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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 14.10.2019

Kreistag stellt Weichen für die Zukunft

Von: Pressestelle

Mehrere Weichen für die Zukunft hat der Unterallgäuer Kreistag in seiner jüngsten Sitzung gestellt: Neben dem klaren Ja zur Fusion der Unterallgäuer Kreiskliniken mit dem Klinikverbund Kempten-Oberallgäu (wir berichteten) standen das seniorenpolitische Gesamtkonzept für die kommenden Jahre und die Verbesserung der Busverbindungen von und nach Memmingen auf der Tagesordnung.

Ein großes Lob hatte Dr. Hanspeter Buba vom BASIS-Institut für die bisherige Seniorenpolitik des Landkreises: „Hier wird vielfach vorbildliche Arbeit geleistet, wir sind beeindruckt vom tatkräftigen Engagement.“ Das Institut hatte in den vergangenen Monaten umfangreiche Befragungen im Unterallgäu durchgeführt, um herauszufinden, welche Spuren das Seniorenkonzept in den vergangenen zehn Jahren hinterlassen hat.  Gleichzeitig war es Ziel der Untersuchung, die wichtigsten Herausforderungen der kommenden Jahre aufzuzeigen und konkrete Maßnahmen zu empfehlen.

So sollte zum Beispiel die Quartiersentwicklung forciert und weiter ausgebaut werden. Inzwischen begleitet der Landkreis zehn der 52 Unterallgäuer Gemeinden bei der altersgerechten Gestaltung. Weitere Gemeinden haben diesen Weg eingeschlagen. „Langfristig sollte dieser Prozess im gesamten Landkreis umgesetzt werden“, empfahl Buba. Außerdem riet der Fachmann zum Ausbau der Kurzzeitpflege und zur Stärkung der hauswirtschaftlichen Unterstützungsleistungen sowie des Beratungswesens, zur Stärkung der Seniorenbeauftragten, zur Optimierung der Wohnmöglichkeiten, zum Ausbau der Pflegeangebote, der ambulanten Dienste und der Demenz- und Palliativversorgung sowie zur weiteren Verbesserung der Mobilität. Der Kreistag verabschiedete das vorgestellte seniorenpolitische Gesamtkonzept einstimmig.

Ebenfalls einstimmig sprachen sich die Kreisräte für ein neues Konzept aus, das den Memminger Stadtbus- und den Regionalbus-Verkehr aufeinander abstimmen soll. So soll der Bus in der Region eine echte Alternative zum Auto werden - unter anderem mit mehr Verbindungen nach Memmingen und das auch am Wochenende. Daneben sollen auch die Stadtbuslinien häufiger bedient werden. „Das Konzept ist ein Riesen-Schritt nach vorn“, betonte Josef Brandner, der die Pläne  vorstellte. Erarbeitet hatten diese die betroffenen Verkehrsunternehmen - die Firmen Angele und Brandner - in Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der Stadt.

Geplant ist, dass die Busse, die aus dem Landkreis nach Memmingen fahren, künftig öfter verkehren. Von Montag bis Freitag soll von 6 bis 19 Uhr jede Stunde ein Bus fahren. Am Samstag von 7 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 20 Uhr soll es alle zwei Stunden eine Verbindung geben. Ferner sollen um die Regionalbuslinien Flexibus-Knoten entstehen. Der Flexibus soll als Zubringer zu den Regionalbussen fungieren und bislang nicht angebundenen Orten so eine Verbindung nach Memmingen ermöglichen.

 

Weitere Themen in Kürze

  • 4,4 Millionen Euro zusätzlich für die Unterallgäuer Kreiskliniken: Die Unterallgäuer Kreiskliniken erhalten heuer 4,4 Millionen Euro für Investitionen. Da das Jahresergebnis der Kliniken für 2018 besser ausfiel als erwartet, hat der Unterallgäuer Kreistag den Investitionszuschuss entsprechend angepasst. Wie Landrat Hans-Joachim Weirather in Erinnerung rief, war bei den Haushaltsberatungen festgelegt worden, den Kliniken zur Abdeckung des Fehlbetrags sowie für Investitionen insgesamt einen Zuschuss in Höhe von 4,92 Millionen Euro zukommen zu lassen. Der Jahresabschluss für 2018 war damals noch nicht bekannt. Nun steht der Fehlbetrag mit 507.000 Euro fest und der Hauptbetrag der insgesamt vorgesehenen Summe, also 4,4 Millionen Euro, entfällt auf den Investitionszuschuss.
  • 20 Unterallgäuer wollen als ehrenamtlicher Richter kandidieren: Am Verwaltungsgericht in Augsburg werden neue ehrenamtliche Richter gewählt. Für dieses Amt wollen 20 Personen aus dem Unterallgäu kandidieren. Den Wahlvorschlägen hat der Kreistag zugestimmt. Die Kandidaten wurden von den Fraktionen des Unterallgäuer Kreistags vorgeschlagen.
  • Leitung der Kommunalwahl: Am 15. März 2020 findet die nächste Kommunalwahl statt. Im Unterallgäu werden ein neuer Kreistag und ein neuer Landrat gewählt. Kreiswahlleiterin soll Landratsamt-Abteilungsleiterin Doris Back sein, ihr Stellvertreter Frank Rattel, Sachgebietsleiter an der Behörde. Dies hat der Kreistag nun beschlossen.
Inhalt zuletzt aktualisiert am: 14.10.2019