man beim Abschluss eines Jagdpachtvertrags beachten:

  • Jeder Jagdpachtvertrag muss der Unteren Jagdbehörde angezeigt und von dieser nach einer entsprechenden Prüfung bestätigt werden.
  • Der Jagdpachtvertrag muss bestimmte Anforderungen erfüllen, die bei einem Verstoß zur Nichtigkeit führen.
  • Er ist auf mindestens neun Jagdjahre abzuschließen. In Hochwildrevieren beträgt die Mindestpachtdauer zwölf Jahre. Bei einer Verlängerung reicht ein Jagdjahr aus.
  • Zudem ist er schriftlich abzuschließen.
Wann erlischt der Jagdpachtvertrag?

Ein Jagdpachtvertrag erlischt insbesondere dann, wenn dem Pächter der Jagdschein unanfechtbar entzogen worden ist. Er erlischt auch dann, wenn die Gültigkeitsdauer des Jagdscheines abgelaufen ist und entweder das Landratsamt die Erteilung des Jagdscheines unanfechtbar abgelehnt hat oder der Pächter den Jagdschein innerhalb einer von der Behörde gesetzten Frist nicht hat verlängern lassen oder sonstige Voraussetzungen dafür nicht erfüllt.

Der Jagdschein ist gemacht, wann und wie viele Tiere darf man nun jagen? Grundsätzlich darf Schalenwild (mit Ausnahme von Schwarzwild) nur auf Grund und im Rahmen eines Abschussplanes erlegt werden. Dieser muss vom Revierinhaber im Einvernehmen mit dem Jagdvorstand und bei verpachteten Eigenjagdbezirken im Einvernehmen mit dem Jagdberechtigten aufgestellt werden.  Die Untere Jagdbehörde bestätigt die Abschusspläne im Einvernehmen mit dem Jagdbeirat. Der Abschussplan für Rehwild wird für drei Jagdjahre erstellt.       

Eine weitere Einschränkung in der Bejagung sind gesetzlich festgelegte Schonzeiten, die unbedingt beachtet werden müssen.    

Fragen und Antworten

Welche Tierarten unterliegen dem Jagdrecht?

Welche Tierarten dem Jagdrecht unterliegen, ist im Bundesjagdgesetz genau festgelegt. Klicken Sie hier und Sie werden auf die entsprechende Seite weitergeleitet.

Der Wolf gehört nicht dazu. Er ist nach dem Naturschutzrecht geschützt. Mehr erfahren Sie beim Landesamt für Umwelt.

Wann darf ich diese Tiere bejagen?

Wann welche Tierarten bejagt werden dürfen, ist in einer Bundesverordnung und darüber hinaus im bayerischen Landesjagdgesetz geregelt. Eine Übersicht über die in Bayern gültigen Jagdzeiten Sie auf der Seite des bayerischen Landesjagdverbands.

Kann man Ausnahmen beantragen?

Wird das biologische Gleichgewicht gestört oder die Landeskultur schwer geschädigt, müssen Wildseuchen bekämpft oder übermäßige Wildschäden vermieden werden, so können die Länder - und im Einzelfall auch das Landratsamt als Untere Jagdbehörde - die Schonzeit verkürzen.

Ein Formular für einen Antrag auf vorzeitigen Dachsabschuss finden Sie hier.

Was gilt für die Jagd in so genannten "befriedeten Bezirken"?

In befriedeten Bezirken ruht die Jagd.

Es gibt befriedete Bezirke kraft Gesetzes, wie zum Beispiel Gebäude, die zum Aufenthalt von Menschen dienen, und Gebäude, die mit solchen Gebäuden räumlich zusammenhängen, Hofräume und Hausgärten.

Zudem kann die Jagdbehörde in bestimmten Fällen Bezirke für befriedet erklären. Der Grundstückseigentümer oder Nutzungsberechtigte darf sich aber verendetes Wild, Fallwild und Abwurfstangen aneignen. In befriedeten Bezirken kann das Landratsamt dem Eigentümer, dem Nutzungsberechtigten, dem Revierinhaber oder deren Beauftragten bestimmte Jagdhandlungen unter Beschränkung auf bestimmte Wildarten und auf eine bestimmte Zeit gestatten.

In der Regel wird nur das Aufstellen von Lebendfallen in der Jagdzeit gestattet oder aber auch die Jagdausübung auf den Fuchs mit der Schusswaffe, um die Übertragung des Fuchsbandwurmes auf den Menschen zu unterbinden. Der Schütze muss dann aber im Besitz eines Jagdscheins sein.

Eine Erlaubnis gilt als erteilt, wenn der Revierinhaber mit Zustimmung des Grundstückseigentümers oder Nutzungsberechtigten die Jagd auf Haarraubwild und Wildkaninchen mit Fallen innerhalb der Jagdzeiten ausübt.

Wozu dienen Abschusspläne und was muss man in diesem Zusammenhang beachten?

Schalenwild (mit Ausnahme von Schwarzwild), darf nur auf Grund und im Rahmen eines Abschussplanes erlegt werden. Dieser muss vom Revierinhaber im Einvernehmen mit dem Jagdvorstand, bei verpachteten Eigenjagdbezirken im Einvernehmen mit dem Jagdberechtigten, aufgestellt werden.

Danach muss der Abschussplan von der Unteren Jagdbehörde im Einvernehmen mit dem Jagdbeirat bestätigt oder festgesetzt werden. Der Abschussplan für Rehwild wird für drei Jagdjahre erstellt.

Wie wird überwacht, ob ein Abschussplan eingehalten wird?

Der Revierinhaber ist verpflichtet, den Abschussplan für Schalenwild zu erfüllen. Um überwachen zu können, ob die vereinbarten Abschusspläne eingehalten werden, müssen Streckenlisten geführt werden: 

Diese Streckenlisten müssen der Jagdbehörde vorgelegt werden. In manchen Fällen müssen Sie darüber hinaus auch den gesamten Wildkörper oder Teile davon Ihrer Jagdgenossenschaft vorzeigen. Das nennt sich "körperlicher Nachweis".

Die Vorlage der Streckenlisten kann auch mit Zwangsmitteln (zum Beispiel über Zwangsgeld) erzwungen werden.

Darüber hinaus finden nach Ablauf des Jagdjahres auch jährlich öffentliche Hegeschauen statt.

Warum gibt es Hegeschauen?

Diese sind verpflichtend abzuhalten, um die Erfüllung der Abschusspläne zu überwachen und bestimmte Daten nach Ablauf eines Jagdjahres erheben zu können. Sie haben die Aufgabe, Informationen zu vermitteln, insbesondere über

  • die Entwicklung der Wildschadenssituation und der Waldverjüngung unter Berücksichtigung der Gutachten der Forstbehörden zum Zustand der Vegetation,
  • die Erfüllung der Abschusspläne, die körperliche Verfassung des Wildes und die strukturelle Entwicklung der Wildbestände unter Berücksichtigung des Kopfschmucks des erlegten oder verendet aufgefundenen Schalenwildes,
  • die Bestandsentwicklung der nichtabschussplanpflichtigen Wildarten und
  • die Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der freilebenden Tierwelt.

Die Revierinhaber sind verpflichtet, bei einer Hegeschau den Kopfschmuck des gesamten in ihren Jagdrevieren im letzten Jagdjahr erlegten oder verendet aufgefundenen Schalenwildes vorzulegen.

Eine Rotte Wildschweine verwüstet über Nacht ein Maisfeld - der Ärger zwischen Jägern und Landwirten ist vorprogrammiert. Aber nicht nur beim Thema Wildschweine prallen ganz unterschiedliche Ansichten aufeinander. Um gemeinsame, mit dem Tierschutz konforme Bejagungskonzepte für das Schwarzwild zu erarbeiten und Wildschäden zu reduzieren, gibt es im Landkreis Unterallgäu und der Stadt Memmingen die Arbeitsgemeinschaft Schwarzwild Unterallgäu. Näheres zu dieser Arbeitsgemeinschaft, aber auch an wen Sie sich wenden können, wenn bei Ihnen ein Wildschaden entstanden ist, haben wir hier für Sie zusammengestellt. Natürlich können Sie sich auch an die Untere Jagdbehörde im Landratsamt wenden.              

Welche Wildschäden sind ersatzpflichtig und von wem?

Wildschadensersatz ist für den Schaden zu bezahlen, der von Schalenwild, Wildkaninchen und Fasanen an einem jagdbaren Grundstück angerichtet wurde.

Dabei muss nur der Wildschaden ersetzt werden, der an dem Grundstück selbst oder an dessen Bestandteilen, aber noch nicht eingeernteten Erzeugnissen eines Grundstücks entstanden ist. Das trifft zum Beispiel für Kleeheu, das zum Trocknen für einige Tage auf dem Feld verbleibt, oder für gerodete Kartoffeln oder Rüben zu.

Ersatzpflichtig bei Gemeinschaftsjagden ist die Jagdgenosssenschaft, die diese Verpflichtung über den Pachtvertrag aber ganz oder teilweise an den Jäger weitergeben kann.

Der Wildschaden, der an einer so genannten Sonderkultur entstanden ist (zum Beispiel an Weinbergen, Gärten, Obstgärten, Baumschulen) ist allerdings nicht ersatzpflichtig.

An wen kann ich mich wenden, wenn auf meinem Grundstück ein Wildschaden entstanden ist?

Ersatzpflichtige Wildschäden melden Sie der für das beschädigte Grundstück zuständigen Gemeinde schriftlich oder zur Niederschrift. Dabei müssen Sie jedoch gewisse Fristen beachten:

  • Bei landwirtschaftlich genutzten Grundstücken muss der Geschädigte den Schadensfall binnen einer Woche, nachdem er von dem Schaden Kenntnis erhalten hat oder bei Beobachtung gehöriger Sorgfalt erhalten hätte, bei der Gemeinde anzeigen,
  • bei Forstgrundstücken gelten die Fristen 1. Mai und 1. Oktober.

Wird ein Wildschaden rechtzeitig gemeldet, so muss die Gemeinde unverzüglich einen Schätzungstermin am Schadensort anberaumen, um auf eine gütliche Einigung der Beteiligten hinzuwirken.

Ein Wildschadensschätzer wird hinzugeladen, wenn ein Beteiligter dies beantragt, wenn eine gütliche Einigung nicht zu erwarten ist oder wenn andere Gründe es erfordern. Die Wildschadensschätzer werden von der Unteren Jagdbehörde am Landratsamt bestellt. Derzeit sind im Unterallgäu zwei Schätzer im forstlichen Bereich und für landwirtschaftliche Grundstücke fünf Schätzer im Einsatz.

Den Schätzer für das Verfahren muss die Gemeinde beauftragen.

Wie sehen die Abschusszahlen der vergangenen Jahre im Unterallgäu aus?

Die folgende Tabelle stellt die Schwarzwildabschüsse der vergangenen Jagdjahre im Landkreis Unterallgäu dar.

JagdjahrKeilerBachenÜberläuferFrischlingegesamt
2017/1846476405891314
2016/172721289343680
2015/164438397455931
2014/153723297305662
2013/143026238270548
2012/134638396442922
2011/121225250296583
2010/113033343411817
2009/101623182307528
2008/091815227244504
2007/083116212270529
2006/0711766129213
2005/062218111191342
2004/052817169220434
2003/042921162216428
2002/031915182232448
2001/02121397130252
2000/011779085199
1999/001563549105
Wer hilft bei Problemen mit Schwarzwild weiter?

Um eine gemeinsame Lösung zu finden, wie man der zunehmenden Anzahl an Wildschweinen im Unterallgäu Herr wird, wurde im Jahr 2004 die Arbeitsgemeinschaft Schwarzwild im Unterallgäu und dem Bereich der Stadt Memmingen gegründet. Diese Arbeitsgemeinschaft mit ihren fünf Arbeitskreisen ist ein möglicher Ansprechpartner für Sie. Den Kontakt können wir Ihnen gerne vermitteln. Wir versuchen dann, Ihnen entweder selbst weiterzuhelfen oder Ihnen den richtigen Ansprechpartner zu nennen.

Wer gehört der Arbeitsgemeinschaft Schwarzwild an?

In der Arbeitsgemeinschaft Schwarzwild sind alle betroffenen Gruppen vertreten: Schwarzwildberater, Revierinhaber, Bayerischer Bauernverband (BBV), die beiden Vorsitzenden der Kreisgruppen Memmingen und Mindelheim im Landesjagdverband, Jagdgenossenschaften, Großwaldbesitzer und die Bayerischen Staatsforsten sowie die Unteren Jagdbehörden des Landratsamtes und der Stadt Memmingen.

Aufgeteilt ist die Arbeitsgemeinschaft wiederum in die fünf Arbeitskreise Angelberg (I), Kammeltal (II), Günz-Mindeltal (III), Otterwald (IV) und Illerwinkel (V).

Eine Übersicht über die Arbeitsgemeinschaft Schwarzwild mit den einzelnen Arbeitskreisen finden Sie hier.

Welche Aufgaben hat die Arbeitsgemeinschaft?

Folgende Aufgaben hat die Arbeitsgemeinschaft Schwarzwild:

  • Sie informiert rund um das Thema Schwarzwild.
  • Darüber hinaus dient die Arbeitsgemeinschaft dem Austausch der Mitglieder, die gemeinsam tierschutzkonforme Bejagungskonzepte entwickeln, bei denen auch die Wildbiologie berücksichtigt wird.
  • Die Arbeitsgemeinschaft erhebt verschiedenes Datenmaterial, wertet dieses aus und erfasst so die Strecke, die Bestandsdichte, örtliche Vorkommen und Schäden.
  • Sie koordiniert die Tätigkeiten der fünf Schwarzwild-Arbeitskreise im Landkreis Unterallgäu und der Stadt Memmingen und berät die Arbeitskreise fachlich. Unterstützt wird die Arbeitsgemeinschaft hierbei von Schwarzwildberatern.
Welche Aufgaben hat der Schwarzwildberater?

Im Jahr 2002 wurden vor dem Hintergrund stetig wachsender Wildschweinbestände und den damit verbundenen Schäden, vor allem in der Landwirtschaft, bayernweit so genannte Schwarzwildberater berufen. Hierbei handelt es sich um Personen, die praktische Erfahrungen im Umgang und vor allem in der Bejagung des Schwarzwilds haben. Im Unterallgäu ist Georg Böck als Schwarzwildberater tätig.

Folgende Aufgaben haben die Schwarzwildberater:

  • Der Schwarzwildberater informiert die betroffenen Arbeitkreise fachlich, wie überhöhte Bestände verringert und die Besiedelung bisher schwarzwildfreier Gebiete verhindert werden kann. So soll der Wildschaden in einem erträglichen Rahmen gehalten werden.
  • Er wertet die Abschusszahlen aus, ebenso die Zahlen über Schwarzwildschäden.
  • Er versucht, die Kommunikation zwischen den verschiedenen Interessensgruppen zu verbessern.
  • Vor allem Behörden, Verbände, Hegegemeinschaften und Jagdgenossenschaften, die an fachlicher Beratung vor Ort interessiert sind, können die Dienste der Schwarzwildberater in Anspruch nehmen. Die Kosten für die Beratertätigkeit muss der jeweilige Auftraggeber tragen.
Wie kann ich Kontakt mit den Schwarzwildberatern oder mit einem der Arbeitskreise aufnehmen?

Die Untere Jagdbehörde am Landratsamt teilt Ihnen auf Anfrage gern die Telefonnummer des Schwarzwildberaters mit.

Welche Möglichkeiten haben Jäger, um Wildschäden so gering wie möglich zu halten?

Die folgenden Hinweise für Jäger sind unserer Infobroschüre "Schwarzwild - Jagdstrategien, Jagdpachtverträge, Möglichkeiten von Landwirtschaft und Jagdgenossenschaft" entnommen. Diese erhalten Sie auch kostenlos bei der Unteren Jagdbehörde.

  • Setzen Sie auf verstärkte Zusammenarbeit mit den angrenzenden Revierinhabern und Jagdgenossenschaften!
  • Bauen Sie die jagdliche Infrastruktur aus! Dazu zählen zum Beispiel genügend geeignete Hochsitze.
  • Forcieren Sie die Ausbildung von geeigneten Jagdhunden, um diese bei Bewegungsjagden einsetzen zu können!
  • Üben Sie auf Schießständen auf bewegliche Ziele und besuchen Sie Schießkinos!
  • Halten Sie Drückjagden ab - nicht nur revierübergreifend, sondern auch in kleinerem Rahmen, besonders nach Neuschnee.
  • Beginnen Sie mit revierübergreifenden Bewegungsjagden nach dem Abernten der Felder im Herbst und Winter!
  • Führen Sie Sammelansitze während der Vollmondphasen durch!
  • Stimmen Sie Zeit und Dauer von Sammelansitzen mit den Nachbarrevieren ab!
  • Erlegen Sie ganzjährig Frischlinge und Überläufer bei jeder sich bietenden Gelegenheit ohne Rücksicht auf deren Verwertbarkeit!
  • Forcieren Sie in der Zeit von Oktober bis Januar die Bejagung der Bachen - dabei sollte der Bachenanteil auf mindestens zehn Prozent der Gesamtstrecke erhöht werden, während die Leitbache, um Schäden zu vermeiden, erst als letztes Stück erlegt werden soll!
  • Jagen Sie während der schadensträchtigen Zeit in der Feldflur nicht im Kern größerer Waldgebiete!
  • Nutzen Sie die Sommermonate - besonders während der Zeit der Milchreife von Mais und sonstigem Getreide - für intensive Schwerpunktbejagung in den Feldrevieren, insbesondere an der Feld-Wald-Grenze!
  • Beschränken Sie die Kirrung auf den geringst möglichen Umfang: So sollte nur ein Kirrplatz auf 100 Hektar Waldfläche angelegt und mit höchstens einem Kilogramm artgerechtem Kirrmaterial (wie Mais, Getreide) pro Tag betrieben werden.
  • Das Schwarzwild sollte nicht gefüttert, sondern nur angekirrt werden!
  • Werden Sie als Revierinhaber Mitglied im jeweiligen Arbeitskreis Schwarzwild und nehmen Sie an den von diesem Arbeitskreis organisierten revierübergreifenden Drückjagden teil!
  • Dokumentieren Sie das Vorkommen von Schwarzwild ebenso wie dessen Erlegung und alle Wildschäden!

Übrigens: Weil die Zahl der Wildschweine stetig zunimmt, unterstützt der Landkreis Unterallgäu Jäger, die hier regulierend eingreifen. Mehr dazu erfahren Sie auf der Seite Lebensmittelsicherheit.

Wie können Landwirte dazu beitragen, Wildschäden zu minimieren?

Die folgenden Hinweise für Landwirte sind unserer Infobroschüre "Schwarzwild - Jagdstrategien, Jagdpachtverträge, Möglichkeiten von Landwirtschaft und Jagdgenossenschaft" entnommen. Diese erhalten Sie auch kostenlos bei der Unteren Jagdbehörde.

  • Legen Sie Schussschneisen an:
    • Der Abstand von Maisfeld oder Acker zu Wald oder Gewässer sollte mindestens zehn Meter betragen!
    • Setzen Sie hierzu insbesondere zu Beginn der Milchreife im Mais vorzeitig den Häcksler ein!
    • Legen Sie relativ niedrige Kulturen oder Blühstreifen um oder in größeren Mais- oder Rapsflächen an!
  • Achten Sie auf Sauberkeit bei der Ernte: Lassen Sie keine Erntereste zurück, insbesondere bei der Maisernte!
  • Unterstützen Sie die Schwarzwildbejagung, indem Sie Jagdeinrichtungen, Mittel zur Wildvergrämung und das Einzäunen von gefährdeten Flächen mit Elektrozäunen vorschlagen, dulden oder nach Rücksprache mit dem Jagdpächter selbst durchführen!
  • Lenken Sie das Wild durch Biotop-Verbesserungsmaßnahmen ab:
    • Legen Sie zusammen mit dem Jäger Wildäcker an oder überlassen Sie ihm geeignete Flächen für diesen Zweck.
    • Begrünen Sie die Randflächen!
  • Stimmen Sie sich rechtzeitig im Voraus mit dem Jagdausübungsberechtigten über Ort, Flächengröße und dem Termin der Aussaat sowie Ernte von regelmäßig und besonders gefährdeten Kulturen ab!
  • Prüfen Sie, welches Saatgut verwendet wird und inwiefern eine Beizung zweckmäßig oder notwendig ist!
  • Wechseln Sie vorübergehend die Nutzung!
Und welche Möglichkeiten hat die Jagdgenossenschaft?

Die folgenden Möglichkeiten der Jagdgenossenschaft sind unserer Infobroschüre "Schwarzwild - Jagdstrategien, Jagdpachtverträge, Möglichkeiten von Landwirtschaft und Jagdgenossenschaft" entnommen. Diese erhalten Sie auch kostenlos bei der Unteren Jagdbehörde.

  • Die Grundeigentümer als Inhaber des Jagdrechts können als Bindeglied zwischen Jäger und Landwirt zwischen den unterschiedlichen Interessen vermitteln, um eine effektive Schwarzwildbejagung zu fördern!
  • Berücksichtigen Sie das Wildschadensrisiko bei der Gestaltung der Jagdpachtverträge!
  • Wirken Sie auf eine unkomplizierte Regelung bei der Erteilung von Jagderlaubnisscheinen hin!
  • Als Verpächter (Jagdgenosse) können Sie im Landpachtvertrag Regelungen zum Beispiel über Schussschneisen und ähnliches aufnehmen!
  • Stellen Sie Flächen zur Biotopverbesserung bereit und unterstützen Sie Maßnahmen der Wild- und Biotophege auch finanziell, indem Sie hierfür einen Teil des jährlichen Jagdpachtzinses verwenden!

Lebensraumverbesserungen und Hege sind gesetzliche Aufgaben der Jagdgenossenschaft.

Welche Regelungen sind im Jagdpachtvertrag möglich?

Um die Schwarzwild-Bejagung zu verbessern, können im Jagdpachtvertrag Anreize für erhöhte Schwarzwildabschüsse geboten werden. Zudem ist es (wenn die gesetzlichen Voraussetzungen eingehalten werden und nach Zustimmung der Unteren Jagdbehörde) auch möglich, Reviere zu teilen. Darüber hinaus können folgende Punkte zur Bejagung und zum Thema Jagderlaubnisscheine sowie Regelungen zum Ersatz des Wildschadens in den Jagdpachtvertrag aufgenommen werden. Die folgenden Punkte sind dabei lediglich als Anregungen gedacht. Über die konkrete Ausgestaltung des Jagdpachtvertrags entscheiden ausschließlich die Vertragsparteien.

Mögliche Regelungen zur Bejagung

  • Der Pächter nimmt an allen vom Arbeitskreis Schwarzwild oder dem Landratsamt Unterallgäu organisierten Drückjagden teil und lässt sein Revier durchdrücken.
  • Der Pächter organisiert Sammelansitze auf Schwarzwild in seinem Revier.
  • Der Pächter trifft mit seinen Nachbarrevieren Nachsuche-Vereinbarungen.
  • Der Pächter strebt beim Abschuss einen möglichst hohen Frischlingsanteil an.
  • Von Oktober bis Januar soll eine forcierte Bejagung von Bachen erfolgen, während die Leitbachen geschont werden.
  • Nicht führende Überläufer und Frischlinge müssen ganzjährig und unabhängig von Gewicht und Farbe scharf bejagt werden.
  • In wildschadensgefährdeten Zeiten soll eine Wildlenkung durch hohen Jagddruck im Feld und Jagdruhe auf Schwarzwild im Wald erfolgen. Nach Beendigung der Erntearbeiten ist die Schwarzwildjagd in angrenzenden Waldgebieten zu verstärken.

Mögliche Hinweise zum Thema Jagderlaubnisscheine

  • Der Pächter darf für die Schwarzwildbejagung … entgeltliche Begehungsscheine ausstellen.
  • Der Pächter darf für die Schwarzwildbejagung … unentgeltliche Begehungsscheine ausstellen.

 Regelungen zum Ersatz des Wildschadens

Laut Gesetz trägt die Jagdgenossenschaft den Wildschaden voll. Über den Jagdpachtvertrag kann diese Verpflichtung auf den Pächter übertragen werden. Es gibt viele Möglichkeiten, den Wildschaden zu regeln. Nähere Informationen erhalten Sie von der Unteren Jagdbehörde am Landratsamt!

Übrigens: Diese Hinweise sind unserer Infobroschüre "Schwarzwild - Jagdstrategien, Jagdpachtverträge, Möglichkeiten von Landwirtschaft und Jagdgenossenschaft" entnommen. Diese erhalten Sie kostenlos bei der Unteren Jagdbehörde oder können sie hier als pdf-Datei herunterladen.

Auch fast 30 Jahre nach dem Reaktor-Störfall in Tschernobyl liegt die Strahlenbelastung von Wildtieren teilweise noch immer über dem zulässigen Wert von 600 Becquerel. Gerade bei Wildschweinen wird dieser Wert oftmals überschritten.   

Einige interessante Informationen zu diesem Thema haben wir hier für Sie zusammengefasst.       

Fragen und Antworten

Wo kann ich messen lassen, ob beim erlegten Wild die Becquerel-Werte die zulässige Grenze nicht übersteigen?

Im Landkreis gibt es mittlerweile zwei amtlich anerkannte Becquerel-Messstationen, die von den beiden Kreisgruppen im Landesjagdverband, Mindelheim und Memmingen, betrieben werden. Eine Messstation steht bei Daniel Epple in Eisenburg/Memmingen und die andere bei Peter Heckel in Mindelheim.

Daniel Epple erreichen Sie unter Telefon (08331) 5310, Peter Heckel unter Telefon (08261) 739268.

Welche Folgen hat es, wenn die Becquerel-Werte zu hoch sind?

In diesem Fall darf das Wildbret nicht mehr in den Verkehr gelangen. Wir raten auch davon ab, das Wildbret selbst zu verzehren, weil gesundheitliche Schäden nicht ausgeschlossen werden können. Sie sollten das erlegte Tier deshalb über eine Tierkörperbeseitigungsanlage entsorgen.

In diesem Fall erhalten Sie für das nicht mehr verwertbare Wildbret auf Antrag eine Entschädigungszahlung nach dem Atomgesetz.

Wie kann man die Entschädigungszahlung beantragen?

Wenn das Tier im Unterallgäu erlegt wurde, müssen Sie den Antrag auf Entschädigungszahlung beim Landratsamt Unterallgäu einreichen. Fügen Sie bitte einen Entsorgungsnachweis und das Ergebnis der Bequerelmessung als Anlage hinzu.

Das Landratsamt leitet den Antrag, nachdem es diesen geprüft hat, an das zuständige Bundesverwaltungsamt in Köln zur Auszahlung weiter.

Den entsprechenden Antrag finden Sie hier.

Aktuelles

- Landratsamt

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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 15.02.2019