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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 06.04.2020

Viele Italien-Reisende lassen sich untersuchen

Von: Gesundheitsamt/Pressestelle

Aktuell gibt es vermehrt Meldungen über Coronavirus-Erkrankungen in Italien. Auch Unterallgäuer hielten sich in den vergangenen Wochen in Italien auf. Viele davon suchen derzeit laut Gesundheitsamt Arztpraxen und Notaufnahmen in den Kliniken auf und klären ab, ob sie erkrankt sein könnten.

Das Gesundheitsamt rät:

  • Wer nicht in einem der Risikogebiete war und keinen Kontakt zu einem am Coronavirus Erkrankten hatte, muss keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen beachten. Corona-Risikogebiete sind laut Robert-Koch-Institut:
    • In China: Provinz Hubei (inklusiv Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang
    • Im Iran: Provinz Ghom
    • In Italien: Provinz Lodi in der Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien
    • In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
  • Wer Erkältungs- oder Grippesymptome entwickelt, sollte sich frühzeitig krankmelden. Selbstverständlich sollte auch sein, ein krankes Kind nicht in die Schule oder in den Kindergarten zu schicken.
  • Wer in einem der Risikogebiete war und innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome bekommt, wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, sollte Kontakte zu anderen Personen vermeiden und zu Hause bleiben. Wichtig ist, sich umgehend telefonisch mit seiner Hausarztpraxis in Verbindung zu setzen oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter Telefon 116 117 anzurufen. Der Hausarzt oder der kassenärztliche Bereitschaftsdienst bespricht mit dem Betroffenen das weitere Vorgehen.
  • Wer innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet war, sollte – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben.
  • Wer während seiner Italienreise oder seiner Reise in ein anderes Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem am Coronavirus Erkrankten hatte, muss umgehend das Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu informieren – unabhängig vom Auftreten von Symptomen.

Grundsätzlich sollte man in der kalten Jahreszeit auf die richtige „Hustenetikette“ achten - also beim Husten und Niesen Abstand halten, sich wegdrehen oder sich die Armbeuge oder ein Taschentuch vor Mund und Nase halten. Taschentücher sollte man anschließend sofort entsorgen. Die Hände sollte man regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife waschen; Auch Schmierkontakte sind ein bedeutender Infektionsweg.

Info: Viele weitere Informationen sind im Internet unter www.unterallgaeu.de/infektionskrankheiten zu finden. Das Unterallgäuer Gesundheitsamt bietet darüber hinaus vor allem Ärzten und medizinischem Personal eine Beratung an unter Telefon (08261) 995-406. Für Bürger hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eine Hotline geschaltet, die unter (09131) 6808-5101 zu erreichen ist.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 06.04.2020