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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 28.10.2020

Geld für Denkmalpflege, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung

Von: Pressestelle

Für die Denkmalpflege, die Jugendarbeit und die Erwachsenenbildung im Unterallgäu gibt es auch dieses Jahr wieder Geld vom Landkreis. Insgesamt stellt der Kreis heuer Zuschüsse in Höhe von rund 225.000 Euro zur Verfügung. Diese hat der Schul-, Kultur- und Sportausschuss des Unterallgäuer Kreistags nun beschlossen. Der Landkreis wolle die Vereine und Organisationen, die mit den jährlichen Zuschüssen rechnen, auch in Corona-Zeiten nicht hängenlassen, sagt Landrat Alex Eder. Deshalb habe man hier an den Förderungen festgehalten. Bei der Denkmalpflege sei dies nicht in vollem Umfang möglich gewesen. Allerdings würden diese Gelder von den Antragstellern auch nicht fest eingeplant.

  • Denkmalpflege: 30.000 Euro kommen heuer denkmalpflegerischen Projekten zugute. Normalerweise vergibt der Ausschuss hierfür jedes Jahr 100.000 Euro. Wegen der Corona-Pandemie und damit verbundener ungeplanter Ausgaben musste der Ansatz im Frühjahr jedoch gekürzt werden. Der Ausschuss sprach sich aber dafür aus, im kommenden Jahr wieder 100.000 Euro in den Haushalt einzustellen. Gefördert werden heuer neun Bauvorhaben von Privatpersonen sowie der Arbeitskreis Archäologie. Insgesamt waren 26 Anträge von Kirchenstiftungen, Kommunen und Privatpersonen eingereicht worden. Wer nicht zum Zuge kam, kann im kommenden Jahr wieder einen Antrag stellen. Das Geld wird anhand einer Vorschlagsliste verteilt, die die Kreisheimatpfleger zusammen mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und der Kreiskämmerei erarbeitet haben. Kreisbaumeister Claus Irsigler und Kreisheimatpfleger Christian Schedler informierten die Ausschussmitglieder über das Thema. Schedler merkte an, dass das Unterallgäu einer von wenigen Landkreisen in Bayern sei, die diese freiwillige Förderung gewähren. Berücksichtigt worden seien heuer zunächst Privatpersonen, da hier - anders als etwa bei Kirchen - Wohnraum betroffen sei. Unterstützt werden zum Beispiel Arbeiten am ehemaligen Klostergebäude in Mussenhausen oder die Sanierung des Vöhlinschlosses in Frickenhausen. Geld bekommt auch der Arbeitskreis „Archäologie für das Allgäu“ an der Volkshochschule Kempten, der im Unterallgäu bei Grabungen hilft.
  • Jugendarbeit: Die Jugendarbeit der Sportvereine, Musiker, Schützen, Feuerwehren, Sänger und Kirchen im Unterallgäu bezuschusst der Landkreis mit 80.220 Euro. Stellvertretender Kämmerer Jonas Pospischil erläuterte die Details. Bei den Sportvereinen sowie den Musikkapellen werden demnach die jeweiligen Dachorganisationen gefördert, die wiederum die Vereine vor Ort unterstützen. Hier bekommt der Bayerische Landessportverband (BLSV), Kreis Unterallgäu-Memmingen, 24.000 Euro, die lokalen Bezirke des Allgäu-Schwäbischen Musikbunds (ASM) erhalten insgesamt 28.000 Euro. Der ASM-Zuschuss teilt sich auf in 13.998 Euro für den Bezirk sechs Memmingen, 13.894 Euro für den Bezirk zehn Mindelheim, 85 Euro für den Bezirk acht Illertissen und 23 Euro für den Bezirk neun Krumbach. Für das Musikprojekt „Arts in touch“ des Vereins Cultura Kulturveranstaltungen in Fellheim gibt es 10.000 Euro. Zudem fördert der Landkreis die Schützengaue Babenhausen (1.720 Euro), Memmingen (1.730 Euro), Mindelheim (2.000 Euro), Ottobeuren (1.210 Euro) und Türkheim (1.750 Euro) sowie die Jugendarbeit der Feuerwehren (2.600 Euro), des Unterallgäuer Sängerkreises (2.440 Euro), des Fördervereins des Jugendhauses Waldmühle (2.670 Euro) und der Regionalstelle für kirchliche Jugendarbeit (2.100 Euro). Die Verteilung der Gelder orientiert sich an den Mitgliederzahlen
  • Erwachsenenbildung: Für die Erwachsenenbildung gibt der Landkreis insgesamt 106.600 Euro. Die Volkshochschulen im Unterallgäu erhalten einen Festbetrag in Höhe von 85.000 Euro sowie Zuschüsse für die Bildungsberatung (3.600 Euro) und für Integrationskurse (11.000 Euro). Über die Arbeit der Volkshochschulen hatte zuvor Geschäftsführerin Renate Deffner informiert. Die Katholische Erwachsenenbildung bekommt 4.320 Euro, die Katholische Landvolkbewegung 1.120 Euro und das Evangelische Bildungswerk Memmingen 1.560 Euro. Die Beträge bemessen sich an der Zahl der Kursteilnehmer aus dem Unterallgäu.

Weitere Themen in Kürze

  • Sportbeirat wird aufgelöst: Der Sportbeirat des Landkreises wird aufgelöst. Das beschloss der Schul-, Kultur- und Sportausschuss des Unterallgäuer Kreistags. Wie Landrat Alex Eder zuvor erläutert hatte, hatte das Gremium kaum noch Aufgaben. Deshalb seien die Mitglieder, die in der Vergangenheit insbesondere noch bei der Ausarbeitung der Richtlinien zur Sportlerehrung hinzugezogen wurden, mit einer Auflösung einverstanden gewesen. Wenn es ein wichtiges Thema gebe, könne man diese wieder zusammenrufen. Der Sportbeirat befasste sich ursprünglich auch mit der Verteilung von Landkreiszuschüssen an die Sportvereine. Die Sportförderung des Landkreises wurde inzwischen allerdings durch eine staatliche Förderung ersetzt und das Gremium tagte nur noch höchstselten.
  • Keine Außenstelle der Technikerschule im Landkreis Aichach-Friedberg: Im Landkreis Aichach-Friedberg wird es keine Außenstelle der Mindelheimer Technikerschule geben. Der Schul-, Kultur- und Sportausschuss des Unterallgäuer Kreistags lehnte einen entsprechenden Antrag ab. Eine Außenstelle in Aichach-Friedberg hätte laut Landrat Alex Eder keinen Nutzen fürs Unterallgäu, würde aber einen großen Aufwand bedeuten. Nach Angaben des Landratsamts ist es grundsätzlich auch Aufgabe des Freistaats Bayern, den Bedarf an staatlichen Fachschulen zu decken. Möglich sei allerdings, dass das Unterallgäu aufgrund der gewonnenen Erfahrungen bei der Errichtung einer Technikerschule beratend unterstützt. Der Landkreis Aichach-Friedberg war aufs Unterallgäu zugekommen, weil in Augsburg eine von drei privaten Technikerschulen geschlossen wurde und es dort keine staatliche Technikerschule gibt.
Inhalt zuletzt aktualisiert am: 28.10.2020