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2019 soll die Gelbe Tonne kommen


Im Unterallgäu soll eine Gelbe Tonne eingeführt werden. Der Umweltausschuss hat dem Unterallgäuer Kreistag jetzt empfohlen, das Gefäß ab 2019 anzubieten. Damit müssten Leichtverpackungen nicht mehr im Gelben Sack gesammelt zum Wertstoffhof gebracht werden. Verpackungen aus Kunststoff, Weißblech, Aluminium oder Getränkekartons könnten dann in der Tonne entsorgt werden und würden regelmäßig abgeholt.

Dass beim Verpackungsmüll von einem Bring- auf ein Holsystem umgestellt werden soll, hat laut Edgar Putz, Leiter der Kommunalen Abfallwirtschaft des Landkreises, folgenden Hintergrund: Die Vereinbarung mit den Dualen Systemen, den Betreibern der Rücknahmesysteme für Verpackungen, läuft Ende 2018 aus. Deshalb müsse jetzt entschieden werden, wie es danach mit der Entsorgung von Verpackungen weitergeht. Das bisherige System mit dem Gelben Sack biete sich nicht mehr an, so Putz. Denn wegen Änderungen im Verpackungsgesetz könne sonst nicht ausgeschlossen werden, dass sich Kosten, die eigentlich die Dualen Systeme tragen müssten, auf die Bürger verlagern.

Außerdem haben sich die Unterallgäuer laut Putz in einer Befragung für die Gelbe Tonne ausgesprochen. Die Ergebnisse der Umfrage stellte Marktforscherin Ute Kerber in der Sitzung vor. 59 Prozent der Befragten waren für die Einführung des neuen Gefäßes, 28 Prozent dagegen. Sollte es die Gelbe Tonne geben, würden 79 Prozent der Befragten das System nutzen, lediglich acht Prozent würden sich dem System verweigern, erläuterte Kerber.

Es gibt aber noch weitere Gründe, die für die Gelbe Tonne sprechen: So werde die Entsorgung damit für die Bürger bequemer und auch die oft stark frequentierten Wertstoffhöfe würden entlastet, sagte der Leiter der Abfallwirtschaft. „Zudem könnte mit der Einführung der Gelben Tonne die Restmüllmenge gesenkt und die Wertstoffmenge gesteigert werden.“ Zwar sei es bereits mit dem Gelben Sack gelungen, mehr Leichtverpackungen zu erfassen. Es gebe aber noch Luft nach oben. Seit Einführung des Gelben Sacks im Jahr 2013 stieg die Menge von 12,22 Kilogramm pro Einwohner und Jahr auf 17,63 Kilo im Jahr 2016. Im Schnitt werden in Schwaben jedoch 22,4 Kilo, in Bayern 20,1 Kilo Leichtverpackungen gesammelt. 

Nicht verändert werden soll die Erfassung von Altglas über Container sowie von Papier, Pappe und Kartonagen über die Altpapiertonne und an den Wertstoffhöfen „Die Wertstoffhof-Standorte werden aufrechterhalten“, sagte Landrat Hans-Joachim Weirather. Für die Gelbe Tonne werden üblicherweise 240-Liter-Gefäße beziehungsweise 1100 Liter fassende Großbehälter verwendet, die alle vier Wochen geleert werden, informierte Putz. Die Details müssten aber noch geklärt werden. Feststehe dagegen, dass die Tonne kostenlos ist.