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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 28.03.2019

Führerscheine

Mobilität - ein Stück Lebensqualität! Sei es im Beruf oder in der Freizeit: Ein Leben ohne Führerschein ist für die meisten von uns nur schwer vorstellbar. Egal, ob Sie schon mit 17 fahren, Ihren Schein erweitern, ihn gegen das praktische EU-Kartenformat tauschen wollen oder an einer Erlaubnis zur Beförderung von Fahrgästen interessiert sind. Wir versuchen, auf den folgenden Seiten Licht in den Dschungel der vielen Vorschriften und Regelungen zu bringen.

Informieren Sie sich zunächst über die Führerscheinklassen und wie alt Sie sein müssen, um diese zu erwerben (Infoblatt zu den Führerscheinklassen).

Wie muss das Passbild aussehen?

Das Passbild muss der Passverordnung entsprechen, also "biometrisch", 35 mal 45 Millimeter groß und aktuell - maximal ein Jahr alt - sein.

Das bedeutet:

  • Blick direkt in die Kamera, etwaiges Brillengestell darf die Augen nicht verdecken
  • Gesichtszüge müssen von der Kinnspitze bis zum oberen Kopfende erkennbar sein
  • geschlossener Mund/kein Lächeln
  • scharfe und kontrastreiche Abbildung des Gesichtes
  • einfarbiger Hintergrund (idealerweise grau)
  • kein geneigter und gedrehter Kopf
  • grundsätzlich keine Kopfbedeckung (Ausnahmen sind möglich, zum Beispiel aus religiösen Gründen)
Genügt ein Sehtest oder ist eine augenärztliche Untersuchung notwendig?

Grundsätzlich ist es so, dass für die Klassen A, A2, A1, AM, B, BE, L und T (also für Autos, Motorräder und landwirtschaftliche Fahrzeuge) die Sehtestbescheinigung einer amtlich anerkannten Sehteststelle (dies kann zum Beispiel ein Augenoptikerbetrieb oder der TÜV sein) ausreichend ist.

Für alle Vorgänge, die die Klassen C, C1, CE, C1E, D, DE, D1 und D1E (Lastwagen und Omnibusse) und die Personenbeförderung (Taxi, Mietwagen, Krankenkraftwagen) betreffen, müssen Sie dagegen eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Diese kann von einem Augenarzt, aber auch von einem anderen Arzt, also zum Beispiel von einem Betriebs-/Arbeitsmediziner oder einem in einer Begutachtungsstelle tätigen Arzt ausgestellt werden.

Beides, sowohl die Sehtestbescheinigung als auch die (augen-) ärztliche Bescheinigung, dürfen bei ihrer Vorlage nicht älter als zwei Jahre sein.

Benötige ich einen Erste-Hilfe-Nachweis oder ist ein Nachweis in die Unterweisung lebensrettender Sofortmaßnahmen ausreichend?

Eine Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen wird seit 22. Oktober 2017 nicht mehr anerkannt. Sie benötigen eine Schulung in Erster Hilfe.

Informieren Sie sich in Ihrer Fahrschule, wo Sie eine Erste-Hilfe-Schulung absolvieren können.

Wer kann eine ärztliche Bescheinigung ausstellen und wie alt darf diese höchstens sein?

Bei der in vielen Bereichen geforderten so genannten "Bescheinigung über eine ärztliche Untersuchung" handelt es sich um ein "Zeugnis oder Gutachten über die körperliche und geistige Eignung nach § 11 Abs. 9 Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)".
Diese Bescheinigung kann vom Hausarzt, aber auch von anderen (Fach-)Ärzten ausgestellt werden. Darüber hinaus bekommen Sie sie auch von Begutachtungsstellen.
Wenn Sie dem Landratsamt die Bescheinigung bei Ihrer Antragstellung vorlegen, darf sie nicht älter als ein Jahr sein.
Einen Vordruck für diese ärztliche Untersuchung finden Sie hier.

Woher bekomme ich ein medizinisch-psychologisches Gutachten (MPU)?

Ein medizinisch-psychologisches Gutachten erhalten Sie von amtlich anerkannten Begutachtungsstellen für Fahreignung.

Was machen solche amtlich anerkannten Begutachtungsstellen noch?

Solche Begutachtungsstellen bieten in der Regel verschiedene Leistungen an. So werden dort die vorgeschriebenen Fahreignungsuntersuchungen, egal ob für Auto-, Bus- oder Lastwagenfahrer, vorgenommen. Ihren Nachweis der geistigen und körperlichen Eignung bekommen Sie also von solchen Begutachtungsstellen, den sogenannten Nachweis des psycho-physischen Leistungsvermögens (Belastbarkeit, Orientierung, Konzentration, Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit) .

Auch die in vielen Bereichen geforderte "Bescheinigung über eine ärztliche Untersuchung" können Sie über eine Begutachtungsstelle bekommen, zumeist auch die Untersuchung des Sehvermögens. Darüber hinaus - und das ist wohl am meisten bekannt - führen solche Begutachtungsstellen medizinisch-psychologische Untersuchungen durch, zum Beispiel nach einem Führerscheinentzug oder zur Überprüfung der Fahreignung.

Und wo gibt es amtlich anerkannte Begutachtungsstellen?

Wir haben die nächstgelegenen Begutachtungsstellen für Sie zusammengefasst:

  • TÜV Süd Life Service GmbH Memmingen, Haußmannstraße 4 (Dreikönigsmühle), 87700 Memmingen;
    Telefon (0 83 31) 92 50 85 11
  • TÜV Süd Life Service GmbH Kempten, Bodmanstr. 4, 87435 Kempten;
    Telefon (08 31) 5 21 54 10
  • AVUS GmbH, Hindenburgstr. 2 b, 86807 Buchloe;
    Telefon (0 82 41) 9 60 02 42
  • TÜV Süd Life Service GmbH Augsburg, Halderstr. 23, 86150 Augsburg;
    Telefon (08 21) 3 43 29 11
  • pima-mpu GmbH Augsburg, Schaezlerstr. 2, 86150 Augsburg;
    Telefon (08 21) 2 46 16 36
  • TÜV Süd Life Service GmbH Ulm, Hirschstr. 22, 89073 Ulm;
    Telefon (07 31) 3 79 34 80
  • pima-mpu GmbH Ulm, Neue Str. 22, 89073 Ulm;
    Telefon (07 31) 1 53 75 73

 

Weitere amtlich anerkannte Begutachtungsstellen finden Sie auch unter:
www.absgut.com
www.abv-gmbh.com 
www.avus-mpu.de 
www.bast.de (mit Liste aller amtlich anerkannten Begutachtungsstellen in Deutschland)
www.bad-gmbh.de 
www.dekra.de  
www.ias-gruppe.de   
www.ibbk-gmbh.de 
www.mpumax.de 
www.pima-mpu.de 
www.prosecur.com 
www.tuev-nord.de 
www.tuev-sued.de 
www.tuev-hessen.de  
www.tuev-tuehringen.de  
www.klinikum.uni-heidelberg.de

Wer stellt ein betriebs-/arbeitsmedizinisches Gutachten aus?

Betriebs- beziehungsweise arbeitsmedizinische Gutachten werden von verschiedenen privaten Anbietern ausgestellt. Aus Wettbewerbsgründen verzichten wir an dieser Stelle auf eine Auflistung.

Kann ich selbst entscheiden, ob ich ein medizinisch-psychologisches oder ein betriebs-arbeitsmedizinisches Gutachten vorlege?

Wenn von Ihnen ein medizinisch-psychologisches oder ein betriebs-/arbeitsmedizinisches Gutachten gefordert wird, wie zum Beispiel beim Erwerb des Busführerscheins, können Sie selbst entscheiden, welche Art von Gutachten Sie für sich ausstellen lassen.

Wie erreiche ich die Führerscheinstelle?

Die Führerscheinstelle erreichen Sie unter E-Mail fuehrerschein(at)lra.unterallgaeu.de oder unter Telefon (0 82 61) 9 95 - 4 54

Endlich den Führerschein in Händen halten! Egal, ob für das Auto, das Motorrad, den Lastwagen oder den Omnibus: Es ist einfach ein ganz besonderes Gefühl! Doch bis dahin sind einige Hürden zu nehmen. Wie komme ich an den Führerschein? Welche Unterlagen brauche ich dafür und was muss ich sonst noch beachten?

Fragen und Antworten

Welches Fahrzeug steht für welche Führerscheinklasse?

Die Führerscheinklassen sind nach Buchstaben - teilweise kombiniert mit Zahlen - eingeteilt. So steht zum Beispiel die Führerscheinklasse B für den ganz normalen Autoführerschein. Welches Fahrzeug welche Klasse bedeutet und wie alt man dafür jeweils sein muss, haben wir für Sie in einem Infoblatt zusammengestellt.

Wie komme ich an meinen Führerschein?

Hierfür müssen Sie natürlich zunächst einmal eine Fahrschule besuchen und eine theoretische sowie eine praktische Prüfung ablegen. Damit Ihr Führerschein nach Ende der Fahrausbildung und der anschließenden Prüfung sofort zur Verfügung steht, lohnt es sich, ihn gleich zu Beginn der Fahrausbildung zu beantragen. Den Antragsvordruck erhalten Sie bei Ihrer Fahrschule. Sie können ihn aber auch hier herunterladen.

Übrigens: Wer schon mit 17 fahren will, kann sich zum Thema Begleitetes Fahren mit 17 gesondert informieren.

Welche Unterlagen müssen dem Antrag für die Klassen A, A2, A1, AM, B, BE, L und T beigefügt werden?

Um einen Führerschein der Klassen A, A2, A1, AM, B, BE, L und T beantragen zu können, müssen Sie Ihrem Antrag folgende Unterlagen beifügen:

  • ein aktuelles Lichtbild entsprechend der Passverordnung
    (biometrisch – 35 x 45 Millimeter)
  • Nachweis über Schulung in "Erster Hilfe"
  • Sehtestbescheinigung einer amtlich anerkannten Sehteststelle (zum Beispiel eines Augenoptikerbetriebs) oder (augen)ärztliches Zeugnis
  • Möchten Sie zusätzlich zu Ihrem Autoführerschein zum Beispiel einen Motorradführerschein  (also eine so genannte Doppelklasse) beantragen, müssen Sie ein Zusatzblatt ausfüllen, das Sie hier herunterladen können.

Wollen Sie zu den vorzulegenden Unterlagen noch etwas wissen? Informieren Sie sich oben unter "Allgemeine Fragen".

Welche Unterlagen benötige ich für die Klassen C, C1, CE und C1E?

Für die Klassen C, C1, CE und C1E müssen Sie Ihrem Antrag folgende Unterlagen beifügen:

  • ein aktuelles Lichtbild entsprechend der Passverordnung
    (biometrisch – 35 x 45 Millimeter)
  • Nachweis über die Schulung in Erster Hilfe (nur erforderlich, wenn die bisherige Fahrerlaubnis vor dem 1. August 1969 erteilt wurde).
  • (augen)ärztliche Bescheinigung über das Sehvermögen
  • Bescheinigung ärztliche Untersuchung, zum Beispiel vom Hausarzt. Den passenden Vordruck finden Sie gleich hier
  • Zusatzblatt bei der Beantragung von Doppelklassen (z.B. B/CE). Laden Sie dieses Zusatzblatt doch gleich hier herunter.

Weitere Informationen zum Thema biometrisches Foto finden Sie auf den Internetseiten des Bundesinnenministeriums.

Was ist für die Klassen D, DE, D1, D1E notwendig?

Beabsichtigen Sie, den Führerschein der Klassen D, DE, D1, D1E zu machen, benötigen Sie zusätzlich zu Ihrem Antrag folgende Unterlagen:

  • aktuelles Lichtbild entsprechend der Passverordnung (biometrisch - 35 x 45 Millimeter)
  • aktuelles behördliches Führungszeugnis (zu beantragen bei der Wohnsitzgemeinde, Belegart OE)
  • Nachweis über die Schulung in Erster Hilfe (nur erforderlich, wenn die bisherige Fahrerlaubnis vor dem 1. August 1969 erteilt wurde)
  • (augen)ärztliche Bescheinigung über des Sehvermögen
  • Bescheinigung ärztliche Untersuchung, zum Beispiel des Hausarztes
    Den passenden Vordruck dazu finden Sie hier.
  • Nachweis der geistigen und körperlichen Eignung (des "psycho-physischen Leistungsvermögens") durch ein medizinisch-
    psychologisches oder betriebs-/arbeitsmedizinisches Gutachten

Weitere Informationen zum Thema biometrisches Foto finden Sie auf den Internetseiten des Bundesinnenministeriums.

Was muss ich beachten, bevor ich den Antrag abgebe?

Vergessen Sie nicht, Ihren Antrag zu unterschreiben. Bei Minderjährigen ist die Unterschrift der Erziehungsberechtigten notwendig. Sollte ein alleiniges Sorgerecht vorliegen, ist unbedingt ein entsprechender Nachweis vorzulegen.

Wann bekomme ich den Führerschein ausgehändigt?

Wenn alle Voraussetzungen vorliegen - zum Beispiel, dass Sie einen ordentlichen Wohnsitz im Inland nachweisen können und die notwendigen Unterlagen für die Erteilung der Fahrerlaubnis vorhanden sind - erhält der TÜV Süd den Auftrag, die Prüfung abzunehmen. Sie erhalten Ihren Führerschein unmittelbar nach Ihrer bestandenen Prüfung vom Fahrprüfer ausgehändigt. Falls Sie die Prüfung für Ihren Auto-Führerschein vor Ihrem 18. Geburtstag ablegen, müssen Sie allerdings auf Ihren Geburtstag warten. Erst dann können Sie ihn im Landratsamt abholen. Bitte kommen Sie persönlich bei uns vorbei - wir benötigen dabei Ihren Ausweis, die Bestätigung über Ihre bestandene Prüfung und falls vorhanden, Ihren bisherigen Führerschein!

Führerschein auf Probe - was heißt das?

Ihre neu erworbene Fahrerlaubnis wird Ihnen zunächst für zwei Jahre "auf Probe" erteilt. Mit dieser Bewährungszeit soll der aus Unerfahrenheit und jugendtypischer Risikobereitschaft resultierenden Unfallgefährdung durch den Fahranfänger entgegengewirkt werden.

Die Probezeit beginnt mit dem Datum der Aushändigung des Führerscheins.

Übrigens, wenn Sie zuerst den Auto-Führerschein machen und einige Zeit später die Prüfung für den Motorrad-Schein ablegen, gilt die Probezeit ab dem Tag der Erteilung der zuerst erworbenen Klasse, also dem Autoführerschein.

Davon ausgenommen sind allerdings die Klassen AM, L und T. Das heißt: Wenn Sie zunächst den Traktor-Führerschein und ein Jahr später den Führerschein für's Auto machen, beginnt die Probezeit mit dem Erwerb des Auto-Führerscheins.

Was passiert bei Verkehrsverstößen während der Probezeit?

Bei einem schwerwiegenden oder zwei weniger schwerwiegenden Zuwiderhandlungen muss der Betreffende an einem Aufbauseminar teilnehmen. Doch was ist "schwerwiegend" und was "weniger schwerwiegend"? "Schwerwiegend" ist zum Beispiel ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, "weniger schwerwiegend" wäre ein so genannter Reifenprofilverstoß. Geregelt ist dies in der Anlage 12 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV).

Eines ist jedenfalls sicher: Die Konsequenzen bei solchen Zuwiderhandlungen während der Probezeit können sehr weitreichend sein. Bei wiederholten Verstößen kann dies sogar bis zum Entzug der Fahrerlaubnis führen. Wenn Sie davon betroffen sind, wenden Sie sich bitte direkt an unsere Mitarbeiter. Gerne besprechen wir mit Ihnen Ihren speziellen Einzelfall.

Muss ich theoretische und praktische Prüfung zeitlich aufeinander abstimmen?

Grundsätzlich können die theoretische und die praktische Prüfung getrennt voneinander abgelegt werden. Eine bestandene theoretische Fahrerlaubnisprüfung verfällt allerdings, wenn nicht innerhalb von zwölf Monaten seit Bestehen dieser theoretischen Prüfung auch die praktische Prüfung abgelegt wird.

Was kostet der Führerschein?

Der Hauptanteil bezieht sich sicherlich auf die Kosten für die Ausbildung bei der Fahrschule; wie teuer der Schein letztlich wird, hängt dabei entscheidend von der Anzahl der notwendigen Fahrstunden ab. Da die Preise für die Leistungen der Fahrschulen in Deutschland sehr unterschiedlich sind, ist es schwer, einen Richtwert anzugeben.

Nicht vergessen sollte man auch die Kosten, die für Kurse (zum Beispiel für die Schulung in Erster Hilfe) oder die Erstellung der Passbilder anfallen. Darüber hinaus stehen Prüfungsgebühren ins Haus.

Schließlich müssen auch wir im Landratsamt Bearbeitungsgebühren verlangen. Für den Erwerb des normalen Auto-Führerscheins (Klasse B) liegen diese zum Beispiel bei 38,30 Euro.

Die Kosten, die beim Landratsamt anfallen, sind jedoch von vielen Faktoren abhängig. So kommt es darauf an, ob Sie nur eine oder mehrere Klassen erwerben oder ob zusätzliche Untersuchungen, wie ein verkehrsmedizinisches oder ein medizinisch-psychologisches Gutachten, notwendig sind. Unsere Mitarbeiter geben Ihnen gerne Auskunft, wie hoch unsere Bearbeitungsgebühren in Ihrem speziellen Fall sind.

Was muss man beachten, wenn man seinen Führerschein im Ausland machen möchte bzw. gemacht hat?

Wer vor hat, im Ausland einen Führerschein zu machen, sollte sich am besten im Vorfeld genau bei der Führerscheinstelle im Landratsamt erkundigen, damit es hinterher kein böses Erwachen gibt.

So darf man nach der aktuellen Rechtslage nach der Rückkehr nach Deutschland für maximal sechs Monate ein Fahrzeug der im Führerschein ausgewiesenen Klasse(n) fahren - allerdings auch nur, wenn man durchgehend länger als 185 Tage im Ausland war, dort einen „vollwertigen“ Führerschein gemacht hat und dieser auch nach dem Auslandsaufenthalt nach wie vor gültig ist.

Diese Berechtigung gilt nicht für so genannte Lernführerscheine für unter 18-Jährige, die man zum Beispiel in Kanada oder den USA machen kann. Diese „Lernführerscheine“ oder andere vorläufig ausgestellten Führerscheine sind häufig nur eine vorübergehende Bescheinigung über die Fahrberechtigung in dem betreffenden ausländischen Staat. In diesem Fall wird das Führerscheindokument mitunter nur unter bestimmten Voraussetzungen - also zum Beispiel als Stufenführerschein, oder mit der Auflage, weitere Prüfungen nach einem bestimmten Zeitraum zu absolvieren - ausgestellt.

Zudem ist die ausländische Fahrerlaubnis häufig an Bedingungen und Auflagen gebunden. Teilweise wird der Führerschein auch nur bis zum Ende des Auslandsaufenthalts, also bis zum Ablauf des Visums, ausgestellt. Hinzu kommt, dass laut der Fahrerlaubnisverordnung nur noch diejenigen Inhaber ausländischer Führerscheine dazu berechtigt sind, in Deutschland ein Fahrzeug der ausgewiesenen Klasse zu fahren, die das erforderliche Mindestalter (z. B. für Pkw 18 Jahre) erreicht haben.

Es ist also sinnvoll, vor der ersten Fahrt in Deutschland bei der Führerscheinstelle nachzufragen, ob und unter welchen Voraussetzungen die ausländische Fahrerlaubnis anerkannt wird, in eine deutsche Fahrerlaubnis in Kombination mit dem Begleiteten Fahren mit 17 oder auch generell umgeschrieben werden kann.

Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, ist für fast alle Fahrten mit dem Lkw oder Bus eine sogenannte Grundqualifikation oder Weiterbildung erforderlich. Lkw- und Busfahrer müssen nachweisen, dass sie bestimmte Fertigkeiten und Kenntnisse haben und bekommen dafür einen Eintrag im Führerschein. Sie müssen sich regelmäßig weiterbilden und alle fünf Jahre an entsprechenden Schulungen teilnehmen.

Fragen und Antworten

Was sollten Berufskraftfahrer beachten?

Viele Lkw- oder Busfahrer, die ihre Fahrerlaubnis in jüngerer Zeit erworben haben, brauchen eine sogenannte Grundqualifikation. Das heißt, sie müssen über bestimmte Fertigkeiten und Kenntnisse verfügen und dies durch eine Prüfung oder einen Berufsabschluss nachweisen. Ziel des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes ist es, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.

Zudem müssen sich Lkw- und Busfahrer alle fünf Jahre weiterbilden. Vorgesehen sind hierfür jeweils 35 Stunden Weiterbildung. Busfahrer mussten die Weiterbildung in der Regel erstmals bis 9. September 2013 machen, Lkw-Fahrer bis 9. September 2014. In vielen Betrieben oder Fahrschulen werden die Weiterbildungen in Form von sogenannten Modulen angeboten.

Das Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz können Sie hier einsehen. Die dazugehörende Verordnung finden Sie hier.

Wer genau braucht eine Grundqualifikation oder eine Weiterbildung?

Eine Grundqualifikation brauchen Fahrer, die (nicht privat) Güter oder Personen befördern, also Lkw- oder Busfahrer. Es kommt dabei darauf an, wann die Fahrerlaubnis erworben wurde.

So benötigen alle Busfahrer eine Grundqualifikation, die ihre Fahrerlaubnis ab 10. September 2008 erworben haben. Lkw-Fahrer benötigen eine Grundqualifikation, wenn sie ihre Fahrerlaubnis ab 10. September 2009 erworben haben. Betroffen sind Fahrer mit einer Fahrerlaubnis der Klassen C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D oder DE.

Bus- und Lkw-Fahrer, die ihre Fahrerlaubnis vor dem oben genannten Datum erworben haben, benötigen keine Grundqualifikation. In diesen Fällen besteht nur eine Pflicht zur Weiterbildung. Daneben sieht das Gesetz weitere Ausnahmen vor, zum Beispiel für das Fahren von Kraftfahrzeugen von Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr oder zur Notfallrettung.

Was ist eine Grundqualifikation und wie erwerbe ich diese?

Eine Grundqualifikation kann man erwerben, indem man bei der Industrie- und Handelskammer eine Prüfung ablegt. Außerdem wird auch der Abschluss einer Berufsausbildung  als Grundqualifikation anerkannt. Dazu benötigt man einen Abschluss als Berufskraftfahrer oder als „Fachkraft im Fahrbetrieb“. Ferner wird auch ein Abschluss in einem Ausbildungsberuf anerkannt, in dem vergleichbare Fertigkeiten vermittelt werden.

Wie weise ich nach, dass ich eine Grundqualifikation erworben oder mich weitergebildet habe?

Sie erhalten nach Abschluss der Grundqualifikation eine Urkunde, bei einer Weiterbildung bekommen Sie Teilnahmebescheinigungen.

Wir als Landratsamt tragen die Grundqualifikation oder die Weiterbildung gegen Vorlage dieser Nachweise in den Führerschein ein - und zwar als Schlüsselzahl 95.

Den Antrag zum Eintrag der Schlüsselzahl 95 in Ihren Führerschein erhalten Sie hier. Wegen einer speziellen Unterschrift müssen Sie den Antrag persönlich bei uns abgeben. Neben den Teilnahmebescheinigungen benötigen wir ein biometrisches Lichtbild.

An wen kann ich mich für weitere Informationen wenden?

Das Landratsamt ist allein für den Eintrag der Schlüsselzahl 95 zuständig. Wir können Ihnen leider keine verbindliche Auskunft darüber geben, ob in Ihrem konkreten Einzelfall auf Grund Ihrer Tätigkeit eine Grundqualifikation oder Weiterbildung erforderlich ist.

Wenn Sie weitere Informationen benötigen, können Sie sich zum Beispiel an Ihren Arbeitgeber wenden und auf den Internetseiten des Bundesamts für Güterverkehr nachsehen.

Fast jeder vierte Unfall im Straßenverkehr, bei dem Personen zu Schaden kommen, wird von einem jungen Autofahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren verursacht. Das zeigt, wie groß die Risiken für Fahranfänger sind! Oft wird das eigene Können überschätzt oder es werden kritische Situationen falsch eingeschätzt. Der Grund: Mangelnde Erfahrung! Mit dem „Begleiteten Fahren mit 17“ soll jungen Fahranfängern die Chance gegeben werden, durch einen erfahrenen Beifahrer mehr Sicherheit zu gewinnen und damit selbst mehr Erfahrung zu sammeln.  

Fragen und Antworten

Wann kann ich mit dem Führerschein beginnen?

Wenn Sie 16 1/2 Jahre alt sind, können Sie sich zur Führerschein-Ausbildung für Pkw und Pkw mit Anhänger (Klassen B und BE) anmelden. Enthalten darin sind auch die Führerscheinklassen AM und L. Welcher Buchstabe dabei für welches Fahrzeug steht, erfahren Sie hier.

Wie komme ich an den Führerschein?

Am besten beantragen Sie Ihren Führerschein gleich zu Beginn Ihrer Fahrausbildung. Den Antragsvordruck erhalten Sie bei Ihrer Fahrschule. Sie können ihn auch hier herunterladen.

Welche Unterlagen benötige ich zusätzlich zum Antrag?

Zusätzlich zum Antrag auf "Begleitetes Fahren mit 17" müssen Sie folgende Unterlagen vorlegen:

  • Aktuelles Lichtbild entsprechend der Passverordnung
    (biometrisch – 35 x 45 Millimeter) 
  • Nachweis über eine Schulung in Erster Hilfe 
  • Sehtestbescheinigung einer amtlich anerkannten Sehteststelle (zum Beispiel eines Augenoptikerbetriebs) oder (augen)ärztliches Zeugnis
  • Ergänzungsblatt „Begleitetes Fahren“ (dieses Ergänzungsblatt erhalten Sie bei Ihrer Fahrschule oder bei uns im Landratsamt - Sie können es auch gleich hier herunterladen)
  • Darüber hinaus müssen der/die Erziehungsberechtigte(n) sowohl der Teilnahme am "Begleiteten Fahren" als auch der Benennung von Begleitpersonen zustimmen. Dies geschieht durch Unterschrift auf dem oben genannten Ergänzungsblatt "Begleitetes Fahren". Sollte ein alleiniges Sorgerecht bestehen, benötigen wir unbedingt einen entsprechenden Nachweis hierfür.
  • Möchten Sie eine Doppelklasse beantragen, also zum Beispiel zusätzlich zum Auto- auch den Motorradführerschein ablegen, benötigen Sie ein Zusatzblatt (dieses können Sie gleich hier herunterladen).

Nähere Informationen zu den vorzulegenden Unterlagen finden Sie bei den allgemeinen Fragen.

Welche Kriterien müssen die Begleitpersonen erfüllen?

Die in die Prüfbescheinigung eingetragenen Begleitpersonen müssen folgende Anforderungen erfüllen:

  • Sie müssen bei der Antragstellung des Fahrschülers namentlich bekannt sein, um in die Prüfungsbescheinigung eingetragen zu werden.
  • Sie müssen das 30. Lebensjahr vollendet haben.
  • Sie müssen seit mindestens fünf Jahren ununterbrochen eine gültige Fahrerlaubnis der Klasse B besitzen.
  • Sie dürfen nicht mehr als einen Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg eingetragen haben.

Übrigens: Wer eine Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille oder mehr hat oder unter dem Einfluss berauschender Mittel steht, darf in diesem Moment nicht Begleitperson sein!

Wie viele Begleitpersonen darf ein Fahranfänger maximal benennen?

Es ist nicht festgelegt, wie viele Personen als Begleitpersonen in die Prüfbescheinigung eingetragen werden dürfen. Voraussetzung ist lediglich, dass die oben genannten Kriterien erfüllt werden. Wichtig ist uns allerdings, dass die Begleitpersonen in der Nähe des Führerscheinneulings wohnen und dieser somit in häufigen gemeinsamen Fahrten Sicherheit gewinnen und Erfahrung sammeln kann.

Wann darf ich die Prüfung ablegen?

Die theoretische Prüfung dürfen Sie frühestens drei Monate vor Ihrem 17. Geburtstag, die praktische Prüfung - nach Bestehen der Theorie - frühestens einen Monat vor Ihrem 17. Geburtstag ablegen.

Führerschein bestanden - was dann?

Nach einer erfolgreichen Führerscheinprüfung erhalten Sie eine Prüfbescheinigung (noch nicht den regulären Kartenführerschein!) vom Prüfer. Sollten Sie am Prüfungstag noch nicht 17 sein, so können Sie Ihre Prüfbescheinigung ab Ihrem 17. Geburtstag bei uns im Landratsamt abholen. Bringen Sie dabei Ihren Ausweis und einen Nachweis über die bestandene Prüfung mit.

Ab dem Tag der Aushändigung der Prüfbescheinigung dürfen Sie ein Fahrzeug innerhalb Deutschlands steuern – vorausgesetzt, Sie haben eine auf der Prüfbescheinigung eingetragene Begleitperson an Ihrer Seite!

Sofern Sie noch keine Fahrerlaubnis der Klasse A 1 (Leichtkraftrad) haben, beginnt ab diesem Tag auch Ihre zweijährige Probezeit.

Was sollte ich gerade als Fahranfänger beachten?

Wir haben einige Tipps zusammengestellt, die Sie beachten sollten, wenn Sie mit einer Begleitperson unterwegs sind:

  • Fahren Sie nur, wenn Sie körperlich fit sind und niemals, wenn Sie unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen oder einfach nur übermüdet sind.
  • Gurten Sie sich immer an!
  • Fahren Sie defensiv und vorausschauend. Passen Sie Ihre Fahrweise an das Wetter an. Regen, Eis und Schnee oder auch blendendes Sonnenlicht können gefährlich sein.
  • Berechnen Sie Ihren Bremsweg großzügig – dann sind Sie auf der sicheren Seite.
  • Nehmen Sie Ihre Prüfbescheinigung und Ihren Ausweis (Personalausweis oder Reisepass) immer mit, wenn Sie Auto fahren. Die Prüfbescheinigung ist nur in Verbindung mit dem Ausweis gültig!
Was sollten die Begleitpersonen beachten?

Wenn Sie einen Fahranfänger begleiten, sollten Sie Folgendes beachten: 

  • Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Aufgabe und seien Sie aufmerksam.
  • Vermitteln Sie Ruhe und Sicherheit.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr(e) Fahrer(in) körperlich fit ist.
  • Begleiten Sie nicht, wenn Sie sich selbst nicht wohl fühlen.
  • Beraten Sie den Fahrer oder die Fahrerin vor, während und nach der Fahrt, wenn dies gefahrlos möglich ist.
  • Greifen Sie keinesfalls selbst in die Fahrtätigkeit ein – Sie sind kein „Hilfsfahrlehrer“.
  • Verhindern Sie, dass die jungen Fahrer andere gefährden (zum Beispiel durch zu schnelles Fahren, zu dichtes Auffahren, gefährliche Überholmanöver, …).
  • Nehmen Sie immer Ihren Führerschein mit.
  • Wenn Sie die Halterin oder der Halter des Fahrzeugs sind, teilen Sie Ihrer Kfz-Versicherung mit, dass das Fahrzeug für „Begleitetes Fahren mit 17“ benutzt wird.
Was passiert, wenn ein Fahranfänger ohne Begleitperson fährt?

Wenn Sie noch nicht 18 sind und die Polizei Sie ohne Begleitperson erwischt, wird Ihre Fahrerlaubnis widerrufen! Ferner wird ein Bußgeld in Höhe von 70 Euro verhängt. Darüber hinaus hat der Verstoß einen Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg zur Folge.

Bevor Sie die Fahrerlaubnis wieder erhalten, müssen Sie erneut einen Antrag mit den bereits erwähnten Unterlagen stellen. Weiter werden die Teilnahme an einem Aufbauseminar für Fahranfänger sowie in der Regel die Vorlage eines medizinisch-psychologischen Gutachtens (MPU) gefordert.
Wenden Sie sich doch in einem solchen Fall persönlich an uns. Gerne besprechen wir mit Ihnen die auf Sie zutreffenden Punkte.

18. Geburtstag - und dann?

Nach Ihrem 18. Geburtstag haben Sie drei Monate Zeit, um Ihren EU-Kartenführerschein im Landratsamt abzuholen. Während dieser drei Monate dürfen Sie - ohne Begleitperson - noch mit Ihrer Prüfbescheinigung fahren - allerdings nur innerhalb Deutschlands. Sollten Sie Ihren Kartenführerschein bei unserer Dienststelle in Memmingen abholen wollen, dann geben Sie uns bitte mindestens drei Arbeitstage vor der gewünschten Abholung Bescheid. Ein Anruf unter Telefon (0 82 61) 9 95 - 4 54 genügt!

Was kostet der Führerschein mit 17?

Für den Führerschein mit 17 fallen im Landratsamt folgende Gebühren an:

  • Gebühr für den Erwerb des Führerscheins: 38,30 Euro
  • Gebühr für die Ausfertigung einer Prüfbescheinigung: 8,70 Euro
  • Gebühr pro eingetragene Begleitperson: 11 Euro

Informationen zu den Kosten für die Fahrausbildung erhalten Sie unmittelbar von Ihrer Fahrschule!

Was muss man beachten, wenn man seinen Führerschein im Ausland machen möchte bzw. gemacht hat?

Wer vor hat, im Ausland einen Führerschein zu machen, sollte sich am besten im Vorfeld genau bei der Führerscheinstelle im Landratsamt erkundigen, damit es hinterher kein böses Erwachen gibt.

So darf man nach der aktuellen Rechtslage nach der Rückkehr nach Deutschland für maximal sechs Monate ein Fahrzeug der im Führerschein ausgewiesenen Klasse(n) fahren - allerdings auch nur, wenn man durchgehend länger als 185 Tage im Ausland war, dort einen „vollwertigen“ Führerschein gemacht hat und dieser auch nach dem Auslandsaufenthalt nach wie vor gültig ist.

Diese Berechtigung gilt nicht für so genannte Lernführerscheine für unter 18-Jährige, die man zum Beispiel in Kanada oder den USA machen kann. Diese „Lernführerscheine“ oder andere vorläufig ausgestellten Führerscheine sind häufig nur eine vorübergehende Bescheinigung über die Fahrberechtigung in dem betreffenden ausländischen Staat. In diesem Fall wird das Führerscheindokument mitunter nur unter bestimmten Voraussetzungen - also zum Beispiel als Stufenführerschein, oder mit der Auflage, weitere Prüfungen nach einem bestimmten Zeitraum zu absolvieren - ausgestellt.

Zudem ist die ausländische Fahrerlaubnis häufig an Bedingungen und Auflagen gebunden. Teilweise wird der Führerschein auch nur bis zum Ende des Auslandsaufenthalts, also bis zum Ablauf des Visums, ausgestellt. Hinzu kommt, dass laut der Fahrerlaubnisverordnung nur noch diejenigen Inhaber ausländischer Führerscheine dazu berechtigt sind, in Deutschland ein Fahrzeug der ausgewiesenen Klasse zu fahren, die das erforderliche Mindestalter (z. B. für Pkw 18 Jahre) erreicht haben.

Es ist also sinnvoll, vor der ersten Fahrt in Deutschland bei der Führerscheinstelle nachzufragen, ob und unter welchen Voraussetzungen die ausländische Fahrerlaubnis anerkannt wird, in eine deutsche Fahrerlaubnis in Kombination mit dem Begleiteten Fahren mit 17 oder auch generell umgeschrieben werden kann.

Fahrer von Lastwagen oder Bussen müssen Risiken genau abschätzen und schnell reagieren können. Volle Konzentration ist in ihrem verantwortungsvollen Beruf gefordert. Dazu ist es notwendig, dass sie nicht übermüdet am Steuer sitzen und regelmäßige Pausen einlegen. Um die Lenk- und Ruhezeiten von Fahrern „großer“ Fahrzeuge ganz exakt aufzeichnen zu können, wurde deshalb von der Europäischen Union (EU) im Jahr 2006 der digitale Tachograph, auch digitales Kontrollgerät genannt, verpflichtend eingeführt. Mit diesem Nachfolgegerät des früheren Fahrtenschreibers soll ein Manipulieren der Lenk- und Ruhezeiten möglichst verhindert werden. Gleichzeitig können die Kontrollbehörden leichter auf die gewünschten Daten zugreifen.       

Die Fahrer der Fahrzeuge erhalten dabei eine so genannte „Fahrerkarte“, auf der die Zeiten gespeichert werden. Auch wenn wir im Landratsamt keine Fahrerkarten ausstellen können, werden zu diesem Thema immer wieder Fragen an uns gerichtet.

Fragen und Antworten

Welche Fahrzeuge benötigen ein digitales Kontrollgerät?

Jedes neue Nutzfahrzeug ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, das für gewerbliche Zwecke im Einsatz ist, muss mit einem solchen Gerät ausgestattet sein. Darüber hinaus benötigen auch Omnibusse mit mindestens neun Sitzplätzen ein Kontrollgerät. So genannte „Altfahrzeuge“, also Fahrzeuge, die erstmals vor dem 1. Mai 2006 zugelassen wurden, müssen nicht umgerüstet werden.

Was ist eine Fahrerkarte und welche Daten werden auf der Fahrerkarte gespeichert?

Für den Betrieb des digitalen Kontrollgerätes ist unter anderem auch eine so genannte „Fahrerkarte“ notwendig. Auf dieser werden die Lenk- und Ruhezeiten des Lastwagen- beziehungsweise Busfahrers mindestens der letzten 28 Tage gespeichert. Darüber hinaus werden auch Daten, die das Fahrzeug betreffen (Betriebszeiten, Kennzeichen, Kilometerstand) festgehalten. Schließlich enthält die Fahrerkarte auch die Identitätsdaten des Fahrers, also persönliche Angaben, wie zum Beispiel Name, Geburtsdatum und Führerscheinnummer. Weil auf der Karte solche persönlichen Daten gespeichert sind, ist sie auch ein persönliches Dokument und darf nicht an Dritte übertragen werden.

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um eine Fahrerkarte beantragen zu können?

Wer eine Fahrerkarte beantragen will, muss unter anderem im Besitz eines EU-Kartenführerscheins sein.

Mit diesem EU-Kartenführerschein kommen wir vom Landratsamt beziehungsweise unsere Führerscheinstelle „ins Spiel“:
Wenn Sie noch einen grauen oder rosafarbenen Führerschein haben, müssen Sie diesen nämlich unbedingt in einen EU-Kartenführerschein umtauschen. Die Fahrerkarte darf erst ausgehändigt werden, wenn Sie einen EU-Kartenführerschein vorlegen.

Wo muss die Fahrerkarte beantragt werden?

Die Ausstellung der Fahrerkarte können Sie in Bayern beim TÜV Süd oder bei der Dekra AG beantragen, zwei Dienstleistungsunternehmen. Bei diesen Unternehmen erfahren Sie auch, welche Unterlagen Sie Ihrem Antrag beifügen müssen.

Wieviel kostet eine Fahrerkarte und wie lange ist sie gültig?

Die Fahrerkarte kostet in Bayern 40 Euro. Hinzu kommen gegebenenfalls Zustellgebühren. Sie ist fünf Jahre gültig. Rechtzeitig vor Ablauf dieser fünf Jahre muss eine Folgekarte beantragt werden.

Müssen bei einer Kontrolle Nachweise vorgelegt werden?

Selbstverständlich ergeben sich aus dem Einsatz eines digitalen Kontrollgerätes und einer Fahrerkarte auch Pflichten. Bei Kontrollen müssen verschiedene Nachweise vorgelegt werden. Informationen hierzu hat das Bundesamt für Güterverkehr auf seinen Internetseiten zusammengestellt.

Was muss ich tun, wenn die Fahrerkarte verloren gegangen ist, gestohlen wurde oder defekt ist?

Wenn Sie den Verlust Ihrer Karte bemerken oder die Karte defekt ist, müssen Sie eine neue Karte beantragen. Informationen darüber, was Sie in einem solchen Fall noch beachten müssen, finden Sie ebenfalls auf den Seiten des Bundesamtes für Güterverkehr.

Gibt es noch andere Karten für das Kontrollgerät?

Ja, es gibt noch eine Unternehmerkarte und eine Werkstattkarte. Unternehmer benötigen, um ihre Nachweispflichten zu erfüllen, die Unternehmerkarte. Für den Einbau und das Kalibrieren der digitalen Kontrollgeräte benötigen Werkstätten eine Werkstattkarte.

Auf der Homepage des zuständigen Bundesamtes für Güterverkehr finden Sie Antworten auf Fragen zur Werkstatt- und Unternehmerkarte. Beantragen können Sie diese Karten übrigens ebenfalls beim TÜV Süd oder der Dekra AG.

Ihr Führerschein ist einfach nicht mehr auffindbar? Oder befand sich im Geldbeutel, den man Ihnen gestohlen hat? Vielleicht wurde er auch durch verschütteten Saft bis zur Unkenntlichkeit zerstört?   
Eines ist sicher: Sie benötigen ein Ersatzdokument! Kommen Sie bitte persönlich zur Führerscheinstelle ins Landratsamt - wir helfen Ihnen gerne weiter. Vielleicht können wir einige Ihrer Fragen auch schon hier vorab beantworten.        

Fragen und Antworten

Was mache ich, nachdem ich den Verlust bemerkt habe?

Sie müssen umgehend bei uns in der Führerscheinstelle ein Ersatzdokument beantragen. Um bis zur Fertigstellung dieses Ersatzdokuments bei eventuellen Kontrollen Ihre Fahrerlaubnis nachweisen zu können, stellen wir Ihnen auf Wunsch eine Ausnahmegenehmigung aus. Diese Ausnahmegenehmigung ist nur in Verbindung mit Ihrem Reisepass oder Personalausweis zeitlich befristet und nur im Inland gültig. Sie ist bei der Führerscheinstelle wieder abzugeben, wenn Sie Ihren neu ausgestellten Ersatzführerschein erhalten.

Welche Unterlagen benötige ich, wenn ich einen Ersatzführerschein beantrage?

Den Antrag, den Sie dazu stellen müssen, erhalten Sie bei uns im Landratsamt. Sie können ihn auch hier herunterladen.

Des Weiteren benötigen Sie:

  • ein aktuelles Lichtbild entsprechend der Passverordnung 
    (biometrisch – 35 x 45 mm)
  • Personalausweis oder Reisepass

Zusätzlich bei Verlust:

  • eine eidesstattliche Versicherung über den Führerscheinverlust 
    (siehe Antwort auf die folgende Frage)

Zusätzlich bei Diebstahl:

  • Kopie der Diebstahlsanzeige der Polizei

Zusätzlich bei Unbrauchbarkeit:

  • Führerschein im Original
Wie komme ich an eine eidesstattliche Versicherung und was kostet sie?

Sie können die eidesstattliche Versicherung unmittelbar bei uns in der Führerscheinstelle ablegen. Da nur einige unserer Mitarbeiter eine solche eidesstattliche Versicherung abnehmen dürfen, sollten Sie hierfür jedoch vorher telefonisch einen Termin vereinbaren. Die zusätzliche Gebühr, die Sie hierfür beim Landratsamt bezahlen müssen, beträgt 30,70 Euro. Natürlich ist eine eidesstattliche Versicherung auch bei jedem Notar erhältlich.

Was kostet ein Ersatzführerschein?

Bei Verlust Ihres Führerscheins müssen Sie eine Gebühr von 34,30 Euro bezahlen. Der Ersatz für einen unbrauchbar gewordenen Schein kostet 24 Euro.

Wie lange dauert die Ausstellung eines Ersatzführerscheines?

Grundsätzlich müssen Sie circa zwei bis drei Wochen warten, bis Ihr Ersatzdokument fertiggestellt ist.

In dringenden Fällen kann der Ersatzführerschein jedoch innerhalb von 48 Stunden per Express bestellt werden. Die Antragsabgabe muss dabei vor 12.00 Uhr erfolgen. Dafür fallen zusätzliche Kosten in Höhe von 20 Euro an. Die Aushändigung kann jedoch erst erfolgen, wenn die Auskünfte aus dem Zentralen Fahrerlaubnisregister und dem Fahreignungsregister in Flensburg vorliegen.

Muss ich meinen Ersatzführerschein persönlich abholen?

Wenn möglich, sollten Sie Ihr neues Dokument persönlich abholen! In Ausnahmefällen kann eine andere Person damit beauftragt werden. Neben einer Vollmacht muss diese sowohl ihren eigenen als auch den Personalausweis beziehungsweise Reisepass des Antragstellers vorlegen. Den Vordruck für die Vollmacht können Sie gleich hier herunterladen.

Praktisch wie eine EC-Karte, gültig in allen Ländern der Europäischen Union: Seit 1. Januar 1999 gibt es ihn, den EU-Kartenführerschein. Alle Führerscheinneulinge bekommen ihn von Haus aus und auch Sie können Ihren alten rosafarbenen oder gar noch grauen Schein umtauschen. Im März 2019 hat die Bundesregierung entschieden, für bisher ausgestellte Führerscheine ab 2021 stufenweise bis 2033 eine Umtauschpflicht einzuführen.      

Informationen über die Bedeutung der geläufigsten Schlüsselzahlen im EU-Kartenführerschein erhalten Sie vorab gleich hier.   

Fragen und Antworten

Was ist mit Pflichtumtausch gemeint?

Wegen EU-rechtlicher Vorgaben benötigen zukünftig alle Personen, die eine Fahrerlaubnis besitzen, einen Kartenführerschein (im Scheckkartenformat). Dieser Kartenführerschein wird befristet auf 15 Jahre ausgestellt. Papier-Führerscheine und Karten-Führerscheine, die kein Ablaufdatum aufweisen, verlieren damit ihre Gültigkeit.

Aber keine Sorge: Ihr bisheriger rosafarbener oder grauer Führerschein aus Papier oder Ihr unbefristet ausgestellter Kartenführerschein ist nicht ab sofort ungültig. Weil noch viele Bürger einen alten Führerschein besitzen, hat die Bundesregierung eine nach Geburtsdatum bzw. Ausstellungsdatum des Führerscheines gestaffelte Umtauschpflicht eingeführt.

Sie müssen deshalb nicht sofort handeln!

Bis wann muss ich meinen bisherigen Führerschein umgetauscht haben?

Wann Ihr bisheriger Führerschein seine Gültigkeit verliert,

  • hängt von Ihrem Geburtsjahr ab, wenn Sie noch einen grauen oder rosafarbenen Papierführerschein (ausgestellt bis 31. Dezember 1998) haben;
  • hängt vom Ausstellungsjahr des bisherigen Kartenführerscheins ab, wenn Sie bereits einen EU-Karten-Führerschein besitzen, welcher unbefristet ausgestellt wurde (im Zeitraum vom 1. Januar 1999 bis 18. Januar 2013).

Übersicht für alle Führerscheine (graue oder rosafarbene Papierführerscheine), die bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt wurden:

Geburtsjahr des FührerscheininhabersTag, bis zu dem der Führerschein umgetauscht sein muss
geboren vor 195319. Januar 2033
geboren ab 1953 bis 195819. Januar 2022
geboren ab 1959 bis 196419. Januar 2023
geboren ab 1965 bis 197019. Januar 2024
geboren ab 1971 und später19. Januar 2025

 

Übersicht für alle EU-Kartenführerscheine, die zwischen 1. Januar 1999 bis einschließlich 18. Januar 2013 ausgestellt wurden:

Ausstellungsjahr des FührerscheinsTag, bis zu dem der Führerschein umgetauscht sein muss
1999 bis 200119. Januar 2026
2002 bis 200419. Januar 2027
2005 bis 200719. Januar 2028
200819. Januar 2029
200919. Januar 2030
201019. Januar 2031
201119. Januar 2032
2012 bis 18. Januar 201319. Januar 2033

 

Wie kann ich meinen alten grauen oder rosafarbenen "Lappen" oder meinen unbefristeten Kartenführerschein gegen den befristeten EU-Kartenführerschein tauschen?

Wenn Sie Ihren bisherigen Führerschein umtauschen beziehungsweise umstellen wollen, müssen Sie dazu einen Antrag stellen. Diesen erhalten Sie bei uns im Landratsamt oder können ihn gleich hier herunterladen.

Sie müssen den Antrag wegen einer besonderen Unterschrift persönlich bei uns abgeben. Bitte bringen Sie dazu folgende Unterlagen mit:

  • Ihren Führerschein
  • ein aktuelles Lichtbild entsprechend der Passverordnung
    (biometrisch – 35 x 45 Millimeter)

Auch wenn der umzutauschende Führerschein nicht beim Landratsamt Unterallgäu ausgestellt wurde, müssen Sie zusätzlich nichts veranlassen. Wir holen die notwendigen Daten von uns aus bei der jeweiligen Führerscheinstelle ein!

Wie lange ist der EU-Kartenführerschein gültig?

Alle Führerscheine, die ab 19. Januar 2013 ausgestellt werden, sind auf 15 Jahre befristet. Nach derzeitigem Rechtsstand muss dann ein neues Führerscheindokument ausgestellt werden. Fahrprüfungen oder Gesundheitszeugnisse sind nach momentanem Stand nicht erforderlich. Für Lkw- beziehungsweise Busfahrer gelten wie bisher Sonderregelungen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite "Führerschein verlängern".

Was kostet der Führerschein-Umtausch?

Wenn Sie Ihren Führerschein in einen EU-Kartenführerschein tauschen wollen, fällt eine Gebühr von 24 Euro an.

Wann ist ein Umtausch/eine Umstellung zu empfehlen?

Das macht vor allem Sinn, wenn der bisherige Führerschein nicht mehr gut lesbar und das Foto schon etwas verblichen ist.

Auch wenn Sie in einen Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) reisen wollen, ist ein Umtausch angebracht. Sollten Sie nämlich in einem dieser Länder in eine Kontrolle geraten, ein Auto mieten wollen oder in einen Unfall verwickelt sein, ersparen Sie sich durch den Kartenführerschein sicher Unannehmlichkeiten bei den dortigen Behörden.

Bei Reisen in Länder außerhalb der Europäischen Union, zum Beispiel die Türkei, benötigen Sie einen internationalen Führerschein. Voraussetzung für einen solchen internationalen Führerschein ist allerdings der EU-Kartenführerschein. Informieren Sie sich doch zusätzlich unter Internationaler Führerschein.

Muss ich meinen neuen Führerschein persönlich abholen?

Grundsätzlich sollten Sie Ihren Führerschein persönlich bei uns im Mindelheimer Landratsamt oder der Dienststelle in Memmingen abholen. In dringenden Ausnahmefällen haben Sie jedoch die Möglichkeit, jemand anderen mit der Abholung zu beauftragen. Diese Person muss ihren eigenen Ausweis dabei haben sowie Ihren Ausweis und Ihren Führerschein. Außerdem muss sie eine Vollmacht vorlegen. Die Vollmacht können Sie sich gleich hier herunterladen.

Wie lange dauert es, bis ich meinen neuen Führerschein bekomme?

Die Bearbeitungszeit beträgt rund fünf Wochen. Selbstverständlich bleibt Ihr alter Führerschein bis zur Aushändigung des neuen gültig.

Übrigens: Wenn Sie sich nicht von Ihrem alten Papier-Führerschein trennen wollen, können Sie diesen nach unserer Entwertung gerne behalten!

Werden Führerscheininhaber nach einem Umtausch schlechter gestellt?

Nein. Im Sinne der so genannten "Besitzstandswahrung" werden Sie auf keinen Fall schlechter gestellt. Sie können nach der Umschreibung grundsätzlich alle Fahrzeuge wie zuvor steuern. Lediglich für Lastwagen-Fahrer gibt es Einschränkungen. Lesen Sie dazu die Antwort auf die nächste Frage.

Gibt es Ausnahmen von dieser Regelung, zum Beispiel für Lastwagen-Fahrer?

Ja – für Inhaber von Fahrerlaubnissen der alten Klassen 2 oder 3 gibt es ab dem 50. Geburtstag Einschränkungen. Dann wird es notwendig, rechtzeitig vor dem 50. Geburtstag den Führerschein in die neuen Führerscheinklassen umstellen lassen. Nur so können alle Fahrzeuge im bisherigen Umfang weitergeführt werden. Lesen Sie hierzu auch unsere Informationen unter Führerschein verlängern.

Ohne eine solche Umstellung dürfen Inhaber der Klasse 2 ab dem 50. Geburtstag neben Autos nämlich nur noch Kraftfahrzeuge bis 7,5 Tonnen und Fahrzeugkombinationen führen, die unter die Klasse C1E fallen. Bei diesen Kombinationen darf die zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeuges bis 7,5 Tonnen und der gesamten Kombination nicht mehr als 12 Tonnen betragen.

Die bereits für die Klasse 2 angeführten Einschränkungen gelten auch für Inhaber einer „alten“ Fahrerlaubnis der Klasse 3; dabei geht es um Kombinationen mit Zugfahrzeugen bis 7,5 Tonnen, welche nicht in die neue Klasse C1E fallen (Kombinationen, deren zulässige Gesamtmasse mehr als 12 Tonnen beträgt).

Haben Sie dazu noch Fragen? Rufen Sie uns einfach an!

Taxi, Mietwagen, Krankenwagen: Sobald Sie die verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen, andere Personen zu befördern, müssen Sie "besondere" Fähigkeiten erfüllen. Konkret heißt das für Sie, dass Sie zusätzlich zu Ihrem Führerschein eine Erlaubnis benötigen: Die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung. Wie Sie an eine solche Erlaubnis kommen, was Sie dafür benötigen und was es sonst noch Wissenswertes zu diesem Thema gibt, wollen wir hier klären.       

Wenn Sie Informationen über die Taxikonzession suchen, dann sollten Sie auf dieser Seite weiterlesen.  

Fragen und Antworten

Für welche Fahrzeuge braucht man eine solche Erlaubnis und wie alt muss man dafür sein?

Eine Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung benötigt man für:

Müssen besondere Voraussetzungen erfüllt werden?

Um in Taxen oder Mietwagen Fahrgäste befördern zu dürfen, müssen Sie seit mindestens zwei Jahren im Besitz eines Führerscheins der Klasse B (Personenkraftwagen) sein. Krankenkraftwagen dürfen Sie steuern, wenn Sie den B-Führerschein seit einem Jahr haben.

Darüber hinaus müssen Sie für die Beförderung von Fahrgästen der besonderen Verantwortung für diese Aufgabe gerecht werden. Sofern sich hier Zweifel ergeben (zum Beispiel aufgrund von Straftaten, wie Nötigung oder Körperverletzung), können wir die Erstellung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens (MPU) anordnen. Über etwaige Zweifel informieren wir Sie in einem persönlichen Gespräch.

Wie kommt man an eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung?

Für diese Erlaubnis müssen Sie einen Antrag stellen. Den Antrag erhalten Sie bei uns im Landratsamt, Sie können ihn aber auch gleich hier herunterladen.

Bitte fügen Sie Ihrem Antrag folgende Unterlagen bei:

  • aktuelles behördliches Führungszeugnis (zu beantragen bei der Wohnsitzgemeinde, Belegart OE)
  • (augen-) ärztliche Bescheinigung über das Sehvermögen
  • Bescheinigung ärztliche Untersuchung, zum Beispiel von Ihrem Hausarzt  
    (den Vordruck finden Sie hier)
  • Nachweis der geistigen und körperlichen Eignung durch ein medizinisch-psychologisches (MPU) oder betriebs-/ arbeitsmedizinisches Gutachten 
  • Zusätzlich bei Taxi: Nachweis über die erforderlichen Ortskenntnisse
    Um diesen Nachweis zu bekommen, müssen Sie am Ende des Antragsverfahrens eine Prüfung beim Landratsamt ablegen - nähere Informationen hierzu erhalten Sie von unseren Mitarbeitern.

Bei der Antragsabgabe müssen Sie auch Ihren Führerschein vorlegen.

Brauchen auch Busfahrer eine Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung?

Busfahrern wird die Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung erstmals erteilt, wenn sie den Bus-Führerschein erwerben. Will ein Busfahrer aber Fahrgäste in einem Taxi befördern, benötigt er eine zusätzliche Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung, nämlich den Fahrgastschein.

Wie lange ist eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung gültig und was ist für eine Verlängerung notwendig?

Eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung ist grundsätzlich fünf Jahre gültig. Zur Verlängerung müssen Sie in der Führerscheinstelle einen Antrag stellen. Den Antragsvordruck bekommen Sie bei uns im Landratsamt oder können ihn hier herunterladen.

Diesem Antrag müssen folgende Unterlagen beigefügt werden:

  • (augen)ärztliche Bescheinigung über das Sehvermögen
  • Bescheinigung ärztliche Untersuchung, zum Beispiel von Ihrem Hausarzt
  • aktuelles behördliches Führungszeugnis (bei der Wohnsitzgemeinde zu beantragen, Belegart OE)

Zusätzlich bei der Fahrerlaubnis für Omnibusfahrer ab dem 50. Geburtstag und bei Taxi-, Miet- und Krankenkraftwagen-Fahrer ab dem 60. Geburtstag:

  •  Nachweis der geistigen und körperlichen Eignung durch ein medizinisch-psychologisches (MPU) oder betriebs-/arbeitsmedizinisches Gutachten
Wann muss ich den Verlängerungsantrag stellen?

Damit Sie dauerhaft einen gültigen Führerschein besitzen, müssen Sie den Verlängerungsantrag zusammen mit allen Unterlagen mindestens sechs Wochen vor Ablauf der Gültigkeit stellen.

Unser Tipp:
Sie können Ihren Antrag bereits sechs Monate bevor Ihre Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung abläuft bei uns einreichen!
Ihre Fahrerlaubnis wird durch diese frühe Antragstellung nicht eingekürzt oder verkürzt: Sie verlieren dadurch also keine Gültigkeitsdauer. Ihre Fahrerlaubnis wird in diesem Fall um fünf Jahre, gerechnet ab der bisherigen Fahrerlaubnisbefristung, verlängert

Das Landratsamt Unterallgäu bietet in Zusammenarbeit mit der Bundesdruckerei in Berlin den Versand von Führerscheinen an: Ihr neuer EU-Führerschein wird von der Bundesdruckerei direkt zu Ihnen nach Hause geschickt. Ihr Vorteil: Ein zusätzlicher Gang zur Führerscheinstelle, um Ihren neuen EU-Kartenführerschein abzuholen, ist nicht mehr notwendig.

Fragen und Antworten

Was ist mit „Führerschein-Direktversand“ gemeint?

Beim Direktversand sendet die Bundesdruckerei in Berlin den Führerschein direkt per Einwurf-Einschreiben an Ihre Meldeadresse. Der Führerschein wird an Ihren Hauptwohnsitz geschickt, den Sie auch auf dem Führerscheinantrag angeben. Sobald der Führerschein in Ihrem Briefkasten liegt, gilt er als Ihnen zugestellt.

Wie kann ich den Direktversand meines neuen Führerscheines beantragen?
  1. Falls Sie den Direktversand wünschen, drucken Sie sich dieses Merkblatt aus und unterschreiben Sie die Erklärung auf Seite 3.
  2. Sie müssen dann persönlich in der Führerscheinstelle in Mindelheim oder in der Dienststelle des Landratsamts Unterallgäu in Memmingen vorbei kommen.
  3. Wir benötigen Ihren Personalausweis oder Reisepass und, wenn vorhanden, Ihren bisherigen Führerschein.
  4. Die Gebühren für den Führerschein und den Direktversand müssen Sie direkt bei Antragstellung bezahlen (bar oder mit EC-Karte). Die Gebühren für den Führerschein variieren. Der Direktversand des Führerscheines kostet 5,00 Euro zusätzlich.

Eine Antragstellung mit Vollmacht oder über die Gemeindeverwaltungen im Landkreis ist nicht möglich.

Kann ich jeden Führerschein mit Direktversand von der Bundesdruckerei erhalten?

Der Direktversand ist möglich:

  • beim Wechsel vom Begleiteten Fahren mit 17 (rosafarbene Prüfbescheinigung) auf den EU-Kartenführerschein ab 18 für Klasse B,
  • beim Umtausch eines alten Papierführerscheins (grau oder rosafarben) in einen EU-Kartenführerschein,
  • bei einem Ersatzführerschein aufgrund Namensänderung,
  • bei einer Änderung von Auflagen (z.B. Austragen einer Sehhilfe).

In den folgenden Fällen ist der Direktversand nur eingeschränkt möglich:

  • bei einer Verlängerung einer Lkw- oder Bus-Fahrerlaubnis (Klassen C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D oder DE): Die bisherige Fahrerlaubnis muss noch mindestens 20 Tage gültig sein.
  • bei einem Ersatzführerschein aufgrund Verlust oder Diebstahl: Bei Antragsstellung müssen Sie eine eidesstattliche Versicherung oder Diebstahlsanzeige vorgelegen.

Nicht möglich ist der Direktversand bei:

  • Ersterteilung einer Fahrerlaubnis, wenn mehrere Klassen gleichzeitig beantragt wurden (z.B. Klassen B und BE),
  • Erweiterung einer Fahrerlaubnis (z.B. von Klasse B auf BE oder von Klasse T auf B),
  • Verlängerung einer Fahrerlaubnis (Lkw, Bus), wenn die bisherige Fahrerlaubnis bereits abgelaufen oder nur noch weniger als 20 Tage gültig ist,
  • Neuerteilung nach Entzug/Verzicht,
  • Umschreibung von ausländischen Führerscheinen,
  • Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung,
  • Internationaler Führerschein
Was ist beim Begleiteten Fahren mit 17 zusätzlich zu beachten?

Der Führerschein wird von uns rechtzeitig bestellt, damit er am 18. Geburtstag bei Ihnen eingeht. Wir können jedoch nicht garantieren, dass die Bundesdruckerei den Führerschein bis zu Ihrem 18. Geburtstag zustellt.

Auch wenn der Karten-Führerschein bis zu Ihrem 18. Geburtstag noch nicht da ist, sind Sie weiter mobil: Die rosafarbene Prüfungsbescheinigung Begleitetes Fahren gilt ab dem 18. Geburtstag innerhalb Deutschlands für die Dauer von drei Monaten als Nachweis der Fahrberechtigung ohne Begleitperson.

Was mache ich, wenn der Führerschein nicht bei mir ankommt oder falsch ausgestellt ist?

Wenn der Führerschein nicht innerhalb von sechs Wochen nach Antragstellung bei Ihnen eintrifft oder Eintragungen im Führerschein nicht richtig sind, müssen Sie sich umgehend an die Führerscheinstelle des Landratsamts Unterallgäu wenden.

Wir setzen uns dann mit der Bundesdruckerei wegen der Sendungsverfolgung des Führerscheins in Verbindung. Sie selbst können sich nicht an die Bundesdruckerei wenden.

An wen wende ich mich, wenn sich nach der Antragsstellung meine Adresse ändert?

Sofern sich Ihre Anschrift nach der Führerscheinantragstellung ändert, müssen Sie dies der Führerscheinstelle umgehend mitteilen. Mehrkosten, zum Beispiel wenn der Führerschein erneut versendet werden muss, tragen Sie selbst. Die Adressdaten werden von der Bundesdruckerei ausschließlich für den einmaligen Zweck des Direktversands verwendet.

Sie haben schon immer mal davon geträumt, den Sommer auf zwei Rädern zu genießen? Aber versäumten es leider mit 18, zum Auto- gleich den Motorradführerschein zu machen? Oder Sie haben Spaß an großen "Flagschiffen" und wollen gelegentlich als Busfahrer für Ausflugsfahrten zum Einsatz kommen? Vielleicht steht aber auch eine berufliche Veränderung an und Sie benötigen plötzlich einen Lastwagen-Führerschein? Kein Problem: Sie können Ihren vorhandenen Führerschein jederzeit erweitern.

Fragen und Antworten

Wie erweitere ich meinen Führerschein?

Wenn Sie Ihren Führerschein erweitern, also zum Beispiel zusätzlich zum normalen Auto-Führerschein noch den Motorrad-Führerschein machen wollen, müssen Sie zunächst eine Fahrschule besuchen. Am besten stellen Sie gleich mit Beginn Ihrer Fahrausbildung einen Antrag für die gewünschte Führerscheinklasse. Den Vordruck für den Antrag finden Sie hier.

Muss ein Autofahrer, der mit einem Leichtkraftrad (bis 125 ccm) fahren will, seinen Führerschein auch erweitern lassen?

Ja, das muss er. Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass auch eine langjährige Erfahrung als Autofahrer nicht ausreichend ist, um ein Leichtkraftrad bis 125 ccm (Klasse A1) führen zu können. Wenn Sie Ihren Führerschein nach dem 31. März 1980 erworben haben, müssen Sie hierfür also eine Ausbildung hinter sich bringen.

Gibt es auch Ausnahmen von der Erweiterungspflicht?

Ja, Ausnahmen gibt es für Klasse T - land- und forstwirtschaftliche Maschinen.

Personen, die noch im Besitz der Fahrerlaubnis Klasse 3 sind (erworben bis zum 31. Dezember 1998 - grauer oder rosafarbener Führerschein) und in der Land- und Forstwirtschaft tätig sind, können unter bestimmten Voraussetzungen diese Klasse erhalten. Dazu muss man einen Antrag (im Landratsamt erhältlich!) mit folgenden Unterlagen vorlegen:

  • Gasölverbilligungsbescheid oder
  • Gebührenbescheid der Berufsgenossenschaft über den Nachweis der Tätigkeit in der Land- und Forstwirtschaft.
  • Bei Nachbarschaftshilfe benötigen Sie zusätzlich die Bestätigung des Inhabers der Landwirtschaft. 
Was kostet die Erweiterung des Führerscheins?

Wenn Sie Ihren Führerschein erweitern wollen, fallen zunächst einmal die Fahrschulkosten für die von Ihnen gewünschte Führerscheinklasse an. Unsere Bearbeitungsgebühren hängen von der Führerscheinklasse ab und bewegen sich zwischen 37,50 Euro und 71,20 Euro.

Den Führerschein umschreiben - dabei geht es in erster Linie um ausländische Fahrerlaubnisse. Also darum, ob ein im Ausland gemachter Führerschein in Deutschland anerkannt wird oder ob dieser umgeschrieben werden muss. Darüber hinaus ist eine Umschreibung von dienstlichen Fahrerlaubnissen möglich. Dies trifft zum Beispiel auf Führerscheine zu, die während der Bundeswehrzeit erworben wurden.

Mehr über den Umtausch Ihres alten grauen oder rosafarbenen Scheines in einen neuen EU-Kartenführerschein und die damit einhergehende Eintragung der neuen Klassen erfahren Sie unter dem Reiter EU-Kartenführerschein.

Fragen und Antworten

Ist bei einem vorübergehenden Aufenthalt in der BRD eine Umschreibung des Führerscheins notwendig?

Sofern Sie sich nur vorübergehend in Deutschland aufhalten, müssen Sie Ihren ausländischen Führerschein nicht umschreiben lassen. Als "vorübergehend" gilt ein Zeitraum von bis zu sechs Monaten. Das heißt also: Mit Ihrem gültigen nationalen Führerschein dürfen Sie in Deutschland, wenn Sie das erforderliche Mindestalter erreicht haben (zum Beispiel bei Pkw 18 Jahre), ein halbes Jahr die Klassen fahren, auf die Ihr Führerschein ausgestellt ist - ohne eine Umschreibung zu veranlassen.

Ob Sie aber generell in Deutschland fahrberechtigt sind, hängt von vielen Faktoren ab. Bitte informieren Sie sich daher vor der ersten Fahrt in Deutschland, ob Sie mit Ihrem ausländischen Führerschein hier fahren dürfen.

Denn das Fahren mit einer ungültigen Fahrerlaubnis ist eine Straftat nach dem Straßenverkehrsgesetz!

Muss eine ausländische Fahrerlaubnis umgeschrieben werden, wenn der Wohnsitz dauerhaft in die BRD gelegt wird?

Wenn Ihr Aufenthalt in Deutschland über sechs Monate hinaus geht, wird davon gesprochen, dass Sie hier Ihren ordentlichen Wohnsitz begründen.

Ob Sie dann Ihren Führerschein umschreiben müssen, hängt davon ab, wo Sie ihn gemacht haben. Es gibt Unterschiede zwischen Führerscheinen, die in einem Staat der Europäischen Union (EU) beziehungsweise des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) erworben wurden und Führerscheinen aus anderen Staaten, so genannten Drittstaaten.

Die Antworten auf die beiden nächsten Fragen befassen sich damit im Detail.

Wie verhält es sich mit Fahrerlaubnissen aus Staaten der Europäischen Union beziehungsweise des Europäischen Wirtschaftsraumes?

Die Umschreibung von Fahrerlaubnissen aus Staaten der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraumes ist nicht zwingend erforderlich, es sei denn, die Gültigkeit läuft ab oder es handelt sich um eine Fahrerlaubnis für Lkw oder Bus. Nach Ablauf der Gültigkeit ist eine Teilnahme am Straßenverkehr in der BRD nicht mehr möglich! Für Lkw- und Bus-Fahrerlaubnisse gelten zudem Sonderregelungen!
Sollten Sie sich für eine Umschreibung entscheiden, müssen Sie diesen Antrag ausfüllen. 

Diesem Antrag müssen Sie folgende Unterlagen hinzufügen:

  • ein aktuelles Lichtbild entsprechend der Passverordnung 
    (biometrisch 35 x 45 Millimeter)
    Informationen zum Passbild finden Sie auch unter "Allgemeine Fragen"!
  • Ihren im Ausland gemachten Führerschein (im Original)
  • Kopien Ihres Passes und Ihres Führerscheines
  • eine Bestätigung des Antrages durch das Einwohnermeldeamt Ihrer Wohnsitzgemeinde.
Und wie sieht es mit Führerscheinen aus, die in Staaten außerhalb der Europäischen Union beziehungsweise des Europäischen Wirtschaftsraumes erworben wurden?

Fahrerlaubnisse, die in Staaten außerhalb der Europäischen Union (EU) beziehungsweise des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) erworben wurden, müssen spätestens sechs Monate nach Begründung Ihres ordentlichen Wohnsitzes in Deutschland umgeschrieben werden. Die Voraussetzungen für die Erteilung der deutschen Fahrerlaubnis hängen davon ab, in welchem Staat Sie Ihren Führerschein gemacht haben. Wenden Sie sich doch vor Antragstellung an unsere Führerscheinstelle. Gerne beraten wir Sie im Einzelfall.

Den Antrag finden Sie hier. Sie müssen dem Antrag folgende Unterlagen beifügen:

  • ein aktuelles Lichtbild entsprechend der Passverordnung
    (biometrisch 35 x 45 Millimeter)
  • Ihren im Ausland erworbenen Führerschein (im Original)
  • Kopien Ihres Passes und Ihres Führerscheines
  • Übersetzung des Führerscheins durch einen amtlich anerkannten Übersetzer, z.B. den ADAC
    (Wenn Sie sich zum Thema "Übersetzungen" näher informieren wollen, klicken Sie hier.)
Gibt es Ausnahmen von der Pflicht zur Umschreibung?

Ja, die gibt es. Wenn Sie glaubhaft versichern können - zum Beispiel durch eine Bestätigung Ihres Arbeitgebers - , dass Sie Ihren Wohnsitz nicht länger als ein Jahr in der Bundesrepublik haben werden, kann die Frist um bis zu sechs Monate, also auf insgesamt zwölf Monate, verlängert werden.

Sie dürften sich dann also bis zu einem Jahr in der BRD aufhalten, ohne dass Sie Ihren Führerschein umschreiben müssen. Wenden Sie sich in einem solchen Fall doch bitte frühzeitig an unsere Mitarbeiter - sie helfen Ihnen bei der Antragstellung gerne weiter!

Kann es auch sein, dass eine Umschreibung nicht möglich ist?

Ja, solche Fälle gibt es. Wenn zum Beispiel Ihr nationaler Führerschein nicht mehr gültig ist oder es sich nur um einen vorläufig ausgestellten Führerschein handelt, können wir ihn nicht umschreiben.

Darf ich meinen ausländischen Führerschein nach der Umschreibung behalten?

Nein, das dürfen Sie leider nicht. Sie erhalten Ihren neuen deutschen Führerschein nur gegen Abgabe Ihrer im Ausland erworbenen Fahrerlaubnis.

Kann ich auch eine Dienstfahrerlaubnis umschreiben lassen?

Sie verfügen über eine Dienstfahrerlaubnis der Bundeswehr, des Bundesgrenzschutzes oder der Polizei, die zum Führen von Dienstfahrzeugen berechtigt und nur für Dienstfahrten gilt? Natürlich können auch solche Fahrerlaubnisse in eine allgemeine nationale Fahrerlaubnis umgeschrieben werden. Diese Umschreibung kann bereits während des Dienstverhältnisses erfolgen. Den dazu erforderlichen Antrag finden Sie hier.

Ihrem Antrag fügen Sie bitte folgende Unterlagen bei:

  • Ihren Originalführerschein
  • ein aktuelles Lichtbild entsprechend der Passverordnung 
    (biometrisch - 35 x 45 Millimeter)
Was kostet die Umschreibung des Führerscheins?

Die Kosten für die Umschreibung eines Führerscheins hängen von verschiedenen Faktoren ab und variieren stark. Gerne geben wir Ihnen Auskunft über Ihren speziellen Einzelfall. Kontaktieren Sie uns am besten telefonisch.

Was muss man beachten, wenn man seinen Führerschein zum Beispiel als Au-pair oder während eines High-School-Jahres im Ausland machen möchte bzw. gemacht hat?

Wer vor hat, im Ausland einen Führerschein zu machen, sollte sich am besten im Vorfeld genau bei der Führerscheinstelle im Landratsamt erkundigen, damit es hinterher kein böses Erwachen gibt.

So darf man nach der aktuellen Rechtslage nach der Rückkehr nach Deutschland für maximal sechs Monate ein Fahrzeug der im Führerschein ausgewiesenen Klasse(n) fahren - allerdings auch nur, wenn man durchgehend länger als 185 Tage im Ausland war, dort einen „vollwertigen“ Führerschein gemacht hat und dieser auch nach dem Auslandsaufenthalt nach wie vor gültig ist.

Diese Berechtigung gilt nicht für so genannte Lernführerscheine für unter 18-Jährige, die man zum Beispiel in Kanada oder den USA machen kann. Diese „Lernführerscheine“ oder andere vorläufig ausgestellten Führerscheine sind häufig nur eine vorübergehende Bescheinigung über die Fahrberechtigung in dem betreffenden ausländischen Staat. In diesem Fall wird das Führerscheindokument mitunter nur unter bestimmten Voraussetzungen - also zum Beispiel als Stufenführerschein, oder mit der Auflage, weitere Prüfungen nach einem bestimmten Zeitraum zu absolvieren - ausgestellt.

Zudem ist die ausländische Fahrerlaubnis häufig an Bedingungen und Auflagen gebunden. Teilweise wird der Führerschein auch nur bis zum Ende des Auslandsaufenthalts, also bis zum Ablauf des Visums, ausgestellt. Hinzu kommt, dass laut der Fahrerlaubnisverordnung nur noch diejenigen Inhaber ausländischer Führerscheine dazu berechtigt sind, in Deutschland ein Fahrzeug der ausgewiesenen Klasse zu fahren, die das erforderliche Mindestalter (z. B. für Pkw 18 Jahre) erreicht haben.

Es ist also sinnvoll, vor der ersten Fahrt in Deutschland bei der Führerscheinstelle nachzufragen, ob und unter welchen Voraussetzungen die ausländische Fahrerlaubnis anerkannt wird, in eine deutsche Fahrerlaubnis in Kombination mit dem Begleiteten Fahren mit 17 oder auch generell umgeschrieben werden kann.

Führerscheine werden seit 19. Januar 2013 befristet für 15 Jahre ausgestellt. Die alten grauen und rosafarbenen Führerscheine bleiben nach aktuellem Stand noch bis zum Jahr 2033 gültig.      

Führerscheine für Lastwagen und Omnibusse müssen immer wieder verlängert werden. Schließlich übernehmen Fahrer von Omnibussen oder Lastwagen ja auch eine größere Verantwortung als "normale" Autofahrer. Die rechtlichen Vorgaben sind dabei einem permanenten Wandel unterworfen. Wir versuchen mit dieser Seite, häufig auftretende Fragen zu beantworten. Benötigen Sie ergänzende Informationen, wenden Sie sich bitte an die Führerscheinstelle. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Fragen und Antworten

Wer muss seinen Führerschein verlängern lassen?

Omnibus- und Lastwagen-Fahrer müssen ihre Fahrerlaubnis regelmäßig verlängern lassen. Ihre Geltungsdauer beträgt maximal fünf Jahre.

Wann muss man die Verlängerung beantragen und was ist dazu notwendig?

Alle Verlängerungsanträge müssen mindestens acht Wochen vor Ablauf der Fahrerlaubnis oder vor dem 50. Geburtstag mit allen Unterlagen persönlich bei uns im Landratsamt gestellt werden. Nur so können wir einen ununterbrochenen Fortbestand Ihrer Fahrerlaubnis gewährleisten.

Unser Tipp:
Sie können Ihren Antrag bereits sechs Monate bevor Ihre Fahrerlaubnis abläuft oder vor Ihrem 50. Geburtstag bei uns einreichen!
Ihre Fahrerlaubnis wird durch diese frühe Antragstellung nicht verkürzt: Sie verlieren dadurch also keine Gültigkeitsdauer. Ihre Fahrerlaubnis wird um fünf Jahre, gerechnet ab der bisherigen Fahrerlaubnisbefristung, verlängert.

Den Antragsvordruck erhalten Sie direkt von der Führerscheinstelle oder können ihn hier herunterladen.

Zur Bearbeitung des Antrags benötigen wir folgende Unterlagen:

  • Ihren bisherigen Führerschein
  • ein aktuelles Lichtbild entsprechend der Passverordnung 
    (biometrisch 35 x 45 Millimeter)
  • eine (augen-) ärztliche Bescheinigung über das Sehvermögen
  • eine Bescheinigung über eine ärztliche Untersuchung
    (Einen entsprechenden Vordruck finden Sie hier.)

Zusätzlich für Busse (Klassen D, DE, D1, D1E):

  • Nachweis der geistigen und körperlichen Eignung (des"psycho-physischen Leistungsvermögens") durch ein medizinisch-psychologisches (MPU) oder betriebs- bzw. arbeitsmedizinisches Gutachten
  • Führungszeugnis (zu beantragen bei der Wohnsitzgemeinde, Belegart OE)
Gibt es für Lastwagenfahrer ab ihrem 50. Geburtstag etwas Besonderes zu beachten?

Ja. Beispielsweise dürfen Inhaber einer Fahrerlaubnis der früheren Klasse 2 für Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen ab dem 50. Geburtstag keine Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen der neuen Klassen C oder CE mehr führen, sofern diese die Fahrberechtigung aus der früheren Klasse 3 übersteigt. Wir empfehlen daher eine rechtzeitige Verlängerung des Führerscheins vor dem 50. Geburtstag.

Auch Inhaber einer Fahrerlaubnis der früheren Klasse 3 sollten ihre Fahrerlaubnis vor dem 50. Geburtstag verlängern lassen - wenn sie Fahrzeugkombinationen führen, die aus einem Zugfahrzeug mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3.500 kg, aber nicht mehr als 7.500 kg und einem Anhänger mit einer Achse bestehen - soweit die zulässige Gesamtmasse des Zuges mehr als 12.000 kg beträgt.

Ich habe noch den "alten" grauen oder rosafarbenen Schein. Bekomme ich nach der Verlängerung einen neuen Kartenführerschein?

Ja. Wenn Sie noch einen alten grauen oder rosafarbenen Führerschein haben, stellen wir Ihnen diesen bei einer gewünschten Verlängerung automatisch auf den EU-Kartenführerschein um.

Was kostet die Verlängerung eines Führerscheins?

Für die Verlängerung des Führerscheins fallen bei uns Bearbeitungsgebühren in Höhe von 37,50 Euro an.

Deine Eltern haben einen landwirtschaftlichen Betrieb und brauchen Deine Hilfe. Hier findest Du alle Informationen darüber, ab wann Du einen Traktor-Führerschein machen kannst und was Du dabei beachten solltest.

Fragen und Antworten

Ab wann darf ich Traktor fahren?

Das sogenannte Mindestalter für den Erwerb einer Fahrerlaubnis der Klassen L und T beträgt 16 Jahre. Für Jugendliche ab 15 Jahren besteht jedoch die Möglichkeit, im Rahmen einer Ausnahme vom Mindestalter eine Fahrerlaubnis der Klassen L oder T zu erwerben.

Welche generellen Voraussetzungen gibt es, um mit 15 Jahren Traktor zu fahren?

Eine Ausnahme wird nur erteilt, wenn ein sogenannter „besonderer Härtefall“ vorliegt. Hierzu muss es für den Erhalt der Landwirtschaft zwingend erforderlich sein, dass der oder die Jugendliche auf dem Hof der Eltern mithelfen muss und dafür einen Traktor-Führerschein benötigt. Es muss sich um einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Tierhaltung auf mindestens 20 Hektar Betriebsfläche handeln.

Eine Ausnahme beispielsweise für kleinere Betriebe oder für einen forstwirtschaftlichen Betrieb ist nicht möglich. Die Ausnahme wird zudem beschränkt auf die Gemarkung des Betriebssitzes der Landwirtschaft.

Wie und wann stelle ich den Antrag?

Wenn Du in der Landwirtschaft Deiner Eltern bereits mit 15 Jahren Traktoren fahren sollst, dann komm bitte persönlich und frühzeitig direkt in die Führerscheinstelle im Landratsamt in Mindelheim oder in die Dienststelle in der Herrenstraße 15 nach Memmingen. Dort erhältst Du die Antragsunterlagen.

Du kannst den Antrag und das Beiblatt für Klasse L oder T gerne auch vorab hier herunterladen und persönlich bei uns abgeben.

Die Antragstellung ist ab 14,5 Jahren möglich. Wir klären mir Dir, ob in Deinem Fall eine Ausnahme möglich ist und besprechen mit Dir die weiteren Schritte und erforderlichen Unterlagen.

Beginne deshalb noch nicht selbstständig mit der Ausbildung in der Fahrschule, sondern komm zunächst zu uns!

Wie läuft das Verfahren bei einer solchen Ausnahme ab?

Wenn die Voraussetzungen in der Landwirtschaft vorliegen, wird weiter geprüft, ob Du den Entwicklungsstand und die Reife hast, bereits ab 15 Jahren Traktor zu fahren.

Diese Prüfung erfolgt durch eine medizinisch-psychologische Untersuchung bei einer Begutachtungsstelle für Fahreignung. Du wirst körperlich untersucht und musst einen Computertest (zu Reaktionsfähigkeit, Aufmerksamkeit, Orientierung, Belastbarkeit und Konzentration) absolvieren. Zudem führt eine Psychologin oder ein Psychologe ein Gespräch mit Dir.

Um die Begutachtung durchführen zu können, benötigt die Begutachtungsstelle Unterlagen vom Landratsamt. Komm bitte deshalb zuerst persönlich in die Führerscheinstelle: Von uns erhältst Du die erforderlichen Formulare und wir leiten die Unterlagen an die Begutachtungsstelle weiter. Die Begutachtungsstelle meldet sich dann bei Dir wegen des Begutachtungstermines.

Was mache ich, wenn ich das medizinisch-psychologische Gutachten erhalten habe?

Wenn Du bei der medizinisch-psychologischen Untersuchung warst, erhältst Du nach etwa zwei Wochen zwei Gutachten zugesandt. Bitte lege ein Gutachten im Original baldmöglichst der Führerscheinstelle vor.

Wir prüfen dieses Gutachten und entscheiden abschließend, ob Du die Führerscheinprüfung machen darfst. Hierzu erhältst Du von uns nochmals schriftlich Nachricht.

Unser Tipp: Beginne deshalb erst mit der Fahrschulausbildung, wenn Du den Brief der Führerscheinstelle bekommen hast, dass Du die Führerscheinprüfung beim TÜV machen darfst!

In welchem Umfang erhalte ich die Ausnahmegenehmigung?

Wenn Du die medizinisch-psychologische Untersuchung und die Führerscheinprüfungen bestanden hast, erhältst Du - frühestens zu Deinem 15. Geburtstag - eine schriftliche Ausnahmegenehmigung von uns.

Komm bitte deshalb persönlich zu uns und bringe folgende Unterlagen mit:

  • Deinen Personalausweis oder Reisepass
  • die Bestätigung über die bestandene Führerscheinprüfung

Du erhältst mit der Ausnahmegenehmigung die Berechtigung, bis zum 16. Geburtstag Traktoren ohne Anhänger bis 40 km/h und mit Anhängern bis 25 km/h zu fahren. Diese Fahrberechtigung ist zudem beschränkt auf die Gemarkung des Betriebssitzes der Landwirtschaft.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die Kosten für die Ausnahme beim Landratsamt Unterallgäu betragen rund 120 Euro. Die medizinisch-psychologische Untersuchung kostet etwa 250 bis 300 Euro. Hinzu kommen die Kosten für den Sehtest, den Erste-Hilfe-Kurs, das biometrische Foto, die Fahrstunden und die Prüfungsgebühren beim TÜV.

Sie brauchen mal eine Pause vom Alltagsstress und planen eine Auszeit? So eine Tour quer durch die Länder Europas wäre doch was! Oder mit einem Mietwagen die USA erkunden? Beim Vorbereiten solcher Reisen wird auch die Frage auftauchen, ob ein internationaler Führerschein für den jeweiligen Staat notwendig ist. Wichtig zu wissen: Ein internationaler Führerschein ist ein zusätzliches Reisedokument und nur in Verbindung mit dem nationalen EU-Kartenführerschein gültig. Wenn Sie also noch im Besitz des alten grauen oder rosafarbenen Führerscheines sind, müssen Sie diese zuvor in einen solchen EU-Kartenführerschein umtauschen.          

Fragen und Antworten

Was ist ein internationaler Führerschein?

Der internationale Führerschein ist eine amtlich anerkannte Übersetzung des nationalen Führerscheins. Mit ihm soll geprüft werden können, ob ein ausländischer Fahrzeugführer mit einer gültigen Fahrerlaubnis unterwegs ist.

In welchen Ländern benötige ich einen internationalen Führerschein?

In den Ländern der Europäischen Union (EU) besteht grundsätzlich keine Pflicht, einen internationalen Führerschein mitzuführen. Hier reicht in der Regel der EU-Kartenführerschein.

Wenn Sie mit dem Auto beziehungsweise einem anderen Fahrzeug außerhalb Europas unterwegs sind, sollten Sie immer einen internationalen Führerschein bei sich haben. Sie ersparen sich dadurch viele Unannehmlichkeiten, wenn Sie kontrolliert oder gar in einen Unfall verwickelt werden.

Empfohlen wird der internationale Führerschein unter anderem bei Reisen nach Albanien, Island, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Moldawien, Russland, Ukraine und Weißrussland.

Für manche Länder (zum Beispiel Indien, Island, Thailand, Türkei) gibt es Sonderregelungen. Bitte informieren Sie sich explizit für Ihr Reiseland auch bei Ihrem Reiseveranstalter oder den konsularischen Vertretungen.

Wie komme ich an den internationalen Führerschein?

Um in den Besitz eines internationalen Führerscheins zu kommen, müssen Sie einen Antrag stellen. Diesen erhalten Sie direkt bei uns im Landratsamt. Sie können ihn aber auch gleich hier herunterladen.

Bitte fügen Sie Ihrem Antrag folgende Unterlagen bei:

  • ein aktuelles Lichtbild entsprechend der Passverordnung
    (biometrisch - 35 x 45 Millimeter)
  • Ihren nationalen EU-Kartenführerschein
  • Ihren Personalausweis oder Reisepass
Was kostet ein internationaler Führerschein?

Die Gebühr für den internationalen Führerschein beträgt 16 Euro.

Wie lange ist die Wartezeit für einen internationalen Führerschein?

Sie können den internationalen Führerschein in der Regel gleich bei der Antragstellung mit nach Hause nehmen.  

Bitte beachten Sie aber: Wenn Sie noch einen grauen oder rosafarbenen Führerschein haben, müssen Sie diesen zuerst in einen EU-Kartenführerschein tauschen. Erst wenn Sie diesen in Händen haben, können wir Ihnen Ihren internationalen Führerschein aushändigen.  Die Wartezeit für den EU-Kartenschein beträgt rund drei Wochen.

Wie lange ist ein internationaler Führerschein gültig?

Abhängig davon, welches Land Sie bereisen, wird der internationale Führerschein für ein oder für drei Jahre ausgestellt. Nähere Informationen erhalten Sie direkt von Ihrer Führerscheinstelle.

Der Führerschein ist weg - sei es wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss, eine zu große Anhäufung auf dem Punktekonto in Flensburg oder durch Drogenkonsum. Meist herrscht große Ratlosigkeit. Wir haben versucht, die wichtigsten Fragen zu beantworten.  

Fragen und Antworten

Was passiert, nachdem der Führerschein entzogen wurde?

Nachdem Ihnen der Führerschein entzogen wurde, legt das zuständige Gericht - in der Regel das Amtsgericht - fest, dass für die Dauer einer bestimmten Frist keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden darf. Dabei handelt es sich um die so genannte „Sperrfrist“. Um wieder einen Führerschein zu bekommen, müssen Sie einen Antrag stellen.

Wann kann dieser Antrag frühestens gestellt werden?

Den Antrag, um den Führerschein wieder zu bekommen, können Sie frühestens sechs Monate vor Ablauf der Sperrfrist stellen. Nutzen Sie diese Möglichkeit, damit sich die Neuerteilung Ihrer Fahrerlaubnis nicht unnötig verzögert, denn: Das Ende der Sperrzeit bedeutet nicht automatisch, dass Sie an diesem Tag Ihren Führerschein wieder bekommen.

Selbstverständlich können Sie auch bereits vor der möglichen Antragstellung Kontakt mit uns aufnehmen. Gerne besprechen wir mit Ihnen die Folgen Ihres Führerschein-Entzuges.

Wo muss ich den Antrag stellen und was benötige ich dazu?

Ihren Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis müssen Sie - vom Einwohnermeldeamt Ihrer Wohnsitzgemeinde bestätigt - persönlich bei der Führerscheinstelle des Landratsamtes abgeben. Den Antragsvordruck können Sie hier herunterladen.

Ihrem Antrag müssen Sie folgende Unterlagen anfügen:

Für alle Klassen

  • ein aktuelles Lichtbild entsprechend der Passverordnung 
    (biometrisch – 35 x 45 Millimeter)
  • Ihren Personalausweis oder Reisepass
  • einen Nachweis über die Schulung in Erster Hilfe (nur erforderlich, wenn die erstmalige Erteilung Ihres Führerscheins vor 22. Oktober 2017 erfolgte)
  • ein aktuelles behördliches Führungszeugnis (zu beantragen bei der Wohnsitzgemeinde, Belegart O bzw. bei D-Klassen Belegart OE)

Zusätzlich für die Klassen A, A2, A1, AM, B, BE, L und T 

  • eine Sehtestbescheinigung einer amtlich anerkannten Sehteststelle (z.B. TÜV oder Augenoptiker) oder (augen-) ärztliches Zeugnis 

Zusätzlich für die Klassen C, CE, C1, C1E (C1 = alte Klasse 3 bis 7,5 t)

  • eine (augen)ärztliche Bescheinigung über das Sehvermögen
  • eine Bescheinigung ärztliche Untersuchung, zum Beispiel von Ihrem Hausarzt
    (den Vordruck bekommen Sie hier.)

Zusätzlich für die Klassen D1, D1E, D, DE

  • eine (augen-) ärztliche Bescheinigung über das Sehvermögen
  • eine Bescheinigung ärztliche Untersuchung, zum Beispiel von Ihrem Hausarzt
    (den Vordruck können Sie hier herunterladen.)
  • einen Nachweis der geistigen und körperlichen Eignung durch ein medizinisch-
    psychologisches (MPU) oder betriebs- bzw. arbeitsmedizinisches Gutachten
Wird bei der Antragstellung zusätzlich noch etwas geprüft?

Ja, im Rahmen der Neuerteilung Ihres Führerscheins müssen wir Ihre Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen in vollem Umfang prüfen. Dazu lassen wir uns zum Beispiel einen Auszug aus dem Fahreignungsregister in Flensburg kommen oder informieren uns über Ordnungswidrigkeiten und Straftaten.

Deshalb nochmals: Weil diese Eignungsprüfung etwas Zeit in Anspruch nimmt, sollten Sie die Möglichkeit nutzen und Ihren Antrag auf Neuerteilung des Führerscheins rechtzeitig sechs Monate vor Ablauf der Sperrfrist stellen.

Was passiert, wenn sich bei der Eignungsprüfung Zweifel ergeben?

Sofern sich im Rahmen des Neuerteilungsverfahrens Zweifel an der geistigen, körperlichen oder auch charakterlichen Eignung ergeben, müssen - je nach Art dieser Zweifel - ein verkehrsmedizinisches oder ein medizinisch-psychologisches Gutachten (MPU) vorgelegt werden.

Zweifel an Ihrer Fahreignung können zum Beispiel auftreten, wenn Sie an einer schweren Erkrankung, wie etwa Diabetes, Demenz, Schwerhörigkeit, Nachtblindheit, Lähmungen oder an einer schweren Herz-/Kreislauferkrankung leiden. Auch die Abhängigkeit oder der Missbrauch von Alkohol beziehungsweise sonstigen berauschenden Mitteln oder eine psychische Erkrankung können zu Zweifeln an Ihrer Fahreignung führen. Es handelt sich dabei immer um eine Einzelfallentscheidung, die wir mit Ihnen gerne im persönlichen Gespräch klären.

Was ist ein verkehrsmedizinisches Gutachten und wann steht es an?

Wie schon gesagt - ein verkehrsmedizinisches Gutachten wird bei bestimmten Eignungszweifeln notwendig, zum Beispiel bei Erkrankungen wie Diabetes, Demenz oder Schwerhörigkeit. Wir legen dabei fest, welche Qualifikation der Arzt haben muss. Sie müssen sich dann an einen entsprechenden Arzt, zum Beispiel einen Facharzt mit verkehrsmedizinischer Qualifikation oder einen Arzt einer Begutachtungsstelle für Fahreignung wenden, der die Untersuchungen vornimmt. Die Fragestellung, zu der Sie "begutachtet" werden, wird Ihnen vorab mitgeteilt, das heißt: Sie wissen bereits vor dem Arztbesuch, um was es geht. Das Gutachten müssen Sie selbst bezahlen.

Was ist eine MPU und wann steht sie an?

Eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) ist eine Untersuchung einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung. Dabei wird mittels eines Testgerätes Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit festgestellt. Darüber hinaus beinhaltet die MPU eine medizinische Untersuchung und ein psychologisches Gespräch, bei dem Sie zu Ihrem bisherigen, aber auch zu Ihrem zukünftigen (Verkehrs-)Verhalten befragt werden. Die Kosten für dieses Gutachten müssen Sie selbst tragen.

Eine MPU wird insbesondere in folgenden Fällen gefordert:

  • bei wiederholtem Entzug der Fahrerlaubnis
  • bei wiederholten oder schwerwiegenden Straftaten (nicht nur im Straßenverkehr)
  • bei wiederholten allgemeinen Verkehrsauffälligkeiten
  • bei wiederholter Alkoholauffälligkeit (nicht nur im Straßenverkehr)
  • bei erster Trunkenheitsfahrt mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr
  • bei gerichtlichem Entzug der Fahrerlaubnis nach einer Trunkenheitsfahrt
  • bei schweren körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen
  • bei Vorliegen eines früheren negativen Fahreignungsgutachtens
  • bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (z.B. Drogenkonsum oder Medikamentenmissbrauch)
MPU angeordnet - was dann?

Wenn wir eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) als notwendig  betrachten, teilen wir Ihnen das mit. Danach gehen Sie am besten wie folgt vor:

  • Wir benötigen zunächst Ihre unterschriebene Erklärung dafür, dass Sie mit der Durchführung einer MPU einverstanden sind. Diese Einverständniserklärung ist dem Antrag beigefügt, den Sie im Rahmen der Führerschein-Neuerteilung zu Beginn erhalten beziehungsweise wird Ihnen übersandt. Darin müssen Sie auch angeben, für welche amtlich anerkannte Begutachtungsstelle für Fahreignung Sie sich entschieden haben und dass Sie mit der Übersendung der Führerscheinakte an die von Ihnen ausgewählte Stelle einverstanden sind.
  • Wenn uns Ihre unterschriebene Einverständniserklärung vorliegt, leiten wir Ihre Führerscheinakte an die von Ihnen ausgewählte Begutachtungsstelle weiter.
  • Sie erhalten von der Begutachtungsstelle einen Termin für Ihre medizinisch-psychologische Untersuchung (Dauer: ca. ein halber Tag).
    Bitte beachten Sie: Die MPU kann frühestens einen Monat vor Ablauf der Sperrfrist durchgeführt werden!
  • Wenn Ihnen das Gutachten vorliegt, legen Sie es uns bitte persönlich vor.
    In der Regel dauert es ca. zwei Wochen, bis Sie das Gutachten von der Begutachtungsstelle erhalten.
  • Das Ergebnis des Gutachtens ist letztlich für die weitere Vorgehensweise ausschlaggebend. Danach entscheidet die Führerscheinstelle, ob weitere Gutachten beziehungsweise Kurse notwendig werden, ob Sie nochmals eine Führerscheinprüfung ablegen müssen oder ob Sie Ihre Fahrerlaubnis wieder erhalten.

Bitte beachten Sie: Die Begutachtungsstelle benötigt für die Untersuchung unbedingt unsere Führerscheinakte. Leiten Sie also nicht vorab von sich aus eine MPU in die Wege, sondern halten Sie den oben vorgegebenen Ablauf ein! 

Ist nach einer MPU eine neue Führerscheinprüfung notwendig?

Die Entscheidung, ob nach einer MPU eine erneute Führerscheinprüfung notwendig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab und wird im Einzelfall von der Führerscheinstelle getroffen. Häufig kann eine solche neuerliche Prüfung entfallen.  

Sollten Sie jedoch zu einer erneuten Prüfung aufgefordert werden, kontaktieren Sie bitte eine Fahrschule. Sie können dort individuell vereinbaren, wie Sie sich auf die theoretische und praktische Prüfung vorbereiten. Eine "normale" Ausbildungspflicht, also eine Grundausbildung mit Besuch des Theorieunterrichts und der Ableistung einer bestimmten Fahrstundenzahl, ist jedoch grundsätzlich nicht notwendig.

Andererseits darf der Fahrlehrer den Prüfling erst zur Prüfung vorstellen, wenn er sicher ist, dass er die Prüfung bestehen kann. Gehen Sie davon aus, dass dafür zumindest einige Fahrstunden notwendig sind.

Was ist zu beachten, wenn der Führerschein innerhalb der Probezeit entzogen wurde?

Mit einem Führerscheinentzug endet die Probezeit - mit der Neuerteilung beginnt dann eine neue Probezeit. Diese umfasst die Restdauer der vorherigen Probezeit und zusätzlich die gesetzlich vorgeschriebene Verlängerung um zwei Jahre. Für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis ist in einem solchen Fall vorab notwendig:

  • die Teilnahme an einem Aufbauseminar für verkehrsauffällige Fahranfänger (zum Beispiel bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung)
  • die Teilnahme an einem besonderen Aufbauseminar (zum Beispiel bei Alkohol- oder Drogenkonsum)

Die entsprechenden Seminare können schon während der Sperrfrist besucht werden. Unsere Mitarbeiter geben Ihnen gerne Auskunft darüber, wo solche Seminare in der Nähe stattfinden.

Gibt es Ausnahmen von der Sperre, zum Beispiel für bestimmte Fahrzeuge?

Ja - das Gericht kann bestimmte Fahrzeugarten, zum Beispiel landwirtschaftliche Zugmaschinen, von der Sperre ausnehmen. Dazu ist es aber notwendig, dass wir von der Führerscheinstelle eine Ausnahme für diese spezielle Fahrzeugklasse erteilen. Sie dürfen also das entsprechende Fahrzeug erst dann wieder steuern, wenn Sie diese Ausnahmegenehmigung in Händen haben. Kommen Sie bitte direkt auf uns zu!

Wie nutzt man die Sperrzeit am besten?

Zunächst ist es wichtig, dass Sie sich nach Ihrem Führerscheinentzug die Hintergründe, die zum Verlust führten, nochmals bewusst machen. Vor allem bei Alkohol- oder Drogenkonsum empfiehlt sich eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit dieser Problematik. Nehmen Sie Hilfe an und informieren Sie sich frühzeitig!

Zudem ist im Einzelfall der Nachweis einjähriger Alkohol- beziehungsweise Drogenabstinenz bis unmittelbar vor der Begutachtung erforderlich. Sie müssen hierfür die Alkohol- oder Drogenabstinenz mittels Urin- oder Haaranalysen belegen. Dieses sogenannte Abstinenzkontrollprogramm muss den Vorgaben der Begutachtungs-Leitlinien und der 3. Auflage der Beurteilungskriterien zur Kraftfahrereignung entsprechen. Die aktuelle Auflage der Begutachtungsleitlinien finden Sie hier. Bitte beachten Sie: Nur Kontrollen, welche diese Vorgaben einhalten, gelten als Nachweis der Abstinenz.

Die Begutachtungsstellen bieten kostenlose Informationsabende an und führen auch Abstinenzkontrollprogramme durch. Verkehrspsychologen können Ihnen Wege und Empfehlungen zur Vorbereitung auf die Begutachtung aufzeigen. Adressen finden Sie hier.

Adressen von weiteren uns bekannten Anbietern senden wir Ihnen gerne zu. Bitte setzen Sie sich am besten telefonisch mit uns in Verbindung.

Weitere Informationen zum Ablauf der MPU und Vorbereitung auf die Begutachtung finden Sie auch auf den Seiten der Bundesanstalt für Straßenverkehr.

Flensburg - knapp 90.000 Einwohner, ganz im Norden Deutschlands, skandinavisches Flair, kleine bunte Fischerhäuser, sonnengelbe Kapitäns- und Kaufmannshöfe … Wussten Sie das? Oder bringen Sie Flensburg auch nur damit in Verbindung, dass dort Punkte für Verstöße im Straßenverkehr in ein Register eingetragen werden? Genau darum geht es auch auf dieser Seite: Um das Fahreignungsregister des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg (KBA).

Fragen und Antworten

Was hat es eigentlich mit dem Fahreignungsregister auf sich?

Alle Verkehrsstraftaten und Ordnungswidrigkeiten (ab 60 Euro und/oder bei einem Fahrverbot) werden in diesem Fahreignungsregister beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg eingetragen und je nach Schwere mit einem bis drei Punkten bewertet.

Ein hoher Punktestand hat Folgen für den „Verkehrssünder". Dieses System soll die Allgemeinheit vor ungeeigneten Kraftfahrern schützen und in präventiver Weise der Verkehrssicherheit dienen.

Für welche Verstöße gibt es Punkte?

Bepunktet werden die verschiedensten Verstöße - egal ob ein Fehlverhalten beim Überholen, Geschwindigkeitsüberschreitungen, zu gering gehaltener Abstand, Fehler beim Abbiegen oder einfach überschrittene Fristen für Haupt- und Abgasuntersuchung. Ordnungswidrigkeiten werden dabei mit einem oder zwei Punkten und Straftaten mit zwei oder drei Punkten bewertet. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat dafür einen konkreten Maßnahmen- und Punkteplan erarbeitet.

Und was ist mit Alkoholkonsum?

Natürlich gibt es auch Punkte, wenn Sie unter Alkoholeinfluss fahren und von der Polizei erwischt werden. Die genauen Promille-Grenzwerte erfahren Sie ebenfalls auf der Homepage des Kraftfahrt-Bundesamtes.

Bitte beachten Sie: Bereits ein Alkoholgehalt im Blut von 0,3 Promille kann Auswirkungen auf Ihren Führerschein haben.

Was passiert, wenn ich Punkte in Flensburg angesammelt habe?

Ab einem bestimmten Punktestand informiert das Kraftfahrt-Bundesamt die zuständige Fahrerlaubnisbehörde, also uns von der Führerscheinstelle beim Landratsamt. 

Abhängig von der Anzahl der Punkte gehen wir dann wie folgt vor: 

  • Bei 4 bis 5 Punkten: Sie erhalten eine Ermahnung. Sie können freiwillig an einem Fahreignungsseminar teilnehmen und erhalten bei einem Punktestand bis 5 Punkte einmalig innerhalb von fünf Jahren einen Punkte-Abzug von einem Punkt. Wo und wann solche Aufbauseminare stattfinden, teilen wir Ihnen mit der Ermahnung mit.
  • Bei 6 bis 7 Punkten: Sie bekommen eine Verwarnung und können ebenfalls freiwillig an einem Fahreignungsseminar teilnehmen. Hierfür erhalten Sie allerdings keinen Punkte-Abzug mehr.
  • Ab 8 Punkten: Ihnen wird die Fahrerlaubnis entzogen.
Bleiben die Punkte unbefristet bestehen?

Nein, Eintragungen über Verkehrsverstöße werden nach bestimmten Fristen wieder gelöscht. Informationen zu den Tilgungsfristen finden Sie auf den Seiten des Kraftfahrt-Bundesamtes.

Kann man auch selbst dazu beitragen, dass Punkte abgebaut werden?

Ja - durch eine freiwillige Teilnahme an einem Aufbauseminar können Sie einen Punkt abbauen. Dies ist jedoch nur einmal innerhalb von fünf Jahren möglich und hängt von Ihrem derzeitigen tatsächlichen Punktestand ab. Wenn Sie hierzu weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte direkt an uns.

Wie erfahre ich meinen eigenen Punktestand?

Auskünfte über Ihren Punktestand erhalten Sie unmittelbar vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg. Wenden Sie sich einfach schriftlich an das KBA und bitten um diese Information. Bitte verwenden Sie hierzu das  Formular des KBA. Vergessen Sie nicht, Ihrem Schreiben eine Kopie Ihres Ausweises beizufügen!

Die Anschrift des KBA:
Kraftfahrt-Bundesamt
Förderstr. 16
24944 Flensburg

Fax: (0461) 316-1366

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 28.03.2019