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Ein Werkzeugkasten, um die Ortsentwicklung positiv zu steuern


Die Unterallgäuer Dörfer haben sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Der Trend zu weniger, aber größeren landwirtschaftlichen Betrieben wird sichtbar: Höfe im Ortskern stehen leer, große Landwirtschaften entstehen im Außenbereich, dazu Neubau- und Gewerbegebiete an den Ortsrändern. Dorfkerne und Dorfränder verlieren ihren ursprünglichen Charakter. Um die Entwicklung zu steuern und um Leerstände zu verhindern, haben die Landkreise Unterallgäu und Ostallgäu das Projekt „Dorfkerne - Dorfränder“ ins Leben gerufen. Inzwischen ist das Handbuch mit vielen Maßnahmenvorschlägen fertig. Jetzt wurde es den Bürgermeistern  im Bayerischen Gemeindetag Kreisverband Unterallgäu vorgestellt.

Entwickelt hat dieses Handbuch das Planungsbüro „Lars Consult“ zusammen mit Vertretern des Bayerischen Gemeindetags, dem Amt für ländliche Entwicklung Schwaben, der Kreisheimatpflege, der Unteren Naturschutzbehörde, der Gartenfachberatung und den Bauabteilungen der Landkreise. Es stellt Vorschläge für Gemeinden, Verwaltungen und Bürger vor, um die Dorfentwicklung positiv zu beeinflussen, zum Beispiel kommunale Förderprogramme, Immobilienbörsen, die Bestellung eines Innenentwicklungsbeauftragten, das Konzept von Professor Karl Ganser „Ensemble Altort“ zum Erhalt der Ortskerne und die gezielte Schaffung von Ortsrandgrün. Zu jedem Instrument enthält das Handbuch eine Checkliste mit Kurzbeschreibung, Kosten, Umsetzungsbeispielen, Strategien, Vor- und Nachteilen.

Die Kosten für das Projekt betragen rund 120.000 Euro. Da 60 Prozent davon mit Mitteln aus dem Förderprogramm der Europäischen Union „Leader“ bezahlt werden, verbleibt für die beiden Landkreise jeweils ein Eigenanteil in Höhe von 24.000 Euro.

Das Handbuch steht im Internet als Download bereit unter www.dorfkerne-dorfränder.de.

Mehr erfahren Sie auch auf der Internetseite des Landkreises www.unterallgaeu.de/dorfkerne-dorfraender