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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 18.04.2019

Workshop-Reihe zur kulturellen Vielfalt

Von: Pressestelle

Immer wieder machen Ehrenamtliche Erfahrungen wie diese: Sie werden für ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe kritisiert, erleben, wie ein Migrant geringschätzend behandelt wird oder werden als „Unterstützer von Sozialschmarotzern“ angepöbelt, weil sie Lebensmittel an Arbeitslose verteilen. Nach solchen Erlebnissen wissen die meisten genau, wie sie am besten reagiert hätten. In dem Moment selbst aber sind viele sprachlos. Für alle, die Vorurteile erkennen und lernen möchten, mit kritischen Situationen umzugehen, bieten das Landratsamt Unterallgäu und das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement von Mai bis Juli eine dreiteilige Workshop-Reihe zur kulturellen Vielfalt an. Die Workshops finden jeweils von 17 bis 21 Uhr im Landratsamt in Mindelheim statt.

  • Den Auftakt macht das Thema „Zusammenhänge erkennen! Vielfalt - Vorurteile - Rassismus“ am Dienstag, 14. Mai. Die Teilnehmer erhalten Raum, ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassismus zu reflektieren. Mit Hilfe unterschiedlicher Methoden werden sie zum Austausch und zum Nachdenken angeregt. Ziel ist die Entwicklung und Stärkung eines rassismuskritischen Bewusstseins. Gesellschaftlich verankerte Denkmuster und Praktiken der Abwertung sollen erkannt und daraus Handlungsmöglichkeiten für den Alltag abgeleitet werden. 
  • „Haltung finden! Verschieden, aber gleichwertig“ lautet der Titel des zweiten Workshops am Mittwoch, 5. Juni. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht die Frage, mit welcher Haltung man Diversität begegnet. Ausgehend von den verschiedenen Facetten der eigenen Identität reflektieren die Teilnehmer die gesellschaftliche Bedeutung von Unterschieden und damit verknüpfte Machtpositionen. Die Teilnehmer erarbeiten gemeinsam, wie sie im Umgang mit Vielfalt eine Haltung der Gleichwertigkeit praktizieren können, ohne Grundwerte in Frage zu stellen.
  • „Haltung zeigen! - Selbst-bewusst und couragiert“ heißt es zum Abschluss der Workshop-Reihe am Mittwoch, 3. Juli. Da eine pauschale Lösung zum Umgang mit Parolen schwierig ist, werden Handlungsoptionen getestet und verschiedene Alternativen diskutiert. Dazu gehören konkrete Argumentationsstrategien für die Diskussion und Kommunikationstechniken, aber auch Instrumente und Signale, die anzeigen, dass man dem Gesprächspartner nicht zustimmt, rote Linien überschritten sind und man die Unterhaltung beenden will.

Die kostenfreien Workshops bauen aufeinander auf und werden idealerweise nacheinander besucht - können aber auch einzeln besucht werden. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist für alle Termine eine Anmeldung erforderlich bis Montag, 29. April, per E-Mail an asylkoordination(at)lra.unterallgaeu.de oder telefonisch unter (08261) 995-0.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 18.04.2019