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Mehr Wertschätzung für das Freiwillige Soziale Jahr


Der Fachkräftemangel in sozialen Berufen betrifft auch den Landkreis Unterallgäu - als Träger der drei Kreis-Seniorenwohnheime und des Kommunalunternehmens Kreiskliniken sowie als Initiator der Betriebskinderkrippe Mindelzwerge. Zudem steht der Landkreis als Kommune in der Verantwortung für die soziale Landschaft im Unterallgäu. Deshalb stieß bereits am 19. November ein Antrag von Kreisrat Josef Kerler auf offene Ohren: Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist eine Chance, junge Leute für soziale Berufe zu begeistern, deshalb sind mehr Absolventen wünschenswert, lautet die Grundidee. Der Antrag auf einen verpflichtenden Dienst  hatte zwar keine Mehrheit gefunden, doch der Kreisausschuss hatte schließlich dem Kreistag empfohlen, sich mit einer Resolution an den Bundestag zu wenden und für bessere Konditionen im FSJ einzutreten. Zwischenzeitlich hat auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einen entsprechenden Vorstoß unternommen. Deshalb hat nun der Unterallgäuer Kreistag einstimmig beschlossen, sich diesem Vorstoß mit seiner Resolution anzuschließen.

Der Deutsche Bundestag solle die notwendigen gesetzgeberischen Voraussetzungen schaffen, damit das FSJ attraktiver wird, heißt es in der Resolution. In dem Schreiben werden auch Maßnahmen vorgeschlagen, wie zum Beispiel finanzielle Anreize zu schaffen, die freie Fahrt im öffentlichen Personennahverkehr zu ermöglichen und Bonuspunkte bei der Rente zu gewähren. Eine weitere Idee lautet, das FSJ könne auf die Ausbildungszeit angerechnet werden, wenn ein sozialer Beruf gewählt wird.

Landrat Hans-Joachim Weirather gab zu bedenken: „Von den Erfahrungen, die junge Leute in diesem Jahr machen, profitieren sie ein Leben lang.“ Der Kreistag adressiert seine  Resolution auch an die regionalen Bundestagsabgeordneten.   

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