
Vor allem im Herbst ist es für viele Menschen ein beliebter Zeitvertreib, im Wald nach Pilzen zu suchen. Wenn man sich aber nicht hundertprozentig sicher ist, dass das, was im Pilzkorb landet, auch wirklich essbar ist, sollte man die Finger vom Pilze sammeln lassen oder sich bei einem Experten erkundigen.
Auch im Unterallgäu gibt es hierfür extra zwei Pilzberatungsstellen. Im östlichen Landkreis berät Sie Ingeborg Hackel aus Mindelheim. Kontakt mit Frau Hackel können Sie über die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Unterallgäu aufnehmen. Für den westlichen Landkreis bietet Jochen Kaulfuß in der Rupertus-Apotheke in Ottobeuren, Bahnhofstr. 19, nach telefonischer Voranmeldung unter (08332) 283 Beratungen an.
Einige grundlegende Informationen haben wir hier für Sie zusammengestellt.
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Ich würde gerne Pilze sammeln. Wo kann ich lernen, welche Pilze genießbar sind?
Zur genauen Pilzbestimmung gibt es einige unterschiedliche Charakteristika. Diese sind ausführlich in Pilzbestimmungsbüchern aufgeführt. Hier sind meist die typischen Merkmale des einzelnen Pilzes und auch die Verwechslungsmöglichkeiten mit sehr ähnlichen oder verwechselbaren Giftpilzen mit den wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen aufgelistet. Jedoch kann nur ein qualifizierter Pilzberater einen nicht bekannten Pilz mit so hoher Sicherheit identifizieren, dass dieser Pilz dann gegebenenfalls als Speisepilz verwendet werden kann.
Bei den Giftnotrufzentralen (Giftnotruf München, Telefon 089-19240) kann man die Adresse und Telefonnummer eines in der Nähe wohnenden Pilzexperten erfragen.
Was sollte man beim Sammeln grundsätzlich beachten?
Beim Sammeln von Pilzen sollte man zunächst beachten, ob es sich um Röhrenpilze (schwammartige Hutunterseite), um Lamellenpilze (blattartige Hutunterseite) oder um Nichtblätterpilze (zum Beispiel Boviste, Morcheln, Korallen-Pilze) handelt. Tödlich giftige Pilze finden sich nur unter den Lamellenpilzen, ausgenommen die tödlich giftigen Morcheln.
ALLGEMEIN GILT: Essen Sie nur sicher bekannte Pilze! Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der Pilz essbar oder ungenießbar ist, verzichten Sie lieber auf eine Pilzmahlzeit oder suchen Sie eine unserer Pilzberatungsstellen auf.
Wann ist Pilzsaison?
Die Pilzsaison beginnt etwa Ende Juli und endet Mitte Oktober mit dem ersten Bodenfrost. Dennoch kommt es auch immer auf die jeweilige Witterung an.
Was sollte man tun, wenn man befürchtet, einen giftigen Pilz gegessen zu haben? Welche Symptome treten auf? Gibt es einen bestimmten Notruf?
Pilzvergiftungen sind generell durch zwei auftretende Beschwerden zu unterscheiden: Früh auftretende Beschwerden (30 Minuten bis vier, höchstens sechs Stunden nach Pilzgenuss) und Beschwerden, welche sechs bis 20 Stunden und bis zu zehn Tage nach der Pilzmahlzeit auftreten. Die spät auftretenden Vergiftungsbeschwerden sind meist lebensbedrohlich.
Symptome können in beiden Fällen Magen-Darm-Störungen, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche und Speichelfluss sein. Es können auch Pilzallergien auftreten, welche sich zusätzlich durch Hautquaddeln, asthmatische Atembeschwerden und sogar Blutdruckabfall auszeichnen.
Bei möglichen Vergiftungen sollte immer der Rat der Giftnotrufzentrale eingeholt werden. Erreichbar ist der Giftnotruf München unter Telefon (089) 19240.
Bei möglichen Vergiftungen sollte immer der Rat der Giftnotrufzentrale eingeholt werden. Erreichbar ist der Giftnotruf München unter Telefon (089) 19240.
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