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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 11.08.2020

Seniorenbeauftragte tauschen sich erstmals wieder aus

Von: Pressestelle

In der einen Gemeinde war es ein „Medikamenten-Abholdienst“, in der anderen ein Lieferservice für Lebensmittel oder eine warme Mahlzeit, es wurde telefonisch Kontakt zu alleinstehenden Senioren gehalten oder Schutzmasken für Risikogruppen genäht: Dass sich die Seniorenbeauftragten und ihre Mitstreiter in den Unterallgäuer Gemeinden in den vergangenen Corona-Wochen jede Menge einfallen ließen, wurde jetzt beim ersten Treffen seit dem Corona-Lockdown im Landratsamt deutlich. „Sie haben Tolles geleistet“, betonte Seniorenkonzept-Koordinator Hubert Plepla: „Sie wissen, was vor Ort gebraucht wird.“ Auch Landrat Alex Eder bedankte sich bei den Seniorenbeauftragten für ihren Einsatz.

Deutlich wurde beim Treffen, dass die Corona-Zeit auch dazu führte, dass neue Wege eingeschlagen wurden. Durch Lieferdienste oder Anrufe seien neue Kontakte zu den Senioren in der Gemeinde entstanden, erzählten mehrere Seniorenbeauftragte. „Genau darum geht es in unserer gemeinsamen Arbeit“, betonte Plepla: „Wir wollen Kontakt halten zu unseren älteren Mitbürgern und ihnen zeigen: Du bist uns wichtig, wir vergessen dich nicht, wir machen uns Gedanken um dich.“ Er stellte jedoch auch heraus, dass im Unterallgäu Nachbarschaftshilfen glücklicherweise schon lange „vor Corona“ etabliert gewesen seien.

Vorgestellt wurden beim Treffen auch mehrere Projekte, die mit Geld aus der Initiative „Unser Soziales Bayern: Wir helfen zusammen!“ unterstützt wurden. Dabei hatte der Landkreis Ende März insgesamt 60.000 Euro des bayerischen Sozialministeriums zweckgebunden den Gemeinden zur Verfügung gestellt, damit Projekte vor Ort unterstützt werden konnten. Das Geld wurde je nach Einwohnerzahl verteilt - jede Gemeinde im Unterallgäu erhielt auf diese Weise zwischen 500 und 2800 Euro. Genutzt wurde es beispielsweise, um Lebensmitteltafeln zu unterstützen, um kostenlos Alltagsmasken zu verteilen, warme Mahlzeiten zu bezuschussen oder zur fallbezogenen Seniorenhilfe.

Neben einem Rückblick auf die vergangenen herausfordernden Monate gab Plepla den Seniorenbeauftragten einen Überblick über aktuelle Themen aus der Seniorenarbeit. Unter anderem sei demnächst etwa eine kostenfreie Online-Weiterbildung zum Seniorentrainer möglich. Thomas Öller informierte über das neue Dienstleistungszentrum Unterallgäu, das Senioren dabei unterstützt, möglichst lange selbstbestimmt im eigenen Zuhause leben zu können. Die Mitarbeiter übernehmen laut Öller beispielsweise Reinigungs- und Aufräumarbeiten, Wäschepflege, das Zubereiten von Mahlzeiten oder die Versorgung von Haustieren und begleiten die Senioren im Alltag. Daniela Speckamp stellte die Arbeit der drei Fachstellen für pflegende Angehörige in Bad Wörishofen, Ottobeuren und Memmingen vor. Die Fachstellen beraten Bürger zu einer Pflegesituation und besprechen begleitende Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten für pflegenden Angehörige. Die Beratung finde auf Wunsch auch im eigenen Zuhause statt.

Info: Viele Informationen rund um die Seniorenarbeit im Unterallgäu findet man im Internet unter www.unterallgaeu.de/seniorenkonzept

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 11.08.2020