Sonntag, 20.01.19 |
Sie sind hier: Bürgerservice » Kinder, Jugend und Familie » Sorgerecht

Das Sorgerecht

Foto: .shock - Fotolia.com

„Sorgerecht: Das Recht und die Pflicht der Eltern, für das persönliche Wohl ihres Kindes und sein Vermögen zu sorgen und es gesetzlich zu vertreten.“ – Eine einfache Definition für ein Thema, das alles andere als einfach ist. Vor allem deshalb, weil die Frage nach dem Sorgerecht in der Regel nach einer Trennung der Eltern auftaucht. Dann geht es darum, wer zukünftig eben diese Rechte und Pflichten, die mit der Erziehung einhergehen, übernimmt und sich um das oder die Kind(er) kümmert. Aber auch bei Paaren, die nicht miteinander verheiratet sind, stellt sich die Frage, wer das Sorgerecht ausübt.

Wir vom Jugendamt beraten Sie gerne über dieses komplexe Thema – kontaktieren Sie uns einfach persönlich. Vielleicht finden Sie das, was Sie wissen wollen, aber auch schon auf dieser Seite.          

Fragen und Antworten

alle anzeigen / alle verbergen

Antwort auf/zuklappen

Welche Arten des Sorgerechtes gibt es?

Man unterscheidet zwischen dem - in der Regel üblichen - gemeinsamen Sorgerecht von Vater und Mutter und dem alleinigen Sorgerecht eines Elternteiles.

Antwort auf/zuklappen

Was geschieht nach einer Trennung beziehungsweise Scheidung mit dem Kind?

Auch nach einer Trennung oder Scheidung wird davon ausgegangen, dass die Eltern gemeinsam für ihr Kind sorgen, also das gemeinsame Sorgerecht ausüben - wobei das Kind natürlich nur bei einem Elternteil wohnen bleibt. Wenn allerdings ein Elternteil nicht mit dem gemeinsamen Sorgerecht nach der Scheidung einverstanden ist, muss das zuständige Familiengericht entscheiden. Bei dieser Entscheidung des Gerichtes steht die Frage im Vordergrund, wie den Interessen und Bedürfnissen des Kindes am besten entsprochen werden kann.

Antwort auf/zuklappen

Gemeinsames Sorgerecht nach einer Scheidung - wie soll das gehen?

Wie schon gesagt, auch nach einer Scheidung bleibt es grundsätzlich beim gemeinsamen Sorgerecht für das Kind. Der Elternteil, bei dem das Kind wohnt, hat dabei zweifellos mehr Nähe zum Kind und somit auch mehr Einflussmöglichkeiten auf dieses. Angelegenheiten des täglichen Lebens, beispielsweise ob das Kind am Schulausflug teilnehmen darf, können von diesem Elternteil selbstständig entschieden werden.

Weitreichende Entscheidungen, so genannte Angelegenheiten, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind, müssen aber von beiden Elternteilen gemeinsam getroffen werden. Erhebliche Bedeutung haben zum Beispiel Entscheidungen über die Wahl der Schule, des Berufs oder auch über das Vermögen des Kindes.

Antwort auf/zuklappen

Hat das Kind selbst auch ein Mitspracherecht?

Grundsätzlich wird bei der gerichtlichen Entscheidung immer das Wohl des Kindes in den Vordergrund gestellt und dessen Meinung mit berücksichtigt. Wenn das Kind 14 Jahre alt ist, kann es dem Antrag eines Elternteiles auf alleiniges Sorgerecht widersprechen.

Antwort auf/zuklappen

Können auch Eltern, die nicht verheiratet sind, ein gemeinsames Sorgerecht ausüben?

Ja, auch Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind, haben die Möglichkeit, für ihr Kind das gemeinsame Sorgerecht zu vereinbaren und auszuüben. Dazu ist eine übereinstimmende Erklärung – die so genannte Sorgeerklärung – notwendig. Diese wiederum muss vom Jugendamt oder von einem Notar beurkundet werden. Wenden Sie sich einfach direkt an uns. Übrigens, die gemeinsame Sorge kann nur über das Familiengericht wieder abgeändert werden.

Antwort auf/zuklappen

Kann der „nichteheliche Vater“ gegen den Willen der Mutter die gemeinsame Sorge oder ein alleiniges Sorgerecht erzwingen?

Das Familiengericht überträgt auf Antrag die elterliche Sorge oder Teile davon  beiden Eltern gemeinsam, wenn das dem Kindeswohl nicht widerspricht.

Das Familiengericht kann - auch ohne Zustimmung der Mutter - dem Vater die Alleinsorge übertragen. Voraussetzungen dafür sind: Eine gemeinsame elterliche Sorge kommt nicht in Betracht und es ist zu erwarten, dass die Übertragung auf den Vater am besten für das Wohl des Kindes ist.

Antwort auf/zuklappen

Und wie sieht es mit Besuchsrechten aus?

Neben dem Sorgerecht gibt es das so genannte Umgangs- und Besuchsrecht. Es ist für den Elternteil gedacht, bei dem das Kind nicht wohnt und soll gewährleisten, dass beide Elternteile im Sinne der Entwicklung des Kindes regen Kontakt zu diesem haben. Die gängige Regelung für das Besuchsrecht ist alle zwei Wochen am Wochenende und jeweils die Hälfte der Ferien. Es spielt dabei jedoch auch die Entwicklung des Kindes eine wichtige Rolle.

Leider müssen Konflikte um dieses Besuchsrecht häufig vor Gericht geklärt werden. Übrigens, das Umgangs- und Besuchsrecht steht auch anderen Personen zu, zum Beispiel Großeltern oder Geschwistern. Voraussetzung dafür: Es dient dem Wohl des Kindes!

Externer Link

Weitere Informationen finden Sie auch auf den Internetseiten „Eltern im Netz“.

Unsere Ansprechpartner im Überblick

Sie möchten wissen, wer Ihr persönlicher Ansprechpartner im Kreisjugendamt ist? Wir haben eine Übersicht für Sie zusammengestellt, in der Sie Ihre Anlaufstelle nach Gemeinden sortiert finden - egal ob es um die Themen Unterhalt und Vaterschaft, den Allgemeinen Sozialdienst, Pflegekinder und Adoption oder die Koordinierende Kinderschutzstelle geht.

Die Übersicht finden Sie hier.

 

Ansprechpartner

Allgemeiner Sozialdienst

Eva Altenried
Telefon: (08261) 995-290

Allgemeiner Sozialdienst

Sylvia Dachser
Telefon: (08261) 995-461

Allgemeiner Sozialdienst

Gabriele Duschek
Telefon: (08261) 995-460

Allgemeiner Sozialdienst

Isabella Lutz
Telefon: (08261) 995-181

Allgemeiner Sozialdienst

Katharina Maier
Telefon: (08261) 995-462

Allgemeiner Sozialdienst

Anton Schaumann
Telefon: (08261) 995-301

Allgemeiner Sozialdienst

Bernhard Schomanek
Telefon: (08261) 995-300

Allgemeiner Sozialdienst

Julia Weikmann
Telefon: (08261) 995-302

Allgemeiner Sozialdienst

Diana Wurm
Telefon: (08261) 995-603

Aktuelles

Pressemitteilungen abonnieren

Wie man mit traumatisierten Flüchtlingen umgeht

Wie gehe ich mit einem traumatisierten Menschen um? Diese Frage stellen sich viele...

Mit Herz, Phantasie und Einsatzfreude

Im Bild (von links): Pfarrer Dominik Zitzler, Dekan Andreas Straub, Pater Christoph Lentz, die Geehrte Annemarie Leis, ihre Schwester Petra Leis, Landrat Hans-Joachim Weirather, der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Mindelheim, Thomas Schnabel, und Bürgermeister Dr. Stephan Winter. Foto: Eva Büchele/Landratsamt Unterallgäu

„Der Mut wächst immer mit dem Herzen und das Herz mit jeder guten Tat.“ Nehme man dieses Zitat von...

Vortrag zum Thema Wechseljahre

Das Thema „Wandeljahre - Wechseljahre“ steht im Mittelpunkt eines Vortrags von Ingeborg Stadelmann...

Elterncafé: Ende der Elternzeit und Musik sind die Themen im Januar

Auch im Jahr 2019 findet wieder alle zwei Wochen im Werkstattladen in Mindelheim, Maximilianstraße...

Mama Muh schließt im Kinderkino eine ungewöhnliche Freundschaft

„Mama Muh und die Krähe“ läuft im Januar und Februar im Kinderkino. Foto: BJF

Ein Film über eine ungewöhnliche Freundschaft läuft im Januar und Februar im Kinderkino des...

Elterncafe im Oktober

Alle zwei Wochen findet im Werkstattladen in Mindelheim, Maximilianstraße 51, das Elterncafé statt....