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Altes Streuobst neu entdecken

Alte Apfelsorten werden heutzutage kaum mehr angebaut, obwohl sie einen charakteristischen und einmaligen Geschmack haben. Sie sind entstanden durch die lokalen, klimatischen und kulturellen Besonderheiten in einer Region. Dadurch sind sie sehr gesund und robust im Wuchs und haben sich der Gegend angepasst. Sie haben genauso Charakter wie die dort lebenden Menschen.

Die Pflege der Hochstammobstbäume erfolgte über Generationen hinweg und so war ein Baumalter von 100 Jahren und mehr keine Seltenheit. Das Wissen und der Umgang mit diesen Bäumen und dem darauf wachsenden Obst wurde von Generation zu Generation weitergereicht. Früher ermöglichten Streuobstwiesen einen sanften Übergang von der Landschaft in den bebauten und besiedelten Bereich. Von fern konnte man nur den Kirchturm erkennen…

Die Ausstellung

Auf der Grundlage der Kartierung von alten Kernobstbäumen in den Jahren 2009 bis 2013 wurde eine Wanderausstellung konzipiert. Dieses überregionale LEADER-Projekt mit dem Titel „Erhaltung und Nutzung alter Kernobstsorten im bayerischen Allgäu und am Bodensee“ wurde gefördert von den Landkreisen Lindau, Oberallgäu, Ostallgäu und Unterallgäu, sowie den kreisfreien Städten Kaufbeuren, Kempten und Memmingen.

Im Herbst 2014 machte die Ausstellung Station im Foyer des Landratsamts Unterallgäu. Ausgestellt war zum Beispiel ein begehbarer Apfel, in dem zahlreiche für das Allgäu typische Sorten gezeigt wurden.

Externe Links

Sie wollen wissen, welche Apfel- und Birnensorten in Ihrem Heimatort wachsen, oder Sie wollen wissen, wo im Allgäu eine bestimmte Apfel- oder Birnensorte vorkommt? Thomas Bosch von der Versuchsstation für Obstbau in Schlachters hat zwischen 2009 und 2012 alte Apfel- und Birnbaumbestände im Allgäu kartiert. Hier finden Sie eine Karte. 

 

Ansprechpartner

Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege

Markus Orf
Telefon: (08261) 995-256

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