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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 19.02.2019

Aktuelle Projekte im Unterallgäu

Damit die Bürger eine gute Infrastruktur vorfinden, wird im Unterallgäu ständig gebaut und saniert. Die Schulen werden in Schuss gehalten, Straßen erneuert oder neu gebaut und vieles mehr. Über die wichtigsten aktuellen Projekte informieren wir Sie auf dieser Seite.

Das Verkehrsaufkommen steigt, insbesondere der Schwerlastverkehr nimmt zu. Die Straßen werden stärker beansprucht. Sie müssen daher laufend unterhalten, wenn nötig saniert oder ausgebaut werden. Gleiches gilt für Brücken, Parkplätze, Radwege und so weiter. Das Straßen- und Tiefbauamt des Landkreises Unterallgäu setzt also hohe Investitionen in die Praxis um. Es ist für ein rund 329 Kilometer langes Kreisstraßennetz verantwortlich.

Größere Baustellen gibt es im Jahr 2019 auf folgenden Kreisstraßen:

MN 14 - Ausbau der Ortsdurchfahrt Fellheim (Kirchdorfer Straße) mit Neubau der Brücke über die Memminger Ach

In Fellheim wird die Ortsdurchfahrt (Kreisstraße MN 14, Kirchdorfer Straße) auf einer Länge von 750 Metern ausgebaut. Gleichzeitig erfolgt der Neubau der Brücke über die Memminger Ach. Die Fahrbahn wird auf eine Breite von 6,50 Meter ausgebaut. Am westlichen Ortseingang soll eine Mittelinsel als Querungshilfe entstehen. Darüber hinaus werden die Gehwege sowie die Kanal- und Wasserleitungen erneuert. Im vergangenen Jahr wurden zwei von insgesamt drei Bauabschnitten fertiggestellt. Mit dem dritten und letzten Teilausbau wird in diesem Frühjahr begonnen. Dieser Bauabschnitt wird dann nochmal drei bis vier Monate in Anspruch nehmen. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei rund 2,45 Millionen Euro. Für den Landkreis fallen Kosten in Höhe von etwa 1,6 Millionen Euro an. Der Freistaat Bayern unterstützt das Projekt mit einer Förderung von 60 Prozent. Daneben sind die Gemeinde sowie das Amt für ländliche Entwicklung an dem Projekt beteiligt.  

MN 34 - Ausbau der Kreisstraße zwischen Legau und Straß mit Neubau eines Rad- und Gehweges

Zwischen Legau und Straß wird die Kreisstraße MN 34 auf einer Länge von 940 Metern ausgebaut. Östlich der Kreisstraße entsteht ein Rad- und Gehweg. Die Straße wird auf sechs Meter verbreitert. Der Rad- und Gehweg wird 2,50 Meter breit und durch einen Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt. Die Kosten für das Projekt betragen rund 900.000 Euro. Der Freistaat Bayern unterstützt die Maßnahme mit einer Festbetragsförderung von 50 Prozent. Die Marktgemeinde beteiligt sich an den Kosten für den Rad- und Gehweg. Der Großteil der Bauarbeiten wurde von September bis Dezember 2018 durchgeführt. Dieses Jahr erfolgen die abschließenden Asphaltierungs- und Bankettarbeiten sowie Geländeangleichungen.

MN 25 - Ausbau der Kreisstraße zwischen Mindelau und Dorschhausen - 2. Bauabschnitt

Im vergangenen Jahr wurde die Ortsdurchfahrt Mindelau sowie ein Teilabschnitt der freien Strecke in Richtung Dorschhausen ausgebaut. Die für heuer geplanten Bauarbeiten auf einer Länge von 1,2 Kilometern schließen direkt daran an, sodass die Kreisstraße MN 25 dann durchgängig bis Dorschhausen ausgebaut ist. Die Fahrbahn wird auf eine Breite von 6,50 Meter ausgebaut. Des Weiteren wird eine funktionsfähige Oberflächenentwässerung geschaffen. Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt betragen voraussichtlich 1,38 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern wird die Maßnahme unterstützen.

MN 19 - Ausbau der Kreisstraße zwischen Zell und Bad Grönenbach

In diesem Jahr wird die Kreisstraße MN 19 zwischen Zell und Bad Grönenbach auf einer Länge von 1,7 Kilometern ausgebaut. Die Fahrbahndecke weist in diesem Bereich Verdrückungen und Netzrisse auf und ist teilweise stark ausgemagert. Die Bankette sind zu schmal und die Fahrbahn muss auf sechs Meter verbreitert werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 600.000 Euro. Der Freistaat Bayern wird die Maßnahme unterstützen.

Staatsstraße 2011/Kreisstraße MN 31 - Änderung der Kreuzung im Zuge der Hochwassermaßnahme Eldern

Mit der Errichtung des Hochwasserrückhaltebeckens südlich von Eldern wird die Verlegung der Staatsstraße 2011 notwendig. Im Zuge dessen muss heuer die Kreuzung mit der Kreisstraße MN 31 angepasst und die Einmündungssituation verbessert werden. Die Kreisstraße wird auf einer Länge von 400 Metern ausgebaut. Für die Arbeiten an der Kreisstraße fallen Kosten in Höhe von rund 150.000 Euro an. Der Freistaat Bayern fördert das Projekt.

MN 31 - Böschungssicherung zwischen Ollarzried und Eldern

Zwischen Ollarzried und Eldern sackt die Kreisstraße MN 31 immer wieder ab. Es bilden sich Risse auf der Fahrbahn. Zur dauerhaften Stabilisierung der abrutschenden Hangbereiche ist es notwendig, entlang des talseitigen Banketts eine Stützwand einzubringen. Hier werden bis zu elf Meter lange Bohrpfähle eingebracht. Danach müssen die Absackungen und Risse beseitigt werden. Es werden neue Tragschichten eingebaut und auf einer Gesamtlänge von 500 Metern wird wieder eine neue Decke aufgebracht. Die Kosten belaufen sich auf rund 700.000 Euro. Der Freistaat Bayern fördert die Maßnahme.

MN 2 - Ausbau der Ortsdurchfahrt Amberg-Süd

Die südliche Ortsdurchfahrt von Amberg (Kreisstraße MN 2) wird heuer auf einer Länge von 700 Metern ausgebaut. Vom westlichen Ortseingang bis zum Rathaus wurde die Ortsdurchfahrt bereits ausgebaut. Der geplante Ausbau im Süden schließt direkt daran an. Die Kosten für das Projekt betragen voraussichtlich 600.000 Euro. Der Freistaat Bayern fördert die Maßnahme. Neben dem Straßenausbau werden Gehwege errichtet und die Seitenflächen neu gestaltet. Die Busbuchten werden durch behindertengerechte Haltestellen ersetzt. Hierfür sind die Gemeinde und das Amt für ländliche Entwicklung zuständig. Die Bauarbeiten beginnen in diesem Frühjahr und sollen bis zum Jahresende abgeschlossen werden.

MN 28 - Ausbau der Ortsdurchfahrt Warmisried und der Kreisstraße in Richtung Unteregg mit Neubau der Mindelbrücke

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Warmisied und der freien Strecke in Richtung Unteregg erfolgt auf einer Länge von 1,3 Kilometern. Die Fahrbahn wird auf sechs Meter ausgebaut. Darüber hinaus wird die Mindelbrücke neugebaut. Die Kosten betragen voraussichtlich 1,8 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern fördert die Maßnahme. Darüber hinaus ist eine Erneuerung des Mischwasserkanals geplant und es sollen neue Gehwege im Ort sowie im Bereich der Facklermühle und über die Mindelbrücke errichtet werden, da diese Strecke oft als Rundwanderweg von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird. Für die Arbeiten am Kanal sowie am Gehweg im Ort ist die Gemeinde zuständig.

MN 21 - Ausbau der Ortsdurchfahrt Bad Grönenbach

Die Ortsdurchfahrt Bad Grönenbach (Kreisstraße MN 21, Rothensteiner Straße) wird heuer auf einer Länge von 600 Meter ausgebaut. Die Fahrbahn ist derzeit zu schmal und befindet sich in einem schlechten Zustand mit hoher Spurrillen- und Rissbildung. Gehwege sind in kritischen und unübersichtlichen Bereichen nicht vorhanden. Vorgesehen ist, die Straße auf sechs Meter zu verbreitern und Gehwege anzulegen. Zum sicheren Überqueren der Straße werden im Bereich der Sportanlagen Mittelinseln errichtet. Die Kosten hierfür betragen voraussichtlich 1,25 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern fördert die Maßnahme. Im Zuge der Arbeiten wird der Markt Bad Grönenbach außerdem die gemeindlichen Leitungen erneuern und die Breitbandversorgung erweitern sowie die einmündende Gemeindestraße (Pappenheimer Straße) samt Gehweg auf einer Länge von 75 Metern ausbauen.

Damit Bildung im Unterallgäu unter besten Voraussetzungen stattfindet, müssen die Schulen im Landkreis gut ausgerüstet sein und die Gebäude gepflegt werden.

2011 hat deshalb der Kreistag ein großes Schul-Sanierungskonzept auf den Weg gebracht. Insgesamt sind inzwischen mehr als 60 Millionen Euro in die Schulgebäude investiert worden. Die Baumaßnahmen wurden Ende 2016/Anfang 2017 abgeschlossen.

Sanierung der Berufsschulen

Am Schulzentrum und Schülerheim in Bad Wörishofen haben die Bauarbeiten in den Sommerferien 2014 begonnen. Im Mai 2017 wurden die Arbeiten abgeschlossen und die frisch sanierte Schule eingeweiht.

Die Kosten liegen bei rund 12,6 Millionen Euro. Die Gebäude wurden insbesondere energetisch saniert und die Haustechnik wurde erneuert.

Die Mindelheimer Berufsschule sowie der Außenstelle in Memmingen wurden ebenfalls saniert.

Weiterführende Schulen in Ottobeuren, Babenhausen und Türkheim

Die Schulzentren in Ottobeuren und Babenhausen wurden energetisch saniert, der Brandschutz verbessert und die Gebäude barrierefrei gestaltet. Beide Sanierungen begannen im Jahr 2013 und sind inzwischen abgeschlossen.

Für die Generalsanierung des Schulzentrums in Ottobeuren liegen die Kosten bei rund 21 Millionen Euro. Die Sanierung in Babenhausen kostet rund 13 Millionen Euro.

Die Sanierung des Joseph-Bernhart-Gymnasiums in Türkheim wurde 2015 abgeschlossen. Die Kosten liegen bei rund 16,4 Millionen Euro.

Sporthalle - Staatliche Berufsschule Mindelheim, Außenstelle Memmingen

Der Landkreis Unterallgäu erneuerte in den Sommerferien 2018 die komplette Beleuchtungsanlage in der Sporthalle der Außenstelle Memmingen der Staatlichen Berufsschule Mindelheim. Die neue Anlage wurde in LED-Technik ausgeführt und erhielt eine bedarfsgerechte Steuerung. Dies führt zu einer Einsparung des Kohlendioxid-Ausstoßes um 50 Prozent. Die Kosten für den Austausch der kompletten Anlage belaufen sich auf rund 80.000 Euro.

Gefördert wird die Maßnahme durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative" (Förderkennzeichen 03K07812). Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucher_innen ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Bereits im Jahr 2017 hat der Landkreis die Lüftungsanlage (RLT-Anlage) in der Sporthalle erneuert. Das neue Lüftungsgerät hat eine Wärmerückgewinnung und eine bedarfsgerechte Regelung. So wird Energie eingespart. Das Vorhaben wurde ebenfalls aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Projektträger war auch hier das Forschungszentrum Jülich in Berlin (Förderkennzeichen: 03K04604).

Technikerschule Mindelheim

An der Technikerschule Mindelheim wurde im Jahr 2018 eine zentrale Raumkühlung über die Lüftungszentrale eingebaut.

Die Gesamtkosten betrugen ca. 75.000 Euro.

Sonderpädagogisches Förderzentrum Mindelheim

Im Jahr 2019 sollen die Umkleide- und Sanitärbereiche der Sporthalle beim Sonderpädagogischen Förderzentrum Mindelheim saniert werden.

Die Gesamtkosten sind mit ca. 762.000 Euro veranschlagt. Aus dem Kommunalinvestitionsprogramm - Schulinfrastruktur (KIP-S) - wurde eine Förderung beantragt.

Ziel ist es, durch die Sanierung die Raumeinteilung und die Barrierefreiheit zu verbessern und energetische Einsparungen zu erreichen.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 19.02.2019