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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 18.03.2019

Innovative Ideen im Ehrenamt erhalten Spendengelder

Von: Pressestelle

Im Bild (von links): Landrat Hans-Joachim Weirather, Dr. Jürgen Auerhammer und Peter Stockklauser von „Schüler retten Leben“, Christina Biechele und Anita Rogg von der Musikseelsorge, Ulrike Kretzschmar und Christian Fröhlich von „Lachen hilft“ und Ulrich Geiger vom Verein „Sternenhimmel“. Foto: Eva Büchele/Landratsamt Unterallgäu

Das Ehrenamt im Unterallgäu ist vielfältig und innovativ. Das zeigte sich bei der alljährlichen Spendenübergabe des Vereins „Sternenhimmel“. Auf Vorschlag von Landrat Hans-Joachim Weirather gab es heuer Unterstützung für eine Nachbarschaftshilfe, die Musikseelsorge und ein Projekt, das Schüler zu Lebensretter ausbilden möchte. Landrat Weirather äußerte die Hoffnung, dass diese Projekte Nachahmer finden: „Es freut mich, dass sich im Unterallgäu so viele Bürger ehrenamtlich engagieren.“ Ulrich Geiger, Geschäftsführender Gesellschafter der Lattemann & Geiger Dienstleistungsgruppe und Vorsitzender des Vereins „Sternenhimmel“, betonte: „Ohne Ehrenamt würde die Gesellschaft nicht funktionieren.“

Der Verein „Sternenhimmel“ ist aus der Dienstleistergruppe „Lattemann & Geiger“ hervorgegangen und unterstützt seit 2008 soziales, karitatives und kulturelles Engagement in der Region. Heuer betrug das Spendenbudget 42.500 Euro, davon gingen 3.000 Euro ins Unterallgäu.

Eine Spende von je 1000 Euro erhielten folgende Organisationen:

  • Der Verein „Lachen hilft“ ist aus der Quartiersentwicklung entstanden, die wiederrum ein Projekt des Seniorenkonzepts des Landkreises ist. Vorsitzender Christian Fröhlich erklärte, neben der klassischen Nachbarschaftshilfe organisiere der Verein auch Fahrdienste. Schließlich bestehe die Gemeinde Lachen aus sieben Ortsteilen und zum Beispiel bei Veranstaltungen sollen alle Menschen mit dabei sein können auch diejenigen, die nicht mehr so mobil sind. Geplant sei auch ein gemeinsamer Mittagstisch. „Unser Ziel ist: Die Senioren in unserer Gemeinde sollen so lang wie möglich zuhause wohnen bleiben können.“
  • Die Musikseelsorge besteht aus 16 Musikern aus dem Raum Mindelheim. Sie wollen mit Musik Freude bereiten und musizieren in wechselnder Besetzung zum Beispiel in Krankenhäusern, Seniorenheimen, aber auch bei Menschen, die keinen Zugang zu kulturellen Angeboten haben. Und die Musiker singen und musizieren auch gemeinsam mit den Menschen, die sie besuchen. „Wir sind da sehr spontan und flexibel“, erklärte Initiatorin Christina Biechele. Auch bei der Musikauswahl sei für jeden Geschmack etwas dabei. Von dem gespendeten Geld können beispielsweise Liederbücher und PercussionInstrumente angeschafft werden.
  • Hinter der Aktionsgemeinschaft „Schüler retten Leben“ stehen Vertreter der Kreisklinik Mindelheim und des Roten Kreuzes. Die Idee erklärte Dr. Jürgen Auerhammer von der Kreisklinik: Studien haben ergeben, die Bereitschaft, in Notfällen zu helfen, steige, wenn der Ersthelfer bereits in der Schule die Reanimation geübt hat. Deshalb starteten die Verantwortlichen ein Pilotprojekt an der Maria Ward Realschule und trainierten dort mit den Schülern das richtige Verhalten in Notfällen. Nun solle das Projekt auch am JosephBernhart-Gymnasium angeboten werden. Dafür seien weitere Übungspuppen und Übungs-Defibrillatoren nötig.

Geiger freute sich, dass der Verein „Sternenhimmel“ wieder helfen konnte. „Das Geld ist bei Ihnen gut angelegt“, fand er.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 18.03.2019