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Daten und Fakten rund um Energie und Emissionen

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Der natürliche Treibhauseffekt ermöglicht überhaupt erst das Leben auf der Erde. Wie ein Gewächshaus hält er die Erde warm. Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und andere Spurengase verursachen diesen Treibhauseffekt.

Seit Beginn der industriellen Revolution und der damit verbundenen Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Erdöl und Kohle nimmt jedoch die Menge der Treibhausgase in der Atmosphäre deutlich zu. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts ist die Durchschnittslufttemperatur um 0,8 Grad Celsius gestiegen.

2016 lag die globale Durchschnittstemperatur circa 0,75 Grad Celsius über dem langjährigen Mittelwert von 1961 bis 1990. Damit war 2016 laut des Umweltbundesamts weltweit das wärmste jemals gemessene Jahr (Grafik zum Herunterladen)! Die 20 wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen liegen alle in der Periode seit 1990.

Um der Klimaerwärmung entgegenzuwirken, muss vor allem der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) und dem Treibhausgast Methan reduziert werden.

Regelmäßig lässt der Landkreis Unterallgäu vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) eine Strombilanz erstellen. Hierbei wird erfasst, wie hoch der Stromverbrauch im Unterallgäu ist, woher der Strom stammt, wie hoch der Anteil an erneuerbaren Energien ist. So lässt sich kontrollieren, ob die gesteckten Ziele erreicht wurden. Zum Beispiel hat in den vergangenen Jahren der Stromverbrauch im Unterallgäu immer weiter abgenommen.

Zurzeit erstellen die Fachstelle für Klimaschutz und das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) eine gemeindescharfe Gesamtenergie- und CO2-Bilanz, die neben dem Bereich Strom auch den Sektor Wärme erfasst.

Fragen und Antworten

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Wie viel Strom wird im Unterallgäu verbraucht?

Der Stromverbrauch im Landkreis hat in den letzten Jahren stetig abgenommen. 2014 lag er bei rund 1022 Gigawattstunden (GWh). 2005 waren es noch rund 1331 GWh. Der Stromverbrauch hat also in diesem Zeitraum um 23 Prozent abgenommen.

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Woher kommt im Unterallgäu der Strom?

Über die Hälfte des im Unterallgäu verbrauchten Stroms stammt inzwischen aus erneuerbaren Energien. Der Anteil an erneuerbaren Energien ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen:

  • 2004 stammten zehn Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien.
  • 2012 waren es bereits 53 Prozent. 
  • 2014 lag der Anteil bei 59 Prozent.

Der Hauptträger der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien ist die Photovoltaik, gefolgt von Energie aus Biomasse und Wasserkraft.

Der Anteil an erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung ist im Unterallgäu höher als in Bayern - hier lag er 2016 bei rund 40 Prozent. In Deutschland liegt der Anteil bei rund 29 Prozent. (Quelle Energieatlas)

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In welchen Bereichen wird im Unterallgäu am meisten Energie verbraucht?

Wie sich der Gesamtenergieverbrauch im Landkreis Unterallgäu verteilt, ist im Klimaschutzkonzept des Landkreises Unterallgäu festgehalten. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2010. Demnach verteilt sich der Engergieverbrauch wie folgt:

  • Wirtschaft: rund 49 Prozent
  • private Haushalte: rund 26 Prozent
  • Verkehrssektor: rund 25 Prozent.
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In welchen Bereichen entstehen im Landkreis Kohlenstoffdioxid-Emissionen?

  • 50 Prozent der CO2-Emissionen im Landkreis gehen auf das Konto der Wirtschaft,
  • 26 Prozent verursacht der Verkehr und
  • 24 Prozent die privaten Haushalte.

 

Pro Einwohner lag die jährliche CO2-Emission 2010 im Unterallgäu bei 13,3 Tonnen. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt im Jahr 2010 lag bei 9,6 Tonnen CO2 pro Einwohner.

(Quelle: Klimaschutzkonzept des Landkreises Unterallgäu, Stand 2010).

Die Unterallgäuer Umweltzeitung

  • Jedes Jahr stellen wir für Sie eine Umweltzeitung zusammen. Darin finden Sie viele Informationen rund um die Abfallentsorgung im Unterallgäu und um den Klimaschutz. Mehr erfahren Sie hier.
 

Ansprechpartner

Klimaschutzmanagerin

Andrea Ruprecht
Telefon: (08261) 995-164

Klimaschutz

Susanne Ruf
Telefon: (08261) 995-169

Klimaschutz

Monika Sirch
Telefon: (08261) 995-629

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