

Eine Meningitis (Hirnhautentzündung) ist eine schwere Erkrankung, die durch verschiedene Bakterien oder Viren ausgelöst werden kann und innerhalb kürzester Zeit zu schwersten Krankheitssymptomen führen kann. Eine bakterielle Meningitis ist ein absoluter Notfall, der sofort behandelt werden muss, da jede Stunde für den weiteren Verlauf der Krankheit ausschlaggebend ist.
Das Gesundheitsamt hat für Sie einige grundsätzliche Informationen zur Erkrankung zusammengestellt.
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Wie kann es zu einer Meningitis kommen?
Grundsätzlich wird zwischen der bakteriellen und der viralen Meningitis unterschieden.
Die virusbedingte Meninigitis ist weitaus häufiger verbreitet. Ursache für diese Entzündung sind - wie der Name schon sagt - Viren.
Es ist sehr wichtig, den Erreger zu ermitteln, da eine virale Meningitis meistens einen weitaus milderen Verlauf hat und viel seltener Folgeschäden verursacht als eine bakterielle Meningitis. Die bakterielle Meningitis wird durch Bakterien ausgelöst. Sie kann lebensgefährliche Komplikationen mit sich bringen. Besonders von der bakteriellen Meningitis gefährdet sind Menschen mit einem geschwächten beziehungsweise im Aufbau befindlichen Immunsystem - also vor allem ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder. Die häufigsten Erreger der "klassischen", bakteriellen Meningitis sind Meningokokken (Neisseria meningitidis), Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) und Haemophilus influenzae.
Wie werden Meningokokken übertragen?
Etwa acht Millionen Deutsche tragen Meningokokken im Nasenrachenraum, ohne daran zu erkranken. Da die Keime außerhalb des Körpers gewöhnlich nicht lange überleben, ist für eine Infektion ein enger Kontakt mit Übertragung von Speichel- oder Nasensekret erforderlich. Diese so genannte „Tröpfcheninfektion“ ist zum Beispiel durch Anhusten, Anniesen, aber auch beim Küssen oder Schmusen oder beim gemeinsamen Trinken aus einem Glas möglich. Ein höheres Risiko sich anzustecken herrscht auch überall dort, wo viele Menschen eng zusammen kommen, zum Beispiel in Gemeinschaftsunterkünften, in einem vollen Bus, in einer vollen Diskothek oder bei großen Menschenansammlungen.
Nicht anstecken kann man sich in der Regel durch Begegnungen ohne engen Kontakt, wie etwa im Schwimmbad oder auf einer öffentlichen Toilette.
Wie erkennt man eine Meningitis?
Bei an Meningitis erkrankten Patienten zeigt sich hohes Fieber mit starken Kopfschmerzen. Neben einem allgemeinen Krankheitsgefühl können Übelkeit mit Erbrechen sowie eine verstärkte Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Berührung auftreten. Als typisch gilt beispielsweise ein steifer Nacken (Meningismus). Es können Rückenschmerzen und Flecken an der Haut auftreten. Kommt es zusätzlich zu Benommenheit bis hin zu Bewusstlosigkeit oder zu Lähmungen und Sensibilitätsstörungen, dann spricht man von einer Meningoenzephalitis (Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns).
Was sollte man bei einem Verdacht auf Meningitis tun?
Bei den Anzeichen einer Meningitis sollte man sich sofort in ärztliche Behandlung begeben.
Was tun, wenn ein Meningitis-Fall im persönlichen Umfeld aufgetreten ist?
Wenn es in Ihrem persönlichen Umfeld zu einem Meningitis-Fall gekommen ist, dann sollten Sie sofort Ihren Hausarzt aufsuchen und ihm dies mitteilen. Nehmen Sie außerdem mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt Kontakt auf, falls dies nicht schon geschehen ist.
Gibt es eine Möglichkeit, sich gegen eine Meningitis zu schützen?
Es gibt gegen eine Anzahl von Erregern der bakteriellen Meningitis eine Impfung, leider noch nicht gegen alle, wie zum Beispiel den bei uns vorherrschenden Meningokokken-Typ B.
Gegen den seltener auftretenden Meningokokken-Typ C gibt es jedoch mittlerweile eine Standardimpfung für Kleinkinder sowie für Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung.
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