

Wie kann jeder einzelne Unterallgäuer seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten? Wie kann sich der Landkreis einbringen? Was können die Unternehmen tun? Und wo steht das Unterallgäu im Moment? Diese Fragen soll in den kommenden Monaten ein Klimaschutzkonzept beantworten, das derzeit erstellt wird.
Der Landkreis Unterallgäu engagiert sich bereits seit vielen Jahren für den Klimaschutz. So wurden in der Vergangenheit bereits mehrere Kreis-Gebäude energetisch saniert, sie werden inzwischen CO2-neutral mit Hackschnitzelheizungen beheizt oder sind an das Fernwärmenetz des Biomasseheizwerks Mindelheim angeschlossen. Hinzu kommt beispielsweise auch ein kommunales Energiemanagement, durch das die Energieeffizienz der landkreiseigenen Liegenschaften verbessert und die Nutzer und Gebäudeverantwortlichen in energiesparendem Verhalten geschult werden.
Wissenswertes rund um Klimaschutz und Klimaschutzkonzept des Landkreises Unterallgäu finden Sie auf dieser Seite. In den kommenden Monaten soll diese Seite laufend ergänzt und aktualisiert werden.
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Welche Erwartungen sind mit dem Klimaschutzkonzept verbunden? Was ist das Ziel des Klimaschutzkonzepts?
Mit dem Klimaschutzkonzept möchte der Landkreis Unterallgäu eine langfristige, zielgerichtete Energie- und Klimaschutzpolitik umsetzen. So soll die Energieeffizienz erhöht werden und es sollen verstärkt erneuerbare Energien genutzt werden.
Ziel des Klimaschutzkonzepts ist es, Kommunen, Unternehmen und Bürger dazu zu motivieren, den eigenen Energieverbrauch genau unter die Lupe zu nehmen und zu verbessern. Wichtiger Teil des Konzepts ist eine landkreisweite Energie- und CO2-Bilanz. Diese soll die Stärken und Schwächen des Landkreises aufzeigen. Entstehen soll daraus dann in einem nächsten Schritt ein energiepolitisches Leitbild, in dem konkrete Aussagen darüber getroffen werden, welche Ziele der Landkreis beispielsweise in Sachen CO2-Emissionen bis zu welchem Zeitpunkt erreichen möchte. Teil des Konzeptes ist daneben auch die Bildung eines Energieteams als „Motor und Entwicklungszentrale“ zur Umsetzung der Maßnahmen.
Wer beteiligt sich am Klimaschutzkonzept des Landkreises?
Mit der Erstellung des Klimaschutzkonzepts hat der Umweltausschuss des Unterallgäuer Kreistags das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza) in Kempten beauftragt.
Aktiv arbeitet am Klimaschutzkonzept ein eigenes Energie-Team mit, in das sich Mitarbeiter des Landratsamts ebenso einbringen wie Vertreter von Unterallgäu Aktiv GmbH, Industrie- und Handelskammer (IHK) Memmingen, des Verein ProNah, der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim, des Forstamts Mindelheim, des Bund Naturschutz, des Amts für Landwirtschaft und des Bayerischen Bauernverbands.
Daneben wurde ein Energie-Beirat gebildet, in dem sich Mitglieder aller Kreistagsfraktionen engagieren.
Unter dem Dach des Landkreises lassen auch mehrere Unterallgäuer Gemeinden ein Klimaschutzkonzept erstellen: Babenhausen, Bad Grönenbach, Bad Wörishofen, Mindelheim, Ottobeuren und Pfaffenhausen.
Wann wird es erste Ergebnisse geben?
Im Herbst 2011 sollen erste Ergebnisse wie zum Beispiel die Energie- und CO2-Bilanz vorliegen - das fertige Klimaschutzkonzept erwartet der Landkreis im ersten Quartal 2012.
Inwiefern bindet das Konzept die Gemeinden des Landkreises ein?
Ohne enge Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Gemeinden werden sich keine Erfolge einstellen. Viele Empfehlungen des Klimaschutzkonzepts werden nur auf Gemeindeebene umgesetzt werden können. Aber nicht nur der Landkreis und die Gemeinden sind gefragt - wichtig ist, welchen Beitrag jeder einzelne Bürger zum Klimaschutz leistet.
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