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Jugendberufsagentur will noch intensiver unterstützen


Um junge Menschen bei ihrem Übergang von der Schule ins Berufsleben noch intensiver und abgestimmter zu unterstützen, gibt es in Zukunft die Jugendberufsagentur im Landkreis Unterallgäu. Es handelt sich dabei nicht um eine neue Behörde, sondern um eine Vereinbarung, die Hans-Joachim Weirather, Landrat des Landkreises Unterallgäu, Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen und Alfred Falger, Geschäftsführer des Jobcenters Unterallgäu unterzeichnet haben.

„Bereits heute erfahren viele Jugendliche und ihre Familien in unserem Landkreis Unterstützung von mehreren Einrichtungen und Institutionen. Um diese Hilfestellung noch besser als bisher zusammenzuführen und gemeinsam Wege für Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen zu planen und zu realisieren, gründen wir diese Jugendberufsagentur,“ so Landrat Hans-Joachim Weirather. Eine Bündelung oder Abstimmung von Angeboten kommt allen Beteiligten, nicht zuletzt den Jugendlichen, zugute. „Die Jugendlichen finden im Landkreis Unterallgäu hervorragende wirtschaftliche und arbeitsmarktliche Rahmenbedingungen beim Start in die Ausbildungs- und Berufswelt vor. Um denjenigen, die aus unterschiedlichen Gründen benachteiligt sind, über die noch vorhandenen Hürden hinwegzuhelfen, möchten wir noch enger kooperieren,“ so Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. Ein gemeinsamer „roter Faden“ für die weiteren Schritte muss für diese Jugendlichen, ihre Eltern und die beteiligten Institutionen erkennbar sein.

Alfred Falger, Geschäftsführer des Jobcenters Unterallgäu, kennt aus der täglichen Praxis die Probleme junger Menschen. „Gerade an der Schnittstelle zwischen Schule und Beruf möchten wir die bisher schon gute Zusammenarbeit weiterentwickeln und insbesondere auch die Schulen stark in unsere gemeinsame Arbeit einbeziehen,“ so Alfred Falger. Hilfe brauchen insbesondere benachteiligte junge Menschen, die alleine nicht auf Anhieb auf dem Weg in Ausbildung oder Beruf zurechtkommen.

In der jetzt geschlossenen Vereinbarung verpflichten sich Landkreis (insbesondere das Kreisjugendamt), Agentur für Arbeit (insbesondere die Berufsberatung) sowie das Jobcenter zu regelmäßigen Treffen – einerseits zur strategischen Ausrichtung der gemeinsamen Arbeit, andererseits auch zu kontinuierlichen Besprechungen von Einzelfällen und Einzelschicksalen mit dem Ziel der Erarbeitung von abgestimmten Lösungsansätzen.

Der Datenschutz und die gesetzliche Schweigepflicht werden dabei immer beachtet. Schwierige Fälle können jederzeit auch anonym besprochen werden.