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Flussraum Iller - Wasserkraft und Natur am Allgäuer Illerdurchbruch erleben

Der Steg über die Iller. Foto: BEW

Das Projekt „Flussraum Iller - Wasserkraft und Natur am Allgäuer Illerdurchbruch erleben“ hat die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH, kurz BEW, in Zusammenarbeit mit den lokalen Aktionsgruppen Kneippland Unterallgäu und Regionalentwicklung Oberallgäu geplant. Die BEW will damit die Menschen für den Flussraum Iller gewinnen und vor allem den Naturraum im und am Wasser aufwerten. 

Fragen und Antworten

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Welche Maßnahmen umfasst das Projekt?

Das Herzstück des Projekts ist ein Erlebnissteg an der Staustufe 6 bei Legau-Sack im Unterallgäu. Er hat eine Spannweite von 81 Metern und ist 1,5 Meter breit. Angegliedert ist ein Aussichtsturm. Das Illerufer wurde abgeflacht und naturnah gestaltet. Besucher haben so Zugang zum Gewässer und es ist gleichzeitig neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen entstanden. Außerdem gibt es ein natürliches Wassertretbecken und eine Fischbeobachtungsstation. Durch ein beleuchtetes Sichtfenster können heimische Fischarten beobachtet werden.
Eine Übersicht über das Projekt können Sie hier herunterladen.

Der Erlebnissteg ist an das Rad- und Wanderwegenetz angebunden. In der Umgebung gibt es zwei Wanderparkplätze - im Bereich Oberbinnwang mit 55 Stellplätzen, im Bereich Graben/Legau mit 26 Stellplätzen. Rad- und Wanderwegverbindungen mit den zwei Wanderparkplätzen finden Sie in diesen Karten.

Weitere Maßnahmen betreffen das Oberallgäu: An der Staustufe 4 bei Altusried wird das Illerufer natürlich gestaltet und an der Staustufe 5 Fluhmühle entsteht ein Zugang zur Iller und eine weitere Fischbeobachtungsstation.

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Wer ist Bauherr des Projektes?

Bauherr ist die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Lechwerke AG. Der Aussichtsturm und der Steg gehen in das Eigentum des Landkreises Unterallgäu über.

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Welche Ziele verfolgen die BEW und der Landkreis Unterallgäu mit dem Iller-Projekt?

Ziel ist es, den Illerwinkel für Wanderer und Radfahrer attraktiver zu machen und stärker als Erlebnis- und Erholungsraum in den Fokus zu rücken.

Der Erlebnissteg ist eine wichtige Verbindung der Rad- und Wanderwege zwischen Legau und Bad Grönenbach (siehe Karten). Bislang konnten Wanderer und Radfahrer die Iller zwischen der Hängebrücke in Fischers bei Altusried und Illerbeuren nur auf der Kreisstraße MN 21 in Unterau überqueren.

Dank einer Fischbeobachtungsstation und der Möglichkeit, an einer neu geschaffenen Gewässerstrecke Bachpatenschaften zu übernehmen, bietet das Projekt auch umweltpädagogische Möglichkeiten. Insbesondere Tiere und Pflanzen in und an der Iller profitieren. 

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Welche Genehmigungsverfahren musste das Projekt „Flussraum Iller“ durchlaufen?

Wasserrechtlich wurden die Maßnahmen in zwei Kategorien unterteilt:

  • Die Herstellung des naturnahen Baches und des Wassertretbeckens sowie die Abflachung des Illerufers gelten als Gewässerausbau. Dafür wurde eine wasserrechtliche Plangenehmigung  erteilt.
  • Der Erlebnissteg führt über das Gewässer, wurde also in einer wasserrechtlichen Anlagengenehmigung gestattet.

Bei beiden wasserrechtlichen Gestattungsverfahren wurden die öffentlichen Belange wie beispielweise die Erschließung, Natur- und Artenschutz berücksichtigt.

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Was kostete die Maßnahmen und wie wurde sie finanziert?

Insgesamt kostete das Projekt rund 863.000 Euro, davon fließen 827.000 Euro in das Projekt bei Legau, 36.000 Euro in die Projekte im Oberallgäu bei Dietmannsried und Altusried.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten hat Leader-Fördermittel in Höhe von 60 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 435.126 Euro, zugesagt. Die Lechwerke AG nimmt 214.000 Euro in die Hand, der Landkreis Unterallgäu steuert ebenfalls 214.000 Euro bei. Außerdem haben sich die Märkte Legau und Bad Grönenbach jeweils mit 25.000 Euro beteiligt.

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Gibt es bereits Auswirkungen auf die Natur?

Die Fischereifachberatung des Bezirks Schwaben hat an den Umgehungsbächen und dem abgeflachten Illerufer Untersuchungen gemacht: In der Wanderhilfe wurden mehr als 10.000 Fische gezählt. Zudem wurden Nase, Barbe, Gründling und Huchen bei Legau nachgewiesen.

Das Fazit des Fischereiverbandes: Die Fischtreppen helfen den Tieren nicht nur, die Stauwehre zu überwinden, sondern sind auch ein eigener wertvoller Lebensraum. Die Hilfen sind Lebensraum für Jungfische oder werden als Laichplatz genutzt.

Mehr Informationen

  • In der Chronologie erfahren Sie, wie sich das Iller-Projekt entwickelt hat.

Hier können Sie einen Kurzfilm über den Bau des Erlebnisstegs sehen. Klicken Sie einfach unten auf das Video:

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