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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 15.02.2019

Infektionskrankheiten

Von den Affenpocken über das Denguefieber bis hin zur Tuberkulose: Die Liste der bekannten Infektionskrankheiten ist lang. Auf dieser Seite haben wir Informationen zu einigen Infektionskrankheiten und zur Impfberatung zusammengestellt.

Bitte beachten Sie, dass Impfungen am Gesundheitsamt nicht durchgeführt werden können.

Sie kommen in Warmwassertanks und Wasserleitungen vor und können beim Duschen auf den Menschen übergehen: Legionellen. In manchen Fällen lösen die Bakterien grippeähnliche Symptome aus, es kann aber auch zur sogenannten Legionärskrankheit, einer zum Teil schwer verlaufenden Lungenentzündung, kommen. Deshalb sollte man sich vor Legionellen schützen. Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser oder Bäder sind bereits seit 2003 zu regelmäßigen Kontrollen ihrer Warmwasser-Anlagen verpflichtet. Mit der neuen Trinkwasserverordnung haben sich die Vorschriften verschärft. Nun können zum Beispiel auch Vermieter betroffen sein. Näheres zu diesem Thema haben wir für Sie in Fragen und Antworten zusammengestellt.    

Bei weiteren Fragen zum Thema Legionellen wenden Sie sich bitte an das zuständige Gesundheitsamt. Bei technischen Fragen zu Ihrer Hausinstallation wenden Sie sich bitte an eine Fachfirma. Weitere Informationen zum Thema Trinkwasser und Trinkwasserverordnung finden Sie auf dieser Seite.  

Fragen und Antworten

Was sind Legionellen und wo kommen sie vor?

Legionellen sind Bakterien, die in natürlichen Gewässern und auch im Grundwasser vorkommen. Schnell vermehren können sie sich in warmem und stehendem Wasser. Optimale Bedingungen bieten sich für Legionellen bei Temperaturen zwischen 30 und 50 Grad Celsius, zum Beispiel in Warmwasserinstallationen wie Warmwassertanks oder Wasserleitungen. Zu einer Anreicherung von Legionellen kommt es auch in Wasserleitungen, die vorübergehend nicht genutzt werden, etwa in leerstehenden Wohnungen oder saisonal betriebenen Anlagen wie Campingplätzen.

Welche Erkrankungen lösen Legionellen aus?

Legionellen können beim Menschen unterschiedlich verlaufende Erkrankungen auslösen. Es kann zu grippeähnlichen Symptomen, dem sogenannten Pontiac-Fieber, kommen. Dieses verläuft meist mild und die Erkrankung ist nach einigen Tagen auch ohne Behandlung wieder vorbei. Weitaus gefährlicher ist die sogenannte Legionärskrankheit. Dabei handelt es sich um eine zum Teil schwer verlaufende Lungenentzündung. Bisher kam es im Unterallgäu allerdings noch zu keinen größeren Problemen mit Legionellen-Erkrankungen.

Wie infiziert man sich mit Legionellen?

Mit Legionellen infiziert man sich am häufigsten übers Einatmen. Die Erreger können mit den feinen Wassertröpfchen, die beim Duschen oder in Whirlpools entstehen, in die Luft und so in die Atemwege gelangen. Keine Gefahr besteht beim Trinken des Wassers, also beim „Verschlucken“ von Legionellen. Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.

Wer ist gefährdet?

Legionellen-Erkrankungen können grundsätzlich jeden treffen. Ältere und/oder abwehrgeschwächte Menschen haben ein höheres Erkrankungsrisiko.

Wie kann man sich schützen?

Wichtig ist, dass die Warmwasseranlage baulich und technisch intakt ist und richtig betrieben wird. Das warme Wasser in der Hausleitung sollte konstant auf einer relativ hohen Temperatur zirkulieren, die Duschköpfe sollten regelmäßig entkalkt werden. Insbesondere wenn man länger weg war, sollte man das warme Wasser erst eine Weile ablaufen lassen, bevor man es nutzt.

Müssen Warmwasseranlagen auf Legionellen untersucht werden?

Seit 2003 sind zum Beispiel Hotels, Schulen, Krankenhäuser, Altenheime, Pflegeheime oder Bäder dazu verpflichtet, ihre Wasserleitungen und sonstigen Warmwasser-Installationen jährlich auf Legionellen untersuchen zu lassen und das Ergebnis dem Gesundheitsamt mitzuteilen. Mit der Änderung der Trinkwasserverordnung Ende 2011 wurden die Vorschriften strenger. Jetzt können erstmals auch Vermieter dazu verpflichtet sein, ihre Warmwasser-Installation einmal im Jahr kontrollieren zu lassen.

Was hat sich mit der neuen Trinkwasserverordnung geändert?

Mit der neuen Trinkwasserverordnung kam es zu neuen Regelungen. Die neuen Vorschriften betreffen Trinkwasser-Installationen, die eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung haben und deren Wasser öffentlich oder gewerblich zur Verfügung gestellt wird. Großanlagen zur Trinkwassererwärmung sind Speicher-Trinkwassererwärmer oder zentrale Durchfluss-Trinkwassererwärmer mit einem Inhalt von mehr als 400 Litern und/oder einem Volumen von drei Litern in einer Rohrleitung zwischen dem Abgang des Trinkwassererwärmers und der Entnahmestelle.

Außerdem besteht eine Untersuchungspflicht, wenn es zu einer „Vernebelung“ des Wassers kommt, also wenn zum Beispiel Duschen vorhanden sind und somit eine potentielle Infektionsgefahr besteht. Neu ist auch ein sogenannter technischer Maßnahmenwert von 100 Legionellen je 100 Milliliter Wasser. Wird dieser Wert erreicht, müssen Maßnahmen gegen Legionellen ergriffen werden.

Wer eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung betreibt und das Wasser öffentlich oder gewerblich zur Verfügung stellt, also zum Beispiel der Betreiber einer Schule, ein Hotelier oder ein Vermieter, muss selbstständig dafür sorgen, dass seine Anlage untersucht wird.

Vermieter von Ein- und Zweifamilienhäusern sind nicht von der Untersuchungspflicht betroffen. Die Neuregelung greift ab der Größe eines Dreifamilienhauses. Auch viele Häuser in dieser Größenordnung fallen allerdings nicht unter die Untersuchungspflicht, da sie oft gar keine Großanlage zur Wassererwärmung haben. Zum Beispiel, wenn das Trinkwasser nicht zentral, sondern in den Wohnungen selbst über Durchlauferhitzer, Boiler oder Gasthermen erwärmt wird. Privatpersonen, die ihr Haus ausschließlich selbst bewohnen, sind ebenfalls nicht von der Untersuchungspflicht betroffen – egal wie groß das Haus oder die Anlage zur Trinkwassererwärmung ist.

Grundsätzlich gilt die Untersuchungspflicht nur, wenn das Wasser auch wirklich im gewerblichen oder öffentlichen Sinn zur Verfügung gestellt wird. In einem Fitnessstudio gehören Duschen beispielsweise zum Geschäftsmodell und die Warmwasser-Installationen müssen überprüft werden, falls es sich um eine Großanlage handelt. Keine Untersuchungspflicht gilt laut Trinkwasserverordnung zum Beispiel für den Betreiber einer Autowerkstatt, der seinen Mitarbeitern Duschen anbietet.

Informationen zum Thema Legionellen und Trinkwasser haben wir für Sie auch in diesem Merkblatt zusammengestellt.

Wer untersucht das Warmwasser auf Legionellen?

Das Warmwasser muss von einem anerkannten Labor untersucht werden – in der Regel einmal pro Jahr. Eine Übersicht mit Adressen finden Sie hier. Für die Untersuchungen ist der Inhaber der Warmwasser-Anlage verantwortlich. Erkrankt zum Beispiel ein Mieter, haftet der Vermieter.

Was ist, wenn Legionellen festgestellt werden?

Werden bei einer Untersuchung erhöhte Legionellenwerte (mehr als 100 kolonienbildende Einheiten auf 100 Milliliter Trinkwasser) festgestellt, muss das Gesundheitsamt unverzüglich benachrichtigt werden. In diesem Fall kann die Gesundheit der Wasserabnehmer gefährdet sein. Es müssen die Ursachen gefunden und Abhilfemaßnahmen ergriffen werden. Je nach Befall können unterschiedliche Maßnahmen erforderlich sein.

Grundsätzlich darf Wasser, das nicht den Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) entspricht, nach § 4 TrinkwV nicht als Trinkwasser abgegeben werden. Wer solches Wasser trotzdem als Trinkwasser abgibt, macht sich strafbar!

Nicht überall sind Zecken mit FSME-Viren infiziert, sondern nur in bestimmten Regionen. In Deutschland beispielsweise ist vor allem der Süden betroffen. Regionen, in denen regelmäßig FSME-Erkrankungen auftreten, in denen also die Zecken das Virus tragen, bezeichnet man als Risikogebiete.  Auch der Landkreis Unterallgäu ist seit Mai 2009 FSME-Risikogebiet. Als Risikogebiet gilt ein Landkreis dann, wenn die Anzahl der gemeldeten FSME-Erkrankungen in den letzten fünf Jahren im Landkreis selbst oder in der Kreisregion (bestehend aus dem betreffenden Kreis sowie allen angrenzenden Landkreisen) höher liegt als eine Erkrankung pro 100.000 Einwohner.  
Einige grundlegende Dinge, die Sie über Zecken und die von ihnen übertragenen Krankheiten FSME und Borreliose wissen sollten, haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengefasst.   

Fragen und Antworten

Was für Tiere sind Zecken?

Zecken sind weltweit verbreitete blutsaugende Parasiten, die sich vom Blut ihrer Wirte ernähren. Zecken übertragen Krankheiten auf Mensch und Tier. Ist eine Zecke mit Krankheitserregern infiziert, kann ein an und für sich harmloser Zeckenstich zur Gefahr für den Menschen werden. Im Darm oder in den Speicheldrüsen von Zecken können Bakterien oder Viren sitzen. In Deutschland haben vor allem zwei durch Zecken übertragbare Erkrankungen Bedeutung: die von Bakterien ausgelöste Borreliose und die virale Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME).

Zecken sind bei Temperaturen zwischen sechs und acht Grad Celsius aktiv. Die Infektionen treten demnach in der Regel während der „Zeckensaison“ von März bis Oktober auf, aber auch ein milder Februar oder November lässt die Zecken zur Gefahr werden. Zecken lassen sich übrigens nicht von oben herabfallen, sondern sitzen auf halbhohen Büschen und Bäumen oder auf Gräsern und werden beim Vorübergehen abgestreift. Auch im losen Laub fühlen sich die Spinnentiere wohl. Das Streifen durch Unterholz und Wiesen birgt also Gefahren.

Wie kann ich mich vor einem Zeckenstich beziehungsweise vor Erkrankungen nach einem Zeckenstich schützen?

Beachtet man folgende Verhaltensregeln, so lässt sich das Risiko, von einer Zecke gebissen zu werden beziehungsweise danach an Borreliose oder FSME zu erkranken, verringern:

  • Bei Spaziergängen in Wald und Flur immer geschlossene Schuhe und lange Kleidung tragen. Zusätzlich verhindern über lange Hosen gestülpte Strümpfe das Zeckenstich-Risiko. Auch helle Kleidung zu tragen lohnt sich: Darauf sieht man Zecken besser.
  • Im Wald die Wege benutzen, nicht durch dichtes Gebüsch oder hohes Gras laufen.
  • Die Haut mit Insektenschutzmitteln (Repellentien, z.B. Autan) einreiben.
  • Nach einem Aufenthalt im Freien und möglichen Kontakt zu Zecken alle Körperregionen konsequent absuchen.
  • Wird eine Zecke vorgefunden, sollte diese möglichst rasch zum Beispiel mit Hilfe einer Pinzette oder Zeckenzange entfernt werden. Dabei den Zeckenkopf möglichst mit entfernen.
  • Auf keinen Fall dürfen Öle, Nagellack oder Klebstoffe auf die in der Haut festsitzende Zecke aufgetragen werden. Durch den Erstickungstod des Tieres können Krankheitserreger verstärkt in die Blutbahn eingeschwemmt werden.
  • Beobachten Sie bitte den Stichbereich auch nach dem Entfernen der Zecke weiter und suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie eine sich langsam ausdehnende Rötung um den Stichbereich feststellen.
  • Treten Krankheitssymptome im Bereich des Kopfes oder der Nerven innerhalb weniger Wochen nach dem Zeckenstich auf, dann sollten Sie ebenfalls so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen und ihn auf den vorangegangenen Zeckenstich hinweisen.
Wie erkennt man einen Zeckenstich?

Zecken gehören zur Gattung der Spinnen und haben acht Beine. Beim Zeckenstich steht die Zecke „Kopf“, da das am Kopf befindliche Mundwerkzeug die Haut anritzt. Bis auf das Mundwerkzeug befinden sich alle anderen Körperteile der Zecke bei diesem Vorgang außerhalb des Opfers.

Was sollte man tun, wenn man gestochen wurde?

Die Zecke sollte möglichst schnell entfernt werden. Das Infektionsrisiko zum Beispiel für Borreliose steigt mit der Saugdauer der Zecke. Um die Zecke zu entfernen, sollte man sie möglichst nahe an der Haut mit einer Pinzette oder Zeckenzange fassen und langsam herausziehen. Dabei darf der Körper des Tieres allerdings nicht gequetscht werden, weil sonst Erreger in die Haut gedrückt werden. Die Zecke darf auch auf gar keinen Fall mit Öl, Nagellack, Alkohol oder Klebstoff bestrichen werden. So erstickt sie und es werden verstärkt Krankheitserreger in die Blutbahn geschwemmt. Nach dem Entfernen des Tieres sollte die Einstichstelle etwa vier Wochen lang beobachtet werden.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wenn eine so genannte Wanderröte auftaucht, also wenn es im Bereich der Bissstelle zu einer Rötung kommt, die sich nach außen hin ringförmig ausbreitet, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. 

Was versteht man unter Borreliose und wie gefährlich ist sie?

Die Borreliose ist eine durch Bakterien verursachte Erkrankung. In Deutschland sind die Zecken je nach Region unterschiedlich häufig mit Borreliose infiziert. Teilweise tragen bis zu 50 Prozent der Zecken die Borreliose in sich. Wie in allen Landkreisen Bayerns kam es in der Vergangenheit auch im Unterallgäu zu Erkrankungen an Borreliose.
Kurze Zeit nach dem Zeckenstich kommt es im Bereich der Stichstelle meist, aber nicht immer, zu einer örtlichen Reaktion mit Rötung, die sich nach außen hin ringförmig ausbreitet ("Wanderröte"), welche über Monate bestehen bleiben kann (erste Phase).
Nach etwa vier bis 16 Wochen breiten sich innerhalb der zweiten Phase die Erreger im ganzen Körper aus. Der Patient leidet dann an grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Kopfschmerzen. Dies erschwert die Diagnose der Krankheit. Charakteristisch sind starke Schweißausbrüche. Durch die Ausbreitung im Körper kann es zu einem Befall der Organe, der Gelenke und Muskeln sowie des Nervensystems kommen.
Nach einer Phase ohne weitere Symptome kann es zum Befall des Nervensystems mit Entzündungen des Rückenmarks, der Nervenbahnen und Nervenzellen kommen. Hirnhautentzündung können ebenso auftreten wie Nervenstörungen an verschiedenen Körperregionen bis hin zu kompletten Lähmungserscheinungen.
Wenn die Borreliose nicht rechtzeitig behandelt wird, ist auch eine chronische Infektion möglich. Die Krankheit taucht also immer wieder auf und verschlechtert sich zunehmend.
In einer dritten Phase kann es zu chronischen Störungen am Herzmuskel, an der Haut und an Gelenken oder des Nervensystems kommen, die schwere Beeinträchtigungen bis zur Berufsunfähigkeit nach sich ziehen können.
Da häufig nicht alle drei Krankheitsphasen zum Ausbruch kommen, gestaltet sich die Diagnosestellung mitunter schwierig. Wichtig ist es, dass möglichst sofort mit einer Antibiotika-Behandlung im ersten Stadium der Wanderröte begonnen wird. Dadurch lässt sich häufig ein Fortschreiten der Erkrankung stoppen.

Kann man sich vorsorglich gegen Borreliose impfen lassen?

Eine vorsorgliche Schutzimpfung gegen die bei uns auftretende Form der Borrelien gibt es nicht.

Was ist FSME?

Im Gegensatz zur Borreliose handelt es sich bei der FSME (der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) um eine Viruserkrankung, gegen die Antibiotika wirkungslos sind. Eine Schutzimpfung gegen diese Krankheit ist aber vorsorglich möglich und wird vom Robert-Koch-Institut allen Personen empfohlen, die sich in einem FSME-Risikogebiet aufhalten und durch Aufenthalt in der freien Natur Kontakt zu Zecken haben können. Neuere Empfehlungen schließen für Schutzimpfungen alle Menschen ein, die sich in der freien Natur in Bayern oder Baden-Württemberg aufhalten.

Der Landkreis Unterallgäu ist seit dem Jahr 2009 FSME-Risikogebiet.

Wie verläuft eine FSME-Erkrankung?

Der Verlauf der FSME-Erkrankung ist typischerweise zweigipflig: Zwei bis drei Wochen nach dem Zeckenbiss kommt es zu grippeähnlicher Symptomatik mit Fieber und heftigen Kopf- und Gliederschmerzen. Danach kommt es zu einer Ruhephase und im günstigsten Fall zu keiner weiteren Symptomatik. Häufig schließt sich aber ein zweiter Krankheitsgipfel mit Zeichen der Hirnhaut- oder Gehirnentzündung an, verbunden mit schwerer Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens und Nervenstörungen bis hin zu Lähmungserscheinungen. In schweren Fällen verläuft die Erkrankung auch tödlich.

Wie oft sollte man sich gegen FSME impfen lassen?

Damit ein wirksamer Schutz entsteht, sind drei Impfungen nötig. Etwa vier Wochen nach der ersten Impfung muss die zweite Impfung erfolgen, nach etwa zwölf Monaten dann die dritte. Aufgefrischt werden sollte die Impfung alle drei bis fünf Jahre.
Ob Ihr Impfschutz noch ausreicht, erfahren Sie, indem Sie ihr Impfbuch von Ihrem Hausarzt oder vom Gesundheitsamt überprüfen lassen. Kinder dürfen übrigens ab dem vollendeten ersten Lebensjahr geimpft werden.

Welche Nebenwirkungen können nach einer FSME-Impfung auftreten?

Nach einer FSME-Impfung kann es zu lokalen Reaktionen an der Einstichstelle, grippeähnlichen Symptomen oder auch zu allergischen Reaktionen kommen. Schwere Nebenwirkungen sind extrem selten.

Eine Meningitis (Hirnhautentzündung) ist eine schwere Erkrankung, die durch verschiedene Bakterien oder Viren ausgelöst werden kann und innerhalb kürzester Zeit zu schwersten Krankheitssymptomen führen kann. Eine bakterielle Meningitis ist ein absoluter Notfall, der sofort behandelt werden muss, da jede Stunde für den weiteren Verlauf der Krankheit ausschlaggebend ist.          

Das Gesundheitsamt hat für Sie einige grundsätzliche Informationen zur Erkrankung zusammengestellt.

Fragen und Antworten

Wie kann es zu einer Meningitis kommen?

Grundsätzlich wird zwischen der bakteriellen und der viralen Meningitis unterschieden.
Die virusbedingte Meninigitis ist weitaus häufiger verbreitet. Ursache für diese Entzündung sind - wie der Name schon sagt - Viren.
Es ist sehr wichtig, den Erreger zu ermitteln, da eine virale Meningitis meistens einen weitaus milderen Verlauf hat und viel seltener Folgeschäden verursacht als eine bakterielle Meningitis. Die bakterielle Meningitis wird durch Bakterien ausgelöst. Sie kann lebensgefährliche Komplikationen mit sich bringen. Besonders von der bakteriellen Meningitis gefährdet sind Menschen mit einem geschwächten beziehungsweise im Aufbau befindlichen Immunsystem - also vor allem ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder. Die häufigsten Erreger der "klassischen", bakteriellen Meningitis sind Meningokokken (Neisseria meningitidis), Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) und Haemophilus influenzae.

Wie werden Meningokokken übertragen?

Etwa zehn Prozent der Deutschen tragen Meningokokken im Nasenrachenraum, ohne daran zu erkranken. Da die Keime außerhalb des Körpers gewöhnlich nicht lange überleben, ist für eine Infektion ein enger Kontakt mit Übertragung von Speichel- oder Nasensekret erforderlich. Diese so genannte „Tröpfcheninfektion“ ist zum Beispiel durch Anhusten, Anniesen, aber auch beim Küssen oder beim gemeinsamen Trinken aus einem Glas möglich. Ein höheres Risiko sich anzustecken herrscht auch überall dort, wo viele Menschen eng zusammen kommen, zum Beispiel in Gemeinschaftsunterkünften, in einem vollen Bus, in einer vollen Diskothek oder bei großen Menschenansammlungen.
Nicht anstecken kann man sich in der Regel durch Begegnungen ohne engen Kontakt, wie etwa im Schwimmbad oder auf einer öffentlichen Toilette.

Wie erkennt man eine Meningitis?

Bei an Meningitis erkrankten Patienten zeigt sich hohes Fieber mit starken Kopfschmerzen. Neben einem allgemeinen Krankheitsgefühl können Übelkeit mit Erbrechen sowie eine verstärkte Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Berührung auftreten. Als typisch gilt beispielsweise ein steifer Nacken (Meningismus). Es können Rückenschmerzen und Flecken an der Haut auftreten. Kommt es zusätzlich zu Benommenheit bis hin zu Bewusstlosigkeit oder zu Lähmungen und Sensibilitätsstörungen, dann spricht man von einer Meningoenzephalitis (Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns).

Was sollte man bei einem Verdacht auf Meningitis tun?

Bei den Anzeichen einer Meningitis sollte man sich sofort in ärztliche Behandlung begeben.

Was tun, wenn ein Meningitis-Fall im persönlichen Umfeld aufgetreten ist?

Wenn es in Ihrem persönlichen Umfeld zu einem Meningitis-Fall gekommen ist, dann sollten Sie sofort Ihren Hausarzt aufsuchen und ihm dies mitteilen. Nehmen Sie außerdem mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt Kontakt auf, falls dies nicht schon geschehen ist.

Gibt es eine Möglichkeit, sich gegen eine Meningitis zu schützen?

Es gibt gegen eine Anzahl von Erregern der bakteriellen Meningitis eine Impfung, leider noch nicht gegen alle.

Gegen den seltener auftretenden Meningokokken-Typ C gibt es eine Standardimpfung für Kleinkinder sowie für Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung. 

Detaillierte Informationen zu den Erregern und den entsprechenden Schutzimpfungen finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Grünen Kreuzes.

  • Robert-Koch-Institut:  Informationen über Meningokokken-Erkrankungen.
  • Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (Link fehlt)

Ihre Folgen werden häufig unterschätzt, dabei ist die echte Virusgrippe (Influenza) eine ernst zu nehmende Erkrankung, die nach wie vor zu den Infektionskrankheiten mit den höchsten Sterblichkeitsraten in Deutschland zählt. Das Gesundheitsamt rät deshalb, sich wie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen, einmal jährlich gegen Grippe impfen zu lassen.   
Einige grundlegende Informationen über die Influenza haben wir hier für Sie zusammengestellt.        

Fragen und Antworten

Was versteht man eigentlich wirklich unter einer Grippe?

Oft wird irrtümlicherweise schon eine einfache Erkältung mit Husten und Schnupfen (der so genannte „grippale Infekt“) als Grippe bezeichnet. Die echte Grippe erkennt man in den meisten Fällen daran, dass plötzlich heftige Erkältungsbeschwerden mit Fieber einsetzen. Oft kommen auch starke Muskelschmerzen hinzu.

Aber was macht eine Grippe so gefährlich?

Gerade bei älteren Menschen kann eine Grippe zum Beispiel zu einer Lungenentzündung führen oder das Herz in Mitleidenschaft ziehen. In Deutschland sterben jedes Jahr tausende Menschen an den Folgen einer Grippe.

Sollte sich deshalb jeder impfen lassen?

Empfohlen wird die Impfung für alle über 60-Jährigen. Zudem für Menschen mit Abwehrschwäche, Personen mit chronischen Erkrankungen der Atemwege, Herz-, Kreislauf-, Nieren- oder Leberleiden und Stoffwechselerkrankungen. Wichtig ist eine Impfung auch für alle, die in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und Kindergärten arbeiten und täglich engen Kontakt mit vielen Menschen haben. Diese sollten nicht nur zum eigenen Schutz an eine Impfung denken, sondern sich auch zum Wohl der Patienten, Heimbewohner und Kinder impfen lassen.

Impfungen werden aber durchaus auch kritisch gesehen. Wie gut ist eine Grippeimpfung denn verträglich?

Der Grippe-Impfstoff ist ein moderner, sehr gut verträglicher Impfstoff.

Und wann ist der richtige Zeitpunkt, sich gegen eine Grippe impfen zu lassen?

Der richtige Zeitpunkt für eine Grippe-Schutzimpfung ist Ende Oktober/Anfang November. Es dauert nämlich einige Zeit, bis der Körper nach der Impfung ausreichend Immunität aufgebaut hat.

Weil sich die Grippeviren ständig verändern, muss der Impfschutz jedes Jahr erneuert und angepasst werden.
Für ältere Menschen empfiehlt sich im Übrigen auch, sich auch gegen Pneumokokken impfen zu lassen. So sind sie zusätzlich vor gewissen Atemwegsinfektionen geschützt.

Vor einer einfachen Erkältung schützt die Grippeimpfung aber nicht, oder?

Leider nicht. Gegen eine Erkältung muss man mit anderen Mitteln vorbeugen.

Wie viel kostet eine Grippe-Schutzimpfung?

Die Kosten für die Impfung werden von den Krankenkassen übernommen.

Die Zahl der Menschen, die vor allem in den Wintermonaten am durch Noroviren ausgelösten Brechdurchfall erkranken, ist auch im Unterallgäu in den letzten Jahren stark angestiegen. Vor allem Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Altenheime, aber auch alle anderen öffentlichen Einrichtungen mit viel Kundenverkehr sollten deshalb ihre Hygienemaßnahmen auf hohem Niveau halten.      

Fragen und Antworten

Wie werden Noroviren übertragen?

Noroviren sind hochinfektiös: Schon eine minimale Infektionsdosis von zehn bis 100 Viruspartikeln reicht aus, um sich anzustecken. Die Übertragung erfolgt fäkal-oral. Das heißt, dass mit dem Stuhl (fäkal) ausgeschiedene Erreger über den Mund (oral) aufgenommen werden. Virushaltige Aerosole (also zum Beispiel über die Atemluft während des Erbrechens) können ebenfalls leicht zur Ansteckung führen. Auch über Gegenstände und Oberflächen wie Türklinken und Handläufe sowie über Lebensmittel und Getränke, die mit verunreinigtem Wasser zubereitet wurden, kann eine Ansteckung erfolgen. Erkrankte Personen sollten auf keinen Fall Nahrung für andere zubereiten.

Wie schützt man sich und andere vor einer Erkrankung?

Vermeiden kann man eine Ansteckung schon mit einfachen Maßnahmen - zum Beispiel durch Händewaschen nach dem Toilettengang oder nach Kontakt mit Erbrochenem.
Bei Verdacht auf eine Norovirusinfektion in Schulen, Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen müssen Kinder und Jugendliche mit Symptomen umgehend von Angehörigen abgeholt werden. Der Kontakt zu anderen Kindern und Jugendlichen sollte möglichst eingeschränkt werden.
Zudem ist es wichtig, dass Erbrochenes mit einem Einmalwischlappen entfernt und die verschmutzte Fläche mit Hilfe eines Haushaltsreinigers beseitigt wird. Dabei die Türklinken nicht vergessen.

Welche Symptome treten auf, wenn man sich mit Noroviren infiziert hat?

Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch Übelkeit, schwallartiges Erbrechen und Durchfall; auftreten können auch Bauchkrämpfe, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit dauert es in der Regel 24 bis 48 Stunden. Die Krankheit dauert meist nur einen bis drei Tage; auch symptomarme Verläufe sind möglich. Personen sind insbesondere während der akuten Phase und bis zu 48 Stunden nach Abklingen der Symptome ansteckungsfähig und scheiden die Viren eventuell noch wochenlang über den Stuhlgang aus.

Wie kann man die Noroviren therapieren?

Für die Therapie einer Norovirusinfektion gibt es kein spezifisch wirksames Medikament. Die Behandlung konzentriert sich wie bei anderen Durchfallerkrankungen auf die ausreichende Behandlung der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste. In seltenen Fällen ist eine stationäre Aufnahme erforderlich.

Was sollte man beachten, wenn in der Familie der durch Noroviren ausgelöste Brechdurchfall aufgetreten ist?
  • Da das Virus am häufigsten durch direkten Kontakt zu Erkrankten (virushaltiges Erbrochenes oder Stuhl) oder indirekt über kontaminierte (verschmutze) Flächen (zum Beispiel Waschbecken, Türgriffe, etc.) übertragen wird, kann das Infektionsrisiko allgemein reduziert werden, indem man den Kontakt zu Erkrankten meidet und auf eine sorgfältige Handhygiene achtet. Bei der Betreuung von erkrankten Personen im eigenen Haushalt steht ebenfalls eine gute Hände- und Toilettenhygiene (regelmäßige Reinigung der Kontaktflächen, personenbezogene Hygieneartikel/Handtücher) im Mittelpunkt. Durch Erbrochenes oder mit Stuhl kontaminierte Gegenstände und Flächen (zum Beispiel Waschbecken, Toiletten, Türgriffe, Böden) sollten mit Hilfe von Haushaltsgummihandschuhen gründlich gereinigt werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass es dadurch nicht zu einer Weiterverbreitung kommt - verwenden Sie also am besten Einwegtücher. Ein genereller Einsatz von Desinfektionsmitteln ist im Privathaushalt in der Regel nicht erforderlich. Vielmehr kommt es darauf an, die oben genannten Maßnahmen konsequent einzuhalten.
  • Erkrankte sollten während der akuten Phase der Erkrankung (Durchfall, Erbrechen) außer zur Betreuungsperson möglichst keinen Kontakt zu anderen Haushaltsmitgliedern oder anderen Personen haben. Besonders gefährdet sind Kleinkinder und alte Menschen.
  • Geschirr kann wie üblich gespült werden. Erkrankte sollten möglichst keine Speisen für andere zubereiten. In jedem Falle kommt der Händehygiene vor dem Essen besondere Bedeutung zu. Leib- und Bettwäsche sowie Handtücher sollten mit einem Vollwaschmittel bei Temperaturen von mindestens 60 Grad gewaschen werden. Da das Virus auch nach Abklingen der akuten Krankheitssymptome in der Regel noch ein bis zwei Wochen im Stuhl ausgeschieden werden kann, müssen die genesenen Personen zumindest für diesen Zeitraum auf eine intensive Toiletten- und Händehygiene achten.
  • Für die Erkrankten gelten die bei akuten Magen-Darm-Infektionen üblichen medizinischen Empfehlungen. Neben Bettruhe sollten Sie wegen der zum Teil erheblichen Flüssigkeits- und Elektrolytverluste vor allem auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit und Elektrolyten achten. Nach Abklingen der akuten Symptome kann die Kost wieder langsam aufgebaut werden.
  • Bei schweren Verläufen (starke Flüssigkeitsverluste durch Erbrechen, Durchfall) sollte vor allem bei Kleinkindern, älteren Patienten und Personen mit Grunderkrankungen frühzeitig ein Arzt konsultiert werden, der die entsprechende Gabe von Flüssigkeit und Elektrolyten veranlasst.
Wann darf ein Kind nach einer Noroviren-Infektion wieder in den Kindergarten/die Schule, wann kann man selbst wieder zur Arbeit gehen?

Laut Infektionsschutzgesetz dürfen Kinder unter sechs Jahren, die an einer infektiösen Gastroenteritis erkrankt oder dessen verdächtig sind, Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen. Die Einrichtung sollte auch ein bis zwei Tage nach dem Abklingen der klinischen Symptome nicht besucht werden, dies kann nach dem Infektionsschutzgesetz auch angeordnet werden.
Für ältere Kinder oder erwachsene Betreuer kann die Einhaltung bestimmter Hygieneregeln oder ein Schulbesuchsverbot beziehungsweise im Falle von Betreuern ein Tätigkeitsverbot angeordnet werden.

Kopfläuse? Keine Panik! Kopfläuse sind kein Beinbruch! Sie sind zwar lästig, aber sie sind ungefährlich und übertragen bei uns keine Krankheiten.  Jeder kann Kopfläuse bekommen und niemand muss sich dafür schämen - denn Kopfläuse zu bekommen, ist keine Frage der persönlichen Sauberkeit. Allerdings verbreiten sie sich leicht weiter. Deshalb ist bei Kopflausbefall rasches und konsequentes Handeln angesagt, um die Blutsauger schnell wieder los zu werden.

Fragen und Antworten

Wie sehen Kopfläuse überhaupt aus?

Kopfläuse (Pediculus humanus capitis) sind bis zu drei Millimeter groß. Erwachsene Kopfläuse haben eine hellgraue bis braune Farbe. Meistens befinden sich nicht mehr als 20 Läuse auf dem Kopf - bevorzugt in der Schläfen-, Ohren- und Nackengegend, manchmal aber auch in Augenbrauen und Barthaaren. Die Kopflaus bevorzugt die im Kopfhaar herrschende Temperatur von etwa 28 Grad Celsius. Bei Temperaturen um 22 Grad verlangsamt sich die Entwicklung und bei zehn Grad hört sie fast auf.
Das Weibchen legt vier Eier pro Tag, die so genannten Nissen, die an die Haare geklebt werden. Etwa acht Tage später schlüpft die Larve. Sie durchläuft innerhalb von weiteren acht Tagen drei Entwicklungsstadien (Häutungen). Ein bis zwei Tage nach der dritten Häutung sind die Kopfläuse geschlechtsreif. So entsteht drei Wochen nach der Eiablage eine neue Generation Läuse. Männliche Läuse leben etwa 15 und weibliche 30 bis 35 Tage.

Wie werden Kopfläuse übertragen?

Läuse krabbeln von Haar zu Haar. Sie können nicht fliegen oder springen und werden also nur durch direkten Kontakt übertragen! Hauptgrund dafür, dass Kopfläuse immer noch weit verbreitet sind, ist, dass Betroffene oft nicht genügend über Vermehrung, Übertragungswege und Bekämpfung Bescheid wissen. Erleichtert wird die Ausbreitung der Kopflaus vor allem, wenn viele Menschen auf engstem Raum zusammenleben. Die Übertragung der Kopflaus von Mensch zu Mensch geschieht normalerweise durch direkten Haarkontakt, also zum Beispiel beim Schmusen, Kuscheln oder Necken und wenn Kinder die Köpfe „zusammenstecken“. Aufgrund dieses Übertragungsweges kommt es besonders häufig in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten zur Verbreitung der Kopfläuse.
Kopfläuse können weder springen noch fliegen und überleben ohne Kontakt zu einem Menschen höchstens zwei bis drei Tage. Daher verbreiten sich Kopfläuse (im Gegensatz zu den Kleiderläusen, die jedoch fast nie auf dem Kopf vorkommen) nur sehr selten über Kopfbedeckungen, Kleidungsstücke oder Kopfkissen.

Kann die Kopflaus auch Krankheiten übertragen?

In Deutschland übertragen Kopfläuse derzeit keine Krankheiten.

Wie kann man am schnellsten feststellen, ob ein Kind tatsächlich Kopfläuse hat?

Erstes Zeichen für einen Kopflausbefall ist meist ein ungewöhnlich starker Juckreiz. Könnte es sein, dass sich die Tiere auf dem Kopf ausgebreitet haben, sollten die Haare genau untersucht werden. Dazu kämmt man das nasse Haar Strich für Strich auseinander. Häufiger als die Läuse selbst findet man deren Eier - die so genannten Nissen. Sie sind mit bloßem Auge als kleine, helle, kopfschuppenähnliche Punkte sichtbar und kleben besonders in der Nähe der Kopfhaut an den Haaren fest. Zur Diagnose und Entfernung gibt es auch spezielle Läuse- und Nissenkämme; zusammen mit einem Vergrößerungsglas führen diese zu einer eindeutigen Diagnose.

Sind Kopfläuse gefährlich?

Grundsätzlich ist ein Läusestich harmlos. Die Gefahr, dass sich die Haut entzündet oder es zu einem Hautausschlag kommt, besteht allerdings, wenn man sich ständig kratzt. Dadurch kann es zu offenen Wunden kommen, die sich bei Kontakt mit den Ausscheidungen der Läuse entzünden.

Wie wird man Kopfläuse am schnellsten wieder los?

Eine optimale Behandlung besteht nach heutiger Auffassung in der Kombination chemischer, mechanischer und physikalischer Wirkprinzipien, so dass synergistische Effekte genutzt werden können. Es empfiehlt sich, auch alle Familienmitglieder auf Kopflausbefall zu untersuchen. Oft ist es sinnvoll, diese gleich mitzubehandeln.
Am Tag der Diagnose (Tag 1) sollten die Kopfläuse mit einem Arzneimittel oder Medizinprodukt behandelt werden. Wichtig ist, dass die Gebrauchshinweise dabei ganz genau beachtet werden.
Folgendes Behandlungsschema hat sich bewährt:

  • Tag 1: Mit einem Arzneimittel oder Medizinprodukt behandeln und anschließend nass auskämmen.
  • Tag 5: Nass auskämmen, um früh nachgeschlüpfte Larven zu entfernen, bevor sie mobil sind.
  • Tag 8 oder 9: Erneut mit dem Arzneimittel oder Medizinprodukt behandeln, um spät geschlüpfte Larven abzutöten.
  • Tag 13: Kontrolluntersuchung durch nasses Auskämmen.
  • Tag 17: Eventuell letzte Kontrolle durch nasses Auskämmen.
Welche Mittel gibt es gegen Kopfläuse?

Frei verkäuflich sind folgende Arzneimittel (insektizid): Goldgeist Forte, Infectopedicul und Jacutin Pedicul Spray. Daneben gibt es ölige Medizinprodukte, die Läuse physikalisch und nicht chemisch insektizid abtöten: zum Beispiel Mosquito Läuse Shampoo, NYDA und Jacutin Pedicul Fluid.
Wichtig ist, die Mittel streng nach Gebrauchsanweisung anzuwenden. Augen, Mund und Nase sollten nicht mit den Mitteln in Berührung kommen, da die Wirkstoffe die Schleimhäute reizen. Abgetötete Läuse und Eier können durch Kämmen mit einem Läusekamm entfernt werden. Dessen Zinken stehen enger zusammen als bei einem normalen Kamm.

Was tun mit Kuscheltieren, Bettwäsche und Kleidung?

Kopfläuse können sich nur auf dem menschlichen Kopf ernähren und vermehren. Das Reinigen von Kuscheltieren, Bettwäsche und Kleidung ist also zweitrangig und dient lediglich vorsorglich dazu, eventuell mögliche Übertragungsvorgänge zu unterbrechen.

Muss man Kopfläuse im Kindergarten, der Schule oder dem Gesundheitsamt melden?

Es besteht eine gesetzliche Meldepflicht! Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigte der betroffenen Kinder sind verpflichtet, den Kopflausbefall dem Kindergarten oder der Schule mitzuteilen. Kindergarten- beziehungsweise Schulleitung informieren dann das Gesundheitsamt. Dies ist vorgeschrieben, damit die Häufigkeit und Ausbreitung von Kopflausbefall überwacht werden kann.

Wann dürfen Kinder nach einem Kopflausbefall wieder in den Kindergarten oder die Schule?

Nach der korrekt durchgeführten Behandlung mit einem Mittel gegen Kopflausbefall darf das betroffene Kind gleich wieder in die Schule oder den Kindergarten gehen. Wichtig ist hierbei allerdings, dass die Behandlung unbedingt so durchgeführt wurde, wie es im Beipackzettel beschrieben wird.

Positiv? Negativ? Sie haben Fragen zu HIV/Aids? Sie haben Befürchtungen, sich angesteckt zu haben? Sie wollen vor einer neuen Beziehung auf Nummer Sicher gehen? Sie gehören zu einer Risikogruppe? Wenn Sie befürchten, sich mit HIV infiziert zu haben, sollten Sie sich beraten lassen. Stellt sich bei der Beratung heraus, dass tatsächlich ein HIV-Risiko bestanden hat, kann Ihnen ein HIV-Test Gewissheit verschaffen.

Sie können ein persönliches Beratungsgespräch oder einen Termin für einen HIV-Test jederzeit mit uns vereinbaren unter Telefon (08261) 995-406.
 

Das Wichtigste zum HIV-Test auf einen Blick:

  • Das Wissen um eine HIV-Erkrankung ermöglicht den rechtzeitigen Zugang zu wirksamen Behandlungsmöglichkeiten.
  • Ob Sie einen Test machen oder nicht, ist Ihre freie Entscheidung. Der HIV-Test darf von niemandem ohne Ihr Wissen und Ihr Einverständnis vorgenommen werden, und niemand darf Sie dazu zwingen.
  • Wenn Sie ausschließen wollen, dass Sie sich mit HIV infiziert haben, sollten Sie den Test frühestens sechs Wochen nach der letzten Risikosituation durchführen lassen. Bis dahin können Sie sich und Ihre Sexualpartner mit Kondomen schützen.
  • Der HIV-Test ist keine Vorbeugemaßnahme. Schützen können Sie sich nur, indem Sie „Safer-Sex“ und „Safer-Use-Regeln“ beachten.

In den vergangenen Jahren sind wieder vermehrt Infektionen aufgetreten, die bislang in Europa als eher selten galten. Impfungen gehören zu den erfolgreichsten Vorbeugungsmaßnahmen der Medizin. Viele sehr gefährliche Krankheiten können damit verhindert werden. Eine Impfpflicht besteht in Deutschland allerdings nicht - und weil deshalb viele Menschen Impfungen für nicht (mehr) notwendig halten, haben etliche Kinder, Jugendliche und Erwachsene teils erhebliche Impflücken. Dies birgt jedoch die Gefahr, zum Beispiel an Wundstarrkrampf, Diphtherie oder auch an Masern zu erkranken. Gerade die Gefahr einer Masernerkrankung wird in manchen Bevölkerungskreisen weit unterschätzt.
Im Folgenden finden Sie einige grundsätzliche Informationen rund um das Thema Impfungen. Natürlich beraten wir Sie bei Fragen auch gerne persönlich. Um einen kostenlosen Beratungstermin zu vereinbaren, melden Sie sich bitte an unter Telefon (08261) 995-406.

Fragen und Antworten

Wogegen und wann sollte ich meine Kinder impfen lassen?

Wir empfehlen das Schema nach den  Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Einen Impfkalender mit den Standardimpfungen für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sowie mit empfohlenem Impfalter und den Mindestabständen zwischen den Impfungen finden Sie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts. Klicken Sie hier und Sie werden weitergeleitet.

Welche Impfungen werden für Erwachsene empfohlen?

Alle Personen sollten im täglichen Leben über einen ausreichenden Impfschutz verfügen. Dies gilt besonders auf Reisen. Dazu gehört auch eine vollständige Grundimmunisierung. Jeder Erwachsene in Deutschland sollte in seinem Leben mindestens dreimal gegen Diphtherie, Tetanus und Poliomyelitis geimpft worden sein. Der Impfschutz gegen Diphtherie und Tetanus muss alle zehn Jahre aufgefrischt werden, gegen Polio nur noch bei Bedarf.
Während der vergangenen Jahre wurde die Notwendigkeit von regelmäßigen Impfungen und Auffrischungen bei Kindern immer wieder betont, der Impfschutz bei Erwachsenen hingegen oft vernachlässigt.

Für Erwachsene werden bei uns in Deutschland routinemäßig Impfungen gegen folgende Infektionskrankheiten empfohlen:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Polio
  • Influenza
  • FSME (Risikogebiete beachten)
  • Pneumokokkeninfektion
  • Keuchhusten (Pertussis)
  • Masern
  • Mumps
  • Röteln

Für spezielle Berufsgruppen werden nach der Biostoffverordung ebenfalls noch weitere Impfungen angeboten. Einen Impfplan für Erwachsene hat die Ständige Impfkommission ebenfalls zusammengestellt. Dieses so genannte "epidemiologische Bulletin" finden Sie ebenfalls auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts. Klicken Sie hier und Sie werden weitergeleitet.

Werden die Kosten für die Impfungen von der Krankenkasse übernommen?

Die Kosten für Schutzimpfungen werden von unterschiedlichen Stellen erstattet. Außer den Krankenkassen können dies zum Beispiel der öffentliche Gesundheitsdienst oder weitere in gesetzlichen Vorschriften (wie zum Beispiel der Biostoffverordnung) benannte Stellen wie zum Beispiel der Arbeitgeber sein. Ob die Kosten für eine bestimmte Impfung übernommen werden, erfragen Sie am besten bei Ihrem Arzt.

Immer wieder kursieren Horrormeldungen über Impfschäden. Wie ernst sollte man diese nehmen?

Die Zahl der Impfungen steigt – aber werden wir deshalb gesünder? Die Frage ist immer wieder diskutiert worden, keineswegs erst in den letzten Jahren. Als die Pockenschutzimpfung für Kinder durch das Reichsimpfgesetz 1874 verpflichtend eingeführt wurde, überschlug sich die Debatte, und Kritiker begründeten Zeitschriften wie "Der Impfgegner", um ihren Argumenten Gehör zu verschaffen. Bei modernen Impfungen überwiegt der Nutzen das Risiko bei weitem.

Umfassend können Sie sich über dieses Thema im Internetauftritt des Robert-Koch-Instituts informieren.

Wo findet man detaillierte Informationen über die verschiedenen Impfungen?

Umfassend können Sie sich über dieses Thema im Internetauftritt des Robert-Koch-Instituts informieren. Klicken Sie hier und Sie werden weitergeleitet.
Daneben informiert das Deutsche Grüne Kreuz in seinem Internetauftritt über Infektionskrankheiten und mögliche Impfungen. Hier finden Sie Näheres.

Wo erfahre ich, welche Impfungen vor meiner nächsten Urlaubsreise wichtig sind?

Frühzeitig - spätestens sechs Wochen vor Beginn der Reise - sollten Sie sich vor einem Urlaub im Ausland über Gefahren und geeignete Impfungen informieren. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf unserer Seite „Für den Urlaub“.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 15.02.2019