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Wie Senioren mobil bleiben

Von: Pressestelle

Was sollten Senioren beim Autofahren beachten? Welche Möglichkeiten bietet der Flexibus, um auch im Alter mobil zu bleiben? Um Fragen wie diese ging es bei einer Veranstaltung des Netzwerks „Altenhilfe und seelische Gesundheit Memmingen-Unterallgäu“ im Landratsamt in Mindelheim. Psychologin Heidrun Rebstock vom TÜV-Süd informierte über das Thema Fahrsicherheit im Alter. Manuel Steber von Steber-Tours stellte den Flexibus vor.

Ältere Fahrer fahren laut Heidrun Rebstock besser, als die meisten Verkehrsteilnehmer befürchten, sie fahren aber nicht so vorbildlich, wie sie selber glauben. Die Psychologin ging in ihrem Vortrag auf die im Alter auftretenden Probleme und Schwierigkeiten beim Fahren eines Autos ein. Sie riet Senioren, sich selbstkritisch zu hinterfragen, was man sich zutrauen kann. Um Schwächen auszugleichen, sollte man nach ihren Worten technische und medizinische Hilfen nutzen. Neben Sehhilfen und ärztlichen Kontrollen - insbesondere bei Sehstörungen und anderen Erkrankungen - können dies Bremsverstärker, Einparkhilfen oder Navigationssysteme sein.

Mobil bleiben Senioren auch mit dem Flexibus. Der Bus fährt unabhängig von einem Fahrplan auf Anfrage. Manuel Steber bezeichnete das Angebot als „Mischung aus Taxi und Linienbus“. Unter anderem hob er die große Anzahl an Haltestellen hervor und betonte, dass in den komfortablen Kleinbussen auch Gehhilfen oder Rollstühle mitgenommen werden können. Wer eine Person begleite, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sei, fahre kostenlos mit. Außerdem würden viele Geschäfte, Ärzte und öffentliche Einrichtungen den Bus für ihre Kunden und Patienten reservieren. Aktuell gibt es den Flexibus im Raum Kirchheim-Pfaffenhausen und im Bereich Mindelheim-Dirlewang-Kammlach.

Nach den Vorträgen berichteten die Sprecher der Arbeitskreise über die aktuellen Themen des Netzwerks. Das Netzwerk „Altenhilfe und seelische Gesundheit“ haben Vertreter des Landkreises Unterallgäu, der Stadt Memmingen, des Gemeindepsychiatrischen Verbunds Memmingen-Unterallgäu und des Bezirks Schwaben ins Leben gerufen. Die Themen, die von Nachbarschaftshilfe über Demenz und Prävention bis hin zur stationären Versorgung reichen, werden von acht Arbeitsgruppen bearbeitet. Die Akteure der Altenhilfe zu vernetzen sei sehr gewinnbringend gewesen, betonte Landrat Hans-Joachim Weirather. Weirather und alle Mitwirkenden waren sich einig, dass man die Seniorenarbeit im Unterallgäu und Memmingen durch das Netzwerk weiter voranbringen haben können.

Im Anschluss an die Vorträge und Berichte aus den Arbeitskreisen bestand die Möglichkeit, mit den Sprechern der Arbeitsgruppen zu diskutieren. Dies wurde von den zahlreichen Teilnehmern rege angenommen.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 24.05.2019