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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 22.11.2019

Mit PFC belastete Fische auch in der Günz

Von: Pressestelle

Auch Fische aus der Günz Höhe Frickenhausen sind mit  Polyfluorierten Chemikalien (kurz PFC) belastet. Das haben neuste Untersuchungen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ergeben. Das Landratsamt Unterallgäu rät deshalb, Fische aus Teilen der Günz, aus der westlichen Günz und aus dem Krebsbach nicht zu verzehren. Der bislang untersuchte Bereich ist in der Karte dargestellt.

Das Wasserwirtschaftsamt Kempten (WWA) hat inzwischen umfangreiche Wasserproben entnommen, um genauer einzugrenzen, welche Gewässer betroffen sind. Die Auswertung wird noch rund zwei Wochen dauern.

Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist durch den einmaligen Verzehr eines mit PFC belasteten Fisches eine akute Gesundheitsgefahr nicht gegeben. Allerdings sollten belastete Fische nicht über einen längeren Zeitraum und regelmäßig verzehrt werden.

Polyfluorierte Chemikalien (kurz PFC oder auch PFT) waren früher in Löschschäumen von Feuerwehren enthalten. Möglicherweise resultiert der Eintrag dieser Substanzen in das Gewässer aus einer Zeit, als der Flughafen Memmingerberg noch militärisch von der Bundesrepublik Deutschland genutzt wurde.

Anlass der ausführlichen Untersuchungen war ein Umweltmonitoring-Programm des Landesamts für Umwelt (LfU). Proben von Bachforellen aus dem Krebsbach hatten eine PFC-Belastung aufgewiesen, deshalb hatten Landratsamt, LGL und Wasserwirtschaftsamt Kempten  weitere Untersuchungen eingeleitet.

Die Wasserversorgung von Ungerhausen ist laut Landratsamt ausdrücklich nicht von der Verzehrwarnung betroffen. Das Trinkwasser der Gemeinde Ungerhausen wird seit 2015 - seit die PFC-Problematik auf dem ehemaligen Militärgelände Memmingerberg bekannt ist - regelmäßig auf PFC untersucht. In Ungerhausen wurden die vom Umweltbundesamt empfohlenen Leitwerte dabei immer deutlich unterschritten. Die Ergebnisse werden auf der Homepage der Gemeinde Ungerhausen veröffentlicht.

Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter www.unterallgaeu.de/lebensmittelsicherheit

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 22.11.2019