DRUCKEN
Inhalt zuletzt aktualisiert am: 12.06.2019

Dorfkerne - Dorfränder

Die Unterallgäuer Dörfer haben sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Der Trend zu weniger, aber größeren landwirtschaftlichen Betrieben wird sichtbar: Höfe im Ortskern stehen leer, große Landwirtschaften entstehen im Außenbereich, dazu Neubau- und Gewerbegebiete an den Ortsrändern. Dorfkerne und Dorfränder verlieren ihren ursprünglichen Charakter. Das Projekt „Dorfkerne - Dorfränder“ - ein Kooperationsprojekt mit dem Landkreis Ostallgäu - hat zum Ziel, die Ortsentwicklung zu steuern und zu verhindern, dass Dorfkerne leerfallen. Kern des Projekts ist ein Handbuch mit vielen Vorschlägen, um die Dorfentwicklung positiv zu beeinflussen.  

Fragen und Antworten

Was beinhaltet das Handbuch?

Das Handbuch stellt Vorschläge für Gemeinden, Verwaltungen und Bürger vor, um die Dorfentwicklung positiv zu beeinflussen, zum Beispiel kommunale Förderprogramme, Immobilienbörsen, die Bestellung eines Innenentwicklungsbeauftragten, das Konzept von Professor Karl Ganser „Ensemble Altort“ zum Erhalt der Ortskerne und die gezielte Schaffung von Ortsrandgrün. Zu jedem Instrument enthält das Handbuch eine Checkliste mit Kurzbeschreibung, Kosten, Umsetzungsbeispielen, Strategien, Vor- und Nachteilen.

Was sind die Ziele des Projekts?
  • Nachfolgenutzungen für Gebäude sicherstellen, damit es weniger Leerstände gibt.
  • Dörfer unter Wahrung ihrer spezifischen Identität weiterentwickeln.
  • Ortsbildprägende Gebäude und Ensembles sowie Grünstrukturen und Freiflächen erhalten.
  • Eine qualitätsvolle Innenentwicklung unter Berücksichtigung der Eigenart und Qualität der Ortskerne und Ortsränder initiieren.
Wer hat das Handbuch entwickelt?

Entwickelt haben dieses Handbuch Vertreter des Bayerischen Gemeindetags, des Amts für ländliche Entwicklung Schwaben, der Kreisheimatpflege, der Unteren Naturschutzbehörde, der Gartenfachberatung und der Bauabteilungen der Landkreise zusammen mit dem Planungsbüro „Lars Consult“.

Wie wird das Projekt „Dorfkerne - Dorfränder“ finanziert?

Die Kosten für das Projekt betragen rund 120.000 Euro. 60 Prozent davon werden mit Mitteln aus dem Förderprogramm der Europäischen Union „Leader“ bezahlt. Damit verbleibt für die beiden Landkreise jeweils ein Eigenanteil in Höhe von 24.000 Euro.

Warum bietet sich bei diesem Projekt eine Kooperation mit dem Ostallgäu an?

Die Landkreise Ost- und Unterallgäu stehen durch ihre ähnliche Gebäude- und Siedlungstypologie vor vergleichbaren ortsplanerischen Herausforderungen. Deshalb bietet es sich an, hier zusammen zu arbeiten.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 12.06.2019