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Der Gelbe Sack - Verpackungen richtig entsorgen

Seit Januar 2013 gibt es den Gelben Sack. Foto: Landratsamt Unterallgäu

Im Landkreis Unterallgäu werden Verpackungen im Gelben Sack gesammelt und an den Wertstoffhöfen abgegeben. Doch was genau kommt in den Gelben Sack und was passiert mit den Verpackungen? Und warum wird der Gelbe Sack eigentlich nicht abgeholt?  

Wir haben im Folgenden Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.

Fragen und Antworten

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Was kommt in den Gelben Sack?

In den Gelben Sack gehören ausschließlich Leichtverpackungen. Das sind zum Beispiel 

Verpackungen aus Kunststoff

  • Flaschen und Hohlkörper: z. B. von Spül-, Waschmittel, Körperpflegemittel
  • Becher: z. B. von Milchprodukten, Margarine
  • Mischkunststoffe: z. B. Nudel- oder Chipstüten, Durchdrückverpackungen (Blister)
  • Folien: z. B. Tragetaschen, Beutel
  • Tuben
  • Styroporchips
  • kleinteiliges Styropor


Verpackungen aus Metall

  • Getränke- und Konservendosen
  • Aluminiumschalen, -deckel, -folie
  • Spraydosen (leer)
  • Tuben


Verpackungen aus Verbundstoff

  • Getränkekartons
  • Kaffee- und Cappuccinotüten
  • Kaffeekapseln


Die Verpackungen müssen nicht gespült werden.  Es reicht aus, wenn diese restentleert und „löffelrein“ sind; das gilt zum Beispiel für Joghurtbecher.

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Was kommt nicht in den Gelben Sack?

Nicht in den Gelben Sack gehören Altglas, Papier, Pappe, Kartonagen, große Styroporteile und Verpackungsstyropor. Sie können separat am Wertstoffhof abgegeben werden. Papier, Pappe und Kartonagen können außerdem über die kostenlose Altpapiertonne oder die Vereinssammlungen einer Verwertung zugeführt werden.

Ebenfalls nicht in den Gelben Sack gehören alle anderen Wertstoffe, die keine Verpackungen sind, wie zum Beispiel Batterien, CDs, Druckerpatronen, Elektrogeräte, Metalle oder verpackungsfremde Kunststoffe (zum Beispiel Schüsseln, Körbe, Eimer). Diese Wertstoffe werden separat am Wertstoffhof angenommen.

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Muss ich die Verpackungen im Gelben Sack sortieren?

Nein. Alle Verpackungen können miteinander unsortiert im Gelben Sack gesammelt und abgegeben werden.

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Was passiert mit den Verpackungen aus dem Gelben Sack?

Der Inhalt der Gelben Säcke wird in einer Sortieranlage automatisch sortiert und anschließend verwertet.

In der Sortieranlage werden die Gelben Säcke zuerst im sogenannten Sacköffner aufgerissen und der Inhalt wird auf Sortierbänder verteilt. Im Trommelsieb werden die verschiedenen Verpackungen anschließend nach Größe getrennt und falsch eingeworfene Stoffe aussortiert. Über einen Magnetabscheider wird Weißblech, zum Beispiel Konservendosen und Kronkorken, aussortiert. Mit einem sogenannten Wirbelstromabscheider wird Aluminium, zum Beispiel Spraydosen oder Joghurtbecherdeckel, von den übrigen Verpackungen getrennt. Die verschiedenen Kunststoffe, zum Beispiel Joghurtbecher und Kunststofffolien sowie Getränkekartons und Styroporchips werden über mehrere Nahinfrarotscanner aussortiert.

Danach werden die verschiedenen Verpackungen und die Gelben Säcke selbst „sortenrein“, also je nach Art, verwertet.

Aluminium und Weißblech wird zur Herstellung neuer Dosen oder in der Bau- und Fahrzeugindustrie verwendet. Tetra Paks und Kartonverbunde werden in ihre Bestandteile Karton, Aluminium und Kunststoff aufgetrennt. Karton wird weiter zu Wellpappe, Eierkartons oder Hygienepapieren verarbeitet, Aluminium und Kunststoff werden im Zementwerk eingesetzt. Kunststofffolien und Mischkunststoffe werden zu Granulat verarbeitet, das in der Kunststoffproduktion eingesetzt wird, zum Beispiel für Farbeimer, Transportkisten, Körbe, Pflanzpaletten und Kisten. Getränkeflaschen aus PET werden zu neuen Kunststoffprodukten oder Fleecepullovern aufbereitet. Die nicht verwertbaren Sortierreste werden zu Ersatzbrennstoffen aufbereitet und in der Zementproduktion als Kohleersatz verwendet.

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Welche Abfälle gehören in die Restmülltonne?

In die Restmülltonne gehören beispielsweise Hygieneartikel wie Papiertaschentücher, Papierhandtücher, Küchenrollenpapier, Wattestäbchen, Pflaster, Binden und Tampons, Kosmetikartikel, Büroartikel wie Bleistiftstummel und Spitzerabfall, nicht mehr tragbare Kleidung und Schuhe, Lumpen, Feuerzeuge, eingetrocknete Wandfarbenreste, Gummi, alte Musik- und Videokassetten, nicht nachfüllbare Stifte, Fotos, Spiegel, Staubsaugerbeutel, Stempelkissen, Straßenkehricht, Asche (kalt), Tapetenreste, Weihnachtskugeln, Windeln, Wursthaut aus Kunstdarm, alte Zahnbürsten und Zigarettenkippen.

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Wohin mit dem Gelben Sack?

Der Gelbe Sack muss am Wertstoffhof abgegeben werden.

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Warum wird der Gelbe Sack nicht abgeholt?

Im Landkreis Unterallgäu gibt es insgesamt 24 Wertstoffhöfe. An diesen wird neben dem Gelben Sack auch eine Vielzahl anderer Wertstoffe angenommen, die gleichzeitig abgegeben werden können. Das Bringsystem sichert den Fortbestand der Wertstoffhöfe. Gleichzeitig wird auf eine neue deutschlandweite Regelung zur Verpackungserfassung gewartet, der nicht vorgegriffen werden soll.

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Wo erhalte ich Gelbe Säcke?

Gelbe Säcke werden am Wertstoffhof in Rollen zu je 13 Säcken kostenlos ausgegeben.

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Gibt es spezielle Regelungen für Gewerbetreibende?

Informationen zu diesem Thema finden Sie auf dieser Seite.

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Was wird sonst noch separat am Wertstoffhof angenommen?

Informationen dazu finden Sie auf unserem Faltballt "Wertstoffhof - Wertstoffe richtig entsorgen".

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Wie kann ich Verpackungen vermeiden?

Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht. Kaufen Sie Lebensmittel frisch und unverpackt ein und setzen Sie bei Getränken auf Mehrweg- anstatt Einwegflaschen. Verzichten Sie beim Einkauf auf Plastiktüten und benutzen Sie wiederverwendbare Stofftaschen oder einen Korb. Bewahren Sie Brotzeit in Brotzeitdosen auf und nicht in Alufolie oder Plastiktüten. Ein Merkblatt mit Tipps zur Müllvermeidung finden Sie hier.

 

Ansprechpartner

Abfallberatung

Antonie Maisterl
Telefon: (08261) 995-467

Abfallberatung

Johanna Schuster
Telefon: (08261) 995-367

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