

Je ungemütlicher es draußen ist, desto mehr freut man sich über ein warmes Wohnzimmer. Auch im Unterallgäu sorgen immer öfter Holzöfen dafür, dass es in den Häusern wohlig warm wird. Wie aber heizt man richtig? Was muss man beachten, um nicht sich selbst und seiner Umwelt zu schaden? Auf zwei Dinge kommt es ganz wesentlich an: Zum einen darauf, was verbrannt wird und zum anderen darauf, wie es verbrannt wird.
Im Folgenden haben wir für Sie einige Fragen und Antworten zum richtigen Heizen mit Holz zusammengestellt.
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Was darf verbrannt werden?
Was verbrannt werden darf, ist gesetzlich geregelt. Erlaubt sind beispielsweise Kohle, naturbelassenes, trockenes, stückiges Holz und Holzpresslinge. Nicht verwendet werden dürfen zum Beispiel gestrichenes, lackiertes, beschichtetes oder verleimtes Holz sowie Span-, Sperrholz- oder Faserplatten. Außerdem nicht erlaubt sind Verpackungsmaterial, Papier, Zeitungen, Kunststoffe, Altpapierbriketts sowie jegliche Abfälle.
Was passiert, wenn diese Materialen verfeuert werden?
Werden diese Materialien im heimischen Ofen verbrannt, gelangen Schadstoffe und Krebs erregende Stoffe wie das hochgiftige Dioxin, Schwermetalle und Salzsäure in die Luft. Dort schaden sie nicht nur der Umwelt, sondern auch jedem, der sie einatmet.
Hinzu kommt, dass es durchaus auch teuer werden kann, wenn unerlaubte Stoffe verbrannt werden – zum einen drohen Bußgelder von bis zu 1000 Euro, zum anderen kann auch die Heizanlage durch ungeeignetes Brennmaterial beschädigt werden.
Auf was muss man noch achten?
Neben dem richtigen Heizmaterial kommt es auch darauf an, wie etwas verbrannt wird. Auch ein Holzfeuer kann gefährliche Stoffe ausstoßen. Dazu kommt es aber nur, wenn Holzgase nicht vollständig verbrennen. Dies kann daran liegen, dass die Luftzufuhr nicht ausreicht, der Ofen ungeeignet ist oder die Verbrennungstemperatur zu niedrig ist, weil beispielsweise das verwendete Holz zu feucht ist oder zu dicke Holzscheite verwendet wurden. Nasses und zu dickes Holz zündet schlecht und verbrennt schwer.
Damit das Holz trocken ist, sollte es mindestens zwei Jahre vor Regen geschützt gelagert worden sein. Rundholz sollte mindestens einmal gespalten werden.
Daneben ist es wichtig, nicht zu große Mengen Holz nachzulegen. Ansonsten kann ein Schwelbrand entstehen. Dabei werden große Teile der Holzsubstanz ohne Wärmegewinn und damit nutzlos ausgetrieben und unverbrannt in die Umwelt abgegeben.
Wer allerdings einen qualitativ hochwertigen Ofen hat und nur trockenes, naturbelassenes Waldholz verfeuert, der kann sicher sein, dass sämtliche Emissionen weit unter den gültigen Grenzwerten liegen.
Wo bekomme ich nähere Informationen?
Nähere Informationen erhält man als Unterallgäuer Bürger beim Landratsamt, aber auch beim zuständigen Bezirkskaminkehrermeister oder aus der Betriebsanleitung der Feuerungsanlage des Herstellers beziehungsweise des Ofenbauers.
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