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Aktuelle Projekte im Unterallgäu

Damit die Bürger eine gute Infrastruktur vorfinden, wird im Unterallgäu ständig gebaut und saniert. Die Schulen werden in Schuss gehalten, Straßen erneuert oder neu gebaut und vieles mehr. Über die wichtigsten aktuellen Projekte informieren wir Sie auf dieser Seite.

Das Verkehrsaufkommen steigt, insbesondere der Schwerlastverkehr nimmt zu. Die Straßen werden stärker beansprucht. Sie müssen daher laufend unterhalten, wenn nötig saniert oder ausgebaut werden. Gleiches gilt für Brücken, Parkplätze, Radwege und so weiter. Das Straßen- und Tiefbauamt des Landkreises Unterallgäu setzt also hohe Investitionen in die Praxis um. Es ist für ein rund 329 Kilometer langes Kreisstraßennetz verantwortlich.

Größere Baustellen gibt es im Jahr 2020 auf folgenden Kreisstraßen:

MN 2 - Ausbau der Ortsdurchfahrt Amberg-Süd

Die südliche Ortsdurchfahrt von Amberg (Kreisstraße MN 2) wurde 2019 auf einer Länge von 700 Metern ausgebaut. Neben dem Straßenausbau wurden Gehwege errichtet und die Seitenflächen neu gestaltet. Die Busbuchten wurden durch behindertengerechte Haltestellen ersetzt. Hierfür sind die Gemeinde und das Amt für ländliche Entwicklung zuständig.

In diesem Jahr sollen noch Restarbeiten und die Bepflanzung durchgeführt werden. Der Ausbau kostet insgesamt 600.000 Euro. Der Freistaat Bayern fördert die Maßnahme.

MN 4 - Ausbau der Ortsdurchfahrt Erisried

Bereits begonnen, aber noch nicht fertiggestellt ist der Ausbau der Kreisstraße MN 4 in Erisried auf einer Länge von ca. 500 Meter. Während die Arbeiten im Ort auf der Staatsstraße bereits abgeschlossen sind, soll nun der Ausbau der Strecke in Richtung Dirlewang erfolgen. Der Ausbau kostet insgesamt 750.000 Euro. Der Freistaat Bayern fördert die Maßnahme.

MN 28 - Ausbau der Ortsdurchfahrt Warmisried und der Kreisstraße in Richtung Unteregg mit Neubau der Mindelbrücke

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Warmisied und der freien Strecke in Richtung Unteregg erfolgt auf einer Länge von 1,3 Kilometern. Die Fahrbahn wird auf sechs Meter ausgebaut. Darüber hinaus wird die Mindelbrücke neu gebaut. Die Kosten betragen voraussichtlich 1,9 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern fördert die Maßnahme. Darüber hinaus ist eine Erneuerung des Mischwasserkanals geplant und es sollen neue Gehwege im Ort sowie im Bereich der Facklermühle und über die Mindelbrücke errichtet werden, da diese Strecke oft als Rundwanderweg von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird. Für die Arbeiten am Kanal sowie am Gehweg im Ort ist die Gemeinde zuständig. Der Freistaat Bayern wird die Maßnahme unterstützen.

MN 28 - Ausbau der Kreisstraße zwischen Unteregg und Warmisried, 2. Bauabschnitt

Dieses Projekt schließt als zweiter Bauabschnitt zum vorhergehenden Ausbau der Kreisstraße MN 28 in der Ortsdurchfahrt Warmisried und auf freier Strecke in Richtung Unteregg mit Neubau der Mindelbrücke an. Es umfasst den Ausbau der Kreisstraße zwischen Unteregg und Warmisried auf einer Länge von ca. 1,4 Kilometern. Das Bauende liegt an der Einmündung zur Kreisstraße MN 5. In Verbindung mit der Maßnahme wird auch der Knotenpunkt der Kreisstraßen MN 28/MN 5 verkehrsgerecht ausgebaut. Die Kosten betragen voraussichtlich 1,5 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern fördert die Maßnahme.

MN 21 - Ausbau der Ortsdurchfahrt Bad Grönenbach

Die Ortsdurchfahrt Bad Grönenbach (Rothensteiner Straße) wird heuer auf einer Länge von 600 Meter ausgebaut. Die Fahrbahn ist derzeit zu schmal und befindet sich in einem schlechten Zustand mit hoher Spurrillen- und Rissbildung. Gehwege sind in kritischen und unübersichtlichen Bereichen nicht vorhanden. Vorgesehen ist, die Straße auf einer Breite von sechs Meter auszubauen und Gehwege zu errichten. Zum sicheren Überqueren der Straße werden im Bereich der Sportanlagen Mittelinseln gebaut. Die Kosten hierfür betragen voraussichtlich 1,5 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern wird die Maßnahme unterstützen. Gleichzeitig wird der Markt Bad Grönenbach außerdem die gemeindlichen Leitungen erneuern und die Breitbandversorgung erweitern sowie die einmündende Gemeindestraße (Pappenheimer Straße) samt Gehweg auf einer Länge von 75 Metern ausbauen.

MN 29 - Ausbau der Ortsdurchfahrt Stockheim und Sanierung der Wertachbrücke

Die Ortsdurchfahrt von Stockheim soll auf einer Länge von 450 Metern erneuert werden. Damit Fußgänger die Straße sicherer überqueren können, ist am östlichen Ortseingang eine Mittelinsel geplant. Die Stadt Bad Wörishofen erneuert parallel zu den Arbeiten an der Straße die Gehwege. Die Kosten für das Projekt betragen ca. 500.000 Euro. Der Freistaat Bayern wird die Maßnahme unterstützen.

Im Anschluss an den Ausbaubereich befindet sich die Wertachbrücke, die in Verbindung mit dem Straßenbauprojekt saniert werden soll.

Damit Bildung im Unterallgäu unter besten Voraussetzungen stattfindet, müssen die Schulen im Landkreis gut ausgerüstet sein und die Gebäude gepflegt werden.

2011 hat deshalb der Kreistag ein großes Schul-Sanierungskonzept auf den Weg gebracht. Insgesamt sind inzwischen mehr als 60 Millionen Euro in die Schulgebäude investiert worden. Die Baumaßnahmen wurden Ende 2016/Anfang 2017 abgeschlossen.

Sanierung der Berufsschulen

Am Schulzentrum und Schülerheim in Bad Wörishofen haben die Bauarbeiten in den Sommerferien 2014 begonnen. Im Mai 2017 wurden die Arbeiten abgeschlossen und die frisch sanierte Schule eingeweiht.

Die Kosten liegen bei rund 12,6 Millionen Euro. Die Gebäude wurden insbesondere energetisch saniert und die Haustechnik wurde erneuert.

Die Mindelheimer Berufsschule sowie der Außenstelle in Memmingen wurden ebenfalls saniert.

Weiterführende Schulen in Ottobeuren, Babenhausen und Türkheim

Die Schulzentren in Ottobeuren und Babenhausen wurden energetisch saniert, der Brandschutz verbessert und die Gebäude barrierefrei gestaltet. Beide Sanierungen begannen im Jahr 2013 und sind inzwischen abgeschlossen.

Für die Generalsanierung des Schulzentrums in Ottobeuren liegen die Kosten bei rund 21 Millionen Euro. Die Sanierung in Babenhausen kostet rund 13 Millionen Euro.

Die Sanierung des Joseph-Bernhart-Gymnasiums in Türkheim wurde 2015 abgeschlossen. Die Kosten liegen bei rund 16,4 Millionen Euro.

Sporthalle - Staatliche Berufsschule Mindelheim, Außenstelle Memmingen

Der Landkreis Unterallgäu erneuerte in den Sommerferien 2018 die komplette Beleuchtungsanlage in der Sporthalle der Außenstelle Memmingen der Staatlichen Berufsschule Mindelheim. Die neue Anlage wurde in LED-Technik ausgeführt und erhielt eine bedarfsgerechte Steuerung. Dies führt zu einer Einsparung des Kohlendioxid-Ausstoßes um 50 Prozent. Die Kosten für den Austausch der kompletten Anlage belaufen sich auf rund 80.000 Euro.

Gefördert wird die Maßnahme durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative" (Förderkennzeichen 03K07812). Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucher_innen ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Bereits im Jahr 2017 hat der Landkreis die Lüftungsanlage (RLT-Anlage) in der Sporthalle erneuert. Das neue Lüftungsgerät hat eine Wärmerückgewinnung und eine bedarfsgerechte Regelung. So wird Energie eingespart. Das Vorhaben wurde ebenfalls aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Projektträger war auch hier das Forschungszentrum Jülich in Berlin (Förderkennzeichen: 03K04604).

Technikerschule Mindelheim

An der Technikerschule Mindelheim wurde im Jahr 2018 eine zentrale Raumkühlung über die Lüftungszentrale eingebaut.

Die Gesamtkosten betrugen ca. 75.000 Euro.

Sonderpädagogisches Förderzentrum Mindelheim

Im Jahr 2019 sollen die Umkleide- und Sanitärbereiche der Sporthalle beim Sonderpädagogischen Förderzentrum Mindelheim saniert werden.

Die Gesamtkosten sind mit ca. 762.000 Euro veranschlagt. Aus dem Kommunalinvestitionsprogramm - Schulinfrastruktur (KIP-S) - wurde eine Förderung beantragt.

Ziel ist es, durch die Sanierung die Raumeinteilung und die Barrierefreiheit zu verbessern und energetische Einsparungen zu erreichen.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 10.02.2020