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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 18.06.2019

Viele bringen sich in neues Kreis-Seniorenkonzept ein

Von: Pressestelle

Wie kann man im Unterallgäu im Alter gut leben? Welche weiteren Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit auch Menschen mit Unterstützungsbedarf zuhause wohnen bleiben können? Um diese Fragen ging es jetzt im Landratsamt Unterallgäu in Mindelheim. Nachdem bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Angebote für Senioren entstanden sind, wird das Kreis-Seniorenkonzept aus dem Jahr 2009 nun aktualisiert. Zum Abschluss des Gesamtprozesses konnten sich die Bürger und alle, die in der Seniorenarbeit tätig sind, nochmal einbringen.

Der Landkreis aktualisiert das Konzept in Zusammenarbeit mit dem „BASIS-Institut für soziale Planung, Beratung und Gestaltung“ aus Bamberg. Sarah Dahnen und Dr. Sebastian Scholl vom BASIS-Institut gingen auf die Befragungen im Rahmen der Fortschreibung ein. Um das Seniorenkonzept an aktuelle Entwicklungen anzupassen und für die kommenden Jahre auszurichten, wurden die Unterallgäuer laut Landrat Hans-Joachim Weirather umfassend eingebunden. „Es wurden 3500 Fragebögen an Bürger über 55 Jahren verschickt, alle Bürgermeister, Seniorenbeauftragten, Seniorenheime sowie die ambulanten und teilstationären Dienste befragt und Interviews mit Experten geführt.“ Daraus leitete das Institut verschiedene Maßnahmenvorschläge ab und stellte diese in dem Abschluss-Workshop vor.

Im Anschluss diskutierten die zahlreich erschienenen  Teilnehmer in vier Arbeitsgruppen darüber. Passen die Maßnahmen zu den Anforderungen vor Ort? Sind die Prioritäten richtig gesetzt? So konnten sie die Vorschläge ergänzen, Kritik dazu äußern und neue Ideen einbringen. Diese Rückmeldungen werden nun in das Seniorenkonzept eingearbeitet, wie Hubert Plepla erläuterte. Der Seniorenkonzept-Koordinator ging auch auf den weiteren Fahrplan ein: Sobald die Aktualisierung abgeschlossen ist, werde das Konzept im Sozialausschuss diskutiert und anschließend dem Kreistag zum Beschluss vorgelegt. „Das neue Seniorenkonzept bildet dann den Grundstein für die Seniorenarbeit der nächsten zehn Jahre“, erklärte Plepla. Landrat Weirather betonte: „Wir werden dieses nicht in der Schublade verschwinden lassen, sondern als Arbeitsgrundlage nutzen.“ Den Herausforderungen der demographischen Entwicklung mit immer mehr älteren Menschen zu begegnen, sei gerade im ländlichen Raum eine große Zukunftsaufgabe, so Plepla.

Grundsätzlich, sagte Sarah Dahnen vom BASIS-Institut, sei in der Seniorenarbeit im Unterallgäu schon viel erreicht worden. „Sie leisten bayernweit vorbildliche Arbeit.“ Aber auch wenn der Landkreis bei der Quartiersentwicklung eine Vorreiterrolle in Bayern übernommen habe, müsse die altersgerechte Gestaltung der einzelnen Gemeinden weiterhin gestärkt und ausgebaut werden. Laut Hubert Plepla arbeiten aktuell mehrere Gemeinden an der altersgerechten Quartiersentwicklung und richten die Seniorenarbeit damit langfristig ganzheitlich aus.

Plepla stellte die Entwicklungen und Maßnahmen vor, die seit dem ersten Seniorenkonzept aus dem Jahr 2009 ergriffen wurden. Dabei wurde immer wieder deutlich, dass die Umsetzung der einzelnen Schritte nur gemeinsam mit den Anbietern im Bereich der Seniorenarbeit, den Gemeinden, der Kirche und den Bürgern gelingt. „Ein wertschätzendes Miteinander hilft, gute Projekte zu initiieren“, sagte der Seniorenkonzept-Koordinator. „Eine hervorragende Plattform hierfür bietet das Netzwerk Altenhilfe und seelische Gesundheit.“ Das Netzwerk haben Vertreter des Landkreises Unterallgäu, der Stadt Memmingen, des Gemeindepsychiatrischen Verbunds Memmingen-Unterallgäu und des Bezirks Schwaben ins Leben gerufen, um die Seniorenarbeit in der gesamten Region voranzubringen.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 18.06.2019