

Der Fernseher ist verstummt, das Telefon gibt plötzlich keinen Laut mehr von sich – neue Geräte müssen her. Wohin aber mit den ausgemusterten Elektrogeräten? Richtig entsorgen kann man sie bei den 24 Wertstoffhöfen im Landkreis. Alles Wissenswerte haben wir hier für Sie zusammengefasst.
Informationen erhalten Sie auch in einem Faltblatt, das wir für Sie zusammengestellt haben, oder bei der Abfallberatung des Landkreises.
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Was ist eigentlich ein Elektro-Altgerät?
Elektrische und elektronische Kleingeräte sind zum Beispiel Fernseher, Computer, Drucker, Staubsauger, Mikrowellengeräte, Videorecorder, Föhns, Kaffeemaschinen, Handmixer, Rasierapparate, Telefonapparate, Bohrmaschinen und Kofferradios. Großgeräte oder sogenannte Weißmöbel sind zum Beispiel Waschmaschinen, Trockner, Spülmaschinen, Elektroherde sowie Gefrier- und Kühlschränke, die für die nicht-gewerbliche Nutzung bestimmt sind.
Was tun mit alten Elektrogeräten?
Kleingeräte können Sie an allen 24 Wertstoffhöfen im Landkreis Unterallgäu gebührenfrei abgeben.
Kühl- und Gefriergeräte werden jedoch nur an bestimmten Wertstoffhöfen angenommen. Welche dies sind, finden Sie hier.
Sonstige Weißmöbel wie Spülmaschinen, Waschmaschinen, Elektroherde und Trockner können Sie an fast allen Wertstoffhöfen (mit Ausnahme von Pfaffenhausen) anliefern.
Gewerbliche Gefrier- und Kühlschränke werden bei den Wertstoffsammelstellen nicht angenommen. Sollten Sie derartige Geräte entsorgen müssen, so wenden Sie sich bitte an das Staatliche Abfallrecht im Landratsamt unter Telefon (08261) 995-360.
Was passiert dann mit den Geräten?
Von den Wertstoffhöfen gehen die Altgeräte in dafür zugelassene Fachbetriebe zur Demontage und individuellen Behandlung. In Elektrogeräten sind wertvolle Metalle und seltene Erden verbaut. Diese werden bei der Demontage herausgelöst und können so wiederverwertet werden. Beispielsweise befinden sich in einem Mobiltelefon bis zu 26 Milligramm Gold.
Außerdem enthalten zahlreiche Geräte Schadstoffe, die eine selektive Behandlung notwendig machen. Enthalten sein können Blei, Asbest, Quecksilber, Kühlmittel oder Silikonöle. In Waschmaschinen sind zum Beispiel auch Massenausgleichsgewichte aus Beton verbaut.
Warum werden Elektrogeräte überhaupt gesammelt?
Die Produktverantwortung der Hersteller und Importeure von Elektrogeräten beginnt bereits bei der Konstruktion und endet erst nach der Entsorgung der Elektrogeräte. Durch das Elektrogesetz, das die Sammlung von Elektrogeräten vorschreibt, sollen Abfälle vermieden (unter anderem durch langlebigere Produkte), Abfallmengen durch Wiederverwendung reduziert und Schadstoffe in Elektrogeräten verringert werden.
Was ist mit den gewerblichen Straßensammlungen?
Gewerbliche Straßensammlungen von Elektronikschrott (zum Beispiel von Waschmaschinen und Geschirrspüler) sind unzulässig. Sammler ohne abfallrechtliche Transportgenehmigung dürfen Elektronikschrott nämlich weder einsammeln noch transportieren.
Die Abfallwirtschaftsberatung des Landkreises hat ein Faltblatt für Sie zusammengestellt, in dem Sie alles über die Entsorgung von alten Elektrogeräten erfahren. Dieses können Sie hier herunterladen.
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