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Inhalt zuletzt aktualisiert am: 25.09.2020

A96: Lärmbelastung für Anwohner verringern

Welche Möglichkeiten gibt es, die Lärmbelastung an der A96 für die Bürger im Bereich der Anschlussstelle Memmingen-Ost zu verringern? Diese Frage stand jetzt im Mittelpunkt des Antrittsbesuchs des neuen Leiters der Dienststelle Kempten der Autobahndirektion Südbayern, Gernot Rodehack, bei Landrat Hans-Joachim Weirather. Im Rahmen eines Ortstermins machten sich beide nochmals ein Bild von der Situation an der Anschlussstelle.

„Die Freude über eine durchgängig befahrbare A96 ist bei uns riesengroß. Sicherlich wird dies unserer Region nochmals einen wirtschaftlichen Schub geben. Gleichwohl ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass die mit dem zunehmenden Verkehr verbundene Lärmbelastung so gering wie möglich gehalten wird“, so der Landrat. Als wichtigen Schritt in diese Richtung bezeichnete es Weirather, die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 120 Stundenkilometer im Bereich der Anschlussstelle auszuweiten. Rodehack sicherte dem Landrat zu, dass derzeit „wohlwollend geprüft“ werde, ob die Geschwindigkeitsbeschränkung im Bereich der Wohnbebauung um etwa 500 Meter in Richtung Osten verlängert werden könne.

Zusätzliche Lärmschutzwände seien hier jedoch aus baulichen Gründen leider nicht möglich. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens sei jedoch genau festgelegt worden, welche Fenster gegen Lärmschutzfenster ausgetauscht werden können, so der Leiter der Autobahn-Dienststelle. Die Kosten hierfür würden erstattet.

Neben der Lärmbelastung beschäftige ihn auch die Entwicklung der Verkehrssituation in Memmingerberg, so Weirather. Der Ort benötige dringend eine Umfahrung von der Autobahnanschlussstelle in Richtung Allgäu Airport und zum dortigen Gewerbegebiet. Um festzustellen, auf welcher Trasse die neue Umfahrung gebaut werden soll, sei ein Planfeststellungsverfahren geplant. „Wir brauchen hier möglichst schnell eine taugliche Lösung, dies hat oberste Priorität.“

Darüber hinaus müsse man zwingend den Bau eines zusätzlichen Autobahnanschlusses zwischen Memmingen-Ost und Holzgünz im Auge behalten, um die Verkehrsproblematik auch langfristig und im Interesse aller umliegenden Gemeinden in den Griff zu bekommen. Dies werde, wie auch der Leiter der Autobahn-Dienststelle bestätigte, mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 25.09.2020