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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 04.08.2020

In jeder vierten Biotonne ist nicht nur Biomüll

Von: Pressestelle/Abfallwirtschaft

Die gute Nachricht: Drei Viertel der Biotonnen im Landkreis sind richtig befüllt. Die schlechte: In jeder vierten Biotonne im Unterallgäu befindet sich nicht nur Biomüll. Jede zehnte Tonne war völlig falsch befüllt. Das ist das Ergebnis einer Kontrolle, die Mitarbeiter der Kommunalen Abfallwirtschaft des Landkreises im November durchgeführt haben. Dabei wurden rund 1600 Biotonnen überprüft, die zur Leerung bereitgestellt waren.

Zum überwiegenden Teil waren die Gefäße ausschließlich mit Biomüll befüllt. „Nur werden leider zu oft Plastiktüten für den Biomüll verwendet: Rund 15 Prozent der überprüften Gefäße enthielten Bio-Plastiktüten aus Maisstärke“, sagt Edgar Putz, Leiter der Kommunalen Abfallwirtschaft. „Diese Tüten dürfen im Unterallgäu aber nicht verwendet werden.“ Der Grund: Sie seien zwar kompostierbar, der Biomüll im Landkreis werde jedoch nicht kompostiert, sondern vergoren. „Dabei lösen sich die Bio-Plastiktüten nicht auf und müssen somit als Müll aussortiert werden.“ Die Benutzer der Biotonnen wurden darauf hingewiesen, künftig keine Bio-Plastiktüten mehr zu verwenden.

Völlig falsch befüllt waren rund zehn Prozent der kontrollierten Gefäße. Sie enthielten neben in normale Plastiktüten verpackten Bioabfällen auch Abfälle, die in die Restmülltonne gehören - von Teppichen, Plastikspielzeug, Plüschtieren, Stofftüchern, Hundekot in Plastiktüten, mineralischer Katzenstreu, Asche, Zigarettenkippen und Vogelsand bis hin zu Holzschachteln und originalverpackten Lebensmitteln. Aufgrund der festgestellten gravierenden Fehlwürfe wurden diese Biotonnen nicht geleert.

„Angesichts der aktuellen Diskussion um Umwelt- und Klimaschutz sind die festgestellten Fehlwürfe ärgerlich, da diese aufwändig aussortiert werden müssen“, sagt Putz. „Das Sortieren und Entsorgen von störenden Abfällen kostet die Gebührenzahler im Landkreis Unterallgäu nicht nur Geld, sondern erfordert auch zusätzliche Energie. Aktiver Umweltschutz beginnt bereits beim Einwurf der Abfälle in das richtige Müllgefäß.“ Aufgrund der gewonnenen Erfahrungen sollen die Kontrollen fortgesetzt werden.

 

Die Ergebnisse im Überblick

Insgesamt kontrollierte Biotonnen: 1.629 Tonnen

Davon richtig befüllt:  1.216 Tonnen (75 Prozent)

Davon mit Bio-Plastiktüten: 244 Tonnen (15 Prozent)

Davon mit Plastiktüten, Restmüll:  169 Tonnen (zehn Prozent)

 

Für die Biotonne verwendet werden können

- Papiertüten,

- Zeitungspapier oder

  • Küchenkrepp.


Nicht verwendet werden dürfen

- Plastiktüten,

- Bio-Plastiktüten oder

  • Illustrierte/Hochglanzpapier.
 

Was in die Biomülltonne gehört, findet man im Internet unter www.unterallgaeu.de/biomuell. Bei Fragen gibt die Abfallwirtschaftsberatung gerne Auskunft unter Telefon (08261) 995-367 oder -467.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 04.08.2020