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Rund ums Thema Kaminkehrer

Ab 1. Januar 2013 können Haus- und Wohnungseigentümer den Kaminkehrer für viele Schornsteinfeger-Arbeiten frei wählen. Wer den Kaminkehrer selbst aussucht, ist verstärkt in der Verantwortung. Foto: Fotolia

Seit 1. Januar 2013 können Haus- und Wohnungseigentümer den Kaminkehrer für viele Schornsteinfeger-Arbeiten frei wählen. Wer den Kaminkehrer selbst aussucht, sollte allerdings wissen, dass er dann auch verstärkt in der Verantwortung ist. Der Eigentümer muss in diesem Fall allein dafür sorgen, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeiten fristgerecht erledigt werden. Andernfalls droht im schlimmsten Fall ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro. Nicht davon betroffen sind alle, die beim bisherigen Kaminkehrer bleiben und diesen weiterhin beauftragen. Dann läuft alles weiter wie bisher. Hintergrund ist das neue Schornsteinfeger-Handwerksgesetz. Demnach verlieren Kaminkehrer ab 2013 das Monopol in ihrem Kehrbezirk und der Markt wird für den freien Wettbewerb geöffnet.

 

Wir haben einige Fragen und Antworten zu diesem Thema für Sie zusammengestellt.

Fragen und Antworten

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Was hat sich mit dem neuen Schornsteinfeger-Handwerksgesetz geändert?

Zum 1. Januar 2013 verloren Kaminkehrer das Monopol in ihrem Kehrbezirk und der Markt wurde für den freien Wettbewerb geöffnet. Haus- und Wohnungseigentümer können den Kaminkehrer für viele Schornsteinfeger-Arbeiten nun frei wählen. Für sogenannte hoheitliche Tätigkeiten bleibt aber weiterhin der Bezirksschornsteinfeger zuständig. Dazu gehören die Feuerstättenbeschau, bei der der Brandschutz überprüft wird, sowie die Abnahme neuer oder geänderter Schornsteine, Kaminöfen und Heizungen.

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Was bedeutet die Gesetzesänderung konkret?

Der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister kommt weiterhin ins Haus. Zur Brandschutzüberprüfung führt er alle drei bis vier Jahre eine so genannte Feuerstättenbeschau durch und überprüft dabei die Feuerungsanlagen. Auf Grundlage der Feuerstättenbeschau stellt der Bezirksschornsteinfeger einen Feuerstättenbescheid aus. Darin führt er alle Arbeiten auf, die an der Feuerungsanlage gemacht werden müssen und legt auch fest, wann sie erledigt sein müssen.

Wer die Arbeiten ausführt, kann der Haus- oder Wohnungseigentümer selbst entscheiden. Wenn dies im Mietvertrag entsprechend geregelt ist, auch der Mieter. Das heißt, der Eigentümer oder Mieter kann mit Arbeiten wie Kaminkehren oder Abgaswerte messen jeden zugelassenen Fachbetrieb beauftragen. Er kann aber auch den Bezirksschornsteinfeger beauftragen. Dann bleibt alles beim Alten.

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Was muss ich beachten, wenn ich mir meinen Kaminkehrer selbst aussuche?

Wenn man beim Bezirksschornsteinfeger bleibt und diesen weiterhin beauftragt, ändert sich nichts Wesentliches. Der bisherige Schornsteinfeger kümmert sich weiterhin darum, dass alle anfallenden Arbeiten erledigt werden. Wer dagegen einen anderen Fachbetrieb beauftragen möchte, trägt eine erhöhte Verantwortung. Der Haus- oder Wohnungsbesitzer ist dann allein dafür verantwortlich, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Kaminkehrerarbeiten fristgerecht durchgeführt werden. Er muss dem Bezirksschornsteinfeger nachweisen, dass alle im Feuerstättenbescheid aufgelisteten Arbeiten fristgerecht ausgeführt wurden.

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Was passiert, wenn ich die Frist für die Kaminkehrerarbeiten versäume?

Wird die Frist für die Kaminkehrerarbeiten um mehr als zwei Wochen überschritten, muss der Bezirkskaminkehrer das dem Landratsamt melden. Werden die Arbeiten nicht erledigt, drohen im schlimmsten Fall ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro sowie eine zwangsweise Durchführung der Arbeiten.

Grundsätzlich müssen Bürger den Kaminkehrer alle erforderlichen Arbeiten ausführen lassen. Ist dies nicht möglich, weil dem Kaminkehrer zum Beispiel der Zutritt zum Grundstück verwehrt wird, werden die Arbeiten zwangsweise erledigt. Die dadurch entstehenden Gebühren und Auslagen muss der Grundstückseigentümer tragen.

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Muss man künftig mit höheren Kosten rechnen?

Ob der Kunde durch die Öffnung des Kaminkehrermarktes Geld sparen kann oder ob es unter Umständen teurer wird, ist umstritten. Gebühren sparen kann man aber in der Regel, wenn man mehrere anfallende Kaminkehrerarbeiten auf einen Termin legt. Sprechen Sie beim nächsten Besuch mit Ihrem Bezirksschornsteinfeger darüber.

Externe Links

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Kaminkehrerinnung Schwaben. Hier können Sie auch nach dem zuständigen Bezirkskaminkehrer suchen.

 

Ansprechpartner

Kaminkehrerwesen

Ingrid Möbius
Telefon: (08261) 995-469

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