

Am besten ist es natürlich, Müll soweit als irgend möglich zu vermeiden. Immer ist das aber leider nicht möglich. Wo sich Müll nicht vermeiden lässt, sollte er am besten sauber getrennt und wiederverwertet werden. Hierfür hält der Landkreis Unterallgäu 24 Wertstoffhöfe und sieben Kompostieranlagen vor.
Eine eigene Mülldeponie betreibt der Landkreis Unterallgäu nicht mehr, da Restabfälle grundsätzlich thermisch behandelt werden müssen. Für nicht brennbare Abfälle nutzt der Landkreis Deponien benachbarter Gebietskörperschaften.
Auf dem Gelände der Deponie Breitenbrunn wird eine Umladestation betrieben, um den Transport der thermisch zu behandelnden Abfälle zum Müllkraftwerk Weißenhorn und der abzulagernden Abfälle zu den Deponien zu optimieren.
Auf drei alten Landkreis-Deponien fallen Sickerwässer an, die in der Sickerwasserbehandlungsanlage in Breitenbrunn vorbehandelt werden, bevor sie über die Ortskanalisation der Gemeinde Breitenbrunn in eine Kläranlage eingeleitet werden.
Auf den Deponien Breitenbrunn und Derndorf nutzt der Landkreis das beim Abbau organischer Substanz entstehende Methangas zur Energieerzeugung.
In insgesamt drei Deponiegaskraftwerken entsteht aus Deponiegas elektrische Energie und Wärme.
Die Dachflächen von Umladestation, Wertstoffhof und Maschinenhalle in Breitenbrunn werden ebenso wie die Dachfläche des kreiseigenen Wertstoffhofs in Ottobeuren für Photovoltaikanlagen genutzt. Seit Februar 2010 wird auch auf dem Dach des Kreisbauhof-Stützpunkts Ottobeuren auf diese Weise Energie gewonnen.
Aus Deponiegas und Sonnenenergie konnten zum Beispiel im Jahr 2010 etwa 472.000 Kilowattstunden elektrische Energie in das öffentliche Netz eingespeist werden; dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von 118 Vier-Personen-Haushalten.
Die Betriebs- und Nutzungsordnung für die Unterallgäuer Wertstoffsammelstellen finden Sie hier.
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