
Ob Gummistiefel, Taschenlampe oder Sandsäcke, Notgepäck, ein kurzer Draht zur Sanitätshilfsorganisation oder bauliche Vorsorge: Es sind viele kleine Dinge, mit denen man sich im Vorfeld auf ein Hochwasser vorbereiten kann. Grundlegende Informationen darüber, an was Sie im Vorfeld denken sollten, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein, haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Informationen über die richtige Lagerung der so genannten "wassergefährdenden Stoffe", zu denen zum Beispiel auch Heizöl gehört, finden Sie auch auf dieser Seite.
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Welche baulichen Vorsorgemaßnahmen sind möglich?
Auch baulich sollte man im Vorfeld einige Maßnahmen ergreifen, um bei einem Hochwasser große Schäden so weit es geht zu vermeiden:
Muss ich besondere Vorkehrungen treffen, wenn ich einen Heizöltank eingebaut habe oder einbauen möchte?
Grundsätzlich sollte man in einem Überschwemmungsgebiet darauf verzichten, Heizöl zu lagern: Eine Sicherung der Tanks für den Hochwasserfall ist nämlich sehr aufwändig und teuer. Zudem können im Fall eines Schadens erhebliche Kosten entstehen, insbesondere für die Entsorgung, aber auch für die Sanierung des eigenen Gebäudes. Hat man vor, in einem Überschwemmungsgebiet neu zu bauen oder die Heizungsanlage zu erneuern, sollte man möglichst auf andere Energieträger, wie zum Beispiel Gas oder Holz beziehungsweise Pellets ausweichen.
Wichtig zu wissen ist, dass Hochwasser auch außerhalb von Überschwemmungsgebieten auftreten kann und die letzten Jahre auch verstärkt auftritt. Bei entsprechenden Starkniederschlägen kann es vorkommen, dass auch an Hängen durch Oberflächenwasser Keller volllaufen und dort Tanks betroffen sind. Es hat sich mittlerweile gezeigt, dass es nahezu keine Standorte mehr gibt, die vor Hochwasser absolut sicher sind.
Nähere Informationen zum richtigen Umgang mit Heizöl und Diesel finden Sie auf dieser Seite.
Warum sind diese besonderen Vorkehrungen bei Heizöltanks notwendig?
Um Schäden für die Gewässer zu vermeiden, muss unter allen Umständen verhindert werden, dass Heizöl austritt und in das Gewässer gelangt.
Hierzu muss man wissen, dass die Heizöllagerbehälter aufschwimmen und umkippen können, wenn Wasser in das Gebäude eindringt und die Behälter nicht richtig gesichert sind. Dies liegt daran, dass Heizöl nur etwa 70 Prozent des Gewichtes von Wasser besitzt. Daneben können auch Rohrleitungen durch das Aufschwimmen abgetrennt werden. Es kann auch passieren, dass die Behälter durch den Wasserdruck eingebeult, zerdrückt und undicht werden. Ein weiteres Problem ist das Eindringen von Wasser in nicht gesicherte Behälteranschlüsse und Rohrleitungsverbindungen, oder über nicht ausreichend hoch geführte Entlüftungsleitungen der Behälter.
Da wie bereits erwähnt Heizöl leichter ist als Wasser, wird es von dem eindringenden Wasser aus dem Tank gedrückt und gelangt dann in den Aufstellungsraum. Dies kann zu einem erheblichen Schaden am Gebäude und auch zu Gewässer- beziehungsweise zu Grundwasserschäden führen. Um solche Schäden zu verhindern, stellt der Gesetzgeber besondere Anforderungen an die Heizöllagerung in Überschwemmungsgebieten. Dies haben wir in einem Merkblatt für Sie zusammengefasst, das Sie hier herunterladen können.
Gibt es andere Stoffe, die besonders gelagert werden müssen?
Für alle so genannten „wassergefährdenden Stoffe“ gelten nicht nur in Überschwemmungsgebieten besondere Regelungen. Unter die Wasser gefährdenden Stoffe fallen zum Beispiel Erdöl, Benzin, Dieseltreibstoff, Petroleum, Heizöl, Teeröl, Säuren, Laugen und Salzlösungen. Wird einer dieser Stoffe (auch außerhalb eines Überschwemmungsgebiets) gelagert, dann muss der Betreiber diese Anlage von einem Sachverständigen überprüfen lassen und den Prüfbericht dem Landratsamt Unterallgäu vorlegen. Dies gilt für alle Anlagen mit unterirdischen Lagerbehältern, sowie Anlagen mit oberirdischen Lagerbehältern der Gefährdungsstufen CD (also zum Beispiel mit einem Volumen von über 10.000 Litern Heizöl) und unterirdische Rohrleitungen, auch wenn sie nicht Teil einer prüfpflichtigen Anlage sind.
Nähere Informationen über die so genannten "wassergefährdenden Stoffe" finden Sie auf dieser Seite.
Was sollte ich für den Fall der Fälle griffbereit haben, wenn ich in einem Hochwasser gefährdeten Gebiet lebe?
Wenn Sie in einem Hochwasser gefährdeten Gebiet leben, dann sollten Sie folgende Dinge für den Fall der Fälle griffbereit haben:
Für den Fall, dass Sie Ihre Wohnung verlassen müssen, ist es ratsam, etwas Notgepäck vorzubereiten. Hierzu gehören:
Wie kann ich mich darüber hinaus auf ein Hochwasser vorbereiten?
Was sollte ich tun, wenn tatsächlich ein Hochwasser für meinen Bereich angekündigt ist?
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