

Die Zahl der Menschen, die vor allem in den Wintermonaten am durch Noroviren ausgelösten Brechdurchfall erkranken, ist auch im Unterallgäu in den letzten Jahren stark angestiegen. Vor allem Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Altenheime, aber auch alle anderen öffentlichen Einrichtungen mit viel Kundenverkehr sollten deshalb ihre Hygienemaßnahmen auf hohem Niveau halten.
Im Folgenden finden Sie einige grundlegende Informationen über Noroviren.
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Wie werden Noroviren übertragen?
Noroviren sind hochinfektiös: Schon eine minimale Infektionsdosis von zehn bis 100 Viruspartikeln reicht aus, um sich anzustecken. Die Übertragung erfolgt fäkal-oral. Das heißt, dass mit dem Stuhl (fäkal) ausgeschiedene Erreger über den Mund (oral) aufgenommen werden. Virushaltige Aerosole (also zum Beispiel über die Atemluft während des Erbrechens) können ebenfalls leicht zur Ansteckung führen. Auch über Gegenstände und Oberflächen wie Türklinken und Handläufe sowie über Lebensmittel und Getränke, die mit verunreinigtem Wasser zubereitet wurden, kann eine Ansteckung erfolgen. Erkrankte Personen sollten auf keinen Fall Nahrung für andere zubereiten.
Wie schützt man sich und andere vor einer Erkrankung?
Vermeiden kann man eine Ansteckung schon mit einfachen Maßnahmen - zum Beispiel durch Händewaschen nach dem Toilettengang oder nach Kontakt mit Erbrochenem.
Bei Verdacht auf eine Norovirusinfektion in Schulen, Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen müssen Kinder und Jugendliche mit Symptomen umgehend von Angehörigen abgeholt werden. Der Kontakt zu anderen Kindern und Jugendlichen sollte möglichst eingeschränkt werden.
Zudem ist es wichtig, dass Erbrochenes mit einem Einmalwischlappen entfernt und die verschmutzte Fläche mit Hilfe eines Haushaltsreinigers beseitigt werden. Dabei die Türklinken nicht vergessen.
Welche Symptome treten auf, wenn man sich mit Noroviren infiziert hat?
Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch Übelkeit, schwallartiges Erbrechen und Durchfall; auftreten können auch Bauchkrämpfe, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit dauert es in der Regel 24 bis 48 Stunden. Die Krankheit dauert meist nur einen bis drei Tage; auch symptomarme Verläufe sind möglich. Personen sind insbesondere während der akuten Phase und bis zu 48 Stunden nach Abklingen der Symptome ansteckungsfähig und scheiden die Viren eventuell noch wochenlang über den Stuhlgang aus.
Wie kann man die Noroviren therapieren?
Für die Therapie einer Norovirusinfektion gibt es kein spezifisch wirksames Medikament. Die Behandlung konzentriert sich wie bei anderen Durchfallerkrankungen auf die ausreichende Behandlung der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste. In seltenen Fällen ist eine stationäre Aufnahme erforderlich.
Was sollte man beachten, wenn in der Familie der durch Noroviren ausgelöste Brechdurchfall aufgetreten ist?
Wann darf ein Kind nach einer Noroviren-Infektion wieder in den Kindergarten/die Schule, wann kann man selbst wieder zur Arbeit gehen?
Laut Infektionsschutzgesetz dürfen Kinder unter sechs Jahren, die an einer infektiösen Gastroenteritis erkrankt oder dessen verdächtig sind, Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen. Die Einrichtung sollte auch ein bis zwei Tage nach dem Abklingen der klinischen Symptome nicht besucht werden, dies kann nach dem Infektionsschutzgesetz auch angeordnet werden.
Für ältere Kinder oder erwachsene Betreuer kann die Einhaltung bestimmter Hygieneregeln oder ein Schulbesuchsverbot beziehungsweise im Falle von Betreuern ein Tätigkeitsverbot angeordnet werden.
Wir haben für Sie einige wesentliche Informationen über Noroviren zusammengestellt. Diese Übersicht können Sie hier herunterladen.
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