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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 04.12.2019

Anerkennung

„Tu so viel Gutes, wie Du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber“, dieser Spruch des englischen Schriftstellers Charles Dickens trifft auf viele Unterallgäuer zu, die sich ehrenamtlich engagieren. Die meisten machen nie viel Aufheben über ihren Einsatz, sie tun es einfach und arbeiten in ihrer Freizeit für ihren Verein oder eine Gruppe. Wie diese Arbeit im Unterallgäu dennoch honoriert wird, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Was sie für die Gesellschaft leisten, ist unbezahlbar. Und sie erwarten auch gar nicht, dass die unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden mit Geld aufgewogen werden: Die vielen ehrenamtlichen Helfer im Landkreis Unterallgäu. Kleine finanzielle „Zuckerl“ sollen ihnen ihre Arbeit aber etwas versüßen. Mit der Bayerischen Ehrenamtskarte, die der Landkreis Unterallgäu seit Juni 2012 anbietet, erhalten bürgerschaftlich Engagierte vielfältige Vergünstigungen. Der Landkreis Unterallgäu sagt damit Danke für den unermüdlichen Einsatz fürs Gemeinwohl.      

Fragen und Antworten

Was ist die Ehrenamtskarte?

Die Ehrenamtskarte ist eine Art Rabattkarte. Wer sich ehrenamtlich engagiert – zum Beispiel im Sportverein, in der Kirche oder in einer Selbsthilfegruppe – erhält mit dem kleinen Ausweis vielfältige Vergünstigungen.
Mit der Ehrenamtskarte soll bürgerschaftliches Engagement stärker gewürdigt werden. Sie ist ein Zeichen der Anerkennung und des Danks des Landkreises an alle Bürger und Bürgerinnen, die sich für die Gemeinschaft einsetzen und damit zu den Stützen unserer Gesellschaft gehören.

Welche Vergünstigungen gibt es mit der Karte?

Mit der Ehrenamtskarte erhält man Vergünstigungen bei Einrichtungen des Freistaats Bayern (Schlösser, Museen, Seenschifffahrt), bei kommunalen Einrichtungen sowie bei Gewerbetreibenden aus der Privatwirtschaft. Welche Stellen die Karte im Landkreis Unterallgäu akzeptieren, finden Sie hier.

Die Ehrenamtskarte gilt nicht nur im Unterallgäu, sondern in ganz Bayern – vorausgesetzt der jeweilige Landkreis oder die jeweilige kreisfreie Stadt beteiligt sich an der Initiative des Freistaats. Welche Einrichtungen in Bayern Vergünstigungen anbieten, erfahren Sie auf der Internetseite des Bayerischen Sozialministeriums.

Wer bekommt die Ehrenamtskarte?

Die Ehrenamtskarte kann von allen Bürgern des Landkreises Unterallgäu beantragt werden, die sich durchschnittlich mindestens fünf Stunden pro Woche bürgerschaftlich engagieren und seit zwei Jahren unentgeltlich im Einsatz sind. Auch Projektarbeiten mit jährlich mindestens 250 Stunden werden anerkannt. Ein angemessener Kostenersatz ist zulässig. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre.

Wer die Jugendleiterkarte „Juleica“ besitzt, bekommt auf Wunsch ohne weitere Prüfung der Voraussetzungen eine Ehrenamtskarte. Das gilt auch für aktive Feuerwehrdienstleistende mit abgeschlossener Truppmannausbildung (Feuerwehrgrundausbildung).

Was ist der Unterschied zwischen der regulären, blauen Ehrenamtskarte und der goldenen Ehrenamtskarte?

Im Gegensatz zur blauen Ehrenamtskarte ist die goldene Ehrenamtskarte unbegrenzt gültig. Die goldene Ehrenamtskarte erhalten Inhaber des Ehrenzeichens des Ministerpräsidenten sowie Feuerwehrdienstleistende, die das Feuerwehrehrenzeichen des Freistaats Bayern für 25-jährige oder 40-jährige aktive Dienstzeit erhalten haben. Außerdem bekommen Einsatzkräfte im Katastrophenschutz und Rettungsdienst die goldene Ehrenamtskarte, die die Auszeichnung des Bayerischen Innenministeriums für 25-jährige und 40-jährige Dienstzeit erhalten haben.

Wo erhält man die Ehrenamtskarte?

Sie können die Ehrenamtskarte bei uns am Landratsamt beantragen. Füllen Sie dazu diesen Antrag aus und lassen Sie sich darauf von Ihrer Trägerorganisation, also zum Beispiel von dem Verein, in dem Sie sich engagieren, den Umfang Ihrer ehrenamtlichen Arbeit bestätigen.

Wie lange gilt die Ehrenamtskarte?

Die reguläre, blaue Ehrenamtskarte gilt drei Jahre lang in Verbindung mit einem Ausweis. Danach muss sie neu beantragt werden, eine automatische Verlängerung erfolgt nicht. Die goldene Ehrenamtskarte ist unbegrenzt gültig.

Wer genau kann Karteninhabern Vergünstigungen gewähren?

Vergünstigungen gewähren können Einzelhändler, Dienstleister, Inhaber von Gastronomiebetrieben und Freizeiteinrichtungen, Vereine, sonstige Gewerbetreibende sowie öffentliche Einrichtungen. Wer die Karte anerkennt, ist eine sogenannte Akzeptanzstelle.

Wie werde ich eine Akzeptanzstelle?

Sie müssen dazu eine Akzeptanzpartnervereinbarung ausfüllen und genau beschreiben, um welche Art von Vergünstigung es sich handeln soll. Zum Beispiel können Sie Karteninhabern einen bestimmten Rabatt auf einen Einkauf gewähren, einen ermäßigten Eintritt anbieten oder einen Gutschein ausgeben. Der Landkreis Unterallgäu veröffentlicht dann, dass Sie die Ehrenamtskarte unterstützen und bindet Sie in das System aus Akzeptanzstellen ein. Die Teilnahme ist für Sie kostenlos.

Die Akzeptanzpartnervereinbarung finden Sie hier.

  • Das Bayerische Sozialministerium hat unter www.ehrenamtskarte.bayern.de eine Internetseite zum Thema Ehrenamtskarte zusammengestellt. Hier erfahren Sie zum Beispiel, bei welchen Einrichtungen in Bayern es mit der Ehrenamtskarte Vergünstigungen gibt.

Der Bayerische Jugendring und seine Gliederungen stellen für ehrenamtlich Engagierte in der Jugendarbeit den Ehrenamtsnachweis Bayern aus. Dieser besteht aus einer Urkunde und einem Beiblatt, in dem die Tätigkeitsfelder und Kompetenzen dokumentiert werden können. Während die Urkunde eine besondere Form der Anerkennung des geleisteten Engagements darstellt, eignet sich das Beiblatt auch als Nachweis der ehrenamtlichen Tätigkeit für berufliche Bewerbungen.

Fragen und Antworten

Wer kann den Ehrenamtsnachweis ausstellen?

Ausstellen können den Ehrenamtsnachweis Bayern alle Verbände, Institutionen und Organisationen sowie deren Mitglieder, die vom „Trägerkreis Ehrenamtsausweis“ dafür autorisiert sind.

Eine Übersicht über alle berechtigten Organisationen finden Sie hier.

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um den Ehrenamtsnachweis beantragen zu können?

Voraussetzungen sind zum Beispiel ein Einsatz von mindestens 80 Stunden im Jahr - für Schüler gilt die Untergrenze von 60 Stunden. Das Mindestalter wurde auf 14 Jahre festgelegt. Außerdem darf die Tätigkeit nicht wie eine vergleichbare berufliche Aktivität vergütet werden.

Mehr dazu finden Sie hier.

Für welche Tätigkeiten kann der Ehrenamtsnachweis ausgestellt werden?

Der Ehrenamtsnachweis Bayern kann für alle dem Gemeinwohl dienenden Tätigkeiten im Rahmen eines bürgerschaftlichen Engagements ausgestellt werden.

Wie sieht der Ehrenamtsnachweis aus?

Der Ehrenamtsnachweis Bayern besteht aus einer Urkunde, mit der dem Ehrenamtlichen für sein Engagement gedankt wird, und einem Urkundenbeiblatt, das dem Nachweis der Tätigkeit dient.

Vom Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland bis zur Kommunalen Dankurkunde, von der Bayerischen Pflegemedaille bis zum Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten: Es gibt eine Vielzahl an Ehrungen und Auszeichnungen. Sie sind eine öffentliche Anerkennung für ehrenamtliches Engagement. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Ehrungen und Auszeichnungen. Sie erfahren, wer für was in Frage kommt und wie man jemand für eine Auszeichnung vorschlagen kann. Dabei gilt der Grundsatz: Wer sich selbst vorschlägt, kann nicht geehrt werden.

Übersicht über die Geehrten des Landkreises Unterallgäu im Jahr 2019

  • Ehrenzeichen in Silber für Verdienste um den Malteser Hilfsdienst: Rodica Rogg aus Mindelheim (2. Dezember)
  • Ehrenzeichen in Silber für Verdienste um das BRK: Margit Schorer aus Dirlewang und Michael Schröter aus Babenhausen (2. Dezember)
  • Ehrenzeichen in Gold für Verdienste um das BRK: Edwin Grüllmayer aus Ettringen (2. Dezember)
  • Kommunale Verdienstmedaille in Bronze: Johann Egger aus Salgen (11. November)
  • Kommunale Dankurkunde: Josef Lederle aus Unteregg (30. Oktober) 
  • Kommunale Verdienstmedaille in Bronze: Karin Schmalholz aus Apfeltrach (30. Oktober)
  • Kommunale Verdienstmedaille in Bronze: Josef Hundegger aus Hawangen (30. Oktober)
  • Kommunale Verdienstmedaille in Bronze: Josef Steidele aus Kammlach (30. Oktober)
  • Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten: Franziska Wacker aus Kronburg-Illerbeuren und Moritz Heckler aus Legau (30. September)
  • Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland: Martin Kistler aus Bad Wörishofen (8. August)
  • Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenden: Heidrun Bauer aus Heimertingen (8. August)
  • Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten: Elfriede Brennich aus Memmingen und Bernhard Schneider aus Ottobeuren (27. Juni)
  • Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten: Elke Müller aus Lautrach (3. Juni)
  • Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten: Gerlinde Görres aus Ottobeuren (10. Mai)
  • Bayerische Pflegemedaille: Benedikt Eichele aus Ottobeuren (23. Januar)
  • Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten: Annemarie Leis aus Mindelheim (10. Januar)

Fragen und Antworten

Welche Ehrungen und Auszeichnungen gibt es überhaupt?

Es gibt eine Vielzahl an Ehrungen und Auszeichnungen - auf Bundes-, Länder-, Landkreis- oder auch Gemeindeebene. Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ehrungen:

  • Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland
    • Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und höher
    • Bundesverdienstkreuz am Bande
    • Bundesverdienstmedaille
  • Bayerischer Verdienstorden
  • Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern
  • Kommunale Dankurkunde
  • Kommunale Verdienstmedaille in Gold, Silber und Bronze
  • Bayerische Rettungsmedaille
  • Bayerische Pflegemedaille
  • Landkreisnadel in Gold, Silber und Bronze
  • Sportlerehrung des Landkreises Unterallgäu
Wer kann einen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten?

Die Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland - also Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und höher, Bundesverdienstkreuz am Bande und Bundesverdienstmedaille - sind die höchste Form der Anerkennung durch die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl.

Voraussetzungen:
Um einen Verdienstorden der Bundesrepublik zu erhalten, muss man besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlich-sozialem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet geleistet oder sich besonders um die Bundesrepublik Deutschland verdient gemacht haben. Dazu zählen zum Beispiel auch Verdienste aus dem sozialen, karitativen und mitmenschlichen Bereich.

Anregungen und Vorschläge:
Jeder kann die Verleihung des Verdienstordens an einen anderen formlos anregen. Am einfachsten geht es, wenn Sie Ihre Ordensanregung über die Gemeinde oder direkt beim Landratsamt einreichen. Wir leiten dann das notwendige Verfahren in die Wege. Einen Antrag für eine Vorschlagsempfehlung finden Sie hier. Außerdem haben wir für Sie ein Merkblatt zusammengestellt.

Der Bayerische Ministerpräsident schlägt - nachdem geprüft wurde, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind - als „Vorschlagsberechtigter“ verdiente Bürgerinnen und Bürger des Freistaates dem Bundespräsidenten zur Auszeichnung mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland vor.

Die Auszeichnung wird gewöhnlich durch den Ministerpräsidenten, einen Minister, den Regierungspräsidenten oder den Landrat überreicht.

Wer kann den Bayerischen Verdienstorden erhalten?

Der Bayerische Verdienstorden wird als „Zeichen ehrender und dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk“ jährlich vom Ministerpräsidenten verliehen. Er ist der höchste Verdienstorden in Bayern und ist auf 2000 lebende Träger begrenzt.

Voraussetzungen:
Voraussetzungen für die Verleihung des Bayerischen Verdienstordens sind herausragender Einsatz und außerordentliches Engagement für das bayerische Gemeinwesen.

Anregungen - Vorschläge:
Jeder kann die Verleihung des Verdienstordens an einen anderen formlos anregen. Anregungen sind auch über das Landratsamt an die Regierung oder über die Gemeinden an das Landratsamt möglich. Einen entsprechenden Antrag finden Sie hier.

Und wer kann mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet werden?

Geschaffen wurde das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten, um ehrenamtliche Tätigkeiten im örtlichen Bereich hervorzuheben und auszuzeichnen. Jährlich können damit höchstens 2000 Personen ausgezeichnet werden, 40 Prozent davon müssen Frauen sein. Übersichtlich finden Sie alle Kriterien für die Verleihung des Ehrenzeichens des Bayerischen Ministerpräsidenten in diesem Merkblatt. Wer jemanden für das Ehrenzeichen vorschlagen möchte, kann seinen Vorschlag beim Landratsamt einreichen. Einen entsprechenden Antrag finden Sie hier.  

Voraussetzungen:
Grundvoraussetzung ist eine mindestens 15-jährige ehrenamtliche aktive Tätigkeit in Vereinen, Organisationen oder sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen oder anderen gemeinnützigen Zielen. Davon ausgenommen sind, weil es hierfür spezielle Ehrenzeichen gibt, die Bereiche kommunale Selbstverwaltung, Bayerisches Rotes Kreuz, Freiwillige Feuerwehr und Technisches Hilfswerk.

Weitere Voraussetzungen sind

  • hervorragender gemeinnütziger („fremdorientierter“) Einsatz, also ohne Eigeninteresse,
  • Funktionsträger mit Einsatz über das übliche Maß hinaus,
  • vorrangig Tätigkeiten im Stillen („Seele des Vereins“),
  • Auszeichnung mit dem Ehrenzeichen ist nach Verleihung eines Bundesordens nicht mehr möglich,
  • auch im Nachhinein erhältlich, aber: Tätigkeit darf nicht länger als etwa sechs Jahre zurück liegen

Grundsätzlich nicht mit dem Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten ausgezeichnet wird man für seinen Einsatz für die Familie, als „Einzelkämpfer“, für zwischenfamiliäre oder nachbarschaftliche Selbsthilfe oder für klassische Ehrenämter im demokratischen Staat (Wahlhelfer, ehrenamtliche Richter, Feldgeschworener…).

Anregungen - Vorschläge:
Jeder Bürger kann gegenüber den Vorschlagsberechtigten Anregungen machen, wem das Ehrenzeichen verliehen werden sollte. Vorschlagsberechtigt sind Kabinettsmitglieder, Regierungspräsidenten, Landräte und Oberbürgermeister kreisfreier Städte. Die Zuständigkeit ergibt sich aus dem Wohnsitz des Vorgeschlagenen.

Wer kann mit einer kommunalen Dankurkunde ausgezeichnet werden?

Der Staatsminister des Innern spricht durch eine Dankurkunde kommunalen Mandatsträgern für langjähriges Wirken im Dienste der Selbstverwaltung Dank und Anerkennung aus. Die Verleihung der Dankurkunde ist auch an Bürger möglich, die ein Ehrenamt im Sinne des Artikels 19 der Gemeindeordnung oder vergleichbarer Vorschriften ausgeübt haben, ohne Mandatsträger gewesen zu sein. Dazu zählen zum Beispiel ehrenamtliche Kassenverwalter, ehrenamtliche Heimat- und Denkmalspfleger, Ortssprecher, Ortswaisenräte, etc.

Feuerwehrleute oder Feldgeschworene kommen in diesem Zusammenhang nicht in Betracht, da für diese besondere Ehrungen vorgesehen sind.

Die Dankurkunde wird erst dann verliehen, wenn sich die Tätigkeit auf mindestens 18 Jahre erstreckt hat. Wer mit der kommunalen Verdienstmedaille ausgezeichnet worden ist oder nach Auffassung der Regierung in absehbarer Zeit ausgezeichnet werden sollte, kann für die Dankurkunde nicht vorgeschlagen werden.

Wer kann eine Kommunale Verdienstmedaille erhalten?

Die Kommunalen Verdienstmedaillen in Bronze, Silber und Gold werden jährlich vom Bayerischen Innenministerium verliehen für langjähriges verdienstvolles Wirken in der kommunalen Selbstverwaltung. Die Kommunale Verdienstmedaille ist kein Orden oder Ehrenzeichen und daher nicht zum Tragen in der Öffentlichkeit bestimmt. Ausgezeichnet werden können Bürgermeister, Gemeinde- und Kreisräte. Vorschläge können beim Landratsamt eingereicht werden.

Ob die Medaille in Silber oder Bronze in Betracht kommt, richtet sich nach dem Umfang und der Bedeutung der Aufgabe sowie nach der Dauer der Tätigkeit. Die Kommunale Verdienstmedaille in Gold wird nur in wenigen außergewöhnlichen Fällen verliehen. Für eine solche Auszeichnung kommt nur in Betracht, wer sich in hervorragender Weise um die kommunale Selbstverwaltung in Bayern verdient gemacht und durch seine Leistungen die kommunale Selbstverwaltung entscheidend mitgeprägt und gefördert hat.

Wer kommt für die Bayerische Rettungsmedaille in Frage?

Um mit der Bayerischen Rettungsmedaille ausgezeichnet werden zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Leben wurde gerettet,
  • es bestand eigene unmittelbare Lebensgefahr,
  • für die Rettung war ein nicht mehr zumutbares Maß an Opferbereitschaft erforderlich, sie erforderte also auch eine Pflichtüberschreitung bei Rettungskräften wie etwa der Feuerwehr.
  • Bestand keine eigene Lebensgefahr, erfolgte die Rettung aber unter besonders schwierigen Umständen (erschwerte Verhältnisse, Gesundheitsgefährdung), kommt zwar nicht die Bayerische Rettungsmedaille in Betracht, es kann aber eine öffentliche Belobigung (Christophorus-Medaille) ausgesprochen werden.


Anregungen - Vorschläge:
Vorschläge für die Verleihung der Rettungsmedaille kann jeder Bürger bei dem Landratsamt machen, in dessen Kreisgebiet die Rettungstat ausgeführt wurde. Die Rettungstat sollte nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.

Wem kann die Bayerische Pflegemedaille verliehen werden?

Mit der Bayerischen Pflegemedaille werden besondere Verdienste um pflegebedürftige Menschen und pflegebedürftige Menschen mit Behinderung ausgezeichnet.

Voraussetzungen:

  • Die Pflege muss grundsätzlich unentgeltlich und im häuslichen Bereich ausgeübt werden
  • Die Pflege muss regelmäßig geleistet und grundsätzlich über einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens fünf Jahren erbracht worden sein
  • Nach einer 20-jährigen umfassenden Pflegetätigkeit ist die Verleihung mit dem Bundesverdienstorden möglich.


Anregungen - Vorschläge:
Vorschlagsberechtigt sind Wohlfahrts- und Behindertenverbände, Sozialleistungsträger, Behinderteneinrichtungen, Gemeinden und alle Bürger. Der Vorschlag für die Ehrung muss bei der Gemeinde, in der die zu ehrende Person lebt, eingereicht werden. Einen Antrag auf Verleihung der Pflegemedaille finden Sie hier.

Gibt es noch weitere Ehrungen?

Neben den genannten Auszeichnungen gibt es noch viele weitere Orden, Ehrenzeichen und Medaillen, die die Anerkennung des Staates für herausragende Leistungen zum Ausdruck bringen. Der Freistaat Bayern würdigt zum Beispiel Personen, die sich durch vorbildliche Leistungen im Gesundheits- und Pflegebereich auszeichnen, mit dem "Weißen Engel". Langjähriges ehrenamtliches Engagement für die Umwelt wird mit dem "Grünen Engel" ausgezeichnet. Für besonderen Einsatz um Bau- oder Bodendenkmäler kommt die Denkmalschutzmedaille in Frage und wer sich um die Bayerische Verfassung verdient gemacht hat, kann vom Landtag mit der Bayerischen Verfassungsmedaille ausgezeichnet werden.

Gerne stimmen wir mit Ihnen ab, welche Auszeichnung konkret in Frage kommt. Wenden Sie sich einfach an uns.

Welche Ehrungen und Auszeichnungen vergibt der Landkreis selbst?

Kreisräten und Bürgermeistern verleiht der Landkreis nach einer mindestens 18-jährigen Dienstzeit für ihr Engagement eine Landkreisnadel - in Bronze (für 18-jährige Dienstzeit), Silber (24 Jahre) oder Gold (30 Jahre).

Für besondere sportliche Leistungen zeichnet der Landkreis jedes Jahr verdiente Sportlerinnen und Sportler aus. Nähere Informationen über die Sportlerehrung des Landkreises Unterallgäu finden Sie hier.

Welche Ehrungen gibt es auf Gemeindeebene?

Einige Unterallgäuer Gemeinden haben eigene Ehrenordnungen und verleihen zum Beispiel Bürgermedaillen. Sie können auch Persönlichkeiten, die sich um die Gemeinde besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenbürgern ernennen.

Wenn Sie genau wissen möchten, ob und welche Ehrungen und Auszeichnungen es in Ihrer Gemeinde gibt, so fragen Sie am besten direkt dort nach.

Was muss ich nun also tun, wenn ich jemanden für eine Ehrung vorschlagen möchte?

Wenn Sie der Meinung sind, dass jemand für seinen Einsatz und seine Verdienste ausgezeichnet werden sollte, so wenden Sie sich am besten an uns. Sie erhalten dann die passende Vorlage, in die Sie unter anderem sämtliche Verdienste der Person möglichst detailliert eintragen sollten. Wichtig ist hierbei immer, gerade auch auf Jahreszahlen wert zu legen und nicht zu schreiben „über viele Jahre“.

Jeder Ordensvorschlag wird übrigens absolut vertraulich behandelt! Wir hören allerdings immer die Gemeinde und alle betroffenen Vereine und Institutionen an und fordern diese für ihren Bereich zu einer Stellungnahme auf, in der sie aus ihrer Sicht die Leistung des Vorgeschlagenen darstellen.

Aus allen Stellungnahmen stellen wir dann die offizielle Vorschlagsbegründung zusammen und legen diese der Regierung von Schwaben vor. Jeder Ordensvorschlag wird also mehrfach sorgfältig geprüft. Aus diesem Grund kann es auch eine ganze Weile dauern, bis die Auszeichnung letztlich verliehen wird - möglich sind bis zu zwei Jahre.

  • Merkblatt über die Kriterien zur Verleihung des Ehrenzeichens des Bayerischen Ministerpräsidenten
  • Merkblatt über die Kriterien zu Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Wer eine zweiteilige Grundausbildung und einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert hat und gleichzeitig ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig ist, der kann die so genannte „JugendLeiterCard“ (kurz „Juleica“) beantragen.  Damit bekommt man Vergünstigungen zum Beispiel bei staatlichen Einrichtungen, im öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) oder in Freizeitparks. Außerdem bekommen Juleica-Inhaber im Unterallgäu automatisch eine Ehrenamtskarte, mit der weitere regionale Vergünstigungen möglich sind.

Fragen und Antworten

Wo kann man die Juleica beantragen?

Die Juleica kann online unter www.juleica-antrag.de beantragt werden.

Wo kann ich die Jugendleiterausbildung machen?

Anbieter im Unterallgäu sind der Kreisjugendring Unterallgäu, das evangelische Jugendwerk im Dekanat Memmingen sowie die katholische Jugendstelle Memmingen. Die Kurse finden in regelmäßigen Abständen statt.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 04.12.2019